ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Unsere Energie für's Energiesparen

Jahresbericht des Schuljahres 2015/2016

Schule: VS 22 Ponfeld
KoordinatorIn: Hübner Maria-Luise, BEd
DirektorIn: prov. Leiterin Matschke Elisabeth
Handlungsbereiche:
  • Einsparen von Ressourcen
  • Reduzieren von Emissionen
  • Mobilität und Verkehr
  • Gestalten von Schul- und Freiräumen
  • Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
  • Schulklima und Partizipation
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Natur erleben im Schulumfeld
Inhalt
• Jede Klasse setzte sich einen Schwerpunkt und bildete dazu Energie-Scouts aus, die dann als Multiplikatoren ihr Wissen und ihre erarbeiteten Informationen an die anderen Klassen weiter gaben. Co2 Sparer waren genauso unterwegs wie Lichtmesser, oder auch Nahrungsmitteldetektive.
Gesamtkonzept: Unsere Energie für's Energiespraen Gesamtkonzept: Unsere Energie für's Energiespraen
Regionalität Regionalität
Co2-Sparer Co2-Sparer
Der weite Weg der Nahrung Der weite Weg der Nahrung
Lichtgraffiti Lichtgraffiti
Naturworkshop Naturworkshop
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 5

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
• WALDPÄDAGOGIKTAGE - In jeder Klasse wurden zu jeder Jahreszeit 2 Waldpädagogiktage mit versch. Schwerpunktsetzungen und Vertiefungen zur Tier- und Pflanzenwelt im Wald durchgeführt. Ebenso wurde das Thema nachhaltige Forstwirtschaft praktisch behandelt, z.B. durch Pflanzung von Fichtensetzlingen.
• OHNE BIENEN KEIN LEBEN – Führung und Workshop beim Bienenzuchtverein Klagenfurt im Schloss Welzenegg. Die Lebensweise und die Wichtigkeit der Bienen als Bestäuber für Obst und Gemüsepflanzen wurden erläutert. Führung durch das Bienenmuseum, Schleudern und Verkostung von Honig. Honig als Hausmittel und als Bestandteil einer gesunden Jause (Honigbrot) kennen und genießen lernen. In unserem Schulhof konnte heuer das Einfangen eines ausgeflogenen Bienenstockes live miterlebt werden.
• MEINE GESUNDE JAUSE FÜR DIE PAUSE – Eine 2tägige Übung für die 1. Klasse, durchgeführt durch die Diätologin des Gesundheitsamtes der Stadt Klagenfurt.
• 15. KLAGENFURTER GESUNDHEITSPREIS – Sonderpreis des Landes Kärnten: Mit unserem Projekt „Leselauf – Laufend Lesen“, das vor allem die körperliche wie auch seelische Gesundheit fördert, wurden wir mit dem Sonderpreis des Landes ausgezeichnet.
• SEMINARBÄUERINNEN – Zum Welternährungstag konnten die SchülerInnen beim Brotbacken auch erfahren, wieviel Mühe unsere Bauern und Bäuerinnen in die Erzeugung von gesunden und regionalen Lebensmittel investieren. – Lebensmittel sind kostbar!
• MEIN GETRÄNKEKARTON LEBT WEITER– Teilnahme am Kreativwettbewerb zur nachhaltigen Verwendung von Getränkepackungen. Wir erreichten den 6. Platz!
• SCHULSCHLUSSFEST: NATUR-UND UMWELT: Umweltlieder, Umweltgedichte und ein selbstgeschriebenes Marionettentheater „Wurzel und Purzel und das Müllmonster“ (mit handgefertigten Marionetten aus Abfallmaterial) waren der Beginn zu unserem ‚Natur- und Umweltfest‘, bei dem versch. Workshops besucht werden konnten und wunderschöne Produkte, die ausschließlich aus Naturmaterialien hergestellt wurden, entstanden.
• NOMINIERUNG ZUM KLIMASCHUTZPREIS JUNIOR 2016 – Mit unserem Jahresprojekt „Unsere Energie für‘s Energiesparen“ wurden wir als einzige Volksschule Österreichs nominiert.
• AUSZEICHNUNG DES BUNDESMINISTERIUMS für unser Projekt „Unsere Energie für’s Energiesparen“

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
UNSERE ENERGIE FÜR'S ENERGIESPAREN - NOMINIERUNG ZUM KLIMASCHUTZPREIS JUNIOR 2016 und AUSZEICHNUNG DES MINISTERIUMS

