ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

ÖKOLOG Jahresbericht VS Langenhart

Schule: Volksschule St. Valentin Langenhart
KoordinatorIn: Ploberger Lukas, BEd., MEd.
DirektorIn: Dipl. Päd. Aschauer Barbara
Inhalt
Im Laufe des Schuljahres wurden an unserer Schule verschiedene Maßnahmen zur Förderung von Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und Gesundheit umgesetzt. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur, Ressourcen und ihrer eigenen Gesundheit näher zu bringen.

Ein besonderer Schwerpunkt war der Besuch eines Bauernhofes. Die Kinder lernten den Anbau von Kartoffeln und Gemüse kennen, setzten Kartoffeln direkt am Feld, beschäftigten sich mit Kräutern und erhielten Einblicke in die artgerechte Haltung von Schweinen und Pferden. Dadurch wurde das Bewusstsein für die Herkunft von Lebensmitteln und die Bedeutung nachhaltiger Landwirtschaft gestärkt. Diese Maßnahme leistete einen Beitrag zu den SDGs 2 „Kein Hunger“, 4 „Hochwertige Bildung“ und 15 „Leben an Land“.

Im Rahmen von Müllsammelaktionen in der Gemeinde setzten sich die Schülerinnen und Schüler aktiv für eine saubere Umwelt ein. Sie erfuhren, welche Auswirkungen achtlos weggeworfener Müll auf Natur und Tiere hat. Die Aktion unterstützte insbesondere die SDGs 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und 15 „Leben an Land“.

Ernährungsworkshops vermittelten altersgerechtes Wissen über gesunde und ausgewogene Ernährung. Die Kinder lernten regionale und saisonale Lebensmittel kennen und beschäftigten sich mit deren Bedeutung für Gesundheit und Umwelt. Diese Aktivitäten stehen in Zusammenhang mit den SDGs 2 „Kein Hunger“, 3 „Gesundheit und Wohlergehen“ und 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“.

Die konsequente Mülltrennung im Schulalltag wurde gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern umgesetzt. Durch die richtige Trennung von Papier, Kunststoff und Restmüll wurde das Bewusstsein für Ressourcenschonung und Recycling gestärkt. Dies fördert insbesondere das SDG 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“.

Im Rahmen von Upcycling-Projekten entstanden aus scheinbar unbrauchbaren Materialien kreative und nützliche Gegenstände. Die Kinder erfuhren, dass viele Materialien wiederverwendet werden können und Abfall vermieden werden kann. Damit wurden die SDGs 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ sowie 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ unterstützt.

Die durchgeführten Maßnahmen ermöglichten den Schülerinnen und Schülern zahlreiche praktische Lernerfahrungen und trugen dazu bei, nachhaltiges Denken und Handeln im Schulalltag zu fördern.
Kinder am Kartoffelfeld

