ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Aus Müll wird Kompost

Jahresbericht des Schuljahres 2016/2017

Schule: MS Graz-St. Johann
KoordinatorIn: Kohlmaier Martin
DirektorIn: Dipl. Pädagogin Caha Afra
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Reduzieren von Emissionen
  • Gestalten von Schul- und Freiräumen
Inhalt
Ziele des Projekts:
• Einen Komposthaufen für die Schule errichten
• Das Abfallsystem der Klassen erweitern und die organischen Abfälle dem Biomüll zuführen
• Das Ökosystem Boden anhand eines Komposthaufens mit Schüler/innen erforschen
• Sensibilisierung für das Thema Umweltschutz, Mülltrennung und Konsum
• Den Kreislauf von Produzenten, Destruenten und Konsumenten verstehen

Vorgehensweise:
Nachdem die Schüler/innen schon Vorkenntnisse über das Ökosystem Boden im Unterricht gesammelt hatten, sollte der Kompost und das Nutzen von Abfällen von Humus als Beispiel theoretisch genauer betrachtet und praktisch umgesetzt werden. Auch die angrenzende Volksschule sollte darüber informiert und dazu angeregt werden, den Komposthaufen mitzubenützen, um genügend Abfälle zu sammeln.

1. Organisatorisches
Material und Ort wurden erkundet, es gab eine Absprache mit Direktor, Schulwart und Kolleg/innen. Die Lehrer/innen für Naturwissenschaften wurden mit dem Projekt betraut und um Mithilfe gebeten. Die Direktorin der Volksschule wurde gebeten, mit ihren Schüler/innen mit zu sammeln. Diese gab den Tipp, die Schulkantine für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Schlussendlich Absprache mit den Reinigungsdamen bzgl. der Müllentsorgung und Bitte um Mithilfe.

2. Theorie und Ausbildung von Experten
Im naturwissenschaftlichen Unterricht wurden die theoretischen Grundlagen erarbeitet. Was ist ein Kompost? Wie wird aus Abfall nährstoffreicher Dünger? Was darf in den Kompost und was nicht? Zwei Schüler/innen, wurden zu Expert/innen ausgebildet, um die Volksschüler/innen und die anderen Klassen über den Umgang mit dem Kompost aufzuklären.

3. Errichtung des Komposters und erste Befüllung
Gemeinsam mit den Schüler/innen der 3. Klassen werden zwei Kompostbehälter 1m * 1m im Schulgarten neben der Gerätehütte des Schulwarts errichtet. Der Standort ist durch eine angrenzende Hecke und Schatten gut geschützt. Die Schüler/innen schnitten aus Hecken und Bäumen die erste, luftdurchlässige Schicht für den Komposthaufen (Reisig und Zweige) und füllten mit Gartenabfällen auf.

4. Information der übrigen Klassen und der Volksschule
Schüler/innen der dritten Klassen gingen in die Volksschule zu den einzelnen Klassen und informierten diese über die Regeln des Umgangs mit einem Komposthaufen.

5. Sammeln von Abfällen und Warten des Komposthaufens
Bis Schulende wurden Abfälle gesammelt und der Kompost umgesetzt.
Aus Biomüll wird Humus Aus Biomüll wird Humus
Erstes Anfüllen des Komposters Erstes Anfüllen des Komposters
Bauen und Anlegen eines Komposthaufens Bauen und Anlegen eines Komposthaufens
Unsere neuen Komposter Unsere neuen Komposter
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 3

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Da bei der Evaluierung mit dem Qualitätsstern besonders der Bereich „Einsparen von Ressourcen“ und „Reduzieren von Emissionen“ verbesserungspotential zeigte und auch von Seiten der Lehrer/innen der Wunsch da war, das Müllsystem der Schule zu überarbeiten, haben wir unseren Schwerpunkt in diesen Bereichen gesetzt:

1. Einsparen von Ressourcen – Stromfresser in der Schule finden
Erarbeitung des Themas im Schülerparlament und Ausbildung von Multiplikatoren, die andere Schüler/innen sensibilisieren. Lehrerteam schulen und die Aufmerksamkeit auf Stromfresser (Kopierer, Computer) lenken

2. Reduzieren von Emissionen – Sensibilisierung durch den „Steirischen Frühjahrsputz“
Durchführung einer Sammelaktion mit der 2a und der 2b um das Schulgebäude und in Richtung Mariatrost. Anschließende Reflexionsrunde und Erarbeitung von Alternativen zu „littering“ und Auswirkungen von sinnlosem Wegwerfen. Sichtbarmachen durch Publikation auf der Schulhomepage und erhalten einer Urkunde.

3. Reduzieren von Emissionen und Zusammenarbeit im Schulumfeld – Errichten eines Komposthaufens für den Schulstandort (VS und NMS)
In einem Projekt die dritten Klassen zum Thema „Boden“ mit der Sonderform „Kompost“ vertraut machen und gemeinsam einen Komposthaufen anlegen (siehe Eine Maßnahme / ein Projekt im Detail).

