ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Ökolog inspiriert – Projekte, Experimente und Aktionen für Umweltbewusstsein

Schule: Sportmittelschule Deutschfeistritz
KoordinatorIn: Mag. Mairhofer Katrin, BSc.
DirektorIn: Aufinger-Gmeinböck Gabriele, Bed
Inhalt
Der Jahresbericht gibt einen Überblick über die ökologischen und nachhaltigen Projekte des Schuljahres. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Aktivitäten wie das DIY-Green-Chemistry-Projekt, die Herstellung umweltfreundlicher Produkte, Experimente zu naturwissenschaftlichen Themen sowie fächerübergreifende Unterrichtsprojekte. Die Schüler:innen erhielten die Möglichkeit, eigenständig zu forschen, zu gestalten und zu präsentieren.

Weitere Highlights des Schuljahres waren Workshops, Exkursionen, die Teilnahme am VCÖ-Projektwettbewerb und der IMST Award, sowie Aktionen zur Ressourcenschonung. Der Bericht zeigt auf, wie die Schule ökologisches Bewusstsein, Kreativität und Teamarbeit fördert und welche Entwicklungschancen für die kommenden Schuljahre bestehen.
Kinder verkaufen am Weihnachtsmarkt ihre selbstgemachten Produkte, die im Rahmen von Green Chemistry hergestellt wurden

Kinder verkaufen am Weihnachtsmarkt ihre selbstgemachten Produkte, die im Rahmen von Green Chemistry hergestellt wurden

Die Mädchen der 3B-Klasse experimentieren und gestalten Bilder zum Thema ‚Mobilität der Zukunft‘.

Die Mädchen der 3B-Klasse experimentieren und gestalten Bilder zum Thema ‚Mobilität der Zukunft‘.

Die Science-Lab-Gruppe gewann nicht nur den IMST Award, sondern auch einen Sonderpreis beim VCÖ-Projektwettbewerb.

Die Science-Lab-Gruppe gewann nicht nur den IMST Award, sondern auch einen Sonderpreis beim VCÖ-Projektwettbewerb.

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Im Projekt „Develop it yourself“ entwickelten Schüler:innen nachhaltige Produkte wie Badekugeln, Cremen, Seifen und Lippenbalsam auf Basis der 12 Prinzipien der Green Chemistry. Dabei standen Themen wie Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und die Anwendung der 5-R-Regel (Reduce, Reuse, Recycle, Refuse, Rot) im Mittelpunkt. Ein besonderes Augenmerk galt der Förderung von Mädchen im naturwissenschaftlichen Bereich unter dem Motto „Green Girls Power“, wobei sich einige von ihnen mit Autoantrieben der Zukunft beschäftigten. Fachlich wurde das Projekt im Chemieunterricht verankert und interdisziplinär mit Fächern wie Biologie, Ernährung und Haushalt, Technik und Design, Kunst und Gestaltung sowie Digitaler Grundbildung umgesetzt. Im wöchentlichen Projektunterricht von September bis Dezember arbeiteten die Schüler:innen in Kleingruppen an der Herstellung und Präsentation ihrer Produkte. Sie übernahmen eigenständig Aufgaben wie die Materialbeschaffung, Planung und Durchführung von Versuchen und gestalteten auch den öffentlichen Auftritt des Projekts. Besondere Highlights waren die Projekttage mit Volksschulkindern im November, bei denen selbst entwickelte Harry-Potter-Experimente zum Einsatz kamen. Außerdem präsentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse bei Weihnachtsmärkten in der Schule und am Hauptplatz sowie auf dem eigens erstellten Instagram-Account „develop.it.yourself“, der in kurzer Zeit 73 Follower erreichte. Ergänzt wurde das Projekt durch Kooperationen mit externen Partnern wie der Universität Graz, einer örtlichen Apotheke, der Abfallwirtschaft Steiermark, Air Liquide sowie kleinen regionalen Betrieben. Eine Exkursion und ein Workshop zum Thema Energieeffizienz in der Produktentwicklung erweiterten die fachlichen Perspektiven. Insgesamt förderte das Projekt nicht nur naturwissenschaftliche Kompetenzen, sondern auch Kreativität, Selbstständigkeit, Teamarbeit und gesellschaftliches Engagement.
Wurde diese ÖKOLOG-Aktivität als Projekt vom Bildungsförderungsfonds für nachhaltige Entwicklung gefördert und hat die Schule eine Projektdokumentation abgegeben?
Ja
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
78
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
• Uni Graz – Offenes Labor
• Apotheke Deutschfeistritz
• Abfallwirtschaft Steiermark
• Kleine Cafes in Graz und Wien
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Das Projekt wurde öffentlich präsentiert, unter anderem beim Weihnachtsmarkt in Deutschfeistritz, wo eigene Produkte verkauft wurden. Ein Instagram-Account „develop.it.yourself“ geführt von einer Schülerin, informiert regelmäßig über die Aktivitäten und hat bereits 73 Follower. Das Projekt wurde auch Volksschulkindern präsentiert, um ihnen die Inhalte spielerisch mit Experimenten (umgeschrieben auf Harry Potter) näherzubringen. Zudem fand ein Austausch mit Partner:innen aus Wirtschaft und Bildung statt, darunter Unternehmen wie Mayr-Melnhof, die uns unterstützen und unserem Instagram-Account sogar folgen, wodurch die Vernetzung und Sichtbarkeit des Projekts gestärkt wird.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Das Projekt wurde laufend reflektiert, indem die Schüler:innen nach jedem Arbeitsschritt kurze Rückmeldungen zu Zusammenarbeit, Sicherheit, Verständnis und Arbeitsabläufen gaben. Am Ende des Projekts fand eine gemeinsame Evaluation statt, in der sowohl die Qualität der hergestellten Produkte als auch der gesamte Projektablauf (Organisation, Zeitplanung, Materialeinsatz, Nachhaltigkeit) besprochen wurden.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Durch das Projekt wurden Nachhaltigkeit, praktisches Arbeiten und fächerübergreifendes Lernen sichtbar gestärkt. Die Schüler:innen arbeiten selbstständiger, bewusster und motivierter, und die Schule präsentiert sich nach außen als innovativ und umweltorientiert.
Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen in der hohen Praxisorientierung, der fächerübergreifenden Zusammenarbeit, der Kreativität der Schüler:innen sowie in einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit und eigenverantwortliches Arbeiten.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Im Schuljahr wurde zusätzlich die „Lange Tafel“ durchgeführt, bei der die gesamte Schulgemeinschaft gemeinsam gekocht, vorbereitet, gestaltet und anschließend an einer langen gemeinsamen Tafel gegessen hat. Dieses Projekt stärkte das Gemeinschaftsgefühl, förderte die Teamarbeit zwischen Klassen und Lehrpersonen und setzte ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt und gelebte Schulkultur.