ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Die wilden Hühner

Jahresbericht des Schuljahres 2015/2016

Schule: GTEMS Anton-Sattler-Gasse
KoordinatorIn: BEd Prisching Nicole
DirektorIn: Dn Reindl Katharina
Handlungsbereiche:
  • Gestalten von Schul- und Freiräumen
  • Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
  • Schulklima und Partizipation
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Natur erleben im Schulumfeld
Inhalt
Keine Beschreibung
Raubtierfütterung Raubtierfütterung
Die wilden Hühner in der Anton-Sattler-Gasse Die wilden Hühner in der Anton-Sattler-Gasse
Eierspeis` Eierspeis`
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 3

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Auch heuer wurde unser Freigelände von unseren Lehrerinnen und Lehrern, sowie unseren Schülerinnen und Schülern gerne ganzjährig genutzt. Nicht nur zum Ballspielen, Garteln und Beeren naschen, sondern auch zum Unterrichten in der Freiluftklasse.

Als Fit- und Vitalschule ist das Thema Ernährung unser täglich Brot. Die gesunde Vormittagsjause, das warme Mittagessen mit einer reichhaltigen Salatbar wird von den Kindern gerne genützt. Dazu werden Wasser und Biosäfte angeboten. Dabei wird auf Tischkultur, Manieren, Etikette und Nachhaltigkeit von Lebensmitteln großer Wert gelegt. Sechs Schulklassen erlebten hautnah die heimische Fauna & Flora, zwei Abschlussklassen erkundeten die mediterrane Natur in Oberitalien. Die ersten Klassen erlernten Schwimmen und gingen zum Segeln an die Alte Donau.

Ein Höhepunkt des heurigen Schuljahres waren die Einsätze der Therapietiere Hunde, Lamas, Ponys und Pferde. Die drei Lamas wurden mit dem Lama-Taxi zu uns in die Schule gebracht. Einen Tag lang durften unsere Kinder ihre Fähigkeit zur Empathie schulen.
Der beliebte Freizeitkurs Reiten wurde fortgesetzt. Die Ponys und Großpferde werden von den Buben und Mädchen gerne geritten, geputzt, versorgt und gestreichelt.
Im Steppentierpark Pamhagen lernten unsere Kinder selten gewordene Tiere wie Zackelschaf, Waldkauz und Kolkrabe kennen. Gefährdete Tierarten, Ressourcenmanagement und Tierschutz liegen unseren Schülerinnen und Schülern sehr am Herzen. Unsere Lehrerinnen und Lehrer unterstützen die Kinder gerne mit/bei ihren Projekten zum Thema Tier.
Das heurige Highlight war das Projekt der 2e. Die Kinder waren zwei Wochen lang stolze Hendl-Betreuer.

In den Vorgärten der Schule gedeiht die Steppe in der Stadt, die Trockenwiese ist Blickfang und einzigartiger Lebensraum zugleich. Die Schmetterlingswiese überwuchert zur Zeit die alten Rosenstöcke und beherbergt eine Vielzahl an Insekten.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Rent a Hen

Handlungsbereiche
Gestalten von Schul- und Freiräumen, Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung, Kultur des Lehrens und des Lernens, Schulklima und Partizipation, Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Natur erleben im Schulumfeld

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
483

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Bei den Kindern wurden Buben und Mädchen mit den gleichen Arbeitsaufträgen betraut. Lediglich der Hahn durfte nicht am Projekt teilnehmen, weil der Weckruf nicht genehmigt war.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Bereits im November 2015 startete die Zusammenarbeit mit dem Master-Lehrgang "Provokationspädagogik" der Donau-Universität Krems. In der Abschlussarbeit mit dem Thema: Hühner als pädagogische Helfer zur Förderung sozialer Kompetenzen in der Sekundarstufe 1 wurde der Aufenthalt der drei Hennen in der Anton-Sattler-Gasse als Grundlage für den praktischen Teil der Forschungsarbeit genützt. Das Stadtgartenamt (in Form von MA 42) befürwortete das Aufstellen des Käfigs und der Auslaufmöglichkeit. Die Familie Gutscher zeigte sich sehr kooperativ und brachte die Hühner samt Equipment zu uns: http://noe.orf.at/tv/stories/2765370/. Eine Klasse der VBS Meißnergasse besuchte unsere Hennen. Die ÖKOLOG - Regionalleitung vergewisserte sich vor Ort über den Zustand unserer Hühner. Unsere Schulwarte stellten einmal mehr ihre Tierliebe unter Beweis und kümmerten sich um das Schließen - und Öffnen des Hühnerlochs zeitig am Morgen und spät Abends.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Das Projekt wurde bei den Lehrerkonferenzen vorangekündigt, die Abschlussarbeit der Studentinnen wurde einer Professoren- und Professorinnenkommission vorgestellt und für sehr gut befunden. Auf unserer Schulhomepage https://gts-anton-sattler-gasse.schule.wien.at/ wird das Projekt vorgestellt. Aber das Projekt schafft es auch über die Landesgrenzen hinaus. Bei dem Erasmus+ Projekt "We are Europe" wurde das Thema mit eingebunden.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Evaluation erfolgte durch die Professoren an der Donau-Uni, die Reflexion erfolgte durch die Kolleginnen und Kollegen - und (am wichtigsten) durch die Kinder selbst.

Was wurde durch diese Maßnahme im Bezug auf das Jahresziel erreicht?
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Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Wir erkannten den großen Erfolg des Projekts an den sehr positiven Rückmeldungen unserer Besucher. Auch begann dieses Projekt mit einer Klasse - doch bereits nach wenigen Stunden war die ganze Schule am "Hühner - Trip". In BE wurde gezeichnet, in der Freizeitaufsicht wurde der Stall ausgemistet und die Lehrer sorgten mit ihrer eigenen Kleidung für den Sonnenschutz der Hennen, aber auch unser Lehrer für Ernährung und Haushalt wollte die Hühner gerne in seinem Unterricht einsetzen. Nach lautstarken Protesten durch die Kinder und des Lehrpersonals wurden zum Schluss lediglich die Eier der Hühner verkocht. Die Nachfrage nach einem zweiten Hühnerprojekt ist groß.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Der Umgang mit den Lebensmitteln ist wieder ein anderer. Die Kinder konnten lernen, wie sie sich in Gegenwart von schreckhaften Wesen verhalten müssen, um akzeptiert zu werden. Sie erkannten Ähnlichkeiten zwischen Tier und Mensch und waren in der Lage, ihr eigenes Verhalten und die Wirkung daraus zu reflektieren.

Wo liegen unsere Stärken?
Alles ist möglich, man muss es nur tun.

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