ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Ein Jahr voller Tatendrang am GRG23

Schule: GRG23 Anton Baumgartnerstraße
KoordinatorIn: Mag. Kerschenbauer Melissa, MSc.
DirektorIn: Mag. Michelitsch Markus
Inhalt
Im vergangenen Schuljahr stand Umwelt- und Klimabildung an unserer Schule besonders im Fokus. Durch die Teilnahme an internationalen und nationalen Projekten wie Climate Ready Schools und SchoolFood4Change setzten sich unsere Schüler:innen intensiv mit Klimaanpassung, nachhaltiger Ernährung und verantwortungsvollem Konsum auseinander. Praktische Erfahrungen sammelten sie unter anderem im Schulgarten, wo Setzlinge gezogen, ein Bodenbeet betreut und frisches Gemüse geerntet wurde, sowie bei der Arbeit mit einer Wurmkiste, die biologische Kreisläufe anschaulich machte.

Große Erfolge erzielte eine Klasse bei der Klimaquizshow der Stadt Wien, außerdem nahmen wir an der Wiener Klimatour teil. Die Bedeutung unseres kontinuierlichen Engagements wurde durch die erneute Auszeichnung mit dem Österreichischen Umweltzeichen bestätigt. Ein besonderer Höhepunkt war der Schüler:innenaustausch mit einer ungarischen Partnerschule mit Schwerpunkt Umwelt und Nachhaltigkeit.

Soziales und ökologisches Handeln verbanden wir in der Zusammenarbeit mit der Tafel Österreich: durch Sammelaktionen für haltbare Lebensmittel und Kosmetikprodukte sowie durch ehrenamtliche Tätigkeiten. Aktionen wie die Apfelverteilaktion rundeten das vielfältige Engagement ab. Diese Aktivitäten zeigen, dass Umweltbildung an unserer Schule einen zentralen Stellenwert hat und aktiv gelebt wird.

Das Ende des Jahres krönte die Umgestaltung unseres alten Aquarium in ein lebendes Mini-Ökosystem (Vivarium).
Ein Vivarium am GRG23 entsteht

Ein Vivarium am GRG23 entsteht

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Vom Aquarium zum lebendigen Wald im Kleinformat: Unser neues Vivarium entsteht

Aus einem alten Aquarium ist bei uns an der Schule etwas völlig Neues entstanden – ein VIVARIUM, also ein kleines Waldökosystem, in dem Pflanzen, Moose und Erde gemeinsam ein natürliches Mini-System bilden. Ziel ist es, biologische Prozesse sichtbar zu machen und gleichzeitig einen Einblick in die faszinierende Welt geschlossener Ökosysteme zu ermöglichen.

Zu Beginn haben die Schüler:innen der 2C & 2E mit den grundlegenden Arbeiten gestartet:
Das Aquarium wurde gründlich gereinigt, sorgfältig vorbereitet und anschließend kreativ gestaltet. Damit wurde der Grundstein für ein funktionierendes Vivarium gelegt. Die ersten Konturen des neuen Lebensraums waren schon jetzt erkennbar – und die Spannung stieg, wie es weitergehen würde.

Im nächsten Schritt wurde der passende Boden eingebracht. Er bildet das notwendige Fundament für die spätere Bepflanzung und sorgt dafür, dass Feuchtigkeit, Luftzirkulation und Nährstoffe ideal im System verteilt werden. Jetzt war alles bereit für den wohl wichtigsten Teil: die Pflanzen.

Mittlerweile ist die Bepflanzung vollständig abgeschlossen. Verschiedene Pflanzenarten wurden gezielt ausgewählt, um ein stabiles Mikroklima zu schaffen und natürliche Strukturen nachzubilden. Durch die Vielfalt entsteht nicht nur ein optisch beeindruckendes Bild, sondern auch ein harmonisches Gleichgewicht innerhalb dieses kleinen Ökosystems.

In den kommenden Tagen wird spannend zu beobachten sein, wie sich das ökologische Gleichgewicht im Vivarium einpendelt und wie sich der Lebensraum weiter stabilisiert. Jede Veränderung zeigt, wie aktiv und dynamisch das System arbeitet.

Ein herzlicher Dank und großes Lob geht an die Schülerinnen und Schüler der Klassen 2C und 2E, die gemeinsam mit Frau Prof. Kalbitzer mit großem Engagement und viel Sorgfalt an diesem Projekt gearbeitet haben.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
56
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Keine Angabe
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Dei Teilziele und Etappen wurden auf den Social Media Kanälen des GRG23 dokumentiert und präsentiert. Weiters wurde eine Zusammenfassung des Projekts und der einzelnen Schritte auf der Website der Schule veröffentlicht.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Zum Projektablauf
- Was hat beim Aufbau des Vivariums gut funktioniert?
- Wo gab es Schwierigkeiten? Wie wurden sie gelöst?
-Was würden wir beim nächsten Mal anders machen?

