ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Projektwoche Nachhaltigkeit: Gemeinsam Zukunft Gestalten – Kreativ, Nachhaltig, Lebendig!

Schule: Private Mittelschule Dobl
KoordinatorIn: Tschetschonig Stefanie Christin, MEd., BEd.
DirektorIn: Rauch Michael
Inhalt
Im Mittelpunkt der Projektwoche stand das Thema „Nachhaltige Entwicklung und die 17 SDGs der UNO“. Die Schüler*innen setzten sich kreativ und vielfältig mit Umweltbewusstsein, Gesundheit, nachhaltigem Konsum und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander. Höhepunkte waren u.a. die Gestaltung von Podcasts und Theaterstücken, ein Lärm-Projekt zur Gesundheit, Upcycling-Aktionen, die Umwandlung einer Telefonzelle in eine öffentliche Bücherzelle sowie Exkursionen zu lokalen nachhaltigen Betrieben. Interaktive Methoden und Wettbewerbe stärkten das Engagement und die Teamarbeit. Die Woche war ein großer Erfolg, der Wissen, Bewusstsein und Handlungskompetenz für Nachhaltigkeit an der Schule förderte.
Bücherzelle

Bücherzelle

Create your world!

Create your world!

Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Gesunde Schuljause

Gesunde Schuljause

Nachhaltigkeitsziele

Nachhaltigkeitsziele

Nachhaltigkeitsziele

Nachhaltigkeitsziele

Beschäftigung der SuS

Beschäftigung der SuS

Präsentationen der SuS

Präsentationen der SuS

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Im Rahmen der diesjährigen Projektwoche stand das Thema „Nachhaltige Entwicklung und die 17 Ziele (SDGs) der UNO“ im Mittelpunkt. In einer vielfältigen und engagierten Auseinandersetzung setzten sich alle Klassen auf unterschiedliche Weise mit zentralen Fragestellungen rund um Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und gesellschaftliche Verantwortung auseinander. Die folgende Zusammenfassung bietet einen Überblick über die wichtigsten Projekte und Aktivitäten, die während dieser Woche durchgeführt wurden.

Einführung in die SDGs und kreative Umsetzung
Zu Beginn der Woche wurden den Schülerinnen und Schülern die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen vorgestellt. In Präsentationen, Spielen und interaktiven Formaten wie Schnitzeljagden durch das Schulgebäude oder Workshops konnten die Ziele kennengelernt und in einen persönlichen sowie schulischen Kontext gesetzt werden. Besonders hervorzuheben ist die kreative Auseinandersetzung: Es entstanden Podcasts, Theaterstücke, Videos, ZIB-Beiträge, Sketches und Hörspiele, die verschiedene Ziele veranschaulichten – insbesondere jene zu Gesundheit, nachhaltigem Konsum, Bildung und Klima.

Fokus auf SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen
Mehrere Klassen entschieden sich, das Ziel „Gesundheit und Wohlergehen“ vertieft zu behandeln. Dabei wurde Lärm als gesundheitsbeeinträchtigender Faktor thematisiert. Durch Lärm-Sammelpässe, Interviews und Messungen im Schulhaus wurde erforscht, wo und wie Lärm entsteht und welche Gegenmaßnahmen möglich sind. Die Ergebnisse wurden auf kreative Weise umgesetzt – etwa in Kurzfilmen, illustrierten Geschichten, Präsentationen oder Theaterstücken. Darüber hinaus fanden gesunde Schuljause-Projekte statt, bei denen regionale und nachhaltige Zutaten verwendet wurden.

