ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Integratives Modell

Schule: BG/BRG Kirchengasse
KoordinatorIn: Mag.a Langbauer Stefanie
DirektorIn: Mag.a Kober Daniela
Inhalt
Vor vierzehn Jahren – d.h. im Schuljahr 2000/01 startete das Modell Integration mit Hörbehinderten am BG/BRG Kirchengasse – auf Wunsch der Eltern, ein weiterführendes Modell der VS-Integration an einer AHS ins Leben zu rufen.

Im Schuljahr 2013/14 besuchen 14 IntegrationsschülerInnen mit unterschiedlichen Handicaps (Hörschädigung, Sehbehinderung, Körperbehinderung, Asperger-Syndrom) die Integrationsklassen der Unter- und Oberstufe am BG/BRG Kirchengasse.

Der Wechsel zwischen Helfen und Helfenlassen ermöglicht optimale Förderung nicht nur beeinträchtigter, sondern auch nicht beeinträchtigter Kinder. Das heißt, nicht nur Integrationskinder brauchen Unterstützung, sehr oft sind sie in der Lage, anderen zu helfen. So wird die Integration zu einer Chance für alle – nicht zuletzt durch die Tatsache, weniger Schüler/Innen in der Klasse und häufig eine zweite Lehrperson zur Unterstützung zu haben.

Wertschätzung und Toleranz sind in der Zusammenarbeit sowohl der Kolleg/innen als auch der Schüler/innen gelebte Werte. Integration ist von Selbstverständlichkeit einerseits, aber von vielen offenen Fragen andererseits begleitet.

Vor allem der Schritt in die Oberstufe brachte neue Herausforderungen und viel Anstrengung mit sich. Die in der Unterstufe gewonnenen Erfahrungen wurden auf die veränderten Bedingungen der Oberstufe umgesetzt.

Mit Offenheit, fruchtbaren Diskussionen, produktiver Kritik, vor allem aber sehr viel Geduld ist es uns gelungen, den für eine Integration nötigen Entwicklungsprozess durch ein konstruktives Team – bestehend aus AHS- und Integrationslehrer/innen gemeinsam zu gestalten und zu tragen.

Blickt man nun auf diese vierzehn Jahre Integration zurück, so kann man mit Zufriedenheit feststellen, dass sich dieser Weg bewährt und vielen neue Möglichkeiten eröffnet hat.

Neben einer umfassenden Allgemeinbildung in diesen Jahren waren auch Schulveranstaltungen wie Winter– und Sommersportwochen, zahlreiche Projekttage sowie die Sprachreisen nach Frankreich und Schottland prägend. Gerade dabei haben sich Selbstständigkeit, Selbstsicherheit, Wissen und nicht zuletzt eine gute Klassengemeinschaft ganz besonders entwickelt und die zunehmende Reife deutlich gezeigt. Diese Reife bewiesen seit 2008 elf IntegrationsschülerInnen durch ihren erfolgreichen Maturaabschluss.

Neue Herausforderungen verändern den Rahmen für die integrativen Klassen ständig. Den nächsten großen Schritt stellt die Inklusion dar, als konsequente Fortsetzung der Idee einer völligen Normalisierung des Zusammenlernens.

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