ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Erasmus-Programm: Awareness – Integration – Respect

Jahresbericht des Schuljahres 2016/2017

Schule: BG/BRG/BORG Eisenstadt
KoordinatorIn: MMag. Reinold Cornelia
DirektorIn: Mag. Rojacz-Pichler Karin
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
Inhalt
Die Klasse 5DBe begann im Schuljahr 2016/17 mit der Teilnahme eines Erasmus-Programms. An diesem Projekt nahmen fünf Schulen verschiedenen Ländern teil und die SchülerInnen bereisten gegenseitig diese Länder. Die anderen Projektteilnehmer kamen aus Deutschland, Frankreich, Rumänien und Norwegen. Dabei arbeiteten alle SchülerInnen zusammen am Projekt „LearnAIR/TeachAIR“: Awareness – Integration – Respect“. Thematischer Hintergrund dieses Projektes war die momentane Flüchtlingskrise in Europa und wie Schulen mit neuen MitschülerInnen in ihren Schulen umgehen.
Aus der Klasse 5DBe nahmen jeweils unterschiedliche SchülerInnen an den Austauschreisen und den dortigen Präsentationen teil. So fuhren im Schuljahr 2016/17 jeweils drei SchülerInnen im Jänner nach Rumänien und im April nach Frankreich. Während den Austauschprojekten lebten die SchülerInnen bei Gastfamilien.
Bei dem Treffen in Rumänien ging es speziell um das Thema Migration in Europa. Dabei präsentierten die SchülerInnen der 5DBe die Geschichte der Migration in Österreich und die momentane Situation. Dazu gestalteten sie auch ein Schattenspiel mithilfe einer professionellen Schauspielerin. Im Vorfeld filmte die Klasse außerdem einen Film mit persönlichen Geschichten zum Thema Migration, den sie bei diesem Treffen dann zeigten und dafür sehr positive und emotionale Reaktionen bekamen. Neben den Präsentationen und Workshops wurden auch Unterrichtseinheiten in der dortigen Schule gemeinsam besucht und es kam zu einem regen Austausch zwischen den SchülerInnen.
In Frankreich nahmen neben den SchülerInnen und LehrerInnen auch die die DirektorInnen der Partnerschulen teil. Bei diesem Treffen präsentierten die SchülerInnen Nationalsymbole und Werte. Für Österreich wählten sie unterschiedliche Symbole, wie Mannerschnitten oder den Neusiedlersee. Die SchülerInnen behandelten aber auch gemeinsame europäische Werte und lernten voneinander die jeweiligen nationalen Werte und Unterschiede kennen. Dafür führten die SchülerInnen im Vorfeld Umfragen in Österreich durch. Als wichtigster Wert kam die Menschenwürde heraus, wobei sie auch speziell auf Werte von Asylsuchenden eingegangen sind.
Das Projekt bestand nicht nur aus ein paar Tagen im Ausland, denn die Klasse arbeitete mit den betreuenden LehrerInnen das gesamte Jahr über daran weiter. Die SchülerInnen bekamen so eine Möglichkeit der Bewusstseinsbildung und Erweiterung des Horizonts allgemein und speziell zu den Themen Respekt, Toleranz und Integration.
TeilnehmerInnen des Projekts in Rumänien TeilnehmerInnen des Projekts in Rumänien
Arbeit während eines Workshops Arbeit während eines Workshops
Gemeinsames Arbeiten Gemeinsames Arbeiten
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 5

