ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Unser erstes Jahr in ÖKOLOG

Jahresbericht des Schuljahres 2015/2016

Schule: OMS Max-Winter-Platz 2, 1020 Wien
KoordinatorIn: Baumgarten Martin
DirektorIn: Astleitner Doris
Handlungsbereiche:
  • Einsparen von Ressourcen
Inhalt
Viele erfolgreiche Projekte begleiteten uns durch das Schuljahr 2015/16. Besonders wurde dieses Mal die Ressourcenschonung ins Auge gefasst. Ein sehr ereignisreiches Jahr!
Kinder der 1MSK mit ihren Upcycling-Prudukten Kinder der 1MSK mit ihren Upcycling-Prudukten
Schmuck aus Nespresso-Kapsel Schmuck aus Nespresso-Kapsel
Schlüsselanhänger aus Fahrradschlauch Schlüsselanhänger aus Fahrradschlauch
Brieftasche aus Tetrapak Brieftasche aus Tetrapak
Die gesamte "Produktpalette" Die gesamte "Produktpalette"
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 2

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
> Achtsamer Umgang mit Rohstoffen und Vermeidung von Müll

- diverse Spiele und Projekte (Kooperation mit der WU Wien) mit anschließendem
Präsentationstag
- Plastiksackerlsammlung (gesamte Schule) für Kooperation mit der OVS Wehlistraße.
Geplant war, die in Streifen geschnittene Plastiktüten für den Sichtschutz am
„Käfig“ der Volksschule anzubringen – Zusammenarbeit der 4c Klasse ONMS Max-
Winter-Platz mit Klassen der OVS Wehlistraße. Die Plastiksackerl wurden
gesammelt und geschnitten, der Abschluss kam aus verschiedenen Gründen aber
nicht zustande.
- Upcycling, Mülltrennung und -vermeidung als Projekt mit zwei Studentinnen der
WU Wien

> FAIR KIDS
- Wohlfühlorte in der näheren Umgebung, die ich ohne Verkehrsmittel erreichen
kann und die nichts kosten. Beinhaltet auch eine Flüchtlings-Welcome-Info.
Abschluss in Form einer bunten Zaungestaltung.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
• Upcycling, Mülltrennung und -vermeidung

Zwei Studentinnen der WU Wien traten im Dezember 2015 an unsere Schule heran mit der Bitte, im Rahmen ihres Studiums die Themen Upcycling, Mülltrennung und -vermeidung zusammen mit Kindern unserer Schule be- bzw. erarbeiten zu dürfen. Nach der Klärung diverser Details und der Erledigung einiger Vorarbeiten begann das Projekt Anfang April 2016.

Im Rahmen des Gegenstandes „Naturwissenschaftlicher Bereich (NB) einer unserer Mehrstufenklassen (1MSK) wurden die Kinder zuerst auf das Thema eingestimmt: Sie sollten angeben bzw. schätzen, wie viele Gegenstände aus Plastik sie mit in der Schule hatten – das Staunen über das Resultat war riesengroß.

Danach wurde dazu übergeleitet, wie sehr Plastikmüll unsere Umwelt und ganz besonders die Weltmeere mit ihren Organismen belastet (Stichwort Müllteppich im Pazifik – so groß wie Zentraleuropa!!!). Hier kamen verschiedene Spiele und Videos zum Einsatz. Auch wurde darüber nachgedacht, wie man aus der Spirale Kaufen-Konsumieren-Pfand bzw. Mülltrennen-Recycling herauskommt. Die Antwort lautet natürlich Vermeidung.

Konfrontiert mit den Fakten, Zahlen und auch diversen Bildern haben die Kinder eine höchst erstaunliche Reaktion gezeigt: Sie haben ihr Trinkverhalten sofort geändert, sind meist auf Wasser umgestiegen und brachten entweder ihre eigenen Flaschen mit oder befüllten die (Wegwerf-)Flaschen von gekauften Getränken wieder. Das Ergebnis konnte man am Mülleimer für Plastikflaschen ablesen: Musste dieser vorher fast täglich geleert werden, so hat man ihn später erst nach Wochen vom Inhalt befreien müssen.

Wir konnten in der Folge dem Reparatur- und Servicezentrum (RUSZ) einen Besuch abstatten. Der Chef, Herr Eisenriegler führte uns höchstpersönlich durch sein Unternehmen, das nicht nur darauf spezialisiert ist Elektrowaren zu reparieren, sondern auch Langzeitarbeitslosen einen Wiedereinstieg in die Berufswelt zu ermöglichen. Er legte sehr eindrucksvoll klar, dass viele Geräte eine „Sollbruchstelle“ haben die nur dazu dient, dass man ein neues kauft. Auch klärte er uns über diverse Tricks der Hersteller dieser Waren auf. Und Herr Eisenriegler legte uns sozusagen die Rutsche zum letzten Akt unseres Projektes.

Upcycling. Wir bekamen Besuch von zwei netten Damen des JUMP (Jugend-Umwelt-Plattform), die uns beibrachten, wie man ohne großen Aufwand aus Dingen, die man eigentlich nicht mehr braucht und wegwerfen würde brauchbare Gegenstände machen kann. Es gab zunächst eine Einführungseinheit, und dann ging es schon ans Werk. Die Kinder der 1MSK durften aus alten Nespresso-Kapseln, Fahrradschläuchen und Getränkepackungen ihre Gegenstände basteln. Alle waren mit vollem Eifer mit dabei, das Ergebnis sieht man auf den beiliegenden Fotos.

Handlungsbereiche
Einsparen von Ressourcen

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
15

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Sowohl die Studierenden als auch die Leute vom JUMP waren Frauen und sind daher als Vorbild zu sehen in dem Sinne, dass sie zeigen, dass auch Frauen in der Technik reüssieren können.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
WU Wien, JUMP, RUSZ.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Aufgrund strenger Richtlinien für die Arbeit mit schulfremden Personen gab es keine Öffentlichkeitsarbeit, nur die betroffenen Studentinnen verwendeten das Projekt für eine Arbeit im Rahmen ihres Studiums.
Die Präsentation erfolgte im Rahmen einer kleinen Feier.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Es gab keine eigentliche Evaluation, aber man kann noch heute in der 1MSK erkennen, wie nachhaltig das Projekt war: Die Kinder verwenden nach wie vor ihre eigenen Trinkflaschen, der Mistkübel für Plastikflaschen bleibt immer noch fast leer, und nicht zuletzt präsentiere die Kinder gerne ihre Upcycling-Gegenstände.

Was wurde durch diese Maßnahme im Bezug auf das Jahresziel erreicht?
Da wir erst im Schuljahr 2015/16 in ÖKOLOG eingestiegen sind war noch kein Jahresziel formuliert.

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Siehe „Evaluierung“

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Die SchülerInnen auch anderer Klassen gehen durch die Installierung von 3 Mülleimern pro Klasse (Papier, Plastikflaschen, Restmüll) viel bewusster mit dem Abfall um.

Wo liegen unsere Stärken?
Die Stärken liegen sicherlich in der Motivation der Kinder. Wenn wir dranbleiben, kann das Ergebnis verbessert werden.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken

Keine Mitgliedschaften bei anderen Netzwerken