ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Bodenschutz ist Klimaschutz

Jahresbericht des Schuljahres 2015/2016

Schule: NNÖMS St.Aegyd
KoordinatorIn: Mag. (FH) de Zordo Rüdiger, BEd
DirektorIn: DNMS SR Platzer Theresia
Handlungsbereiche:
  • Einsparen von Ressourcen
  • Natur erleben im Schulumfeld
Inhalt
Neben der Entstehung des Bodens und der Bedeutung der Bodenlebewesen erfuhren die Kinder, dass der Boden auch ein gigantische CO2 Speicher ist.
Das Jahresthema wurde auch kreativ verarbeitet, indem die Schüler und Schülerinnen Ostereier mit Naturfarben färbten und mit Bodenfarben malten.
Sinneserleben von unterschiedlichen Böden war angesagt. Schülerversuche ergänzten den Wissenserwerb.
Kinder arbeiten Komposterde in Schulgartenbeet ein Kinder arbeiten Komposterde in Schulgartenbeet ein
Kinder säen Radieschensamen Kinder säen Radieschensamen
Radieschenernte Radieschenernte
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 10

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Energiesparkontrollen wurden durchgeführt: Türen der beheizten Räume schließen, richtiges Lüften, Heizkörper zurückdrehen. In der Schule gibt es Verantwortliche, die diese Maßnahmen kontrolliert haben.
Bei Einkäufen in EH wurde besonders auf Regionalität Wert gelegt. Auch Produkte aus dem Schulgarten wurden verwendet (Überprüfung durch die Lehrerin)
Kreatives zum Thema Bodenschutz ist Klimaschutz:
In der 1. Klasse wurden Ostereier mit Naturfarben gefärbt. Diese wurden an die Gemeindebediensteten, an die Lehrer und an die Kinder der 4. Klasse VS verschenkt.
In der 4. Klasse wurde mit Bodenfarben gemalt.
Im Musikunterricht bastelten die Kinder der 1. und 2. Klasse Musikinstrumente mit Recyclingmaterialien. Sie studierten ein Regenwurmlied und ein Käferlied ein.
Fachliche Wissensvermittlung:
Im BU-Unterricht der 3. Klasse wurden die Themen "Entstehung des Bodens" und "Bedeutung der Bodenlebewesen" besonders behandelt.
Im GW-Unterricht wurde besonders intensiv zu den Themen Entstehung von Wüsten und die Bedeutung des Regenwaldes gearbeitet.
Im Chemieunterricht der 4. Klasse erfuhren die Kinder, dass der Boden ein gigantischer CO2 Speicher ist. Außerdem wurden "saure Böden basischen Böden" gegenübergestellt.
Passend zum Thema Bodenschätze behandelten die Schüler und Schülerinnen der 4. Klasse das Thema "Schmutzige Handys".
In der 2. Klasse wurde in Religion "Gottes Welt - eine Schatztruhe voller Wunder" in einem Stationenbetrieb angeschaut, gerochen, gehört, getastet und geschmeckt.
Wir tragen aktiv etwas zum Bodenschutz bei:
Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse wurde das Müllsammeln abgesagt.
Schülerversuche wurden in der 3. Klasse durchgeführt: Aufschlämmprobe und Erosionstest, Regenwurmschaukasten, Bodenlebewesen bestimmen.
Im BSP-Unterricht wurde in allen Klassen das Sinneserleben von unterschiedlichen Bodenoberflächen ausprobiert. Die Achtsamkeit für Bodengegebenheiten wurde dadurch geweckt.
Die Projektpräsentation wird im Herbst im Rahmen des Kürbisfestes in der Woche der NNÖMS erfolgen, zu welcher die Bevölkerung St.Aegyds und besonders die Schülerinnen und Schüler der 4. VS Klasse und ihre Eltern eingeladen werden.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Der Boden lebt