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
1. Klasse:
Thema Gemüseanbau:
Im Rahmen des Themas Ernährung wurden in einem kleinen Hochbeet im Biologiesaal Pflücksalate angebaut. Die Schülerinnen und Schüler haben die Pflanzen dann versorgt, beim Wachsen beobachtet und immer wieder gekostet.
Thema Bionik:
„Wenn Gedanken fliegen – Was wir aus der Natur lernen können“ war der Titel des Projektes an der PH Burgenland. Den Schülerinnen und Schülern wurde in verschiedenen Stationen das Thema Bionik praktisch näher gebracht und aufgezeigt, wie man Biologie und Technik verbinden kann. Beispielsweise Windräder um Energie zu erzeugen oder Kläranlagen um Wasser zu reinigen.
2. Klasse:
Thema Wasser:
Im Rahmen des fächerübergreifenden Unterrichts haben sich die Schülerinnen und Schüler mit der Ökologie von Gewässern auseinander gesetzt. Folgende Punkte wurden behandelt:
• Nationalpark Donauauen
• Gewässervegetation
• Schichtungen in einem See
• Nahrungsbeziehungen in einem See
• Tiere, die im, am und im Bereich eines Gewässers leben: Fische (+ Fischregionen), Weichtiere (Muscheln und Schnecken), Flusskrebs, diverse Vögel
• Gewässerreinigung

Thema Stadt:
Schwerpunkt dieses Themas war die Stadt als Ökosystem. Folgende Themen wurden behandelt:
• Worin unterscheiden sich Lebensbedingungen für Tiere am Land („natürliche Ökosysteme“) und in der Stadt (künstliches Ökosystem)?
• Weshalb ziehen Tiere in eine Stadt? Welche Vor- und Nachteile zeigen sich?
• Welche Probleme ergeben sich in Bezug auf Tiere, die in der Stadt leben? Wie gestaltet sich das Zusammenleben von Stadtmenschen und Stadttieren?

Thema Bienen:
Hier wurden folgende Themen bearbeitet:
• Aufbau eines Bienenvolkes
• Aufgabe der Bienen
• Bedeutung der Bienen für den Menschen
• Bienensterben - Ursachen und Folgen
• Lösungen, die das Bienensterben eindämmen

3. Klasse:
Thema Ökostrom:
Im Rahmen der Themen Strom und Energiegewinnung im Physikunterricht wurden alternative Energiequellen, besonders Photovoltaik, näher besprochen sowie der Stromverbrauch in Haushalten und alternative Energiequellen im Burgenland.
Thema Lebensmittel und Konsumverhalten:
Als Abschluss der Themen Landwirtschaft und Nutztiere wurde im Biologieunterricht der Film „Taste the Waste“ angesehen. Dieser sollte den Schülerinnen und Schülern einen Denkanstoß zum eigenen Umgang und dem Umgang der Gesellschaft mit Nahrungsmitteln geben und welche Auswirkungen ihr Konsumverhalten weltweit hat. Ihre Meinungen und eigenen Erfahrungen mit Lebensmitteln und deren Verschwendung wurden dann in einer Diskussion besprochen.
Thema SAGMO:
Beim fächerübergreifenden Projekt „Schule macht green-mobil“ geht es um die Themen Verkehrsplanung und Mobilitätsforschung, mit besonderen Fokus auf Green Mobility verknüpft mit der Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler. Dabei wird Verkehrsplanung von verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, es werden Exkursionen gemacht und selbst Daten erhoben und interpretiert. Durch die unterschiedlichen Schulstufen bzw. Schulen die bei diesem Projekt mitmachen, kommt es auch zu einem informativen Netzwerk in dem ein gegenseitiger Austausch an Wissen stattfindet.
4. Klasse:
Thema Gewässerreinigung:
Im Rahmen des NWIS-Unterrichts wurde zum Thema „Wasser“ die Kläranlage in Eisenstadt besucht. Grundlage war die vielfältige Auseinandersetzung mit diesem Thema im NWIS-Unterricht (Wassergehalt von Lebensmitteln ermitteln, Wasserhaushalt des Menschen, Beobachtung des wöchentlichen Wasserverbrauchs eines Haushalts, etc.).
Die Abwasserreinigung bzw. –aufbereitung stellt einen wichtigen Aspekt für die Bereitstellung von Trinkwasser dar. Aus diesem Grund wurde eine Exkursion zur Kläranlage Eisbachtal in Eisenstadt unternommen. Folgende Aspekte mussten dabei in einem Protokoll festgehalten werden:
• Geschichte der Abwasserreinigung im Burgenland (im Speziellen des Abwasserverbands Eisenstadt)
• Wichtigkeit der Abwasserreinigung
• Durchschnittlicher Wasserverbrauch + wie kann Wasser gespart werden?
• Stufen der Abwasserreinigung: mechanisch + chemisch
• Projekt zur Nutzung der im Abwasser und im Klärschlamm enthaltenen Energie
• Mikroskopieren von Organismen, die im Abwasser leben

