Nachhaltiger und ressourcenschonender Konsum. Weniger ist manchmal mehr! oder Lebensmittel wertschät
Schule: BORG Hermagor
KoordinatorIn: Mag. Jost Isabella, Bakk.DirektorIn: Mag. Dr. rer. nat. Schuller Andreas
Inhalt
Ziel 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion), Ziel 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz)Im Jahr 2020 stieg der Verbrauch von Milch- und Milchprodukten in Österreich auf 75,1 Kilogramm pro Kopf. Der übermäßige Konsum von Fleisch- und Milchprodukten ist aufgrund des Ressourcenverbrauchs klimaschädlich, bezieht man auch noch die Tiertransporte mit ein - insbesondere jene des "Abfallprodukts" Kalb - kommt eine weitere, ethisch verwerfliche Komponente hinzu.
Ein Ziel des Projekts ist es, SchülerInnen für Lebensmittel zu sensibilisieren und gesunde und klimafreundliche Alternativen zu Milchprodukten aufzuzeigen. Werden Milchprodukte konsumiert, ist auf eine entsprechende Qualität zu achten, die auch Respekt vor Mensch und Tier einschließt. Aus diesem Grund wurden nur hochwertigste Zutaten (Bioqualität, Wanderhuhneier als beste Haltung, regionale und saisonale Ware (Radieschen, Kren) verwendet und diese Tatsache nicht nur den SchülerInnen, sondern auch den Eltern kommuniziert. Auf diese Weise soll Sensibilität geschaffen werden.
Zweites Ziel ist, der Lebensmittelverschwendung vorzubeugen, indem SchülerInnen gezeigt wird, wie man aus Lebensmitteln, die sich in vielen Kühlschränken befinden, schmackhafte Speisen zubereiten kann - selbst wenn vermeintliche Hauptzutaten fehlen. Die Umsetzung dieser Ziele ist gerade an AHS äußerst wichtig, da hier keine Ernährungslehre angeboten wird.
Im Rahmen dieses Projekts werden mit den SchülerInnen im Verlauf von zwei Unterrichtstagen 3 Aufstriche hergestellt: zwei vegane und ein vegetarischer (Eiaufstrich mit Eiern aus Wanderhuhnhaltung, was den höchsten Standard darstellt). Die Aufstriche werden auf hochwertigem Brot beim Elternsprechtag angeboten - erstens sollen auf diese Weise auch Erwachsene auf diese Alternativen aufmerksam gemacht werden, zweitens werden auf diese Weise freiwillige Spenden gesammelt, die einem wohltätigen Zwecke zugeführt werden.
Rückblick
Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 4
Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Ziel 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion), Ziel 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz)
Im Jahr 2020 stieg der Verbrauch von Milch- und Milchprodukten in Österreich auf 75,1 Kilogramm pro Kopf. Der übermäßige Konsum von Fleisch- und Milchprodukten ist aufgrund des Ressourcenverbrauchs klimaschädlich, bezieht man auch noch die Tiertransporte mit ein - insbesondere jene des "Abfallprodukts" Kalb - kommt eine weitere, ethisch verwerfliche Komponente hinzu.
Ein Ziel des Projekts ist es, SchülerInnen für Lebensmittel zu sensibilisieren und gesunde und klimafreundliche Alternativen zu Milchprodukten aufzuzeigen. Werden Milchprodukte konsumiert, ist auf eine entsprechende Qualität zu achten, die auch Respekt vor Mensch und Tier miteinschließt. Aus diesem Grund wurden nur hochwertigste Zutaten (Bioqualität, Wanderhuhneier als beste Haltung, regionale und saisonale Ware (Radieschen, Kren) verwendet und diese Tatsache nicht nur den SchülerInnen, sondern auch den Eltern kommuniziert. Auf diese Weise soll Sensibilität geschaffen werden.
