ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Wörterbuch in drei Sprachen

Jahresbericht des Schuljahres 2015/2016

Schule: Volksschule Innervillgraten
KoordinatorIn: VD Trojer Julius
DirektorIn: VD Trojer Julius
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
  • Schulklima und Partizipation
Inhalt
Präsentation der Lieblingsgeschichte (2.Klasse) Präsentation der Lieblingsgeschichte (2.Klasse)
Chorprobe des Schulchors Chorprobe des Schulchors
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 5

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Das "LESEN" in allen Lebenslagen, nicht nur im Unterricht, sondern besonders zu Hause und in der Freizeit der Schüler ist eines unserer ganz großen Ziele. Dazu bieten wir eine Vielzahl von Angeboten und Möglichkeiten an.
Die "Mobile Bücherei" kommt gut an und wird häufig genutzt bzw. frequentiert.
Seit vielen Jahren ist uns eine gezielte "Gesunde Ernährung" in Form einer regelmäßig angebotenen "Gesunden Jause" ein großes Anliegen. Dazu verwenden wir bevorzugt Lebensmittel aus der Region, in unserem Fall direkt von vielen Bauernhöfen, von denen nicht wenige unserer Kinder stammen. So sind die Herstellung und Produktion nicht fremd und unbekannt, sondern logisch und absolut nachvollziehbar.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Neben dem Lesen ist uns auch die passende Anwendung von Sprechen und Sprache ein großes Anliegen.
Fast alle Kinder unserer Schule sprechen ausgeprägten und tiefen Dialekt, Außenstehende haben beim Verstehen durchaus Probleme. Im Unterricht jedoch wird die Verwendung der Standardsprache eingefordert.
So gilt an unserer Schule folgendes Motto: Werden wir in der Schriftsprache bzw. der Standardsprache angesprochen oder etwas gefragt, dann antworten wir auch in dieser Sprachform.
Werden wir aber im Dialekt oder in der Mundart angesprochen oder etwas gefragt, dann antworten wir auch in dieser Art und Weise. So leben wir an der Schule eine gewisse Form von Zweisprachigkeit schon vom frühesten Schulalltag an.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Kultur des Lehrens und des Lernens, Schulklima und Partizipation

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
63

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Diese wurden in diesem Fall nicht berücksichtigt.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Im Rahmen eines Austauschprogramms in den Sommerferien mit Kindern aus dem benachbarten Sappada in Italien (Provinz Belluno) erstellten wir ein Wörterbuch in drei Sprachen. Dazu muss man wissen, dass in Sappada - "Plodn" - ein alter Villgrater Dialekt gesprochen wird.
Unser Wörterbuch erstellten wir auf DEUTSCH - VILLGRATERISCH - ITALIENISCH.
Unter anderem konnten wir feststellen, dass das "Villgraterische" und das "Ploderische" sehr ähnliche, wenn nicht gleiche Ausdrücke für ein und denselben Begriff hatten.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Wir erstellten Kärtchen für Gegenstände und Dinge im Haus und im Dorf und beschrifteten so diese in drei Sprachen.
Beispiel: "Geschäft - Lodn - negozio" oder "Schule - Schuile - scuola" usw...

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Evaluation erfolgte wiederum mit einem eigens ausgearbeitetem Fragebogen.

Was wurde durch diese Maßnahme im Bezug auf das Jahresziel erreicht?
Wir verwenden jede Form der Sprache im Alltag viel bewusster.

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Fragen und Antworten erfolgen in der jeweils vorangegangenen Sprache. Auf Dialekt folgt Dialekt, auf Standardsprache folgt Standardsprache.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Sprechen und Sprache im täglichen Umgang werden gewählter angewendet.

Wo liegen unsere Stärken?
Durch den täglichen Kontakt mit den Kindern ergeben sich viele Verknüpfungen.
Wir sind sozusagen ständig an den Kindern dran, niemand kommt aus.

Netzwerke
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