ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

zusammenWACHSEN

Jahresbericht des Schuljahres 2015/2016

Schule: HLW Schrödinger
KoordinatorIn: Mag. Rodler Angelika
DirektorIn: Mag. Petermandl Margareta
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Schulklima und Partizipation
Inhalt
Die Schule ist bislang mit dem Multi-Kulti-Wohnviertel der Schulumgebung kaum bis gar nicht vernetzt. Es gibt einige Konflikte zwischen den BewohnerInnen und der Schulgemeinschaft und auch innerhalb der SiedlungsbewohnerInnen. Nutzungsprobleme stehen dabei im Vordergrund. Mit verschiedenen Aktivitäten wollen wir gegensteuern.
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Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 34

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Der Focus im letzten Jahr lag auf dem Schulumfeld. Ziel war es ein besseres Nachbarschaftsverhältnis aufzubauen.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
zusammenWACHSEN - Das Nachbarschaftsfest, 12. Mai 2016
Ausgangslage:
Die Schule ist bislang mit dem Multi-Kulti-Wohnviertel der Schulumgebung kaum bis gar nicht vernetzt. Es gibt einige Konflikte zwischen den BewohnerInnen und der Schulgemeinschaft und auch innerhalb der SiedlungsbewohnerInnen. Nutzungsprobleme stehen dabei im Vordergrund: Jugendliche nehmen den Kinderspielplatz aufgrund von mangelnden alternativen Aufenthaltsorten für sich in Anspruch und verdrängen Kinder; unsere SchülerInnen nutzen den Spielplatz, aber auch die Gehsteige der Siedlung als Orte zum Rauchen etc. Das musikalische Nachbarschaftsfest zusammenWACHSEN wurde partizipativ gestaltet (gemeinsame Programmgestaltung, Einbringung musikalischer Beiträge z.B. Rap) und sollte v.a. ein gegenseitiges Kennenlernen ermöglichen, das beispielsweise dazu führt, dass Jugendliche der Umgebung den schuleigenen Sportplatz nutzen können und dadurch die Kinder der Siedlung den eigenen Spielplatz "zurückerobern" können. Insgesamt soll die vorherrschende soziale und kulturelle Diversität nicht als Übel sondern als Chance wahrgenommen und als Realität akzeptiert werden.
Idee:
Die SchülerInnen erarbeiteten gemeinsam mit den MusikerInnen Kurt Bauer und Irina Karamarkovic ein Programm für ein musikalisches Nachbarschaftsfest, das eigentlich am zentralen Spielplatz der angrenzenden Siedlung und am Schulparkplatz stattfinden sollte. Musik sollte der verbindende Faktor sein. Leider mussten wir in die Aula und den Turnsaal der Schule ausweichen, da es stark regnete. Das musikalische Programm sollte den Bedürfnissen der Jugendlichen, der Kinder und der interessierten SiedlungsbewohnerInnen entsprechen. Diese Bedürfnisse wurden vorab von den SchülerInnen erfragt. Im Anschluss wurde eine Playlist erstellt, die diese unterschiedlichen Wünsche berücksichtigte und ein Mitmachen der SiedlungsbewohnerInnen und der Mitglieder der Schulgemeinschaft in Form eigener Auftritte oder dem Mitwirken an Beiträgen der KünstlerInnen ermöglichte. Außerdem wurden zwei experimentelle Stücke erarbeitet, die mit Rhythmus, Geräuschen und Gesang spielten und alle Beteiligten einbezog. Die Idee war es also, sich über Musik kennenzulernen und ein gemeinsames Feiern zu ermöglichen.
Beschreibung der Maßnahme/Umsetzung:
Die SchülerInnen der 1HLKa erstellten gemeinsam mit ihren Kulturmanagementlehrerinnen ein Veranstaltungskonzept: Sie definierten Ziele, erarbeiteten ein detailliertes Programm, sorgten für die Bewerbung der Veranstaltung, für Kooperationen mit Volksschulen und Horten, die Verpflegung vor Ort und stellten den Ablauf des Nachbarschaftsfestes sicher. Neben den musikalischen Beiträgen und Aktivitäten gab es auch Kinder-Schminken, Fußball oder Seilziehen.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Schulklima und Partizipation

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
100

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Bei der Programmgestaltung wurde auf Aktivitäten für Mädchen und Burschen wertgelegt. Auch bei der Auswahl der MusikerInnen war es uns wichtig, männliche wie weibliche "Stars" zu engagieren.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Wir kooperierten mit einer naheliegenden Volksschule wie auch mit einem SchülerInnenhort der Stadt Graz. Außerdem erfragten SchülerInnen Musikwünsche in der ganzen Nachbarschaft - die Zusammenarbeit mit den Hausmeistern war dabei unerlässlich.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Das Projekt wurde mit Flyern, Plakaten und durch Mundpropaganda beworben. Das Nachbarschaftsfest zusammenWACHSEN war eine öffentliche Veranstaltung und erzielte in in der unmittelbaren Umgebung eine durchaus hohe Aufmerksamkeit.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Evaluierung erfolgte einerseits mit Feedbackbögen, die von den SchülerInnen der veranstaltenden Klasse ausgefüllt wurden und andererseits durch gesammelten Feedbacks der Volksschule und des Horts.

Was wurde durch diese Maßnahme im Bezug auf das Jahresziel erreicht?
Als mittelfristiges Ziel haben wir bereits in der Vorschau eine verstärkte Kooperation mit dem Umfeld der Schule formuliert. Die Maßnahme unterstützt somit zu 100% unser Jahresziel.

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Der Austausch mit der Nachbarschaft wurde einerseits durch das Fest, andererseits aber auch durch eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Konflikte in Schulumfeld, die von einem dritten Jahrgang organisiert wurde, forciert. SchülerInnen haben Gespür dafür entwickelt, dass es kleine Kinder einschüchtert, wenn auf „ihrem“ Spielplatz viele Jugendliche auftauchen, sich breit machen und rauchen oder sie nehmen Rücksicht auf ältere BewohnerInnen beim Einsteigen in den Bus. Insgesamt hat das Verständnis der unterschiedlichen NutzerInnengruppen füreinander zugenommen. Die Beschwerden der Nachbarschaft an die Schulleitung haben abgenommen.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Das Schulklima konnte verbessert und die Akzeptanz der unterschiedlichen Gruppen erhöht werden. Vor allem entwickelten unsere SchülerInnen Verständnis für die "Kleinen", weil sie versuchten, den Blickwinkel der VolksschülerInnen einzunehmen.

Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen in der Forcierung der sozialen und organisatorischen Kompetenz in der Schule. Zwischenmenschliche Beziehungen, ein konstruktives Miteinander, reger Austausch und kultivierte Umgangsformen sind der Schulleitung und dem gesamten Kollegium wichtig und entsprechen den Zielen unseres Schultyps.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Zertifizierte Gesunde Schule