Zweites Ziel ist, der Lebensmittelverschwendung vorzubeugen, indem SchülerInnen gezeigt wird, wie man aus Lebensmitteln, die sich in vielen Kühlschränken befinden, schmackhafte Speisen zubereiten kann - selbst wenn vermeintliche Hauptzutaten fehlen. Die Umsetzung dieser Ziele ist gerade an AHS äußerst wichtig, da hier keine Ernährungslehre angeboten wird.
Im Rahmen dieses Projekts werden mit den SchülerInnen im Verlauf von zwei Unterrichtstagen 3 Aufstriche hergestellt: zwei vegane und ein vegetarischer (Eiaufstrich mit Eiern aus Wanderhuhnhaltung, was den höchsten Standard darstellt). Die Aufstriche werden auf hochwertigem Brot beim Elternsprechtag angeboten - erstens sollen auf diese Weise auch Erwachsene auf diese Alternativen aufmerksam gemacht werden, zweitens werden auf diese Weise freiwillige Spenden gesammelt, die einem wohltätigen Zwecke zugeführt werden.
Ziel 1 (Keine Armut), Ziel 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), Ziel 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion)
Es entspricht unserer Auffassung, dass die Entwicklungsziele nicht nur in Form von Projekten thematisiert werden, sondern auch im regulären Unterricht Erwähnung finden. Aus diesem Grund wurden im Schuljahr 2021_22 z.B. das Thema "Fairtrade" (Schwerpunkt: Kakaoproduktion inklus. Arbeitsbedingungen, Konsequenzen für Umwelt, kritische Prüfung und Vergleich von Gütesiegel) behandelt.
Ziel 14 und 15 (Leben unter Wasser/ am Land)
Seit Jahren beteiligt sich unsere Schule an der jährlichen Müllsammelaktion. Diese Aktion wird als äußerst wichtig erachtet, da sie den Blick für dieses Problem schärft und somit Bewusstsein schafft. Im Schuljahr 22_23 soll an der Schule ein effizienteres Mülltrennungssystem eingeführt werden.
Maßnahme im Detail
Nachhaltiger und ressourcenschonender Konsum. Weniger ist manchmal mehr!
oder
Lebensmittel wertschätzen. Vegane Ernährung als wertvolle Ergänzung
50
Das war aufgrund des Schwerpunkts nicht notwendig, die SchülerInnen konnten sich Arbeitsbereiche jedoch aussuche.
Kooperationen waren aufgrund des Projektschwerpunkts nicht notwendig. Es ist allerdings zu erwähnen, dass uns ein Teil der Zutaten, die Eier, vom Betrieb "Bergers Freilandeier" gratis zur Verfügung gestellt worden sind.
Thema, Ziel und Sinn des Projekts wurde mit den teilnehmenden SchülerInnen besprochen. Jene SchülerInnen, die nicht teilgenommen haben, wurden über Informationstäfelchen informiert.
"Präsentiert" wurde das Ergebnis am Elternsprechtag. Die Eltern konnten die Aufstriche probieren, die Rezepte wurden zur Verfügung gestellt und Informationstäfelchen informierten die Eltern über Thema, Ziel und Sinn des Projekts.
Das Projekt wurde durch Gespräche mit den SchülerInnen evaluiert. Die Rückmeldungen waren positiv.
Dieses Projekt ist ein Anfang, um das Bewusstsein für nachhaltige, abwechslungsreiche Ernährung zu schaffen. Eines ist jedoch klar: Ähnliche Projekte müssen regelmäßig durchgeführt werden, um dieses Bewusstsein dauerhaft zu stärken. Es ist aber gelungen, Themen wie Ressourcenverschwendung dadurch stärker in den Vordergrund zu rücken, da man sie nicht nur bespricht, sondern mit allen Sinnen "erabeitet".
Unsere Schulgröße erlaubt es, dass Projekte - auch kleinere - von allen SchülerInnen der Schule wahrgenommen werden.
Eine gute Zusammenarbeit zwischen den SchülerInnen war die Voraussetzung für das Gelingen des Projekts - beteiligt waren schlussendlich SchülerInnen aus 4 verschiedenen Klassen, die hervorragend zusammengearbeitet haben.
Keine Angabe