ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Erzeugung, Veredelung und Vermarktung eigener Produkte!

Schule: BLWS Bioschule Schlägl
KoordinatorIn: Ing. Gaisberger Johann
DirektorIn: Gaisberger Johann
Inhalt
Die Schüler:innen der Bioschule Schlägl erzeugen hochwertige Bio-Lebensmittel (Jogurt, Käse, Molke, etc.). Diese werden dann bei einem Bauernmarkt in Aigen, über einen Selbstbedienungsautomaten vor der Schule bzw. über einen eigenen Shop vermarktet.
Selbstbedienungsautomat beim Eingang der Bioschule Schlägl

Selbstbedienungsautomat beim Eingang der Bioschule Schlägl

Stand am Bauernmarkt mit den Schüler:innen

Stand am Bauernmarkt mit den Schüler:innen

Bauernmarkt

Bauernmarkt

Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 2

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Die Vernetzung von Bildung, Persönlichkeitsbildung, Biologische Landwirtschaft und Region/Umfeld sind interdisziplinäre Prinzipien, die an der Bioschule Schlägl einen hohen Stellenwert besitzen. Deshalb wurde anstatt der Herstellung und Nutzung von Jausenbrettern und wiederverwertbaren Trinkflaschen der Schüler:innen ein anderes (ähnliches) Projekt gestartet: Erzeugung, Veredelung und Vermarktung eigener Produkte! In verschiedenen Unterrichtsgegenständen erzeugen die Schüler:innen unserer Schule verschiedene Produkte, welche den Ursprung auch in der Region besitzen (z.B.: aus Milch wird Käse, Jogurt, Molke, etc.) erzeugt. Um den Kreislauf in der Region weiterzuführen, werden die selbsterzuegten Delikatessen über einen Selbstbedienungsutomaten, welcher vor der Bioschule platziert ist, verkauft. Auf einem Bauermarkt (Biomarkt) in Aigen standen an einem Wochenende Schüler:innen der 1. Jahrgänge, um ebenfalls die veredelten Lebensmittel zu vermarkten. Am Tag der offenen Tür konnten die Besucher:innen auch von den Schüler:innen hergestellte Produkte erwerben.

Folgende SDGs konnten dabei umgesetzt werden:
- 4 Hochwertige Bildung
- 12 Nachhaltiger Konsum und Produktion
- 13 Maßnahmen zum Klimaschutz
- 15 Leben am Land

Eine Verknüpfung der SDGs war bzw. ist stets gegeben und wird auch weiterhin forciert.

Maßnahme im Detail

Beschreibung der Maßnahme
Im Rahmen des Projektes stellten die Schüler:innen im Praxisunterricht (v.a. Milchverarbeitung) verschiedene Lebensmittel (Jugurt, Käse, Molke, etc.) her. Um auch den Leuten in der Region die Bedeutung bzw. den Wert der Bioschule Schlägl und dessen Unterricht bzw. Produkte zu zeigen wurde beschlossen, diese veredelten Lebensmittel auch zu vermarkten. Beim Tag der offenen Tür wurden bereits erste Anfänge gemacht. Um das einmalige Erlebnis fortzuführen begaben sich ein paar Schüler:innen der 1 Klassen an einem Wochenende auf den Biomarkt nach Aigen und sorgten dort für den Verkauf bzw. die Vermarktung der selbst hergestellten Bio-Lebensmittel. Die Artikel können in regelmäßigen Abständen auch von allen Personen bestellt werden. Dabei gibt es immer eine Ausschreibung und einen Abholtag in der Schule. Die Herstellung und Verpackung erfolgt durch die Schüler:innen mit Frau Roswitha Hofmann (ein herzliches Danke für deine unendlichen Bemühungen!). Im Laufe des Jahres wurde dann auch ein Selbstbedienungsautomat, welcher beim Eingang der Bioschule steht, angeschafft. Dort können je nach Veredelungsergebnisse verschiedene Produkte erworben werden.

