ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Umwelt- und Friedenserziehung in Epochen und Projekten

Schule: Rudolf Steiner Schule Salzburg
KoordinatorIn: Markov Monika
DirektorIn: Memmer Roman
Inhalt
Die Bereiche Umwelterziehung, Globale Entwicklung, Interkulturelles Lernen, Menschenrechte, Friedenserziehung, Toleranz und Demokratie sind wesentliche Bestandteile des Lehrplanes und des Schullebens. Ein verstärktes Engagement in der Umwelt- und Friedenserziehung sowie konkrete interkulturelle Beziehungen verschaffen unseren Jugendlichen einen weiten, verantwortungsvollen Blick für Gegenwart und Zukunft.
An der Schule gibt es ein eigenes Umweltteam, welches im Sinne dieses Umweltzeichens an der Schule aktiv ist.

In 3 wöchigen Epochen werden viele umweltrelevante Themen unterrichtet, so gibt es z.B. eine Ackerbauepoche, bei der Schüler:innen der 3. Klasse händisch ein Feld bearbeiten Roggen säen, diesen schließlich ernten, dreschen, mahlen und Brot backen. Viele Umweltrelevante Praktika, wie z.B. das Landwirtschafts- und das Ökologiepraktikum runden das Ganze ab.
Bereitmachen der Pferde

Bereitmachen der Pferde

Pause beim Jäten

Pause beim Jäten

Gemüsebeete

Gemüsebeete

Glashaus

Glashaus

beim Jäten

beim Jäten

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Landwirtschaftspraktikum 9. Klasse

In der Zeit vom 19. Mai bis zum 06. Juni 2025 hatten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse die Gelegenheit bei einer Familie auf einem biologisch bzw. biologisch-dynamisch geführten Bauernhof zu wohnen und dort mitzuarbeiten. Es war eine Vielzahl unterschiedlicher Höfe - familiengeführte Bauernhöfe, große Gutshöfe - mit noch unterschiedlicheren Betriebszweigen: Milchkühe, Fischzucht, Rindermast, Getreide, Gemüse, Weinbau, aber auch Betriebszweige, die keine Lebensmittel produzieren, wie Reittherapie oder Urlaub am Bauernhof.

Hier konnten die Jugendlichen erleben, wie mühevoll unsere Nahrung erarbeitet werden muss – früh aufstehen, teilweise lagen strenge Gerüche in der Luft, schwere körperliche, oft auch monotone Arbeit – doch trotz all dieser Herausforderungen waren die meisten froh, diese Erfahrungen gemacht zu haben.
Jeder Bauernhof hat seinen eigenen Rhythmus, bestimmt durch die vielfältigen Bedürfnisse dieser Höfe mit all ihren Menschen, Tieren, Pflanzen und Nützlingen. Durch die Loslösung von ihrem Familienalltag konnten die Schülerinnen und Schüler diesen intensiv erleben.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
21
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
16 landwirtschaftliche Betriebe, Gärtnereien oder Hofgemeinschaften ermöglichten unseren Schüler:innen, auf ihrem Betrieb ein Praktikum zu machen.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Nach den Praktika präsentierten die Schüler:innen ihre Erlebnisse an einem Abend vor Eltern, Lehrer:innen und anderen Klassen.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Schüler:innen verfassten ein Praktikumsbuch, in dem sie eine ausführliche Hofbeschreibung verfassten und ihre Erlebnisse tagebuchartig niederschrieben. Sie schrieben einen vertiefenden Bericht über einen Arbeitsbereich am Hof und fertigten Zeichnung an.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Ein Bewusstwerden über die mühevolle Produktion unserer Nahrung, dadurch ein achtsamer Umgang mit dieser.
Wo liegen unsere Stärken?
Im vorbereitenden Gartenbauunterricht von der 6. - 8. Schulstufe
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
3. Schulstufe: Ackerbauepoche 3 Wochen im Oktober 2025, jeden Tag 2 Stunden. Händisches Pflügen und Bestellen eines Roggenfeldes.
3. Schulstufe: Handwerksepoche, 3 Wochen im März 2025 - Urberufe wie Schmied, Bergbauer, Weber, Töpfer, Bauer, Holzarbeiter, Besenbinder. Besuche bei diversen Handwerksbetrieben.
3. Schulstufe: Juni 2025 Hausbauepoche, jeden Tag 2 Stunden. Bau einer Gartenhütte für den angrenzenden Kindergarten

6. Schulstufe:
3 Wochen Gesteinskundeepoche im Juni mit 5-tägigem Aufenthalt in der Astenschmiede in Rauris. Tägliche Exkursionen.

