ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

MoRaH („March of Remembrance and Hope – Austria“), – Reise gegen das Vergessen

Jahresbericht des Schuljahres 2016/2017

Schule: BHAK I Wels
KoordinatorIn: Mag. Schmid Katrin
DirektorIn: Prof. Mag. Dr. Hochreiner Alois
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
  • Schulklima und Partizipation
Inhalt
Gemeinsam mit 10.000 Jugendlichen aus 45 Ländern nahmen unsere Schülerinnen und Schüler am „March of the Living“ vom KZ Auschwitz ins drei Kilometer entfernte Vernichtungslager Birkenau und an der Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer des Holocausts teil, die auch von Unterrichtsministerin Sonja Hammerschmid besucht wurde.
Seit mehreren Jahren organisiert Professor Gottfried Haider in Zusammenarbeit mit MoRaH, einem gemeinnützigen Verein aus Wien, diese Reise für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler. Mit Zeitzeugengesprächen und dem Besuch des Euthanasieschlosses Hartheim hatten sich die Jugendlichen bereits Monate zuvor auf diese Reise in das dunkle Kapitel unserer Zeitgeschichte vorbereitet. Für die Jugendlichen war die Polen-Reise ein Eintauchen in die Vergangenheit, ein Hineinfühlen in eine lieblose gewalttätige Zeit, eine Form des Lernens für eine bessere Welt in der Zukunft.
Zeitzeugin Anna Hackl zu Besuch an der HAK 1 Wels Zeitzeugin Anna Hackl zu Besuch an der HAK 1 Wels
MoRah - Gedenkmarsch in Auschwitz MoRah - Gedenkmarsch in Auschwitz
MoRaH MoRaH
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 3

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Im Schuljahr 2016/2017 begleitete uns das Thema „Zeit“ in vielen verschiedenen Bereichen. Es war Zeit das Projekt GREEEN abzuschließen und es war eine Zeit des Umbruchs, die mit dem Beginn des Schulzubaus begonnen hat.

Im Folgenden findet sich ein Auszug an Ökolog Aktivitäten, die im heurigen Schuljahr an unserer Schule umgesetzt wurden:

• Reise gegen das Vergessen: MoRaH 2017 („March of Remembrance and Hope – Austria“), ein Gedenkmarsch der Erinnerung und Hoffnung am internationalen Holocaust Gedenktag in Ausschwitz
• Besuch der Zeitzeugin Anna Hackl an unserer Schule, die die „Mühlviertler Hasenjagd“ aus ihrem persönlichen Erlebnis geschildert hat
• Projektarbeit der 3. HAS Klasse zum Thema Gesunde Jause in der VS 4 Wels
• Weiterarbeit im Recyclingclub
• Workshop an der FH Wels zum Thema Ideenentwicklung und Produktmanagement- Wie aus Ideen Erfolge werden

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Gemeinsam mit 10.000 Jugendlichen aus 45 Ländern nahmen unsere Schülerinnen und Schüler am „March of the Living“ vom KZ Auschwitz ins drei Kilometer entfernte Vernichtungslager Birkenau und an der Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer des Holocausts teil, die auch von Unterrichtsministerin Sonja Hammerschmid besucht wurde.
Seit mehreren Jahren organisiert Professor Gottfried Haider in Zusammenarbeit mit MoRaH, einem gemeinnützigen Verein aus Wien, diese Reise für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler. Mit Zeitzeugengesprächen und dem Besuch des Euthanasieschlosses Hartheim hatten sich die Jugendlichen bereits Monate zuvor auf diese Reise in das dunkle Kapitel unserer Zeitgeschichte vorbereitet. Für die Jugendlichen war die Polen-Reise ein Eintauchen in die Vergangenheit, ein Hineinfühlen in eine lieblose gewalttätige Zeit, eine Form des Lernens für eine bessere Welt in der Zukunft.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Kultur des Lehrens und des Lernens, Schulklima und Partizipation

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
60

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Genderaspekte wurden ausgewogen berücksichtigt.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Es gab eine Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein MoRaH (March of Remembrance and Hope – Austria) aus Wien, der das Programm für österreichische Schüler und Schülerinnen anbietet. Ziel ist eine Erziehung zu mehr Menschlichkeit, Toleranz und Zivilcourage, das Lernen aus der Zeitgeschichte, dem Gedenken der Opfer der Shoah und jüdische Kultur und Traditionen kennenlernen.

https://www.morah.at

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Berichte über dieses Projekt finden sich unter anderem in unserem HAK-Book, auf unserer Schulhomepage und auf der Homepage der Bezirksrundschau.

- https://www.meinbezirk.at/wels-wels-land/leute/gegen-das-vergessen-fuer-eine-bessere-zukunft-polen-reise-der-hak-1-wels-m12557837,2121627.html

- http://hak1wels.at/index.php/aktuelles/pressespiegel/503-zeitzeugin-anna-hackl-zu-besuch

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Dieses Projekt wurde sowohl im Rahmen von MoRah als auch im Unterricht nach der Polen Reise reflektiert. Neben dieser Aufarbeitung in der Schule fand zudem noch ein Zeitzeugengespräch mit Anna Hackl statt, welche von der sogenannten Mühlviertler Hasenjagd erzählte, die sie als 13- jähriges Mädchen erlebte. Andreas Gruber ein Welser Regisseur und Filmemacher hat die dramatischen Erlebnisse die u.a. Anna Hackl erlebte in seinen Film „Hasenjagd – vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen“ filmisch umgesetzt.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
„Soziale Weiterentwicklung"

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Die Schüler und Schülerinnen waren sehr berührt und sahen dieses Projekt als ein Teil einer Erziehung zu mehr Menschlichkeit, Toleranz und Zivilcourage. Im speziellen konnten wir in Einzel- und Gruppengesprächen mit SchülerInnen erkennen, wie sehr sie dieses Projekt emotional ergriffen hat. Schülerinnen konnten auch mit Gleichaltrigen Erfahrungen sammeln und andere Kulturen und Städte kennen lernen, ebenso wurde ein verändertes Bewusstsein bei den Beteiligten geschaffen.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Dieser erschütternde Einblick in die Vergangenheit, sowohl durch die Polen Reise aber auch durch das Zeitzeugengespräch mit Anna Hackl, hat die SchülerInnen ermutigt wachsam zu sein gegenüber jeglichen Formen der Hetze, Entmenschlichung und Intoleranz gegenüber Menschen.

Wo liegen unsere Stärken?
Unserer Stärken liegen bei diesem Projekt einerseits in der Kontaktaufnahme mit einem gemeinnützigen Verein sowie der Stärkung der Schulgemeinschaft und der Persönlichkeitsentwicklung.

Netzwerke
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