ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Unser Loisbach in Langenlois

Jahresbericht des Schuljahres 2015/2016

Schule: MS Langenlois
KoordinatorIn: Dipl. Päd. Ilkerl Maria
DirektorIn: Nikisch Gudrun
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Natur erleben im Schulumfeld
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
Inhalt
Die NAWI Gruppe untersuchte den Loisbach vor der Schule, biologisch und chemisch, bestimmte Blütenpflanzen, Bäume und Tiere um und im Bach und sammelte den Müll. Die Kreativ Gruppe erstellte wunderschöne dazu passende Mosaikbilder und die Technik Gruppe baute Nistkästen für Fledermäuse und Höhlenbrüter.
Wasserinsekten fangen und Wasseranalysen am Kamp Wasserinsekten fangen und Wasseranalysen am Kamp
Biologische Wassergüte bestimmen am Loisbach Biologische Wassergüte bestimmen am Loisbach
Viel Müll auf dieser kurzen Bachstrecke Viel Müll auf dieser kurzen Bachstrecke
Unser Mosaikbild zum Loisbach Unser Mosaikbild zum Loisbach
Wir bauen Nistkästen Wir bauen Nistkästen
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 3

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Erforschen des Lebensraumes Loisbach in Langenlois
Kreatives Gestalten zum Thema Loisbach in Langenlois
Verbessern der Lebensbedingungen der Lebewesen im Lebensraum Loisbach in Langenlois

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Die NAWI Gruppe beschäftigt sich seit Jahren immer wieder mit heimischen Gewässern und da der Bach vor der Schule aus Hochwasserschutzgründen kanalartig gebaut ist, wollten wir untersuchen, ob auch hier Leben möglich ist und was das Leben der kleinen Lebewesen verbessern könnte. Die SchülerInnen erforschen den Lebensraum Loisbach chemisch, biologisch und physikalisch, begutachten die Umgebung, bestimmen Pflanzen, Tiere im und um den Bach und die Gewässergüte chemisch und biologisch. Die kleinen Wasserlebewesen wurden im Mikroskop beobachtet und bestimmt. Nachdem wir beim Untersuchen des Loisbaches doch sehr viel Schmutz gesehen haben, reinigten wir das Gewässer zwischen den 3 Brücken vor der Schule gemeinsam. Unsere hier geübten Fertigkeiten wurden selbständig bei einem "Forschungsnachmittag" am Kamp angewandt.
Den SchülerInnen wird das Thema vorgestellt. Sie sollen ihre Eindrücke, Erlebnisse und Emotionen zum „Leben im und am Loisbach“ darstellen. Durch Wanderungen entlang des Loisbaches, durch Waten durch den Bach, mithilfe von Tierbeobachtungen und Pflanzenbestimmungen konnten die SchülerInnen ihr Wissen, ihre Eindrücke und Erlebnisse intensivieren. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema brachte die SchülerInnen auf die Idee, mit Naturmaterialien ein Mosaik zu gestalten. Sie entschieden sich für Tonfliesen, Mosaik- und Glassteine. Gründe für Mosaiktechnik waren sicherlich die Langlebigkeit der Werke, passende Materialien und passende Technik für diese Thematik.
Die Schüler/innen der NAWI – Gruppe beobachteten rund um den Loisbach, der direkt hinter dem Schulgebäude fließt, u.a. Blaumeisen, Kohlmeisen, Amseln, Sperlinge, Kleiber, ebenso Fledermäuse. Die Schüler/innen der Wahlpflichtgruppe Technik und Gesundheit recherchierten im Internet, welche Nisthilfen für die beobachteten Tiere angefertigt werden könnten. Viele Tipps und auch Baupläne wurden gefunden.
Die Wahl fiel schließlich auf zwei Modelle: einen Nistkasten für Fledermäuse, einen für Höhlenbrüter. Nach dem Adaptieren der Pläne und dem Einkauf der Materialien durch die unterrichtende Lehrerin arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an der Herstellung der Modelle in Serienfertigung.

Wurde diese ÖKOLOG-Aktivität als Projekt vom Bildungsförderungsfonds für nachhaltige Entwicklung gefördert und hat die Schule eine Projektdokumentation abgegeben?
Diese ÖKOLOG-Aktivität wurde als Projekt vom Bildungsförderungsfonds für Umwelt und Gesundheit gefördert. Die Schule hat eine Projektdokumentation abgegeben.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Natur erleben im Schulumfeld, Kultur des Lehrens und des Lernens

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
70

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
jede(r) Schüler oder Schülerin durfte seinen Zugang zum Projekt wählen, durchführen und darstellen

