ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

„Mehr Nachhaltigkeit, mehr Gesundheit, mehr Bewusstsein – Unser Ökolog-Jahresbericht“

Schule: Mittelschule Berndorf
KoordinatorIn: Mag.a Kuen-Eggner Irene
DirektorIn: DNMS Münz Silvia, M.Ed
Inhalt
In diesem Schuljahr wurde das Umwelt- und Gesundheitsprogramm der Schule erweitert. Die Waldpädagogik findet nun in allen Schulstufen statt, und im Kochworkshop lernten die Schüler:innen mehr über Lebensmittelwege, Saisonalität und regionale Ernährung. Ergänzend gab es in einigen Klassen gesunde Jausen. Zudem wurde das Thema Safer Internet verstärkt im Unterricht behandelt, um einen sicheren und bewussten Umgang mit digitalen Medien zu fördern. Künftig nimmt das Kollegium am BVAEB-Netzwerk „Gesunder Arbeitsplatz Schule“ teil, das die körperliche und mentale Gesundheit des gesamten Schulteams unterstützt und so das Ökolog-Engagement der Schule umfassend erweitert.

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Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Maßnahme: „Kulinarisch Ökologisch“ – Ein kulinarisch-ökologischer Vormittag der KEM Triestingtal
Der Workshop „Kulinarisch Ökologisch“ fand als schulischer Projekttag statt und widmete sich ganz der Frage, wie Ernährung, Nachhaltigkeit und bewusster Konsum zusammenhängen. Der Vormittag war in mehrere thematische Bausteine gegliedert, die Theorie und Praxis miteinander verbinden.
Zu Beginn standen grundlegende Fragen im Mittelpunkt: „Warum essen wir?“ Die Schülerinnen und Schüler erforschten den Energiegehalt von Lebensmitteln, lernten wichtige Nährstoffe kennen und beschäftigten sich mit dem kulturellen Stellenwert von Essen in verschiedenen Teilen der Welt.
Im nächsten Abschnitt ging es um Nachhaltigkeit in der Ernährung. Die Kinder erfuhren, welche Auswirkungen unsere Essensentscheidungen auf Umwelt und Klima haben, und diskutierten, wie jeder Einzelne und jeder Einzelne durch bewusste Auswahl einen Beitrag leisten kann. Besonders betont wurden die Themen Saisonalität und Regionalität. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten mit Saisonübersichten, verglichen Transportwege und überlegten gemeinsam, warum regionale Lebensmittel nicht nur frischer, sondern auch umweltfreundlicher sind.
Unter dem Programmpunkt „Aufgetischt“ folgte schließlich der praktische Teil des Workshops. Dabei wurde gemeinsam gekocht – selbstverständlich mit saisonalen und regionalen Zutaten aus der Umgebung. Die Kinder bereiteten verschiedene Speisen zu, probierten Neues aus und lernten dabei, wie vielfältig und schmackhaft nachhaltige Ernährung sein kann.
Abgeschlossen wurde der Vormittag mit einem gemeinsamen Essen, bei dem die selbst zubereiteten Gerichte verkostet wurden. So wurde der Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis unmittelbar erlebbar: Was wir essen, wie wir essen und woher unsere Lebensmittel kommen, spielt eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit und für die Umwelt.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
34
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Keine Angabe
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
keine Angabe
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Maßnahme wurde gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern reflektiert. Am Ende des Workshops fand eine strukturierte Abschlussrunde statt, in der die Kinder ihre Eindrücke schilderten, Lieblingsstationen benannten und diskutierten, was sie neu gelernt haben, insbesondere zu Saisonalität, Regionalität und Nachhaltigkeit. Dabei wurde erhoben, welche Erkenntnisse sie in ihren Alltag mitnehmen möchten, etwa beim Einkauf oder beim Kochen zu Hause.
Darüber hinaus wurden die gelernten Inhalte im Unterrichtsfach Ernährung und Haushalt immer wieder aufgegriffen und vertieft. Durch praktische Übungen, Kochaufgaben und wiederkehrende Reflexionsanlässe konnten die Schülerinnen und Schüler das im Workshop Erlernte festigen und aktiv in ihren Unterrichtsalltag integrieren.
So entstand eine nachhaltige und praxisnahe Lernschleife, die die Wirksamkeit des Projekts langfristig stärkt.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Der Workshop „Kulinarisch Ökologisch“ hat den bisherigen Ansatz des Themas „Regionales und Saisonales“ erweitert und inhaltlich deutlich vertieft.