6.-8.Schulstufe: Gartenbauunterricht auf Basis des biologisch-dynamischen Landbaus,
zwei Wochenstunden das ganze Jahr hindurch.

8. Schulstufe:
Anti-Rasissmus-Workshop

8./9./10. Klasse: World Peace Game gespielt, jeweils über 4 Nachmittage
Das Spiel ist eingebettet in den Lehrplan der achten Klasse, die sich intensiv mit der Neuzeit beschäftigt, und wird auch in der Oberstufe eingesetzt. Es fordert die Jugendlichen heraus, über nationale, wirtschaftliche und politische Grenzen hinweg zu denken – nicht als Einzelkämpfer*innen, sondern als Gestalter*innen einer harmonischen Zukunft. So erleben die Schüler*innen hautnah, wie geopolitische Entscheidungen getroffen werden und welche Folgen sie haben. Sie verhandeln, schließen Bündnisse, lösen Umweltkrisen und verhindern Kriege.
„Am Anfang herrscht die Überforderung – doch darauf folgt der Flow.

11. Klasse: am 13. Juni abends im Rahmen der Perspektive-Epoche im Landestheater, 'Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui'. Ziel: Bewusstmachung, wie wertvoll Meinungsfreiheit, Friede, Demokratie sind und wie schnell es gehen kann, all das zu verlieren. Aufrechterhaltung der Erinnerungskultur. Gefahren des Faschismus. Die Schüler:innen haben sich im Anschluss mit der Relevanz des Stückes für sie selbst, unsere Zeit und unsere Gesellschaft befasst, dazu ein künstlerisch-reflexives Poster aus ihrer eigenen oder einer anderen frei gewählten Perspektive entworfen und eine Präsentation dazu gestaltet.

Im Englischunterricht & EthikunterrichtAuseinandersetzung mit der Diversität der Gesellschaft und zuletzt (Juni 25 anlässlich des Pride Month) mit der Bedeutung von Menschenrechtsflaggen, insbesondere der Regenbogenflagge (aus gegebenem Anlass, Schüler:inneninitiative). Ziel: Bewusstsein und tatsächliches Wissen schaffen, wofür die Fahnen stehen, welche Werte sie vertreten. Leider ist sehr viel Unwissenheit und manchmal sogar Hass zu spüren. Schüler:innen wollen eventuellen Angriffen auf ihre Werte/Menschenrechte mit Wissen gegenübertreten können.

9. Schulstufe: Landwirtschaftspraktikum 19.05. – 06.06.2025
3-wöchiges Praktikum auf einem Landwirtschaftlichen Betrieb, eintauchen in das bäuerliche Leben.

10. Schulstufe: Ökologie Praktikum 26.06. – 30.06.2025
Beschäftigung mit Ökosystemen der heimischen Gebirge, Moore, Forste und Flüsse, aber auch in naturnahen Gärten und Hecken. Touren ins Bluntautal, zu den Gollinger Wasserfälle und zu den Salzachauen, der Almbachklamm und dem Wallersee. Im Haus der Natur gab es Führungen zum Thema „Die Salzach und der Wald.“ Alle auswärtigen Standorte wurden mit den Öffis, den Fahrrädern und zu Fuß erreicht.

10.Schulstufe: 27. bis 4. Oktober 2024: Literaturgeschichtlich-kulturhistorische Projektwoche in Weimar. Darunter ein Projekttag in der Gedenkstätte Buchenwald am Ort des ehemaligen Konzentrationslagers.

10. und 11.Schulstufe sowie einige Alumni (aus der Maturaklasse am Abendgymnasium) am 9.November 2024:
Gedenkfeier anlässlich des Jahrestages der Novemberpogrome 1938 in der Altstadt von Salzburg (am Alten Markt), organisiert von unserer Schule und gestaltet mit den Schüler:innen.

11.Schulstufe 5.Februar 2025: Begegnung mit blinden Menschen – Besuch der Initiative „Vier Sinne“ in Wien.

Vortrag für die 7. - 11. Schulstufe: Gesellschaftlicher Wandel durch Musik und Bildung
Der Vortrag behandelt die Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Arbeit mit der NGO Brass for Africa in Uganda. Brass for Africa nutzt Musik als Mittel, um Kindern und Jugendlichen, die in schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen aufwachsen, neue Perspektiven zu eröffnen und sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen.

Tag der Musik 27.Juni 2025 mit 140 SchülerInnen aus allen Schulstufen.
Friedenstiftendes, respektvolles und gemeinschaftsfördernde Musizieren in allen Altersstufen.