ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Partizipatives und forschendes Lernen im Rahmen eines Sparkling-Science Projektes

Jahresbericht des Schuljahres 2015/2016

Schule: BRG in der Au
KoordinatorIn: Dr. Rainer Johannes
DirektorIn: Mag. Schumacher Doris, MA
Handlungsbereiche:
  • Einsparen von Ressourcen
  • Reduzieren von Emissionen
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
  • Schulklima und Partizipation
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Natur erleben im Schulumfeld
Inhalt
2.-klasslerInnen und 7.-klasslerInnen unterstützten ForscherInnen der LFU (Inst. f. Ökologie) bei der Arbeit an den Auswirkungen von Düngung auf "die Umwelt". Die SchülerInnen machten die Inhalte des Projektes für sich und andere SchülerInnen nutzbar, produzierten Daten für die ForscherInnen und optimierten Methoden für die Untersuchungen. Wir sahen die Mitarbeit als partizipativen Prozess.
Sparkling-science Kleinvieh braucht auch Mist Sparkling-science Kleinvieh braucht auch Mist
forschendes Lernen - Partizipation forschendes Lernen - Partizipation
forschendes Lernen - Partizipation forschendes Lernen - Partizipation
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Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 3

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Schulinterne Fortbildung zum SQA Thema 2 ("Nutzung von ÖKOLOG und Österreichisches Umweltzeichen auf dem Weg zu einer verantwortungsvollen Kultur des Miteinanders (Partizipation) und einer nachhaltigen Schule") - das Thema wurde in "Auf dem Weg". Es stellte sich heraus, dass für das Kollegium v. a. die Verantwortung - Verantwortung für die Gemeinschaft, für sein Lernen, für seine Umwelt in sozialer und ökologischer Hinsicht - im Zentrum aller Fragen steht. Wir tragen Verantwortung für uns, unsere Mitmenschen und unsere Umwelt. Hierzu wurden viele Aktivitäten gesetzt (siehe Liste)

Sparkling Science: "Kleinvieh braucht auch Mist" und "Atemgasanalysen".
Klasse!Forschung zu Abwasser und Recycling.
Ökologisch-künstlerische Exkursion an den Lech.
Exkursion Wald und Boden.
Exkursion zu Versuchsflächen der Tiroler Gendatenbank nach Imst.
Experimente zur Kunststoffbeseitigung mit Mehlkäferlarven.
Projekttage LF Gesellschaft zum Thema Flucht
LF GEsellschaft Exckursion nach Nürnberg (Nürnberger Prozesse).
Workshop mit Energie Tirol
Wirbellose Tiere in der Schule - Schrecken, Schnecken und Kakerlaken.
Umfrage zu Mobilitätsverhalten im Einkaufszentrum.
HIV/Aids Workshop.
Aufnahme von mittlerweile 10 unbegleiteten Minderjährigen als Schüler_innen und Anstellung von Asylsuchenden.
Maja Haderlap zur Erinnerungskultur.
Besuch der preisgekrönten Schule Wuppertal-Barmen.
Bi-National Memorial Library Seminar.
Teilnahme einzelner Schüler_innen am Euregio-Jugendfestival 2016 und Besuch von Euregio in der Schule.
Teilnahme am zeitimpuls Kurzfilmwettbewerbs (Thema: Strange)
Landestheater: "Krieg, stell dir vor er wäre hier" Klassenzimmerstück.
Potentialfokussierte Pädagogik - Besuch der VS Itter.
Forschendes Lernen in vielen Facetten.
Sammelaktion für Menschen auf der Flucht.
Schülf zu Autismus-Spektrum Störungen.
Schulfest unter dem Motto Heimat.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Partizipatives und forschendes Lernen im Rahmen des Sparkling-Science Projektes "Kleinvieh braucht auch Mist"

Handlungsbereiche
Einsparen von Ressourcen, Reduzieren von Emissionen, Kultur des Lehrens und des Lernens, Schulklima und Partizipation, Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Natur erleben im Schulumfeld