Nachhaltiger Konsum und Recycling (SDG 12)
Ein weiterer thematischer Schwerpunkt lag auf dem nachhaltigen Konsumverhalten. Hier wurden Stop-Motion-Filme produziert, in denen der Lebenszyklus von Produkten und der Umgang mit Müll dargestellt wurde – mit zweidimensionalen Zeichnungen ebenso wie mit Legomodellen. Ergänzend dazu wurde Müll in der Umgebung gesammelt, Kerzen aus Wachsresten recycelt und die Herausforderungen rund um heimische und saisonale Ernährung reflektiert. In einem Werkprojekt wurden Gebrauchsgegenstände aus Altmaterialien hergestellt, um die Bedeutung des Upcyclings zu unterstreichen.

Bücherzelle – Ein Projekt für Bildung und Kreislaufwirtschaft
Ein besonderes Highlight der Woche war die Umgestaltung einer ausrangierten Telefonzelle in eine öffentliche Bücherzelle – das sogenannte „Bücherparadies“. Durch Reinigung, kreative Dekoration, Lesezeichen und Info-Plakate wurde ein nachhaltiger Ort des Austauschs geschaffen. Über ein Belohnungssystem wurde die Spendenbereitschaft gefördert. Das Projekt verband Bildung, Wiederverwendung von Ressourcen und soziale Teilhabe auf vorbildliche Weise.

Erkundung des Schulumfelds in Bezug auf Nachhaltigkeit
Ein Schulentwicklungsprojekt beschäftigte sich mit der Nachhaltigkeit im eigenen Schulalltag. Gruppen erhoben mithilfe von Umfragen und Checklisten den Status quo in verschiedenen Bereichen wie Toilettenhygiene, Mülltrennung, Raumtemperatur, Mobilität und Infrastruktur. Die Ergebnisse wurden präsentiert und mit konkreten Verbesserungsvorschlägen kombiniert. Ergänzend dazu fand ein Workshop zum Thema mentale Gesundheit und Selbstwirksamkeit statt, der die psychische Gesundheit der Jugendlichen stärkte.

Exkursionen und außerschulische Lernorte
Auch Lernorte außerhalb der Schule spielten eine wichtige Rolle. Ein Besuch im Altstoffsammelzentrum vermittelte anschaulich die Praxis der Müllverwertung. Der Lehrausgang zu einem regionalen Sauerkrautbetrieb zeigte, wie nachhaltige, lokale Lebensmittelproduktion funktioniert – inklusive gemeinsamer Zubereitung gesunder Gerichte. Kinobesuche ergänzten die Projektwoche mit Filmen, die sich inhaltlich mit Umwelt und nachhaltigem Leben auseinandersetzten.

Spielerische und interaktive Zugänge
Neben klassischen Präsentationen und Workshops wurde Wissen auch durch Escape Rooms, Brettspiele, Kahoot-Quizzes, Mobiles und interaktive Riesenplakate vermittelt. Diese Methoden förderten sowohl die Auseinandersetzung mit komplexen Themen als auch Teamarbeit, Problemlösungskompetenz und Kreativität.

Wettbewerbe und externe Kooperationen
Im Rahmen der Projektwoche nahmen Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Wettbewerben und Initiativen teil. Ein Beitrag zum Wettbewerb „Lärm lass nach“ wurde mit großem Engagement vorbereitet. Ein weiteres Team gewann beim Wettbewerb „Create your World“ Preise und durfte einen Besuch im Ars Electronica Center in Linz antreten. Kooperationen mit dem UBZ (Umwelt-Bildungs-Zentrum) und dem Elternverein unterstützten die Arbeit fachlich und finanziell.

