ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

DIY statt Mikroplastik – unsere Zero-Waste-Ideen

Schule: BHAK & BHAS Judenburg
KoordinatorIn: Mag. Schrott Iris
DirektorIn: Mag. Hofer Sonja
Inhalt
Im Rahmen des zweiten Teils unseres Erasmus+ Projekts haben wir uns intensiv mit dem Thema „Nachhaltiges Gestalten“ beschäftigt und wollten gleichzeitig unsere MitschülerInnen für den achtsamen Umgang mit Ressourcen sensibilisieren. Unter dem Leitmotto „DIY statt Mikroplastik – unsere Zero-Waste-Ideen“ setzten wir verschiedene Aktivitäten um, die einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag leisten.
Ein zentrales Anliegen war die Wiederherstellung unseres Schulgartens. Mit viel Einsatz wurde er neu belebt, sodass wir dort wieder eigene Kräuter ziehen konnten. Diese dienten uns nicht nur als wertvolle Pflanzen, sondern auch als Grundlage für die Herstellung von ätherischen Ölen, die wir anschließend für unsere Naturkosmetikprodukte verwendeten.

Neben der Gartenarbeit standen weitere kreative DIY-Aktivitäten auf dem Programm:

1) Herstellung von Honigwachstüchern als plastikfreie Alternative zur Frischhaltefolie
2) Produktion von Naturkosmetik und Badekugeln mit natürlichen Inhaltsstoffen
3) Müllsammelaktion im angrenzenden Murwald, um die unmittelbare Umgebung von Plastik und Abfall zu befreien

All diese Projekte hatten ein gemeinsames Ziel: zu zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht abstrakt ist, sondern im Alltag konkret gelebt werden kann. Mit einfachen Ideen, ein wenig Kreativität und Teamarbeit lässt sich Mikroplastik vermeiden – und gleichzeitig ein Bewusstsein schaffen, das weit über den Schulalltag hinausgeht.
Produktion von Naturkosmetik und Badekugeln mit natürlichen Inhaltsstoffen.

Produktion von Naturkosmetik und Badekugeln mit natürlichen Inhaltsstoffen.

Herstellung von Honigwachstüchern als plastikfreie Alternative zur Frischhaltefolie.

Herstellung von Honigwachstüchern als plastikfreie Alternative zur Frischhaltefolie.

Reaktivierung des Schulgartens, um ihn erneut als nachhaltigen Lern- und Arbeitsraum zu nutzen.

Reaktivierung des Schulgartens, um ihn erneut als nachhaltigen Lern- und Arbeitsraum zu nutzen.

Müllsammelaktion im angrenzenden Murwald, um die unmittelbare Umgebung von Plastik und Abfall zu befreien - begleitet von der Partnerschule aus Sevilla.

Müllsammelaktion im angrenzenden Murwald, um die unmittelbare Umgebung von Plastik und Abfall zu befreien - begleitet von der Partnerschule aus Sevilla.

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Im Rahmen des Workshops „DIY statt Mikroplastik – unsere Zero-Waste-Ideen“ stellten die SchülerInnen verschiedene nachhaltige Alltagsprodukte selbst her. Dazu gehörten unter anderem Bienenwachstücher als Alternative zu Frischhaltefolie, natürliche Badebomben sowie selbstgemachte Naturkosmetik. Ziel war es, zu zeigen, wie einfach und kreativ Mikroplastik im Alltag vermieden werden kann und wie viel Freude es macht, umweltfreundliche Produkte selbst herzustellen.
Durch die Entwicklung und Umsetzung dieser plastikfreien Alternativen wurden zentrale Bereiche nachhaltigen Handelns sichtbar – insbesondere die Reduktion von Abfällen, die Förderung eines verantwortungsvollen Konsumverhaltens sowie die Stärkung regionaler und natürlicher Ressourcen. Gleichzeitig leistete die Maßnahme einen aktiven Beitrag zu mehreren Zielen der UN-Nachhaltigkeitsagenda, darunter beispielsweise Ziel Nr.12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“, Ziel Nr.13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und Ziel Nr.14 „Leben unter Wasser“, indem das Bewusstsein für die Problematik von Mikroplastik geschärft und konkrete Wege zur Vermeidung von Plastik aufgezeigt wurden. Die SchülerInnen lernten dabei, dass nachhaltiges Handeln nicht nur theoretisch vermittelt, sondern im Alltag kreativ und praktisch umgesetzt werden kann.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
55
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Die Maßnahme fand im Rahmen unseres Erasmus+ Projekts statt, in Zusammenarbeit mit unserer Partnerschule in Sevilla. Durch den internationalen Austausch konnten wir unterschiedliche Ideen und Ansätze kennenlernen und uns über nachhaltige Aktivitäten in Schulen austauschen.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Das Projekt wurde sowohl über unseren schulischen Instagram-Kanal als auch auf der Schulwebsite vorgestellt. Fotos und kurze Berichte machten die Ergebnisse sichtbar und zeigten der Schulgemeinschaft sowie externen Interessierten, wie engagiert unsere SchülerInnen am Thema Nachhaltigkeit arbeiten.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Maßnahme wurde mehrfach reflektiert – sowohl in schriftlichen Berichten als auch in gemeinsamen Nachbesprechungen im Kollegium. Dabei wurden Erfahrungen ausgetauscht, Verbesserungsmöglichkeiten besprochen und Erfolge hervorgehoben. Die SchülerInnen hatten ebenfalls Gelegenheit, Rückmeldungen zu geben und ihre Eindrücke zu teilen.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Durch das Projekt wurde das Bewusstsein für Mikroplastik und Nachhaltigkeit deutlich gestärkt. Viele SchülerInnen erkannten, wie präsent Kunststoff im Alltag ist und wie einfach erste Schritte in Richtung Zero Waste gesetzt werden können. Das Thema Nachhaltigkeit wurde stärker im Schulleben verankert und wird von der Schulgemeinschaft zunehmend mitgetragen.
Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen in der kreativen Umsetzung von Ideen und in der starken Teamarbeit. Die SchülerInnen zeigten viel Engagement und Freude daran, selbst aktiv zu werden und praktische Lösungen zu entwickeln. Auch die gute Zusammenarbeit im Kollegium trug maßgeblich zum Erfolg des Projekts bei.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Neben dem DIY-Projekt wurden weitere nachhaltige Initiativen umgesetzt, darunter die Reaktivierung und Neubepflanzung unseres Schulgartens, Müllsammelaktionen im angrenzenden Murwald sowie der Schritt zu einem plastikärmeren Schulbuffet. Diese Aktivitäten ergänzten das Projekt und verdeutlichen, dass Nachhaltigkeit an unserer Schule auf vielen Ebenen Platz findet.