ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Lebensraum Boden - Verborgene Welt entdecken

Schule: Mittelschule für Musik und Ökologie Gmünd
KoordinatorIn: Brei Daniela, BEd
DirektorIn: Jindra Christoph, BEd MAS MSc
Inhalt
Im Rahmen des Ökologieunterrichts setzten sich die Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr intensiv mit dem Thema Boden auseinander. Den Auftakt bildete ein Besuch der Ausstellung „Die dünne Haut der Erde“ im Naturhistorischen Museum Wien. Daraufhin führten die Schülerinnen und Schüler eigene Untersuchungen mit Bodenproben aus dem Schulgarten durch. Dabei kamen verschiedene Methoden wie Bodenfarbbestimmung, Rollproben, Regenwurmzählung und Versickerungstests zum Einsatz.

Mit Hilfe von Becherlupen erkundeten sie außerdem die vielfältige Welt der Bodenlebewesen. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in kreativ gestalteten Plakaten und Boxen dokumentiert. Durch zahlreiche Experimente erfuhren die Schülerinnen und Schüler mehr über die Bedeutung des Bodens als Lebensgrundlage und entwickelten ein stärkeres Bewusstsein für dessen Schutz und Wertschätzung.

Zusätzlich erlebte die 3. Klasse einen abwechslungsreichen Projekttag an der LFS Edelhof. Unter dem Motto „Wir sind Boden“ arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Experimentierstationen. Sie entnahmen gemeinsam mit Experten Bodenproben von Acker- und Wiesenflächen und erforschten eigenständig Themen wie Bodenaufbau, Nutzung, Bodenlebewesen sowie mögliche Ursachen für Bodenschäden.

Ein besonderes Highlight des Projekts war die Einrichtung sogenannter Wurmvasen in den Hochbeeten des Schulgartens. Dieses Vorhaben wurde mit großem Engagement umgesetzt und leistet einen aktiven Beitrag zur Förderung der Bodengesundheit.
Besuch des NHM Wien - Sonderausstellung zum Boden