Handlungsbereiche
Keine Handlungsbereiche vorhanden

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
60

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Die Produkte werden im Praxisunterricht hergestellt, wobei eine Praxisgruppe rund 10 Schüler:innen enthält. Diese Gruppen werden so aufgeteilt, dass in jedem Team ein paar Mädchen (je nach Anzahl des weiblichen Geschlechts in der Klasse) sind. Dadurch können die einzelnen Stärken besser ausgespielt werden und etwaige "Schwächen" ausgeglichen werden - Ergänzung bzw. Synergismus!

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Die Schüler:innen besuchten im Rahmen verschiedener Exkursionen bzw. Workshops Betriebe, welche bereits Erfahrung mit solchen Vermarktungsschienen haben (z.B.: Farmgoodies). Auch ein externer Marketingexperte wurde in den Marketingunterricht eingeladen, um andere Perspektiven kennenzulernen.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Ausschreibungen zum Bestellen der Produkte in regelmäßigen Abständen erfolgten über Social Media. Der Stand am Bauernmarkt in Aigen brachte ein hohes Ansehen, da dort auch andere Direktvermerkter bzw. Stammkund:innen waren und auch am Stand der Bioschule schmökerte. Durch den Selbstbedienungsautomaten wurden viele Leute, welche die Schule bestaunten, aufmerksam und kauften Produkte. Die Mundpropaganda bzw. lobende Worte an das Lehrerkollegium bestätigten, dass die Leute auf dieses Projekt aufmerksam wurden.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Eine laufende Evaluation während des Schuljahres mit den Schüler:innen war der Schlüssel zum Erfolg. Mündliche Absprachen bzw. Vorschläge wurden in das Projekt eingearbeitet.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Erzeugung, Veredelung und Vermarktung eigener Produkte!

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Der Erfolg wurde einerseits an den Absätzen der Produkte erkannt, andererseits durch das positive Feedback der Kund:innen (z.B.: "Gibts noch a Jogurt, des is einfach des beste Jogurt!").
Ein viel wichtiger Erfolg ist jedoch die Leidenschaft der Schüler:innen, die an diesem Projekt tatkräftig mitgewirkt haben.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Ein wichtiger Punkt ist, dass auch die Mitarbeiter:innen der Schule (Lehrkräfte, Putzpersonal, Küchenpersonal, Team der Forschungsanstalt, etc.) aufmerksam wurden, was im Praxisunterricht alles an Produkten hergestellt werden und diese dann selbst bestellen konnten. Das führte zu einer positiven Stimmung und zu einem Motivationsschub der betreffenden Lehrkräfte.

Wo liegen unsere Stärken?
Die Stärken der Bioschule Schlägl liegen ganz klar auf der Hand: regional, bio und die Einbindung der Schüler:innen in alle Prozesse entlang der Wertschöpfungskette. Durch den fächerübergreifenden Unterricht, welcher durch unser Blocksystem ermöglicht wird, wird es den Schüler:innen ermöglicht, all diese speziellen Vorgänge in eine ganzeinheitliche Wertschöpfung zusammenzuführen.
- Österreichs erste Landwirtschaftsschule für Biologischen Landbau und Waldwirtschaft
- 2/3 des Unterrichtes sind im so genannten Blockunterricht organisiert. Der Unterricht findet dabei jahreszeitlich thematisch angepasst und fächerübergreifend statt.
- 1/3 des Unterrichtsausmaßes besteht aus praktischen und handwerklichen Unterrichtsfächern.
- Wir vereinen mit dem "Biokompetenzzentrum" Forschung, Bildung und Praxis zur Biologischen
Landwirtschaft an einem Standort. Lehrer:innen sind auch im Versuchswesen tätig, der Transfer
von Wissenschaft zur Praxis und umgekehrt steht im Fokus.

Netzwerke
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