4., 5. und 6. Klasse:
Thema Integration:
Integrationsbotschafterinnen und -botschafter der Aktion „Zusammen-Österreich“, die Vorbilder für eine gelungene Integration in Österreich sind, hielten Vorträge an der Schule. Sie zeigten durch ihre Geschichten bzw. Biografien wie ein gelungenes Miteinander in Österreich möglich ist und motivierten die Schülerinnen und Schüler in Gesprächen ihre Chance auf Bildung zu nutzen und Vorurteile abzubauen. Schülerinnen und Schüler konnten offen Fragen stellen und eine Diskussion zum Thema Integration, Migration und Vorurteile führen.
6. Klasse:
Projektwoche Nationalpark Kalkalpen:
Die naturwissenschaftliche Projektwoche des Realgymnasiums wurde mit einer Führung durch den Nationalpark Kalkalpen gestartet. Dort lernten die Schülerinnen und Schüler, dass der Nationalpark Kalkalpen durch seine Gründung und den damit verbundenen Rückgang der intensiven forstwirtschaftlichen Nutzung die Qualität des dortigen Waldbestandes verbessern konnte. Es siedelte sich durch das Schutzgebiet auch der Luchs wieder an. Im Wasserkraftwerk Großraming, dem größten Kraftwerk an der Enns, wurde die Funktionsweise und Geschichte des Wasserkraftwerkes erklärt. Die Enns wurde von den Schülerinnen und Schülern bei einer Kanufahrt und Schluchtwanderung noch näher kennen gelernt, dabei besuchten sie historisch und ökologisch wertvolle Plätze. Zum Beispiel die Steinstufen Flößerdorf, welche von KZ-Insassen des Nebenlagers von Mauthausen erbaut und früher zum Holztransport genutzt wurden. Beeindruckend waren auch die schimmernden Sandbänke und die Ufervegetation. Es wurde ein Wasserfall besichtigt und während des Fußmarsches dorthin, konnten Tiere in ihrer natürlichen Umgebung näher erlebt werden. Bei einer Höhlentour, von einem erfahrenen Höhlenforscher geführt und ausgestattet mit Gummistiefeln und Stirnlampe, ging es durch die engen Gänge und es gab Höhlenflohkrebse und Fledermäuse zu betrachten. Ein Naturpark-Ranger erklärte ihnen die Tiere des Waldes und das Identifizieren durch ihre Spuren und Überreste. Es wurde auch spielerisch die Situation von Jägern und Gejagten praktisch veranschaulicht. Zum Thema Gewässerökologie wurden die Lebewesen in einem Bach näher untersucht und skizziert. Als Abschluss ging es in den Hochseilgarten Flößerdorf, in dem selbstständig geklettert werden konnte und daneben auch noch Grasfrösche beobachtet wurden. Nach einer Einweisung und einem Test durften die Schülerinnen und Schüler selbstständig klettern. Doch auch bei diesem Programmpunkt kam die Biologie nicht zu kurz und Grasfrösche wurden beobachtet.
Thema Sexuelle Gesundheit:
Ein Team der AIDS-Hilfe Steiermark führte einen Workshop zum Thema „Sexuelle Gesundheit – Schwerpunkt HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Krankheiten“ mit den Schülerinnen und Schülern aller 6. Klassen durch. Es gab in kleineren Gruppen Informationen zu den Themen Sexualität und Verhütung und die Schülerinnen und Schüler konnten Fragen dazu stellen.
Allgemein:
• Stabheuschrecken in einem Terrarium im Biologiesaal dienen als Anschauungsobjekte und bringen den Schülerinnen und Schülern diese Tiere näher.
• Apfeltag: Die Schülerinnen und Schüler bekommen kostenlos einen Apfel.
• Mülltrennung