Zum Lernen
- Was habe ich über Ökosysteme gelernt?
- Welche biologischen Prozesse konnte ich beobachten (z. B. Wasserhaushalt, Pflanzenwachstum, Gleichgewicht)?
- Was hat mich besonders überrascht?

Zur Zusammenarbeit
- Wie hat die Zusammenarbeit in der Gruppe funktioniert?
- Welche Aufgaben habe ich übernommen?
- Was habe ich über Teamarbeit gelernt?

Fachliche Evaluation (Biologie / Naturwissenschaften)
- Beobachtungs- und Analyseaufgaben
- Protokollieren von Veränderungen (Pflanzenwachstum, Feuchtigkeit, Schimmelbildung).
- Hypothesen bilden: Was passiert, wenn…?
- Vergleich mit natürlichen Ökosystemen.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Veränderung im Unterricht und Lernen
- Mehr handlungsorientierter Unterricht: Lernen fand nicht nur theoretisch, sondern durch eigenes Tun, Beobachten und Experimentieren statt.
- Nachhaltigkeit wurde konkret: Begriffe wie Ökosystem, Kreisläufe oder Biodiversität wurden greifbar und alltagsnah.
- Langfristiges Lernen: Das Vivarium bleibt als Beobachtungsobjekt bestehen und ermöglicht kontinuierliches Lernen über einen längeren Zeitraum.

Veränderung bei den Schüler:innen
- Gestärkte Verantwortung: Die Schüler:innen übernehmen Pflege, Beobachtung und Schutz eines lebenden Systems.
- Höhere Motivation und Identifikation: „Unser Vivarium“ schafft Stolz und Verbundenheit mit dem Projekt und der Schule.
- Förderung sozialer Kompetenzen: Zusammenarbeit, Absprachen und gegenseitige Unterstützung wurden intensiv trainiert.
- Sensibilisierung für Umweltfragen: Viele Schüler:innen entwickeln ein bewussteres Verhältnis zu Natur und Nachhaltigkeit.

Veränderung im Schulumfeld
- Aufwertung der Lernräume: Das Vivarium macht Schule grüner, lebendiger und einladender.
- Sichtbarkeit von Nachhaltigkeit: Das Projekt wirkt nach außen (z. B. für andere Klassen, Eltern, Besucher:innen).
- Impuls für Folgeprojekte: Es kann als Ausgangspunkt für weitere Umwelt-, Biologie- oder SDG-Projekte dienen.
Wo liegen unsere Stärken?
Praxisnahes und nachhaltiges Lernen (Verbindung von Theorie und Praxis):
Nachhaltigkeit wurde nicht abstrakt, sondern konkret umgesetzt (Upcycling des Aquariums, Pflege eines Ökosystems). Das Projekt ist langfristig angelegt und nicht nur eine einmalige Aktion.

Hohe Schüler:innenbeteiligung: Die Schüler:innen waren aktiv in alle Schritte eingebunden – von der Vorbereitung bis zur Bepflanzung. Eigenverantwortung, Mitgestaltung und Teamarbeit standen im Mittelpunkt.

Fachliche Qualität: Zentrale biologische Konzepte (Ökosysteme, Stoffkreisläufe, Gleichgewicht) wurden korrekt und altersgerecht vermittelt. Die Auswahl von Boden, Pflanzen und Aufbau zeigt fachliches Know-how. Beobachtung und Reflexion sind integraler Bestandteil des Projekts.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Climate Ready Schools: https://grg23-alterlaa.ac.at/climate-ready-schools/
SchoolFood4Change: https://grg23-alterlaa.ac.at/schoolfood4change/
Teilnahme bei Klimaquizshow der Stadt Wien: https://grg23-alterlaa.ac.at/grosse-erfolge-fuer-die-7a-bei-der-klima-quizshow-der-stadt-wien/
Rezertifizierung des österreichischen Umweltzeichen: https://grg23-alterlaa.ac.at/erneute-auszeichnung-mit-dem-umweltzeichen/
Bodenbeet im Schulgarten - Schüler und Schülerinnen zogen Setzlinge, betreuten das Beet und ernteten frisches Gemüse
Schüler:innenaustausch mit dem Fokus Umwelt und Nachhaltigkeit mit einer ungarischen Schule im Mai 2025
Teilnahme bei der Wiener Klimatour
Gemeinsam mit der Tafel Österreich setzten wir uns das Ziel, eine Tonne mit Kosmetikprodukten und haltbaren Lebensmittel zu befüllen: https://www.instagram.com/p/DGA3xk4t1oS/
Ehrenamtliche Tätigkeiten bei der Tafel Österreich: https://www.instagram.com/p/DFcbIPAt-Gb/?img_index=1
Apfelverteilaktion: https://www.instagram.com/p/DATBtjqt1Sd/
Wurmkiste - biologische Prozesse erleben: https://www.instagram.com/p/DAVOILCK3UI/?img_index=1