Kinder am Kartoffelfeld

Kartoffeln einlegen

Kartoffeln einlegen

Pflanzen einpflanzen

Pflanzen einpflanzen

Umgang mit Hausschweinen lernen

Umgang mit Hausschweinen lernen

Hühner füttern

Hühner füttern

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Bauernhofbesuch- Pflanzenhelden kennenleren
Im Rahmen eines lehrreichen Bauernhofbesuchs konnten die Schülerinnen und Schüler nachhaltige Landwirtschaft und den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen unmittelbar erleben. Die Aktivitäten standen in engem Zusammenhang mit mehreren Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) der Vereinten Nationen.
Besonders das SDG 2 „Kein Hunger“ wurde durch die Beschäftigung mit dem Anbau von Kartoffeln und verschiedenen Gemüsesorten veranschaulicht. Die Kinder erfuhren, wie Lebensmittel entstehen, welche Bedingungen für ein gesundes Wachstum notwendig sind und welche Bedeutung regionale Landwirtschaft für die Versorgung der Bevölkerung hat.
Das Pflanzen von Gemüse sowie die Arbeit am Feld verdeutlichten zudem das SDG 15 „Leben an Land“. Die Schülerinnen und Schüler lernten die Bedeutung fruchtbarer Böden, der Artenvielfalt und eines nachhaltigen Umgangs mit natürlichen Lebensräumen kennen.
Durch die Kräuterkunde wurde das Bewusstsein für heimische Pflanzen, deren Nutzen und die Vielfalt der Natur gestärkt. Dies förderte das Verständnis für ökologische Zusammenhänge und den Schutz natürlicher Ressourcen.
Der Umgang mit Hausschweinen und Pferden vermittelte wichtige Kenntnisse über artgerechte Tierhaltung und die Verantwortung des Menschen gegenüber Tieren. Diese Erfahrungen stehen ebenfalls im Zusammenhang mit dem SDG 15 „Leben an Land“ und fördern einen respektvollen Umgang mit Lebewesen.
Darüber hinaus unterstützte der Bauernhofbesuch das SDG 4 „Hochwertige Bildung“, da die Schülerinnen und Schüler durch praktisches Lernen wertvolle Erfahrungen sammeln konnten. Das direkte Erleben und Mitgestalten ermöglichte nachhaltige Lernerfahrungen, die weit über den Unterricht hinausreichen.
Der Ausflug zeigte eindrucksvoll, wie Umweltbildung, nachhaltige Landwirtschaft und verantwortungsbewusstes Handeln miteinander verbunden sind. Die Kinder entwickelten ein besseres Verständnis für die Herkunft ihrer Lebensmittel, die Bedeutung der Natur und die Notwendigkeit eines nachhaltigen Umgangs mit Umwelt und Ressourcen.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
29
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Außenkontakte/Kooperation: Harrergut (Asten/Raffelstetten)
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Veröffentlichung auf der Schulhomepage
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Evaluation des Bauernhofbesuchs erfolgte altersgerecht durch Reflexionsgespräche, Zeichnungen und eine Smiley-Befragung. Die Schülerinnen und Schüler konnten zahlreiche neue Erkenntnisse über den Anbau von Kartoffeln und Gemüse, die Haltung von Nutztieren sowie die Verwendung heimischer Kräuter benennen. Besonders positiv bewertet wurden die praktischen Tätigkeiten am Feld und die Begegnungen mit den Tieren. Die Rückmeldungen zeigten ein hohes Interesse an nachhaltiger Landwirtschaft und der Herkunft von Lebensmitteln.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Durch den Bauernhofbesuch konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über die Herkunft von Lebensmitteln, nachhaltige Landwirtschaft und den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren erweitern. Die praktischen Erfahrungen am Feld und der direkte Kontakt mit Pflanzen und Tieren führten zu einer erhöhten Wertschätzung von Natur und Umwelt.
Im Schulalltag zeigte sich, dass die Kinder bewusster über Lebensmittel sprachen und ihr Wissen über Kartoffeln, Gemüse und Kräuter in den Unterricht einbrachten. Themen wie gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz wurden mit größerem Interesse aufgegriffen und diskutiert.
Darüber hinaus entwickelte sich ein stärkeres Verständnis für natürliche Kreisläufe und die Arbeit in der Landwirtschaft. Die Schülerinnen und Schüler zeigten mehr Interesse an Pflanzen und deren Wachstum sowie an einem achtsamen Umgang mit Tieren und natürlichen Ressourcen.
Die Maßnahme förderte außerdem handlungsorientiertes Lernen und stärkte die Verbindung zwischen theoretischen Unterrichtsinhalten und praktischen Erfahrungen. Dadurch konnten nachhaltigkeitsbezogene Kompetenzen im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung vertieft werden.
Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Schule legt großen Wert auf praxisnahes und lebensweltbezogenes Lernen. Durch Projekte, Exkursionen und außerschulische Lernorte erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Unterrichtsinhalte unmittelbar zu erleben und nachhaltig zu verankern.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Themen wie Umweltbewusstsein, gesunde Ernährung, Naturerfahrung und ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen werden regelmäßig in den Unterricht integriert. Die Kinder werden dazu angeregt, Zusammenhänge zwischen ihrem eigenen Handeln und der Umwelt zu erkennen.
Zu den Stärken unserer Schule zählt zudem die Förderung von Neugierde und Eigenaktivität. Die Schülerinnen und Schüler lernen durch eigenes Tun, Beobachten und Ausprobieren. Dies stärkt ihre Selbstständigkeit sowie ihre Problemlöse- und Handlungskompetenzen.
Darüber hinaus zeichnet sich unsere Schule durch eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern aus. Durch die Einbindung von Expertinnen und Experten sowie außerschulischen Lernorten werden vielfältige Lernerfahrungen ermöglicht und der Bezug zur Lebenswelt der Kinder gestärkt.
Ein wertschätzendes Schulklima, die Förderung sozialer Kompetenzen und die Sensibilisierung für einen respektvollen Umgang mit Mensch, Tier und Natur bilden weitere wichtige Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
- Müllsammeln aller Klassen in der gesamten Gemeinde
- Besuche bei teilnehmenden Betrieben von "Schule am Bauernhof"
- Projekte zum Thema "erneuerbare Energien"
- Besuch des Kraftwerks Theiss