Der Fokus wurde auf die gesamte Lieferkette und die Grundlagen der Ernährung ausgeweitet: Dabei wurden Transportwege veranschaulicht und sich intensiv damit auseinandergesetzt, wie weit Lebensmittel reisen, bevor sie bei uns landen. Durch praktische Aufgaben und Stationen wurde den Schülerinnen und Schüler der ökologische Fußabdruck von Lebensmitteln anschaulich vermittelt und ein klares Verständnis für die Notwendigkeit regionaler und saisonaler Entscheidungen geschaffen.
Der Abschnitt „Warum essen wir?“ wurde integriert, um den Kindern fundamentales Wissen über Energiegehalt, Nährstoffe und die kulturelle Rolle von Ernährung zu vermitteln. Es wurde explizit erklärt, wann welches Obst und Gemüse wächst, um die Saisonalität als ökologisches Prinzip zu verstehen.
Im gemeinsamen Kochen wurde die regionale Ausrichtung nochmals intensiviert. Es wurde mit einem noch stärkeren Bezug zu Zutaten aus der unmittelbaren Umgebung gekocht. Dadurch konnten die Schülerinnen und Schüler die erlernte Theorie unmittelbar und geschmacklich erleben.
Eine wichtige Veränderung im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Projekts ist die Integration des erworbenen Wissens in den regulären Schulalltag. Die gelernten Inhalte wurden im Rahmen des Unterrichtsfaches Ernährung und Haushalt immer wieder aufgegriffen und vertieft. Dadurch wurde der einmalige Projekttag zu einem kontinuierlichen und nachhaltigen Lernprozess.
Wo liegen unsere Stärken?
Unsere zentralen Stärken liegen in der starken Regionalität und der ganzheitlichen Vermittlung von Ernährungswissen. Der Workshop ist ein herausragendes regionales Projekt, was durch die Kooperation mit der KEM Triestingtal und die konsequente Nutzung lokaler Ressourcen belegt wird. Die Zusammenarbeit stellt sicher, dass die vermittelten Inhalte (Saisonalität, Regionalität) unmittelbar in den regionalen Kontext eingebettet sind. Die Verwendung von saisonalen und regionalen Zutaten aus der unmittelbaren Umgebung im Kochworkshop ist ein praktisches Alleinstellungsmerkmal. Die Kinder erleben nicht nur theoretisch, sondern ganz konkret, wie nachhaltige Küche schmeckt.
Der Workshop verbindet mehrere Bildungsinhalte wie z.B. die Behandlung von Fragen wie „Warum essen wir?“, die Erforschung des Energiegehalts und der Nährstoffe sowie die Reflexion der Kultur des Essens und bietet so eine tiefere und umfassendere Perspektive auf Ernährung. Der Schwerpunkt auf den Transportwegen von Lebensmitteln und dem ökologischen Fußabdruck sensibilisiert die Kinder auf kritische und anschauliche Weise für die Auswirkungen ihres Konsums im Sinne der Nachhaltigkeit.
Die Wirksamkeit des Workshops wird durch die Integration in den Schulalltag im Rahmen des Unterrichtsfaches Ernährung und Haushalt gesichert. Dadurch wird das Wissen aus dem Projekttag langfristig gefestigt und aktiv in die Alltagskompetenzen der Schülerinnen und Schüler überführt.
Diese Kombination aus lokaler Verankerung, ganzheitlicher Bildung und nachhaltigem Wissenstransfer macht den Workshop „Kulinarisch Ökologisch“ zu einer zentralen Stärke unseres Ökolog-Programms.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Unsere weiteren Initiativen für eine gesunde und nachhaltige Schule
Neben dem zentralen Fokus auf den kulinarisch-ökologischen Workshop haben wir in diesem Schuljahr unser Engagement durch mehrere weitere wichtige Maßnahmen erweitert.
So wurde die Waldpädagogik erstmals in allen Schulstufen durchgängig verankert, wodurch die Schülerinnen und Schüler den Wald zu unterschiedlichen Jahreszeiten als kontinuierlichen Lern- und Erfahrungsraum nutzen konnten, um ihr Verständnis für ökologische Zusammenhänge und nachhaltiges Handeln zu vertiefen.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt lag auf der digitalen Verantwortung: Das Thema Safer Internet wurde verstärkt in den Unterricht integriert, um die Schülerinnen und Schüler für den sicheren, respektvollen und bewussten Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren. Ergänzend dazu gab es in ausgewählten Klassen gesunde Jausen, um die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung im Schulalltag zu unterstreichen.
Zusätzlich wurde dieses Schuljahr mit einer Ausweitung der Gesundheitsförderung auf das gesamte Team gestartet. Unsere Lehrerinnen und Lehrer nehmen an der Initiative der BVAEB, dem Netzwerk „Gesunder Arbeitsplatz Schule“, teil. Dieses Netzwerk unterstützt dabei, die körperliche und mentale Gesundheit des gesamten Schulpersonals zu stärken, wodurch unser Ökolog-Engagement über die Schülerschaft hinaus auf den gesamten Schulstandort ausgeweitet wird.