Besuch des NHM Wien - Sonderausstellung zum Boden

Bodenprobenentnahme im Schulgarten

Bodenprobenentnahme im Schulgarten

Wurmvase im Hochbeet

Wurmvase im Hochbeet

Wurmvase für den Schulgarten

Wurmvase für den Schulgarten

Bestimmung der Bodenfarbe

Bestimmung der Bodenfarbe

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
In diesem Schuljahr setzten sich unsere Schülerinnen und Schüler im Ökologieunterricht intensiv mit dem faszinierenden Thema Boden auseinander. Das Projekt startete mit einem informativen Besuch der Ausstellung „Die dünne Haut der Erde“ im Naturhistorischen Museum in Wien, wo wir an einer Führung durch die Sonderausstellung teilnahmen und uns anschließend das Leben im Boden mit Hilfe des Mikrotheaters nähergebracht wurde.
Im Rahmen mehrerer abwechslungsreicher Unterrichtseinheiten entnahmen die Schülerinnen und Schüler außerdem verschiedene Bodenproben aus unserem Schulgarten und untersuchten diese sorgfältig. Dabei kamen unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Anhand der Bodenfarbe, von Rollproben, der Regenwurmzählung sowie der Messung der Versickerungsgeschwindigkeit konnten die jungen Forscherinnen und Forscher Rückschlüsse auf die Bodenart und -gesundheit ziehen. Außerdem machten wir uns mit den Rädern auf zu Wiesen und Äckern einiger Schülerinnen und Schüler, um auch dort Bodenproben zu untersuchen. Unsere gewonnenen Daten wurden gesammelt und einem Citizen Science Projekt zur Verfügung gestellt.
Mit Hilfe von Becherlupen entdeckten die Schülerinnen und Schüler zudem die vielfältige, oft verborgene Welt der nützlichen Bodenlebewesen. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden kreativ und in Form von liebevoll gestalteten Plakaten und Boxen aufbereitet. Durch zahlreiche Experimente lernten die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung des Bodens als Lebensgrundlage für Mensch, Tier und Pflanze kennen. Zugleich erkannten sie, wie häufig wir Menschen den Boden unterschätzen und nicht ausreichend wertschätzen.
Die 3. Klasse erlebte zusätzlich einen spannenden und abwechslungsreichen Projekttag an der LFS Edelhof. Unter dem Motto "Wir sind Boden" durften sie gemeinsam mit Fachleuten Bodenproben von Acker und Wiese vom Schulgelände entnehmen. An verschiedenen kreativen Experimentierstationen erforschten sie selbständig Themen rund um den Boden - von seinem Aufbau und seiner Nutzung über Bodenlebewesen bis hin zu den Ursachen möglicher Schädigungen.
Ein besonderes Highlight stellte die Installation sogenannter Wurmvasen in unseren Hochbeeten dar – ein Projekt, das von den Schülerinnen und Schülern mit viel Engagement und Sorgfalt umgesetzt wird. Durch die regelmäßige, achtsame Pflege leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Bodengesundheit in unserem Schulgarten.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
60
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Wir nahmen am Citizen Science Projekt "SoilBlitz" der AGES teil, welche uns den Toolkit zur Analyse der Bodenproben zur Verfügung stellten. Unsere gewonnenen Daten wurden von uns auf der entsprechenden Plattform eingetragen. Außerdem stellten uns einige Familien unserer Schülerinnen und Schüler Wiese- und Ackerflächen zur Durchführung von Bodenuntersuchungen zur Verfügung.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Eine Zusammenfassung sowie Fotos unseres Projekts wurden auf unserer Schulwebsite www.mmsgmuend.at veröffentlicht.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Das Projekt wurde gemeinsam mit den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern im Unterricht reflektiert. Es wurde sehr gut angenommen und wir erhielten durchwegs positive Rückmeldungen.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler konnten für das Thema Boden sensibilisiert werden und bringen ihm nun mehr Wertschätzung entgegen. Sie können verschiedene Bodenarten erkennen und deren Unterschiede benennen. In den Hochbeeten, in denen die Wurmvasen installiert wurden, konnte außerdem ein schnelleres Wachstum der Pflanzen beobachtet und eine üppigere Ernte eingefahren werden. Die Schülerinnen und Schüler sind stolz auf "ihre" Regenwürmer in den Hochbeeten und umsorgen sie liebevoll mit Biomüll.
Wo liegen unsere Stärken?
Wir sind ein kleines Team. Daher funktioniert die Zusammenarbeit der Lehrerinnen und Lehrer hervorragend. Aufgrund des Unterrichtsfaches "Ökowerkstatt" kann sehr gut klassen- und schulstufenübergreifend gearbeitet sowie von- und miteinander gelernt werden.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Klimafit zum Radlhit (Klimabündnis) - Wettbewerb zum Aufmerksam machen der Schülerinnen und Schüler auf eine klimafreundliche Mobilität
Unterwegs mit dem Waldpädagogen sowie Teilnahme an den Waldjugendspielen 2025 (3. Platz im Bezirk)
Workshop "Der lange Weg meiner Jeans" (Südwind) - Beleuchtung sozialer und ökologischer Aspekte der globalen Textilindustrie vom Anbau der Baumwolle über die Erzeugung und Entsorgung von Textilien
Workshop "Die Reise meines Handys" (Südwind) - kritische Auseinandersetzung mit dem komplexen Erzeugungs- und Recyclingwegs eines Handys
Einsatz der Umweltbildungsbox: "Nationalparkgartendetektivinnen" (Global 2000) - Erarbeitung von Fördermaßnahmen für die Artenvielfalt im eigenen Garten im Laufe der vier Jahreszeiten
Instandhaltungsarbeiten im Schulgarten sowie das Aussäen, Pflanzen und Pflegen unserer Gemüse- und Kräuterpflanzen
Projekt "Plastik-Check" (Greenpeace) - Auseinandersetzung mit dem eigenen Müll durch das Sammeln und Zählen des Hausmülls, Aufzeigen von Recyclingmöglichkeiten sowie Maßnahmen zur Müllreduktion
Projekt "Jausenführerschein" (Sipcan) - bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Essverhalten mit Hilfe eines Jausentagebuchs, Kennenlernen gesunder Alternativen für die eigene Schuljause, Durchführen von Experimenten