ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

10 Schritte auf dem Weg zu ÖKOLOG

ÖKOLOG Schulen bekennen sich zur ökologisch und nachhaltig orientierten Schulentwicklung. Der Lebensraum Schule wir von allen Schulpartnern in einem kontinuierlichen Prozess mitgestaltet - mit dem Ziel, einen Entwicklungsplan zu erstellen. ÖKOLOG-Schulen sind Modellschulen für eine qualitätsvolle Schulentwicklung.

Zur Umsetzung großer Visionen bedarf es einer Vielzahl wohl überlegter und bewusst gesetzter Schritte. Ein zuverlässiger Wegweiser ist dabei unerlässlich. Die folgenden 10 Schritte sollen Ihnen den Weg zur ÖKOLOG-Schule erleichtern.

Schritt 1: Schulkonsens herstellen

  • Informieren Sie vorab alle EntscheidungsträgerInnen in der Schule.
  • Sichern Sie sich die Zustimmung und Unterstützung von der Direktion, der Schulgemeinschaft und der Schulkonferenz.

Schritt 2: Schulteam bilden und KoordinatorIn wählen

Der/die ÖKOLOG-KoordinatorIn und das ÖKOLOG-Schulteam bilden den Motor für alle Aktivitäten im Sinne der Nachhaltigkeit.

  • Bilden Sie ein ÖKOLOG-Schulteam und wählen Sie einen ÖKOLOG-Koordinator oder eine ÖKOLOG-Koordinatorin. Er/Sie ist die erste Ansprechperson, wenn es um Fragen rund um ÖKOLOG geht und vertritt Ihre Schule nach außen.
  • Im Team sollte die gesamte Schulgemeinschaft vertreten sein: LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern, SchulwartIn, Schularzt/ärztin.
  • Auch externe Personen wie GemeindevertreterInnen oder Sponsoren können Teil des Teams werden.
  • Vereinbaren Sie Funktionen, Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen der einzelnen Teammitglieder.
  • Besprechen Sie auch die Kommunikationswege und Erfolgskriterien.

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Schritt 3: Mit einer Ist-Analyse den Handlungsbedarf erkennen

Die Ist-Analyse gibt einen Überblick aller Aktivitäten der Schule und deren Bezug zu Themen der Nachhaltigkeit. Gleichzeitig unterstützt sie Sie beim Erfassen von Schwachstellen und zeigt so einen allfälligen Handlungsbedarf auf.
Für diesen Schritt wurde der ÖKOLOG-Qualitätsstern entwickelt, mit dem Sie einfach den Ist-Stand Ihrer Schule ermitteln können.

Die Bereiche der nachhaltigen Bildung umfassen sowohl die klassischen Umweltbereiche als auch Aspekte der Schulgestaltung, Schulentwicklung, Gesundheitsförderung oder Öffnung der Schule nach außen.

  • Erfassen und analysieren Sie die aktuelle Situation.
  • Finden und analysieren Sie Stärken und Schwächen in den einzelnen Bereichen
    • Was läuft gut und soll beibehalten werden?
    • Was läuft nicht so gut?
    • Wo liegen die Ursachen dafür?

Schritt 4: Prioritäten setzen

Das Schulteam entscheidet, in welchen Bereichen mit den ersten Aktivitäten angesetzt werden soll. Die Prioritäten ergeben sich aus der Dringlichkeit eines Problems, aber auch aus dem Aufwand, der für die Problemlösung erforderlich ist.

Schritt 5: Klare Ziele formulieren

Formulieren Sie die Ziele klar und realistisch! Begleitend dazu sollten Sie Kriterien für die Zielerreichung festsetzen.

Klären Sie rechtzeitig den Umfang der vorhandenen Ressourcen:

  • Über welche finanziellen Mittel verfügen wir?
  • Wie beurteilen wir die Faktoren „Zeit“ und „Know-how“?
  • Sind die personellen Ressourcen ausreichend?

Mehr Infos dazu: Handbuch für ökologisches Schulmanagement

Schritt 6: Projekte entwickeln und planen

Entwickeln Sie konkrete Maßnahmen zur Umsetzung Ihrer Projektidee.

