ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Pflegeeinsatz für die Artenvielfalt

Schule: HLUW Yspertal
KoordinatorIn: DI Böhm Peter
DirektorIn: Mag. Hackl Gerhard
Inhalt
Die HLUW Yspertal steht seit jeher für einen praktischen Zugang in der Ausbildung zu umweltbezogenen Themen. Im Rahmen der Unterrichtsprojektwoche im Jänner 2026 fuhr der erste Jahrgang zu einem naturschutzfachlichen Pflegeeinsatz in die Wachau.
Erschöpft aber zufrieden. Der 1. Jahrgang nach vollbrachtem Werk.

Erschöpft aber zufrieden. Der 1. Jahrgang nach vollbrachtem Werk.

Zahlreiche Kilometer wurden zurückgelegt, um das Schnittgut aus der Fläche zu transportieren.

Zahlreiche Kilometer wurden zurückgelegt, um das Schnittgut aus der Fläche zu transportieren.

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Die Wachau ist, bedingt durch das günstige Klima und die flachgründigen Böden, eine ökologisch vielfältige Region. Besonders spezielle Grünlandtypen, wie artenreiche Halbtrockenrasen und Magerwiesen, sind hier zu nennen. Da die traditionelle bäuerliche Bewirtschaftung heute nicht mehr gewährleistet ist, sind sie leider allesamt durch Verbrachung und Verbuschung in ihrer Existenz bedroht. Will man diese Artenvielfalt trotzdem erhalten, müssen andere Wege der Bewirtschaftung gefunden werden. Ein wesentlicher Ansatz dazu ist die Pflege in Form von Freiwilligeneinsätzen.
Tue Gutes und berichte darüber!
Gemeinsam mit den Praktikumslehrer*innen DI Peter Böhm und Mag. Gunter Gortan fuhren 40 Schülerinnen und Schüler aus dem 1. Jahrgang nach Spitz, um dort unter der Anleitung von Mag. Hannes Seehofer vom Verein Welterbegemeinden Wachau die sogenannten Pfarrwiesenterrassen zu entbuschen. Hier kommen zahlreiche gefährdete Pflanzenarten vor, darunter sechs verschiedene Orchideenarten.
Bei 0°Grad Außentemperatur und Nieseln waren die Bedingungen alles andere als optimal. Doch das Arbeiten in der Gruppe motiviert. In mühevoller Handarbeit wurden mit Sägen und Astscheren den ganzen Tag über alle in das schützenswerte Biotop vorgedrungenen Gehölze geschnitten und aus der Fläche entfernt. Durch die Freistellung der Vegetation bekommen die Gräser und Kräuter nun wieder genug Licht und können sich besser entwickeln. Auch wenn am Nachmittag die Kräfte nachließen, konnten sich die meisten nochmals motivieren und gingen teilweise vermutlich an ihre Grenzen.
Letzten Endes bekamen die jungen Leute einen unmittelbaren Einblick in den angewandten Naturschutz, und Mag. Seehofer war froh über die Unterstützung bei der Umsetzung der Schutzziele. Fazit: Auch wenn es anstrengend war, für den guten Zweck steckt man das weg.
Vali Reiterlehner aus der 1WKW meinte: „Die Möglichkeit, gemeinsam in die Wachau zu fahren und dort einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt zu bringen, war für mich ein schönes Erlebnis. Auch fachlich konnten wir einiges Interessantes lernen“.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
45
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Kooperation mit dem Verein "Welterbegemeinden Wachau"
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Präsentation in der Aula der HLUW vor der Schulgemeinschaft.
Presseartikel.
Nachhaltigkeitsbericht 2025/26.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
mündliches Feedback in den Klassen, Feedback seitens der Partner
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Sozialer Beitrag zur Klassengemeinschaft der beiden 1. Jahrgänge.
Wo liegen unsere Stärken?
Sehr breite ökologisch-wirtschaftliche Ausbildung, in dieser Intensität und Tiefe vermutlich einzigartig unter den BHS, motiviertes Schüler*innen und Lehrer*innenteam, Praxisnähe
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Betreibung eines Schulnetzwerkes zu den Themen Klimaschutz und SDGs. Durchführung von Onlineveranstaltungen zu SDGs. Vortrag der WLV zum Thema Naturgefahren. Restmüllanalyse mit GV Krems. Pflege der Iriswiese im Naturpark Jauerling. "Orange the world" - Ein Zeichen für den Feminismus. Projekt mit der KEM-Region Südliches Waldviertel. Schulchallenge "Laufen gegen Krebs". Bundesfinale beim Wettbewerb „Jugend Innovativ 2026“. Sieg bei Landesredewettbewerb. HLUW bei der langen Nacht der Forschung 2026.
Außerdem: Laufende Pflege und Entwicklung unseres Schulgartens. Gestalterische Weiterentwicklung des Parks der Naturwissenschaften. Zahlreiche umweltwirtschaftliche Unterrichtsprojekte, Exkursionen und Projektwochen. Projekt Arbeitstage. Peer Learning. 2 Ferienwochen "Young Life". Täglich Sportangebote im Internat. Verschiedenste Sportplätze rund um die Schule zur täglichen Benützung. Buddy-Woche für neue SchülerInnen und laufende Begleitung im ersten Jahr (Peer Mediation). Selbstverwalteter Jugendtreff. Kapelle mit Meditationsraum. Suchtprävention. Diverse soziale Engagements (Übungsfirmen) wie SOS Kinderpatenschaft, Young Caritas Laufwunder. Regionales-saisonales-biologisches Pausenbuffet von und für SchülerInnen (Übungsfirma). Abfallwirtschaftskonzepte in der Praxis. Partnerschaft mit Südböhmischer Universität Budweis. Zusatzausbildungen wie: Sicherheitsvertrauensperson, Gefahrgutbeauftragte(r), Qualitätsbeauftragte(r) für KMUs, Wildbacherkunder*in, Führung von Hubstaplern. Schulchor, Spielmusik und Schulorchester. Bewerbungstraining mit Experten. Karrieretag an der HLUW für zukünftige AbsolventInnen. Teilnahme am Internationalen Junior Eco Expert Project. HLUW Yspertal bei den Erdgesprächen in Wien. Pflanzentauschmarkt. Energiemanagement der HLUW unter Mitarbeit von SchülerInnen. MINT-Gütesiegel 2026-2029. Vital-Küche Gütesiegel 2025-2027. Umweltzeichen.