ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Schule nachhaltig wandeln

Schule: PRG/PORG Volders
KoordinatorIn: Aufheimer Doris, BEd
DirektorIn: Dir. Polletta Albert, BSc MSc
Inhalt
Anlegen eines Schulgartens und Bau einer Kräuterspirale
Attraktivierung des Schulinnenhofes mit Blühstreifen und des Aufenthaltsraumes der SchülerInnen.
Upcyling in Form des Baus von Hochbeeten und Ruhemöbeln aus Europaletten
Solidarität in Form der Zusammenarbeit mit dem nahegelegenen Flüchtlingsheim
Bau von Hochbetten aus Holzpaletten

Bau von Hochbetten aus Holzpaletten

Klassenpflanzen

Klassenpflanzen

Sonnenblumen im Innenhof der Schule

Sonnenblumen im Innenhof der Schule

Blumenwiese Innenhof

Blumenwiese Innenhof

Anlegung eines Gemüsebeetes

Anlegung eines Gemüsebeetes

Projektgewinn bei KlasseZwanzigZukunft 2022

Projektgewinn bei KlasseZwanzigZukunft 2022

Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 8

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Der Vertrag mit der Firma, die bisher für Jausenbuffet und Mittagessen zuständig war, wurde vom Schulerhalter gekündigt. Seit Sommerhalbjahr 2023 gibt es eine neue Firma, die regionales frisch gekochte Essen anbietet samt vegarischem Menü. Im Rahmen des vom Bildungsförderungsfond unterstützen Projektes "Nachhaltige EssKulturen" wird seit dem Schuljahr 2023/23 monatlich von einer Schulklasse ein selbstgemachtes Buffet in der großen Pause veranstaltet, das gratis für alle SchülerInnen ist und gesundes Essen anbietet. Zusätzlich ist ein Schulgarten im Entstehen. Im Herbst 2022 wurden Beerensträucher angepflanzt und ein Apfelbaum. Die Ernte davon soll auf gesundes Essen aufmerksam machen.

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Im Verlauf der Covid-Pandemie entstand die Wichtigkeit, einen angenehmen Lern- und Aufenthaltsort an der Schule für unsere Schülerinnen und Schüler im Freien zu erschaffen, wo ausreichend Frischluft während der Pausen, aber auch während mancher Unterrichtseinheiten getankt werden kann. Ausreichend Platz bietet hierzu der Innenhof der Schule. Engagierte Schülerinnen & Schüler und Lehrpersonen versuchen seit letztem Schuljahr den grauen, steinigen Innenhof in eine grüne, blühende Lern- und Aufenthaltsoase zu verwandeln und attraktiver zu gestalten. In diesem Schuljahr wurden von der Schule neue Sitzgelegenheiten für den Innenhof gekauft, Hochbeete im Rahmen des BE-Unterrichts der 7. Klassen gebaut, die die Schülerinnen und Schüler der 5A und 5B anschließend mit Ästen aus dem Wald und Grasschnitt aus der Schulumgebung befüllt haben. Im Rahmen des Biologie-Unterrichts wurden die Beete mit Erdbeeren und Pflücksalat bepflanzt – für die gesunde Jause zwischendurch. Im Außenbereich vor dem Aufenthaltsraum der Schülerinnen und Schüler entstand klassenübergreifend eine Kräuterschnecke. Im Freigelände neben der Schule wurde ein Schulgarten mit Gemüsepflanzen errichtet. Um die Schule nach außen zu öffnen, entstand die Idee „Waldbaden“. Das Ziel war, mit einem selbstgemachten Buffet in der großen Pause möglichst viele Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen in den Wald neben der Schule zu locken, damit diese die Frischluft genießen und auf die Bedeutung des Waldes aufmerksam gemacht werden. Mit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Welle der Solidarität, die gefühlt unser aller Umfeld erfasste, entstand auch unter den SchülerInnen des PORG Volders der Wunsch, zu helfen. Der Schock über den Krieg war groß, der Wunsch nach Frieden und einem gemeinschaftlichen Zusammenleben für alle noch viel größer. Bei den ersten Treffen des Umweltteams mit dem Zweck, unsere Hilfe zu organisieren, wurde schnell klar, dass wir den Geflüchteten „vor dem eigenen Schultor“ helfen wollten – die Idee zur Zusammenarbeit mit der Flüchtlingsunterkunft Kleinvolderberg nahm Gestalt an. Wenig später hatten wir die Gelegenheit, das Heim bei einem kurzen Besuch genauer unter die Lupe zu nehmen und erfuhren vom Leiter Christoph Nussbaumer, wie wir am besten und nachhaltigsten helfen könnten. Der Lokalaugenschein hinterließ einen großen Eindruck bei allen SchülerInnen und der Wunsch, zu helfen, wuchs. In Eigeninitiative starteten daher einige SchülerInnen schon kurz nach dem Termin einen wöchentlichen Fußballtreff und organisierten regelmäßige Termine mit den Kindern aus dem Heim zum gemeinsamen Deutsch-Üben und Spielen. In den darauffolgenden Wochen fanden an der Schule zwei Spendensammlungen für die Flüchtlingsunterkunft statt. Bereits die erste Sammlung war sehr erfolgreich, es wurden viele dringend benötigte Dinge gespendet, die den BewohnerInnen der Unterkunft den Alltag und das Ankommen in Tirol erleichtern, wie zum Beispiel Küchenutensilien, Taschen, Rucksäcke, Kinderbücher, Spiele und auch zwei Fahrräder. Bei der zweiten Sammlung, die wir mit etwas mehr Vorlaufzeit ansetzten, kamen schließlich so viele Gegenstände und vor allem auch dringend benötigte Fahrräder zusammen, dass unser Hausmeister uns mit seinem Anhänger beim Transport in die eigentlich ja sehr nahegelegene Unterkunft helfen musste. Als Ausdruck der Sehnsucht nach Mitmenschlichkeit schuf die Schulgemeinschaft ein Musikvideo zu John Lennons „Imagine“ und „Give Peace a Chance“ https://www.youtube.com/watch?v=BhZVUNZK2q4.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
80
Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
gar nicht
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Kooperation mit dem Flüchtlingsheim Kleinvolderberg
Kooperation mit der Gärtnerei Hödnerhof in Volders
Kooperation mit dem Elternverein
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Veröffentlichung in der Gemeindezeitung, Projekteinreichung bei KlasseZwanzigZukunft und #beeraiffeisenaward 2022, Artikel im Jahresbericht und auf Social Media
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Gespräche, Teamsitzungen
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Die SchülerInnen verbringen ihre Pausen mehr im Freien, sie haben Ideen wie man im Schulgarten weiterarbeiten könnte, die Schulgemeinschaft hat mehr Lust wieder ein Projekt durchzuführen, die Schule wirkt fröhlicher und schöner
Wo liegen unsere Stärken?
engagiertes Umweltteam, Motivation, gute Begleitung der SchülerInnen bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Ideen
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Keine Angabe