• Das Projekt der VS 22 Ponfeld wurde zu einem Jahresprojekt der gesamten Schule.
• Jede Klasse setzte sich einen Schwerpunkt und bildete dazu ENERGIE-SCOUTS aus, die dann als MULTIPLIKATOREN ihr Wissen und ihre erarbeiteten Informationen an die anderen Klassen weiter gaben. So kümmerten sich die Jüngsten um die Bedeutung regionaler Produkte und gesunder Ernährung, stellten selbst Butter und Brot her und aßen und verarbeiteten regelmäßig heimisches Obst. Die SchülerInnen der 4. Klasse hingegen berechneten die langen Transportwege von Bananen und anderen Obst- und Gemüsesorten ferner Länder. Zerstörung der Natur und hohe Co2-Belastung durch Brandrodung und Kraftstoffverbrauch der versch. Transportmittel waren Kern ihres Projektschwerpunktes.
• In der 2. Klasse wurden fleißig Co2-Wölkchen gesammelt, die für die Vermeidung von umweltschädigenden Handlungen vergeben wurden. Eltern lernten von ihren Kindern Ressourcen schonender mit ihrer Umwelt umzugehen, Wasser, Licht und Strom zu sparen und auch manchmal auf das Auto zu verzichten.
• Licht war das Thema der 3. Klasse. An verschiedenen „hotspots“ wurden regelmäßig mit einem Luxmeter Messungen durchgeführt. Unzureichend ausgeleuchtete Plätze wurden durch energiesparende Leuchtmittel erhellt. Die SchülerInnen bastelten ein eigenes Versuchshaus, das mit „Wasserglühbirnen“ beleuchtet wurde und eine erstaunliche Energieeffizienz zur einfachen Dachöffnung brachte.
• Gemeinsam wurde durch „Mobilitätstage“ das Bewusstsein geschärft, dass kurze Strecken auch ohne Auto bewältigbar sind und mit Freuden gingen alle an diesen Tagen miteinander zu Fuß zur Schule. Höhepunkt für alle waren aber die Tauschbörsen „Von mir zu dir“, bei der Spielsachen, Bücher, Lernspiele getauscht wurden und damit die Umwelt durch „Zweit- und Drittverwertung“ profitierte. Auch das Upcycling von Plastikflaschen zu schönen Blumentöpfen war ein kleiner Beitrag zur Müllvermeidung und Rohstoffquellenschonung!
• Durch dieses Projekt wurde das Bewusstsein für unsere Umwelt geschärft und die SchülerInnen sind sehr stolz, dass sie ihr Wissen auch an ihre Eltern und MitschülerInnen weitergeben und ihren Beitrag zum Energiesparen einbringen konnten.
Bei unserem Abschlussfest stellten alle SchülerInnen tolle Produkte aus Naturmaterialien her und auch das selbstgeschriebene Theaterstück „Das Müllmonster“, gespielt mit Marionetten aus Abfallprodukten war ein großer Erfolg.
* Die Nominierung als einzige VS Österreichs zum Klimaschutzpreis Junior 2016, ausgeschrieben vom Ministerium und dem ORF, sowie die Prämierung durch das Ministerium für ein ‚ausgezeichnetes Schulprojekt‘ waren die Anerkennung für unsere Jahresarbeit.

Handlungsbereiche
Einsparen von Ressourcen, Reduzieren von Emissionen, Mobilität und Verkehr, Gestalten von Schul- und Freiräumen, Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung, Kultur des Lehrens und des Lernens, Schulklima und Partizipation, Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Natur erleben im Schulumfeld

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
79

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Mädchen wie Burschen waren in allen Belangen zu gleichen Teilen gefordert,
gefragt und brachten sich je nach Wissen und handwerklichem Geschick unterschiedlich ein.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Wir nahmen versch. Unterrichtsangebote zu Beginn in Anspruch, um unsere SchülerInnen in die vielfältige Thematik zielgerichtet einzuführen. So gab es vorerst, Herrn Ulbrich’s Puppentheater-Klimashow und vertiefend dazu Energieworkshops der „wissenswelt: bluecube“, die Wasserschule und die mobile Klimaschule der Nationalpark-Rangers, sowie einen Workshop des Klimabündnisses.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Durch die Nominierung zum Klimaschutzpreis Junior 2016 wurde unser Projekt österreichweit über den ORF in der Sendung „heute konkret“ ausgestrahlt und in versch. Printmedien präsentiert. Eine Zusammenfassung ist auf der homepage des Bildungsförderungsfonds unter ‚prämierte Schulprojekte‘ nachzulesen. Zum Abschlussfest „Natur und Umwelt' stellten wir unsere Arbeit auch allen Gästen vor.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Rückmeldungen der Eltern aber auch des Ministeriums und der Öffentlichkeit zeigten, dass das Ziel „Sensibilisierung für das Energiesparen und aktives Mitmachen beim Ressourcenschonen sowie das Transportieren des Umweltgedankens in die Familien“ erreicht wurde und nachhaltig bewusst von den SchülerInnen gelebt wird.

Was wurde durch diese Maßnahme im Bezug auf das Jahresziel erreicht?
Wir alle gehen bewusster mit unseren zur Verfügung stehenden Mitteln um, achten auf unsere Umwelt und sind achtsam bei Fehlverhalten.

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Durch das große mediale und öffentliche Interesse an unserem Projekt, aber auch an der Begeisterung der SchülerInnen beim Umsetzen aller Aktivitäten.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Durch die großartige öffentliche Präsentation über ORF und Medien wurden unsere SchülerInnen in ihrem Tun bestärkt und auch unser Schulstandort und unsere Arbeit besser wahrgenommen.

Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Schule liegt am Stadtrand von Klagenfurt mitten in der Natur. Wir sensibilisieren unsere SchülerInnen täglich im Umgang mit der Natur, durch die tägliche Pause im Freien, der gesunden Jause, Nützen der Kräuterspirale, Trennen des Mülls, Waldlehrausgänge, Turnen im Wald… Dadurch erlangen die SchülerInnen einen natürlichen Zugang zum Thema und wirken als Multiplikatoren in ihrem privaten Umfeld

Netzwerke
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