LFS Tullnerbach - Eine Schule zum Wohlfühlen
Schule: Bildungszentrum für Pferdewirtschaft Norbertinum
KoordinatorIn: Dipl.-Ing. Lorenzi KarinDirektorIn: Dipl.Päd.Ing. Neuhold Rosina
Inhalt
Als Ganztagsschule mit angeschlossenem Internat legt man in der LFS Tullnerbach großen Wert darauf, das Schulklima für die Schülerinnen und Schüler so angenehm wie möglich zu gestalten. Dabei ist es wichtig, dass nicht nur im Schulgebäude, sondern auch außerhalb eine einladende und wohltuende Atmosphäre herrscht. Um dies zu erreichen, wurden in den letzten Jahren zahlreiche Wohlfühloasen geschaffen, die kontinuierlich weiterentwickelt werden.Ein Schwerpunkt liegt auf der Qualität der Verpflegung: Das Küchenteam bereitet täglich frische Mahlzeiten zu, die von den Schülerinnen und Schülern genossen werden können. Dabei achtet das Team stets darauf, Lebensmittelverschwendung so gering wie möglich zu halten.
Im Schuljahr 2024/25 wurden in der LFS Tullnerbach wieder zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die das Klima in der Schule und das Umfeld verbessert haben. Die Schüler:innen, Lehrkräfte und Bedienstete konnten als Team viel erreichen und auch sehr schöne - nach außen hin sichtbare - Erfolge erzielen.
Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Der Boden ist die Grundlage unseres Lebens. Genau deshalb stand das Thema Boden und Bodenzusammensetzung von Mitte März bis Anfang April im Mittelpunkt des Praxisunterrichts der 3ORG und 1PWO am Norbertinum Tullnerbach. Der weitläufige Innenhof der Schule, der über die Jahrzehnte hinweg unterschiedlich genutzt wurde, bot die perfekte Gelegenheit, theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung zu verbinden. Die Idee entstand, diesen Raum wieder stärker in den Unterricht einzubeziehen – mit einem Kräuterbeet, das in der Gartenbaupraxis geplant und passend zur landwirtschaftlichen Ausrichtung der Schule in Form eines Hufeisens angelegt wurde. Die Kräuter sollen nicht nur im Praktischen Unterricht in der Lehrküche Verwendung finden, sondern auch den Volksschulkindern im gleichen Gebäude als Lernobjekt dienen.
Lehm, Steine und verborgene Geschichte
Die erste Herausforderung bestand darin, den Boden zu analysieren und festzustellen, ob er sich für den Anbau von Kräutern eignet. Schon nach wenigen Spatenstichen zeigte sich, dass der Innenhofboden einen hohen Tonanteil hat und Wasser besonders gut speichert. Zudem fanden die Schülerinnen immer wieder größere Mengen an Steinen und Ziegelstücken – ein Hinweis darauf, dass hier im Laufe der Zeit immer wieder kleinere Baumaßnahmen durchgeführt wurden.
Ein Zuhause für Bodenbewohner
Trotz der nicht optimalen Bodenbeschaffenheit war das Leben unter der Oberfläche erstaunlich aktiv. Die Schülerinnen entdeckten zahlreiche Regenwürmer und konnten drei verschiedene Arten bestimmen. Zudem fanden sie einige Engerlinge. Da das Projekt im März durch-geführt wurde und der Boden noch kalt war, waren kaum weitere Bodenlebewesen sichtbar – ein spannender Anreiz für zukünftige Beobachtungen.
Den Boden für Kräuter verbessern
Kräuter bevorzugen durchlässige, eher nährstoffarme Böden – genau das Gegenteil der vor-gefundenen Bedingungen. Daher lockerten die Schülerinnen den Boden gründlich auf und mischten mehrere Säcke Sand unter, um ihn abzumagern und die Wasserdurchlässigkeit zu verbessern. So wurde ein optimaler Standort für die Pflanzen geschaffen.
Vielfalt für Mensch und Natur
Beim Setzen der Kräuter wurde auf eine breite Auswahl geachtet, um den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Pflanzenarten näherzubringen. Vor allem mehrjährige Kräuter wurden gewählt, um den Pflegeaufwand in den kommenden Jahren gering zu halten. Viele dieser Kräuter blühen nach einem Rückschnitt zweimal jährlich und bieten dadurch eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten.
Ein Projekt mit Zukunft
Die Anlage des Kräuterbeets war für die Schülerinnen eine spannende Erfahrung, die viele neue Erkenntnisse brachte. Die Auseinandersetzung mit dem Boden und seinen Eigenschaften sorgte für so manches Aha-Erlebnis. Am Ende waren alle stolz auf das Ergebnis – ein nachhaltiges Kräuterbeet, das nicht nur den Innenhof belebt, sondern auch langfristig einen wertvollen Beitrag für den Unterricht leistet. Wie sich die Pflanzenauswahl im Laufe der Zeit entwickeln wird, hängt davon ab, wie die Kräuter in der Lehrküche genutzt werden – ein spannender Prozess, der auch in den kommenden Jahren weiter begleitet wird.