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
45

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Insofern als die Arbeit in selbst gewählten Gruppen organisiert wurde. Die Arbeitsweise wurde von den Lehrer_innen nur insofern beeinflusst, als Feldmethoden aus der biologischen Forschung zum Einsatz kamen. Die konkrete Aufteilung der Arbeit innerhalb der Gruppen, Tempo, Darstellung der Ergebnisse etc. wurde weitestgehend den SchülerInnen überlassen, wobei ein Poster als eine Ergebnisdarstellung verlangt wurde. Interessanterweise überwogen geschlechterhomogene Gruppen.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Außenkontakte gab es in erster Linie in Zusammenhang mit den Mikroskopier-, Labor- und Feldarbeiten. Die Schüler_innen waren immer wieder für Halbtage in der Universität (Inst. f. Ökologie) und wurden dort von Studierenden und Forscher_innen (auch Gastforscher_innen aus anderen Ländern) der LFU betreut. Die Feldarbeiten wurden auf Feldern in Kematen durchgeführt. Dort waren auch andere SchülerInnen (HBLA-Kematen) vor Ort.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Präsentation des Projektes erfolgte als Plakatpräsentation unter Anwesenheit von LFU-Mitarbeiterinnen. Außerdem wurden die Plakate im Biologie-Bereich der Schule aufgehängt. Am Tag der offenen Tür wurde ein eigener Stand ("Kooperationen") von LehrerInnen und LFU-Mitarbeiterinnen geführt. Die Öffentlichkeitsarbeit lag aber in erster Linie in der Verantwortung der Projektleitung (LFU).

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Maßnahme wurde mit den beteiligten SchülerInnen ausgiebig diskutiert. Die Diskussionen orientierten sich vor allem an Kriterien, die eine aktive Teilhabe und Übernahme der Verantwortung der SchülerInnen für ihre Arbeit, für ihr Lernen, abbilden.

Was wurde durch diese Maßnahme im Bezug auf das Jahresziel erreicht?
Bei der Vorbereitung einer 1,5-tägigen Schilf zum SQA Thema 2 "Nutzung von Ökolog und Umweltzeichen auf dem Weg zu einer verantwortungsvollen Kultur des Miteinanders (Partizipation)" wurde der sperrige Titel bis auf das Motto "Auf dem Weg" verkürzt. Als Vortragender wurde Herr Koller gewonnen. Die vielen qualitativ wertvollen Inputs und Diskussionen im Kollegium führten schließlich zu dem Konsens, dass uns das Thema "Verantwortung" - Verantwortung für sich, für seine Umgebung, für die Umwelt, für das eigene Lernen etc. - besonders wichtig ist. Das Projekt "Kleinvieh braucht auch Mist" beinhaltet viele Aspekte: bei dem Forschungsinhalt dreht es sich um die Anwendung und Auswirkungen von verschiedenen Düngern auf die in einem Feld vorhandenen Nahrungsnetze (--> verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt). Die Arbeit der SchülerInnen setzte ein hohes Maß an Engagement voraus, das wurde dadurch erreicht, dass sie Teil der Forschung waren, selbst mitforschten und sich auch in die Diskussionen über Methoden und Ergebnisse einbringen konnten.

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Im Rahmen der Diskussionen und Gespräche mit den Schüler_innen, bei denen ein hohes Maß an "involvement" spürbar war.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Die Zusammenarbeit mit der Universität wurde vertieft, die Möglichkeit Master- und Lehramtsstudierende und ForscherInnen gemeinsam mit SchülerInnen für Lernprozesse zu nutzen wird immer mehr zur Normalität.
Es wurde wieder eine relevante Anzahl von SchülerInnen in einen Lernprozess involviert, der die Wirkmächtigkeit des eigenen Handelns spürbar macht. Da das nicht das einzige Projekt in diesem Stil war, wurde hinsichtlich des Zieles, die Partizipation der Schülerinnen zu fördern, ein großer Schritt getan.
Eine weitere Maßnahme war die Arbeit mit SchülerInnen an der Implementierung eines SchülerInnenparlaments. Diese Arbeit wird mit dem Antritt einer neuen Schülervertretung weitergeführt.

Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen wohl in dem wertschätzenden Umgang mit den SchülerInnen und das Zutrauen, dass sie aktiv die Gestaltung ihrer Lernprozesse übernehmen können.

Netzwerke
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