Die Projektwoche war ein voller Erfolg und ein lebendiges Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit an unserer Schule. Die Vielfalt der Methoden, die Tiefe der Auseinandersetzung und das hohe Maß an Kreativität und Eigenverantwortung zeigen, wie Umweltbildung in der Praxis gelingen kann. Die entstandenen Projekte zeugen von einem großen Engagement der Schülerinnen und Schüler und machen Mut für eine nachhaltige Zukunft.
Im Sinne der ÖKOLOG-Grundsätze wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Bewusstsein geschaffen und Handlungskompetenz gefördert – lokal, kreativ und mit Herz.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
402
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
UBZ, Gemeinde, Elternverein, Eltern: Werksführungen, Feel ok etc.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Schulhausausstellung: Die im Rahmen der Projektwoche entstandenen Arbeiten wurden in Form einer umfangreichen Ausstellung im Schulgebäude präsentiert. Plakate, Poster, Collagen, Mobiles und Infotafeln veranschaulichten die bearbeiteten Themen und luden zum Mitmachen ein (z. B. interaktive Plakate, Rätsel, QR-Codes zu Hörspielen und Videos).
Aufführungen & Vorführungen: In der Aula wurden Theaterstücke, Sketches und Kurzfilme vor Publikum aufgeführt bzw. vorgeführt – begleitet von Diskussionen oder erklärenden Beiträgen der beteiligten Schüler:innen.
Präsentationen im Klassenverband: Viele Gruppen hielten mündliche Präsentationen oder moderierten kurze Workshops für andere Klassen, um ihre Ergebnisse zu teilen und weiterzugeben.
Bücherzelle als dauerhafte Installation: Die gestaltete Bücherzelle wurde im Schulumfeld dauerhaft aufgestellt und durch eine kleine Eröffnungszeremonie der gesamten Schulgemeinschaft übergeben.
Website und Social Media: Fotos und Berichte über die Projekte wurden auf der Schulhomepage sowie über die Social-Media-Kanäle der Schule geteilt. Einige Klassen erstellten zudem eigene digitale Portfolios oder Videos, die online abrufbar sind.
Teilnahme an Wettbewerben: Die Teilnahme an Wettbewerben wie „Lärm lass nach“ oder „Create your World“ diente ebenfalls der Sichtbarmachung der Projekte über die Schule hinaus.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Feedbackrunden am Projektende: Jede Projektgruppe führte am Ende eine gemeinsame Reflexionsrunde durch. Dabei wurden folgende Fragen thematisiert:
Was habe ich gelernt? Was hat gut funktioniert? Was war herausfordernd? Was würde ich beim nächsten Mal anders machen?
Sichtbarmachung der Erkenntnisse: Die gesammelten Ergebnisse der Reflexion (z. B. Zitate, Fotos, Highlights) wurden in einem internen Bericht dokumentiert. Einzelne besonders gelungene Projekte wurden im Schuljahr weitergeführt oder in den regulären Unterricht eingebunden (z. B. Pflege der Bücherzelle, Weiterarbeit am Upcycling-Projekt).
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Stärkung des Nachhaltigkeitsbewusstseins: Nachhaltigkeit wurde greifbar und konkret erlebt. Viele Schüler:innen zeigten ein vertieftes Verständnis für Umwelt-, Ressourcen- und Sozialthemen.
Themen wie Upcycling, Lebensmittelverschwendung, Mobilität oder Konsumverhalten wurden nicht nur theoretisch behandelt, sondern aktiv gestaltet – das erhöhte die Identifikation mit dem Thema.
Wo liegen unsere Stärken?
Hohe Motivation und Engagement der Schulgemeinschaft: Schüler:innen, Lehrkräfte und Mitarbeitende haben sich aktiv eingebracht – mit Kreativität, Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein. Es zeigte sich ein starkes Wir-Gefühl und der Wille, gemeinsam etwas zu bewegen.
Vielfältige, praxisnahe Projektideen: Die Maßnahmen waren lebensnah, handlungsorientiert und relevant für die Schüler:innen. Unterschiedliche Zugänge (kreativ, technisch, sozial, ökologisch) ermöglichten individuelle Beteiligung und eine große Themenvielfalt.
Zusammenarbeit und Kooperation: Es bestand eine starke Teamarbeit innerhalb des Kollegiums, sowie gute Kooperationen mit externen Partnern (z. B. Initiativen, Umweltorganisationen, Handwerk, lokale Betriebe). Diese Offenheit und Vernetzung sind eine große Stärke der Schule.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Keine Angabe