Der Boden ist die Grundlage unseres Lebens. Genau deshalb stand das Thema Boden und Bodenzusammensetzung von Mitte März bis Anfang April im Mittelpunkt des Praxisunterrichts der 3ORG und 1PWO am Norbertinum Tullnerbach. Der weitläufige Innenhof der Schule, der über die Jahrzehnte hinweg unterschiedlich genutzt wurde, bot die perfekte Gelegenheit, theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung zu verbinden. Die Idee entstand, diesen Raum wieder stärker in den Unterricht einzubeziehen – mit einem Kräuterbeet, das in der Gartenbaupraxis geplant und passend zur landwirtschaftlichen Ausrichtung der Schule in Form eines Hufeisens angelegt wurde. Die Kräuter sollen nicht nur im Praktischen Unterricht in der Lehrküche Verwendung finden, sondern auch den Volksschulkindern im gleichen Gebäude als Lernobjekt dienen.
Lehm, Steine und verborgene Geschichte
Die erste Herausforderung bestand darin, den Boden zu analysieren und festzustellen, ob er sich für den Anbau von Kräutern eignet. Schon nach wenigen Spatenstichen zeigte sich, dass der Innenhofboden einen hohen Tonanteil hat und Wasser besonders gut speichert. Zudem fanden die Schülerinnen immer wieder größere Mengen an Steinen und Ziegelstücken – ein Hinweis darauf, dass hier im Laufe der Zeit immer wieder kleinere Baumaßnahmen durchgeführt wurden.
Ein Zuhause für Bodenbewohner
Trotz der nicht optimalen Bodenbeschaffenheit war das Leben unter der Oberfläche erstaunlich aktiv. Die Schülerinnen entdeckten zahlreiche Regenwürmer und konnten drei verschiedene Arten bestimmen. Zudem fanden sie einige Engerlinge. Da das Projekt im März durch-geführt wurde und der Boden noch kalt war, waren kaum weitere Bodenlebewesen sichtbar – ein spannender Anreiz für zukünftige Beobachtungen.
Den Boden für Kräuter verbessern
Kräuter bevorzugen durchlässige, eher nährstoffarme Böden – genau das Gegenteil der vor-gefundenen Bedingungen. Daher lockerten die Schülerinnen den Boden gründlich auf und mischten mehrere Säcke Sand unter, um ihn abzumagern und die Wasserdurchlässigkeit zu verbessern. So wurde ein optimaler Standort für die Pflanzen geschaffen.
Vielfalt für Mensch und Natur
Beim Setzen der Kräuter wurde auf eine breite Auswahl geachtet, um den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Pflanzenarten näherzubringen. Vor allem mehrjährige Kräuter wurden gewählt, um den Pflegeaufwand in den kommenden Jahren gering zu halten. Viele dieser Kräuter blühen nach einem Rückschnitt zweimal jährlich und bieten dadurch eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten.
Ein Projekt mit Zukunft
Die Anlage des Kräuterbeets war für die Schülerinnen eine spannende Erfahrung, die viele neue Erkenntnisse brachte. Die Auseinandersetzung mit dem Boden und seinen Eigenschaften sorgte für so manches Aha-Erlebnis. Am Ende waren alle stolz auf das Ergebnis – ein nachhaltiges Kräuterbeet, das nicht nur den Innenhof belebt, sondern auch langfristig einen wertvollen Beitrag für den Unterricht leistet. Wie sich die Pflanzenauswahl im Laufe der Zeit entwickeln wird, hängt davon ab, wie die Kräuter in der Lehrküche genutzt werden – ein spannender Prozess, der auch in den kommenden Jahren weiter begleitet wird.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
45
45
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Mitte März besuchten Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Schulinspektorin Agnes Karpf-Riegler die LFS Tullnerbach, um sich ein Bild von den Fortschritten zu machen. Besonders beeindruckt zeigten sie sich von der durchdachten Gestaltung: Das Beet wurde in Form eines Hufeisens angelegt – passend zur landwirtschaftlichen Ausrichtung der Schule und als Symbol für Glück und Beständigkeit. Schulsprecherin Sarah Bartunek sowie ihre Stellvertreterin Anja Begicevic führten die Gäste durch das Projekt, berichteten über die Planung, die Herausforderungen beim Anlegen des Beetes und die Freude am gemeinsamen Arbeiten. Die Begeisterung und das Engagement der Schülerinnen waren dabei deutlich spürbar.