Legen Sie Aufgaben, Kompetenzen und Termine Ihrer ÖKOLOG-Projekte verbindlich fest und klären Sie dabei auch folgende Fragen:

  • Was ist zu tun?
  • In welchem Zeitraum wollen wir welche Ziele erreichen?
  • Welche außerschulischen Einrichtungen oder Personen können am Projekt beteiligt werden?
  • Wer könnte noch in das laufende Projekt eingebunden werden?

Schritt 7: Projekte umsetzen und dokumentieren

Eine begleitende Dokumentation (Projekttagebuch, Dokumentationsmappe) bildet die Basis für die interne und externe Kommunikation. Eine gute Dokumentation kann auch im Hinblick auf Einreichungen bei Wettbewerben oder für offizielle Zertifizierungen der Schule hilfreich sein. Durch regelmäßige Zwischenreflexionen werden sowohl Fortschritte als auch Hindernisse bei der Umsetzung eines Projektes sichtbar.

Eine finanzielle Unterstützung ist durch den Bildungsförderungsfonds für Nachhaltige Entwicklung möglich.

Schritt 8: Erfolgskontrolle und Reflexion

Folgende Fragen helfen Ihnen, die Qualität der bisherigen Arbeit und die Stimmung im ÖKOLOG-Team zu klären:

  • Wie verlief die Durchführung der bisherigen Projekte?
  • Welche Schwerpunkte gab es und welche Schwierigkeiten traten auf? (Nutzen Sie dazu Protokolle, Bemerkungen etc.)
  • Haben wir die eingangs formulierten Ziele erreicht?
  • Was ist uns besonders leicht, was besonders schwer gefallen?
  • Gibt es Abweichungen vom ursprünglichen Plan; wodurch wurden diese notwendig?
  • Was haben wir aus unserer bisherigen Tätigkeit gelernt?
  • Wie ist die Stimmung innerhalb des ÖKOLOG-Schulteams?
  • Gibt es Wünsche, Beschwerden und Anregungen für Folgeprojekte?

Schritt 9: Erfolge feiern und Teamgeist stärken

Mache Sie Erfolge sichtbar (z.B. durch ein Schulfest) und tanken Sie dabei auch Kraft für die nächsten Schritte.

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Schritt 10: Erfolgreiche Projekte in den Schulalltag übernehmen

Nachhaltigkeit beinhaltet immer das Zusammenspielen von ökologischen, sozialen und gesundheitsfördernden Aspekten und führt langfristig zu einer „Schule zum Wohlfühlen“.

Ein zentrales Ziel von ÖKOLOG ist es, dass sich aus erfolgreichen Maßnahmen und Projekten eine gelebte nachhaltige Alltagskultur an der Schule entwickelt. Ihre Aktivitäten sollen zu einem selbstverständlichen Bestandteil des schulischen Alltags werden.

Öffentlichkeitsarbeit als begleitende Maßnahme

Als Basis für eine gute Öffentlichkeitsarbeit ist es unerlässlich, Information und Kommunikation innerhalb und außerhalb der Schule am Laufen zu halten.

  • Informieren Sie regelmäßig alle Mitglieder des ÖKOLOG-Teams und sorgen Sie für eine anregende schulinterne Projektinformation.
    Schulwebsite, Berichte, Projektzeitungen, Pinnwände oder Schaukästen bieten sich dafür an.
  • Überlegen Sie sich Zielgruppen und Inhalte für die außerschulische Öffentlichkeitsarbeit. Laden Sie Gemeinde- oder Bezirkszeitungen ein oder planen Sie eine öffentliche Präsentation.
  • Zeigen Sie keine falsche Bescheidenheit, denn ÖKOLOG-Schulen werden durch ihre Aktivitäten im Sinne der Nachhaltigkeit durchaus zu Trendsettern und Aushängeschildern innerhalb ihrer Gemeinden - und darüber hinaus!
  • Nützen Sie die PR-Möglichkeit über das ÖKOLOG-Netzwerk.
  • Gute Tipps und Unterlagen für LehrerInnen ÖKOLOG macht Presse (pdf)