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Ziele des Projekts:
• Einen Komposthaufen für die Schule errichten
• Das Abfallsystem der Klassen erweitern und die organischen Abfälle dem Biomüll zuführen
• Das Ökosystem Boden anhand eines Komposthaufens mit Schüler/innen erforschen
• Sensibilisierung für das Thema Umweltschutz, Mülltrennung und Konsum
• Den Kreislauf von Produzenten, Destruenten und Konsumenten verstehen

Vorgehensweise:
Nachdem die Schüler/innen schon Vorkenntnisse über das Ökosystem Boden im Unterricht gesammelt hatten, sollte der Kompost und das Nutzen von Abfällen von Humus als Beispiel theoretisch genauer betrachtet und praktisch umgesetzt werden. Auch die angrenzende Volksschule sollte darüber informiert und dazu angeregt werden, den Komposthaufen mitzubenützen, um genügend Abfälle zu sammeln.

1. Organisatorisches
Material und Ort wurden erkundet, es gab eine Absprache mit Direktor, Schulwart und Kolleg/innen. Die Lehrer/innen für Naturwissenschaften wurden mit dem Projekt betraut und um Mithilfe gebeten. Die Direktorin der Volksschule wurde gebeten, mit ihren Schüler/innen mit zu sammeln. Diese gab den Tipp, die Schulkantine für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Schlussendlich Absprache mit den Reinigungsdamen bzgl. der Müllentsorgung und Bitte um Mithilfe.

2. Theorie und Ausbildung von Experten
Im naturwissenschaftlichen Unterricht wurden die theoretischen Grundlagen erarbeitet. Was ist ein Kompost? Wie wird aus Abfall nährstoffreicher Dünger? Was darf in den Kompost und was nicht? Zwei Schüler/innen, wurden zu Expert/innen ausgebildet, um die Volksschüler/innen und die anderen Klassen über den Umgang mit dem Kompost aufzuklären.

3. Errichtung des Komposters und erste Befüllung
Gemeinsam mit den Schüler/innen der 3. Klassen werden zwei Kompostbehälter 1m * 1m im Schulgarten neben der Gerätehütte des Schulwarts errichtet. Der Standort ist durch eine angrenzende Hecke und Schatten gut geschützt. Die Schüler/innen schnitten aus Hecken und Bäumen die erste, luftdurchlässige Schicht für den Komposthaufen (Reisig und Zweige) und füllten mit Gartenabfällen auf.

4. Information der übrigen Klassen und der Volksschule
Schüler/innen der dritten Klassen gingen in die Volksschule zu den einzelnen Klassen und informierten diese über die Regeln des Umgangs mit einem Komposthaufen.

5. Sammeln von Abfällen und Warten des Komposthaufens
Bis Schulende wurden Abfälle gesammelt und der Kompost umgesetzt.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Reduzieren von Emissionen, Gestalten von Schul- und Freiräumen

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
39

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Die Schüler/innen arbeiteten sowohl bei der Theorie (Plakate und Präsentationen), als auch bei der Errichtung des Komposthaufens in gemischten Teams.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Für die Errichtung und Betreibung eines Komposthaufens war besonders eine Kooperation mit dem Schulwart, den Reinigungsdamen, aber auch der hausinternen Volksschule und der Küche notwendig. Desweiteren gab es eine sehr gute Kooperation innerhalb des Lehrerteams der NMS St. Johann.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Präsentation auf der Schulhomepage

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Eine Evaluierung findet in den letzten Schulwochen durch die Lehrpersonen statt, die das Sammeln der Abfälle beobachten und regulierend eingreifen. Ob das Projekt geglückt ist, lässt sich erst im nächsten Schuljahr überprüfen, wenn der Verrottungsprozess abgeschlossen und Humus entstanden ist.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Reduzieren von Emissionen

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Einerseits zeigten die Schüler/innen große Begeisterung für das Thema und haben großes Engagement bei der Erarbeitung der theoretischen und praktischen Inhalte gezeigt. Gezeigt hat sich, dass für viele Schüler/innen Mülltrennung kein Begriff ist, weil er in ihrem Herkunftsland nicht vorhanden ist. Vor allem bei diesen Schüler/innen ist Aufklärung und Information wichtig. Auf der anderen Seite gab es große Unterstützung der hausinternen Volksschule und Küche. Vor allem die Küchenabfälle sind ein notwendiger „Nährstoff“ für unseren Kompost, der es uns ermöglicht, nährstoffreiche Erde für den Schulgarten zu gewinnen. Die Kooperation zwischen den einzelnen Instanzen der Schule zählt somit als erster Erfolg. Die längerfristigen Erfolge – der fertige Humus und die Düngung der schuleigenen Beete – lassen sich erst im nächsten Schuljahr überprüfen. Mittelfristige Erfolge sind, dass die Sammlung am Komposthaufen schulintern gut funktioniert und die Füllmenge der Biotonne geringer wird.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Der Biomüllanteil hat sich verringert und die Schüler/innen sind bei ihrem Abfallverhalten bewusster geworden. Um immer wieder daran zu erinnern, müssen in Zukunft aufklärende Maßnahmen gesetzt werden, um eine nachhaltige Änderung der Gewohnheiten herbeizuführen.

Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken sind die Zusammenarbeit im Lehrerteam, im Team der Schule und in diesem Fall sogar in Kooperation der Volksschule. Durch die Bereitschaft zusammenzuarbeiten, hat sich nicht nur ein Projekt für die NMS sondern für den ganzen Schulstandort entwickelt.

Netzwerke
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