Mitte März besuchten Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Schulinspektorin Agnes Karpf-Riegler die LFS Tullnerbach, um sich ein Bild von den Fortschritten zu machen. Besonders beeindruckt zeigten sie sich von der durchdachten Gestaltung: Das Beet wurde in Form eines Hufeisens angelegt – passend zur landwirtschaftlichen Ausrichtung der Schule und als Symbol für Glück und Beständigkeit. Schulsprecherin Sarah Bartunek sowie ihre Stellvertreterin Anja Begicevic führten die Gäste durch das Projekt, berichteten über die Planung, die Herausforderungen beim Anlegen des Beetes und die Freude am gemeinsamen Arbeiten. Die Begeisterung und das Engagement der Schülerinnen waren dabei deutlich spürbar.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Maßnahme wurde auf der Homepage der LFS Tullnerbach präsentiert und über die social media Kanäle der Schule verbreitet. Ein Bericht findet sich auch auf der Seite der LAKO. Die NÖN berichtete in ihrer Regionalausgabe von dem Projekt.
Die Maßnahme wurde auf der Homepage der LFS Tullnerbach präsentiert und über die social media Kanäle der Schule verbreitet. Ein Bericht findet sich auch auf der Seite der LAKO. Die NÖN berichtete in ihrer Regionalausgabe von dem Projekt.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Keine Angabe
Keine Angabe
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Eine Veränderung ist, dass die Schüler:innen im Kochunterricht den kurzen Weg in den Innenhof nutzen und frische Kräuter deutlich mehr nutzen.
Eine weitere Beobachtung ist, dass die Schüler:innen, die aktiv an der Beetgestaltung beteiligt waren, sich sehr mit dem Projekt identifizieren und eigenständig schauen, ob Unkraut wächst.
Eine Veränderung ist, dass die Schüler:innen im Kochunterricht den kurzen Weg in den Innenhof nutzen und frische Kräuter deutlich mehr nutzen.
Eine weitere Beobachtung ist, dass die Schüler:innen, die aktiv an der Beetgestaltung beteiligt waren, sich sehr mit dem Projekt identifizieren und eigenständig schauen, ob Unkraut wächst.
Wo liegen unsere Stärken?
Die Stärken der Schule liegen in der starken Verschränkung zwischen Theorie- und Praxisunterricht beim Umsetzen von Projekten.
Die Stärken der Schule liegen in der starken Verschränkung zwischen Theorie- und Praxisunterricht beim Umsetzen von Projekten.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
• Beim Ideenwettbewerbes zur Nachhaltigkeit an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik erreichte das Projekt der LFS Tullnerbach zum Recycling von Hufeisen den 2. Platz. Bericht: https://lako.at/blog/2025/03/23/11886/
• Der Schulküche wurde zweiten Mal das Premium-Gütesiegel „Vitalküche“ verliehen. Bericht: https://lako.at/blog/2025/04/09/11982/
• Neben der Straße zur Schule wurde ein Krötenzaun aufgebaut um die Kröten bei ihrer Wanderung vom Wald zum Löschteich zu schützen.
• Der Schutzstatus des Igels war ein wichtiges Thema im Unterricht. Das Ergebnis war ein Infoblatt mit Empfehlungen für die Bevölkerung.
• Die Teilnehmer:innen am Jugendredewettbewerb setzten sich in ihren Reden durchgehend mit ökologischen Themen auseinander. Der zweite Platz ging an eine Schülerin mit ihrer Rede über Lebensmittelverschwendung.
• Mülltrennung und Umweltschutz waren auch bei der Flurreinigung im Frühling Thema, als die Schüler:innen das Gelände um die Schule bis zum Ortsbeginn reinigten.
• Eine Erdäpfelpyramide wurde bepflanzt.
• Beim Ideenwettbewerbes zur Nachhaltigkeit an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik erreichte das Projekt der LFS Tullnerbach zum Recycling von Hufeisen den 2. Platz. Bericht: https://lako.at/blog/2025/03/23/11886/
• Der Schulküche wurde zweiten Mal das Premium-Gütesiegel „Vitalküche“ verliehen. Bericht: https://lako.at/blog/2025/04/09/11982/
• Neben der Straße zur Schule wurde ein Krötenzaun aufgebaut um die Kröten bei ihrer Wanderung vom Wald zum Löschteich zu schützen.
• Der Schutzstatus des Igels war ein wichtiges Thema im Unterricht. Das Ergebnis war ein Infoblatt mit Empfehlungen für die Bevölkerung.
• Die Teilnehmer:innen am Jugendredewettbewerb setzten sich in ihren Reden durchgehend mit ökologischen Themen auseinander. Der zweite Platz ging an eine Schülerin mit ihrer Rede über Lebensmittelverschwendung.
• Mülltrennung und Umweltschutz waren auch bei der Flurreinigung im Frühling Thema, als die Schüler:innen das Gelände um die Schule bis zum Ortsbeginn reinigten.
• Eine Erdäpfelpyramide wurde bepflanzt.