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Die Klasse 5DBe begann im Schuljahr 2016/17 mit der Teilnahme eines Erasmus-Programms. An diesem Projekt nahmen fünf Schulen verschiedenen Ländern teil und die SchülerInnen bereisten gegenseitig diese Länder. Die anderen Projektteilnehmer kamen aus Deutschland, Frankreich, Rumänien und Norwegen. Dabei arbeiteten alle SchülerInnen zusammen am Projekt „LearnAIR/TeachAIR“: Awareness – Integration – Respect“. Thematischer Hintergrund dieses Projektes war die momentane Flüchtlingskrise in Europa und wie Schulen mit neuen MitschülerInnen in ihren Schulen umgehen.
Aus der Klasse 5DBe nahmen jeweils unterschiedliche SchülerInnen an den Austauschreisen und den dortigen Präsentationen teil. So fuhren im Schuljahr 2016/17 jeweils drei SchülerInnen im Jänner nach Rumänien und im April nach Frankreich. Während den Austauschprojekten lebten die SchülerInnen bei Gastfamilien.
Bei dem Treffen in Rumänien ging es speziell um das Thema Migration in Europa. Dabei präsentierten die SchülerInnen der 5DBe die Geschichte der Migration in Österreich und die momentane Situation. Dazu gestalteten sie auch ein Schattenspiel mithilfe einer professionellen Schauspielerin. Im Vorfeld filmte die Klasse außerdem einen Film mit persönlichen Geschichten zum Thema Migration, den sie bei diesem Treffen dann zeigten und dafür sehr positive und emotionale Reaktionen bekamen. Neben den Präsentationen und Workshops wurden auch Unterrichtseinheiten in der dortigen Schule gemeinsam besucht und es kam zu einem regen Austausch zwischen den SchülerInnen.
In Frankreich nahmen neben den SchülerInnen und LehrerInnen auch die die DirektorInnen der Partnerschulen teil. Bei diesem Treffen präsentierten die SchülerInnen Nationalsymbole und Werte. Für Österreich wählten sie unterschiedliche Symbole, wie Mannerschnitten oder den Neusiedlersee. Die SchülerInnen behandelten aber auch gemeinsame europäische Werte und lernten voneinander die jeweiligen nationalen Werte und Unterschiede kennen. Dafür führten die SchülerInnen im Vorfeld Umfragen in Österreich durch. Als wichtigster Wert kam die Menschenwürde heraus, wobei sie auch speziell auf Werte von Asylsuchenden eingegangen sind.
Das Projekt bestand nicht nur aus ein paar Tagen im Ausland, denn die Klasse arbeitete mit den betreuenden LehrerInnen das gesamte Jahr über daran weiter. Die SchülerInnen bekamen so eine Möglichkeit der Bewusstseinsbildung und Erweiterung des Horizonts allgemein und speziell zu den Themen Respekt, Toleranz und Integration.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Kultur des Lehrens und des Lernens

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
29

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Beide Geschlechter hatten die gleichen Aufgaben und Möglichkeiten.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Erasmus+

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Bericht auf der Homepage, Informationstafel in der Schule

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Feedbackrunden, Besprechungen, MIMA, SGA

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Respekt, Toleranz

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Gutes Feedback, Begeisterung und aktive Mitarbeit bei den SchülerInnen und LehrerInnen

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Weitere Öffnung nach außen

Wo liegen unsere Stärken?
Engagement, Flexibilität, Kreativität

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Erasmus+

Weitere Netzwerke
eEducation, SPIN