ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

„BiodiverCITY – unsere Stadt blüht auf“

Schule: Wiedner Gymnasium / Sir Karl Popper Schule
KoordinatorIn: Mag Mostbeck Alice
DirektorIn: HR Dr. Scheiber Edwin
Inhalt
Im Projekt BiodiverCITY – Island Hopping haben Schüler*innen unserer Schule in Kooperation mit Universität Wien und PH Wien Brachflächen in Wien in blühende Biodiversitätsinseln verwandelt. Durch Pflanzaktionen und Insekten-Monitoring wurde die Artenvielfalt gefördert und das Bewusstsein für Natur- und Insektenschutz gestärkt.
Schüler:innen untersuchen verschiedene Arten von Kunststoffen

Schüler:innen untersuchen verschiedene Arten von Kunststoffen

Schüler:innen-Plakate zu Eigenschaften und Alternativen von Kunststoffen

Schüler:innen-Plakate zu Eigenschaften und Alternativen von Kunststoffen

von einem/r Schüler:in gefangene Hummel für das Insekten Monitoring

von einem/r Schüler:in gefangene Hummel für das Insekten Monitoring

Eine der von Schüler:innen mit insektenfreundlichen Blütenpflanzen bepflanzte Baumscheibe

Eine der von Schüler:innen mit insektenfreundlichen Blütenpflanzen bepflanzte Baumscheibe

Material zur Untersuchung der insektenfreundlich bepflanzten Baumscheibe dahinter

Material zur Untersuchung der insektenfreundlich bepflanzten Baumscheibe dahinter

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Unsere Schule hat im Rahmen des Sparkling Science Projekts „BiodiverCITY – Island Hopping“ daran gearbeitet, in der Stadt Wien kleine „Biodiversitätsinseln“ für Insekten zu schaffen. Gemeinsam mit Expert:innen der Universität Wien haben Schüler:innen Baumscheiben mit insektenfreundlichen Pflanzen gestaltet, die als Trittstein-Biotope von Bienen, Schmetterlingen und anderen Bestäubern genutzt werden.

Im Zuge des Unterrichtsprojekts legten die Schüler:innen mehrere solcher Inseln an und untersuchten anschließend als Citizen Scientists, welche Insekten die Inseln besuchen und ob ein »Island Hopping« – also das Fliegen von Insekten von einer Insel zur anderen – möglich ist. Durch ein begleitendes Insekten-Monitoring konnten Artenvielfalt und Bewegungsmuster dokumentiert werden.

Basierend auf ihren Forschungsergebnissen entwickelten die Schüler:innen gemeinsam mit den Wissenschafter:innen Handlungsempfehlungen zum Insektenschutz in der Stadt Wien. Diese werden an die Umweltschutzabteilung der Stadt Wien weitergegeben und leisten somit einen realen Beitrag zur Förderung urbaner Biodiversität.

Neben der praktischen Arbeit vor Ort wurden Unterrichtsmaterialien erprobt und weiterentwickelt, um das Wissen über Insektenschutz und Biodiversität nachhaltig im Unterricht zu verankern. Die geplanten Inseln schaffen zudem neue artenreiche, außerschulische Lernorte in der stark versiegelten Stadt Wien.

Ein besonderes Ziel des Projekts ist es, durch das forschende und handlungsorientierte Lernen die Handlungskompetenz, Naturverbundenheit und Plant Awareness der Schüler:innen zu stärken. Diese Komponenten werden im Rahmen der fachdidaktischen Begleitforschung wissenschaftlich untersucht.

Zusammenfassend zielt das Projekt darauf ab, konkrete Maßnahmen für den Schutz von Insekten in der Stadt Wien umzusetzen und gleichzeitig das Bewusstsein für die Bedeutung von Insektenvielfalt zu schärfen. Es bietet unseren Schüler:innen eine einzigartige Gelegenheit, wissenschaftliche Forschung mit praktischer Umsetzung und Bildung zu verknüpfen – und sie so zum aktiven Handeln in der Biodiversitätskrise zu befähigen.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
125
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
-Universität Wien
-PH Wien
-Stadt Wien (Baumscheiben für Biodiversitätskorridor)
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
-Kick-off an Uni Wien für beteiligte Lehrer:innen und Schüler:innen
-Präsentation der Ergebnisse in der Schule (Biologieunterricht, Projekttage)
-Schüler:innen wurden dazu motiviert Gespräche mit Familie und Freunden zu führen und ihr Wissen auf Social Media zu teilen
-Da das Sparkling Science Projekt weiterhin läuft, wurden noch keine Ergebnisse oder Materialien veröffentlicht
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
-Diskussion im Unterricht über Handlungsmöglichkeiten und Wirkung des Projekts
-Empirische Evaluation durch die Uni Wien (Testung davor, am Ende des Schuljahres 24/25 und eine folgende Testung am Ende des SJ 25/26)
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Höheres Bewusstsein für Biodiversität und Insektenschutz bei Schüler*innen
Wo liegen unsere Stärken?
-Hohe Motivation und Eigeninitiative der Schüler*innen
-Gute Kooperation mit externen Partnern (Wissenschaft, Stadt)
-Kombination von Forschung, Praxis und Unterricht
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
- Das Projekt „Green Chemistry“ wurde mit 108 Schüler:innen der 8. Schulstufe durchgeführt und verband Biologie und Chemieunterricht. Die Jugendlichen nahmen am Greenpeace-Plastikcheck teil, analysierten Plastikmüll in ihren Haushalten, untersuchten Kunststoffe experimentell und erarbeiteten in Gruppen Plakate zu Polymeren. Ziel war es, das Bewusstsein für Plastikproblematiken zu stärken und praktische Ansätze zur Müllvermeidung aufzuzeigen.
Books for Future: Tausch von Secondhand Schulbüchern.
- Green Team: Bereitstellung und Versorgung der Pflanzen in allen Fach- und Sondersälen und den Klassenzimmern der 1.Klassen, Buddysystem zur Versorgung der Pflanzen.
- Papierlose Oberstufe: In einigen Fächern werden in der Oberstufe alle Materialien nur online zur Verfügung gestellt.
- Kleidertauschbörse: Mehrmals im Jahr werden secondhand Kleider, Bücher und weitere Gegenstände von Schüler*innen gebracht und getauscht.
- Fairtrade Schokolade wird verkauft und der Erlös gespendet.
- GuV Gesundheit und Verantwortung: Fokus auf Verantwortung, Sozialpraktikum
- Kompetenz Nachhaltigkeit: 3 Tage der Popper (5./6.Klasse) in sozialer Organisation
- Wahlmodule zu Nachhaltigkeit und Verantwortung z.B. Tourismus im Spannungsfeld von Massenphänomen und Nachhaltigkeitsanspruch; Global Responsibility, etc.
• VWAs zur Nachhaltigkeit