ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Natur entdecken

Jahresbericht des Schuljahres 2015/2016

Schule: Volksschule Pfaffenschlag
KoordinatorIn: Nosko Gerlinde
DirektorIn: Robl Monika
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Natur erleben im Schulumfeld
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
Inhalt
Wer verstanden hat, was uns die Natur ermöglicht, geht auch rücksichtsvoller mit ihr um. Dieser Leitsatz prägte unsere Aktivitäten zum Thema Naturschutz: 1. Die Bedeutung der Honigbiene im ökologischen und wirtschaftlichen Bereich. 2. Der Wald als Lebensraum von Wildtieren und Pflanzen.
Bienenadvent: Imker zu Gast Bienenadvent: Imker zu Gast
Bienenadvent: Herstellen von Lippenbalsam Bienenadvent: Herstellen von Lippenbalsam
Waldpädagogik: Natur erfahren mit allen Sinnen Waldpädagogik: Natur erfahren mit allen Sinnen
Areal "Blühende Zukunft": Waldvögel kennenlernen Areal "Blühende Zukunft": Waldvögel kennenlernen
Areal "Blühende Zukunft": Montieren der Nistkästen Areal "Blühende Zukunft": Montieren der Nistkästen
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 3

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Unsere Umwelt und wir: Vorsorge, Bewegung, Aktivitäten, Naturschutz

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Natur entdecken
In der Vorweihnachtszeit wurde in Form eines Stationsbetriebes das Jahr der Honigbiene erarbeitet. „Bienenadvent“ lud die SchülerInnen ein, den Weg von der Blüte zum Honig zu verfolgen, die Ausrüstung des Imkers kennen zu lernen und verschiedene Honigsorten zu verkosten. Unter Anleitung von ÖKOLOG-Beraterin Lisa Schawerda hatten die Kinder Gelegenheit, Lippenbalsam selber herzustellen.
Im Werkunterricht fertigten die SchülerInnen der 3. und 4. Schst. mit ihrer Lehrerin Luise Hauer bunte Nistkästen und Nisthöhlen für das Areal „Blühende Zukunft“ an, das der ortsansässige Imker Johann Uitz betreut. Mit Hilfe der Mitarbeiter vom Ökokreis Benjamin Watzl und Helmut Gutmann wurden sie im Frühling fachgerecht montiert. Durch die Ornithologen erfuhren die Kinder aller Schulstufen Wissenswertes über heimische Waldvögel und wurden auf die Unterscheidung der einzelnen Vogelstimmen aufmerksam gemacht. Herr Uitz erzählte Interessantes über den Lebensraum der Honigbiene und ihre Gefährdung durch den Menschen. Auch der Schulgarten wurde mit drei Nistkästen bestückt, die bald darauf von Meisenpärchen bewohnt wurden. Um die unterschiedlichen Verhaltensweisen und Lebensbedingungen zwischen Bienen und Hummeln zu verstehen, wurde von Herrn Uitz ein Hummelhaus im Schulgarten aufgestellt und in den Hochbeeten wertvolle Insektennahrung angebaut.
In der Schule präsentierten die SchülerInnen eine Ausstellung zum Thema „Wald“. Diese Dauerausstellung lud die Kinder immer wieder zu Ergänzungen und Veränderungen ein, wie z. B. den Regenwald mit einzubeziehen. Mit dem ortsansässigen Förster und Waldpädagogen Peter Winkelbauer verbrachte die 3. und 4. Schst. einen lehrreichen Vormittag im Wald. Die Kinder lernten heimische Baumarten und deren Schädlinge kennen. Sogar ein Borkenkäfer in der Becherlupe konnte genau betrachtet werden sowie ein Ameisenbau in einem abgestorbenen Baumstumpf. Sensibilisierungsspiele und ein selbst gestaltetes Waldbild rundeten das Programm ab.
Mit RL Ulrike Immervoll gestalteten die SchülerInnen aus Naturmaterialien die Schöpfungsgeschichte und nahmen damit beim 1. NÖ-Kreativwettbewerb teil.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Natur erleben im Schulumfeld, Kultur des Lehrens und des Lernens

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
37

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Geschlechterspezifische Lernzugänge wurden nicht berücksichtigt

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Imker, Mitarbeiter des Ökokreises, ÖKOLOG-Beraterin, Waldpädagoge, Waldbesitzer

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Gemeindebrief, Regionalzeitungen, Ausstellung, Bienenheft, Schaukasten vor der Schule

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Aus den Materialien des „Bienenadvents“ entstand ein Bienenheft. So hatten die SchülerInnen Gelegenheit, sich noch einmal mit der Thematik auseinanderzusetzen. An Hand eines kleinen Waldbuch es, das die Kinder nach der Waldpädagogik-Führung erhalten haben, konnten sie ihre Erfahrungen über das Erlebte zum Ausdruck bringen.

Was wurde durch diese Maßnahme im Bezug auf das Jahresziel erreicht?
Die SchülerInnen aller vier Schulstufen haben die Bedeutung der Honigbiene im ökologischen und wirtschaftlichen Bereich erfahren. Auch die Gefährdung der Bienen durch den Menschen
wurde sichtbar gemacht. Die SchülerInnen lernten durch praktisches Erleben den Wald als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, als Erholungsgebiet für den Menschen und als wirtschaftliche Nutzung kennen. An Hand von sichtbaren Beispielen wurde die Schädigung der heimischen Baumarten durch Borkenkäfer aufgezeigt.

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Da die SchülerInnen selber die Nistkästen und Nisthöhlen bemalt und zusammengeschraubt haben, waren sie sehr stolz, dass sie ihre gelungenen Werke auch selber in der „Blühenden Zukunft“ montieren durften. In den Nistkästen im Schulgarten konnten wir schon bald junge Meisen beobachten. Das Thema „Wald“ motivierte die Kinder und Eltern immer wieder, die Ausstellung mit unterschiedlichen Materialien zu ergänzen. Auf Anraten der SchülerInnen wird ein Teil der Wiese im Schulgartens während des Sommers nicht gemäht, um vermehrt Insekten anzulocken.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Durch die intensive Beschäftigung mit den Projekten „Honigbiene“ und „Wald“ wurde die Achtung vor der Natur gestärkt. Die verschiedenen Aktivitäten trugen zum Bewusstsein bei, dass wir verpflichtet sind, einen Beitrag für Naturschutz zu leisten.

Wo liegen unsere Stärken?
In unserer Volksschule funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Lehrerteam, Eltern und außerschulischen Mitarbeitern sehr gut. Wir sind offen für neue kreative Ideen und sind bestrebt, sie in den Schulalltag zu integrieren. Wir sahen es daher auch als unsere Pflicht, an folgenden Schulwettbewerben teilzunehmen: Jane Goodall´s Roots & Shoots, Vielfaltleben, Klimaschutzolympiade, NÖN-Leopoldpreis „Unsere Zukunft“, 1. NÖ-Kreativwettbewerb

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Zertifizierte Gesunde Schule
Klimabündnis-Schule

Zusatzfrage für Klimabündnis-Schulen
Durch die Teilnahme an der Aktion "ZusammenWachsen" - Gemeinsam aktiv für den Wald (Jane Goodall`s Roots & Shoots) Unterstützung eines Wiederaufforstungsprojektes in Uganda

Weitere Netzwerke
Netzwerk Mathematik