Bei der Arbeit in unserem Schulgarten (Umfassen des Kompostes, Ausbringen des Kompostes, Lockern des Bodens, ....) stellten die Schülerinnen und Schüler der 3.Klasse fest, dass es im Boden sehr viel Tiere gibt. Es ergab sich dann die Frage, ob diese Tiere gut oder schlecht für den Boden seien.
Regenwürmer, Asseln und Käfer waren mit freiem Auge sichtbar und leicht erkennbar. In nachfolgenden Stunden "untersuchten" die Schüler in Kleingruppen (3er Gruppen) die Komposterde nach Tieren. Mit Hilfe eines Bestimmungsschlüssels schrieben dann die Schüler die Tiernamen auf ihr Plakat. Mittels Lupe und Mikroskop fanden sie noch weitere Tiere. Jede Schülerin und jeder Schüler stellte dann im D-Unterricht ein Bodentier in Form eines Steckbriefes vor. Gemeinsam wurden dann Nahrungsnetze gestaltet.
Nach einer Anleitung befüllten die Schülerinnen und Schüler einen Regenwurmschaukasten und hielten die Beobachtungen in einem Protokoll fest. Dabei gewannen sie die Erkenntnis, dass die Regenwürmer sich durch den Boden fressen, wodurch enge Röhren in der Erde entstehen. Der Boden wird dadurch aufgelockert, was die Versorgung des Bodens mit Wasser und Luft ebenfalls positiv beeinflusst. Außerdem konnten die Schülerinnen und Schüler beobachten, dass die Regenwürmer abgestorbene Blätter und Strohhalme in die Röhren ziehen und damit die Zersetzung der abgestorbenen Pflanzenteile beschleunigen. Im Zuge ihrer Recherchen kamen die Schülerinnen und Schüler darauf, dass die abgestorbenen pflanzlichen und tierischen Substanzen von Springschwänzen, Asseln, Tausendfüßern, Schnecken,.. gefressen werden und dabei in den Boden eingearbeitet werden. Dort dient dieses Material dann Bakterien und Pilzen zur Ernährung. Der Großteil der organischen Substanz wird dann zu Mineralstoffen abgebaut. Diese Mineralstoffe werden wiederum von den Pflanzen für ihr Wachstum benötigt. Auf diese Art und Weise wurde für die Schülerinnen und Schüler leicht nachvollziehbar, dass es gut ist, wenn im Boden sehr viele Bodenlebewesen sind, da diese die Fruchtbarkeit des Bodens beeinflussen. Fehlen die Bodentierchen, dann ist der Boden tot. Das geschieht zum Beispiel, wenn die Humusschicht durch Erosion oder auch absichtlich mit Baggern abgetragen wurde. Es dauert dann wiederum sehr lange (etwa 100 Jahre bis aus 1cm Rohboden 1 cm fruchtbare Erde entsteht).
Die Schülerinnen und Schüler erkannten die Sinnhaftigkeit eines Komposthaufens und dass es wichtig ist, unseren Schulgarten mit gut verrotteter Komposterde zu düngen. Sie erfuhren auf diese Art und Weise, was man unter einem naturnahen Garten versteht.

Handlungsbereiche
Einsparen von Ressourcen, Natur erleben im Schulumfeld

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
14

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Jede/r durfte überall teilhaben.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
keine

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Präsentation in der Klasse; Präsentation in der Gemeindezeitung;
Im nächsten Schuljahr wird das Kürbisfest in der Woche der Neuen Mittelschulen abgehalten. Hier wird das Projekt auch der Öffentlichkeit präsentiert werden

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Umsetzungsplan, Teamsitzungen

Was wurde durch diese Maßnahme im Bezug auf das Jahresziel erreicht?
Kinder haben die Bedeutung der Bodenlebewesen für die Fruchtbarkeit der Erde erkannt.

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Viele Schülerinnen und Schüler berichteten, dass sie jetzt ebenfalls zu Hause mit Komposterde düngen.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Kinder haben einen neuen Blickwinkel für die Arbeit im Schulgarten erhalten.

Wo liegen unsere Stärken?
Praktische Übungen im Schulgarten

Netzwerke
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