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Gemeinde, Anrainer

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Projektpräsentation für Eltern, Schüler, Anrainer des Loisbaches anhand eines Filmabends (selbsterstellter Film über Forschungsarbeit, Herstellen der Mosaikbilder) im Musiksaal der NMS.
Ausstellung der Arbeiten und Forschungsergebnisse vor dem Physiksaal und eine verkleinerte Ausstellung auf dem Gemeindeamt.
Einige Presseberichte: Langenloiser Stadtzeitung, NÖN Krems, ...
Bericht über das Projekt auf der Schulhomepage und auf der Facebookseite der NMS
Filmvorführung für Schüler anderer Klassen
Verkauf von selbsterstellten Broschüren über das Projekt um Geld für das nächste Projekt zu lukrieren.
Aufhängen der Nistkästen - erfolgt noch.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
NAWI: Durch gemeinsames Besprechen der gefundenen Forschungsergebnisse und doch oftmaliges Wiederholen z.B. der Wasseruntersuchungen wurden gemeinsame Vergleiche angestellt, Auswirkungen von Wasserwerten auf Flora und Fauna besprochen, im Internet recherchiert, gefundene Erkenntnisse verglichen. Ein gemeinsames Protokollieren und Nachbesprechen der Ergebnisse sorgte für Lernerfolge. Als Abschluss wurde mit den gelernten Untersuchungsmethoden und Fertigkeiten mit Hilfe von Fragebögen ein naturnahes Gewässer in Langenlois schon sehr selbständig von den Schülern untersucht.
Kreativ: Die laufenden Besprechungen der Werke halfen bei der Ausführung. z.B.Was will ich mit meinem Werk ausdrücken? Was könnte ich noch besser machen? Welche Farben und Materialien benötige ich noch? Welche Tipps und Anregungen kann ich meinen KlassenkollegInnen geben? Warum habe ich gerade dieses Motiv gewählt? Woran erkennt der Betrachter/die Betrachterin, dass ich mich besonders bemüht habe? An welcher Stelle würde dieses Werk besonders gut wirken?
Technik und Gesundheit: Evaluierung erfolgt erst bei der Überprüfung ob die Nistkästen angenommen werden in den nächsten Jahren.

Was wurde durch diese Maßnahme im Bezug auf das Jahresziel erreicht?
NAWI: Die Schülerinnen lernten sehr genau hinzuschauen, einen Lebensraum zu analysieren und eventuell die Lebensbedingungen der Lebewesen zu verbessern.
Team und Gruppenarbeit wurden oft geübt. Aufgabenstellungen gemeinsam gefunden - unterschiedliche Lösungsansätze besprochen und akzeptiert.
Kreativ: Die SchülerInnen mussten einander Tipps und Ratschläge geben, Materialien austauschen, ihre Arbeitshaltung und ihre Arbeitsweisen reflektieren, den MitschülerInnen konstruktives und positives Feedback geben. Auch die Fähigkeit der kritischen Eigenreflexion wurde geschult. Die Präsentation fördert die Gliederung der Arbeit, die Kommunikationskompetenz, das Zeitmanagement und die Fähigkeit der Präsentationstechnik.
Technik und Gesundheit: Die Schüler/innen der Wahlpflichtgruppe Technik und Gesundheit recherchierten im Internet, welche Nisthilfen für die beobachteten Tiere angefertigt werden könnten. Sie einigten sich auf 2 Modelle: einen Nistkasten für Fledermäuse, einen für Höhlenbrüter, die sie in Serienfertigung anfertigten.

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
NAWI: Beim selbständigen Untersuchen des naturnahen Gewässers Kamp, konnten die Schüler fast ohne Hilfe die Labore verwenden, mit Bestimmungsbüchern umgehen und die Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere beider Gewässer gut miteinander vergleichen.
Kreativ: Die Kinder erfuhren Unterstützung und Anerkennung durch die Eltern, die sie beim Besorgen von den Materialien unterstützten. Die SchülerInnen waren von ihren Werken so begeistert, dass sie ihrem Klassenvorstand als Abschlussgeschenk gemeinsam ein Mosaik machten.
Technik und Gesundheit: Feuereifer beim Recherchieren der möglichen Nistkästenbauweisen und beim Anfertigen derselben.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Istsituation des Loisbaches vor der Schule wird den Schülern und der Öffentlichkeit präsentiert. Bewusstmachen, dass es auch in dieser denaturierten Gewässersituation möglich ist Lebewesen einen Lebensraum zu bieten. Aufzeigen, dass es besser wäre wenn keine Tenside und Müll den Bach verunreinigen, wie angenehm das Klima durch die vielen Bäume entlang des Baches ist, wie viel Nahrung die Bienen durch die Wildkräuter haben, und wie viele Vögel und Fledermäuse ihre Heimat und Nahrung hier finden. Projekt wird im kommenden Schuljahr weitergeführt. Nistkästen werden weitergepflegt und betreut.
Durch die verschiedenen Zugänge der verschiedenen Wahlpflichtgruppen zum Thema Loisbach ist ein umfassendes Bild dieses Lebensraumes entstanden.

Wo liegen unsere Stärken?
Die Begeisterung der Schüler, mit der sie sich in das Forschungsprojekt gestürzt haben und das Durchhaltevermögen aller Beteiligten.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Zertifizierte Gesunde Schule