ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Gut leben lernen statt viel haben wollen

Jahresbericht des Schuljahres 2016/2017

Schule: Volksschule Pfaffenschlag
KoordinatorIn: Nosko Gerlinde
DirektorIn: Robl Monika
Handlungsbereiche:
  • Einsparen von Ressourcen
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
  • Natur erleben im Schulumfeld
Inhalt
Als wir im vorigen Schuljahr eine Wanderung zum Areal "Blühende Zukunft" machten, um Nistkästen anzubringen, fiel den SchülerInnen auf, dass entlang der Fahrbahn Abfall unterschiedlichster Art deponiert wurde. Daraufhin beschlossen wir, uns im nächsten Schuljahr mit dem Thema Abfall genauer auseinanderzusetzen. In einer Teamsitzung mit unserer Betreuerin Lisa Schawerda erstellten wir einen Plan für einen Zeitdauer von drei Jahren. Folgende grundlegende Maßnahmen werden in unserer Schule bezügl. Mülltrennung und -vermeidung bereits durchgeführt. In jeder Klasse befinden sich Abfallbehälter für Papier, Restmüll und Kompost. Plastikverpackungen werden gleich im gelben Sack entsorgt. Der Kompost wird im Schulgarten gelagert und als Erde für die Hochbeete verwendet. Jedes Kind besitzt einen Kunststoffbecher und hat während des Vormittags die Möglichkeit, frisches Wasser vom Wasserspender zu trinken. Seit einigen Jahren werden die Schulhefte von "Hefte helfen" bestellt, die auf PEFC Papier gedruckt und klimaneutral produziert werden. Mit Absprache der Eltern werden die Schulsachen und Bücher, die in Ordnung sind, weiterhin verwendet. Die Broschüre "Mini Ratgeber für Schulsachen" beinhaltet für den Neukauf gute Tipps für umweltfreundliche Schulartikel. In der Schule verwenden wir Toilettenpapier, Kopierpapier und Einweghandtücher aus 100% Recycling-Papier. Für unsere weiterführende Arbeit luden wir Abfallberaterin Elke Allram ein, die mit den Schülerinnen in spielerischer Form richtige Mülltrennung bzw. Weiterverarbeitung erarbeitete. Abfall als Wertstoff konnten die Kinder beim Workshop der Seminarbäuerin erfahren. Aus einer gebrauchten sauberen Milchpackung entstand durch spezielle Falttechnik eine Geldbörse. Dass Müll ein wertvoller Rohstoff ist, zeigte auch das unterhaltsamen Umwelttheater "Es kumd zrugg" auf. Gut ausgestattet mit Warnwesten und Handschuhen nahmen die Kinder aller Schulstufen mit ihren Lehrerinnen an der Frühjahrsputz-Aktion der Gemeinde teil. Um den Weg des Abfalls verfolgen zu können, besuchten wir die Müllsammelstelle in Pfaffenschlag und das Abfallstoffzentrum in Waidhofen/Thaya, wo es eine fachkundige Führung durch dass Gelände gab. Im REL-Unterricht gestalteten die SchülerInnen eine Müllplastik und Plakate mit Ideen zur Müllvermeidung . All diese Aktivitäten motivierten die Schülerinnen, ihre Schuljause ohne Müll zu verpacken. zu verpacken.
Workshop mit Abfallberaterin Elke Allram Workshop mit Abfallberaterin Elke Allram
Ausstellung der Müllplastik vor der Schule Ausstellung der Müllplastik vor der Schule
Umwelttheater "Es kumd zrugg" Umwelttheater "Es kumd zrugg"
Frühjahrsputz-Aktion im Gemeindegebiet Frühjahrsputz-Aktion im Gemeindegebiet
Führung im Abfallsammelzentrum Waidhofen/Thaya Führung im Abfallsammelzentrum Waidhofen/Thaya
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 3

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
1. Gut leben LERNEN statt viel haben WOLLEN: Maßnahmen zum Thema "Abfall": SAMMELN/TRENNEN/VERMEIDEN/WIEDER VERWERTEN
2. Umgestaltung des Schulgartens: Teilnahme am österreichweiten Straßenmalwettbewerb "Blühende Straße": Anerkennungspreis für den 2. Platz: Gutschein für Beerensträucher

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Als wir im vorigen Schuljahr eine Wanderung zum Areal "Blühende Zukunft" machten, um Nistkästen anzubringen, fiel den SchülerInnen auf, dass entlang der Fahrbahn Abfall unterschiedlichster Art deponiert wurde. Daraufhin beschlossen wir, uns im nächsten Schuljahr mit dem Thema Abfall genauer auseinanderzusetzen. In einer Teamsitzung mit unserer Betreuerin Lisa Schawerda erstellten wir einen Plan für einen Zeitdauer von drei Jahren. Folgende grundlegende Maßnahmen werden in unserer Schule bezügl. Mülltrennung und -vermeidung bereits durchgeführt. In jeder Klasse befinden sich Abfallbehälter für Papier, Restmüll und Kompost. Plastikverpackungen werden gleich im gelben Sack entsorgt. Der Kompost wird im Schulgarten gelagert und als Erde für die Hochbeete verwendet. Jedes Kind besitzt einen Kunststoffbecher und hat während des Vormittags die Möglichkeit, frisches Wasser vom Wasserspender zu trinken. Seit einigen Jahren werden die Schulhefte von "Hefte helfen" bestellt, die auf PEFC Papier gedruckt und klimaneutral produziert werden. Mit Absprache der Eltern werden die Schulsachen und Bücher, die in Ordnung sind, weiterhin verwendet. Die Broschüre "Mini Ratgeber für Schulsachen" beinhaltet für den Neukauf gute Tipps für umweltfreundliche Schulartikel. In der Schule verwenden wir Toilettenpapier, Kopierpapier und Einweghandtücher aus 100% Recycling-Papier. Für unsere weiterführende Arbeit luden wir Abfallberaterin Elke Allram ein, die mit den Schülerinnen in spielerischer Form richtige Mülltrennung bzw. Weiterverarbeitung erarbeitete. Abfall als Wertstoff konnten die Kinder beim Workshop der Seminarbäuerin erfahren. Aus einer gebrauchten sauberen Milchpackung entstand durch spezielle Falttechnik eine Geldbörse. Dass Müll ein wertvoller Rohstoff ist, zeigte auch das unterhaltsamen Umwelttheater "Es kumd zrugg" auf. Gut ausgestattet mit Warnwesten und Handschuhen nahmen die Kinder aller Schulstufen mit ihren Lehrerinnen an der Frühjahrsputz-Aktion der Gemeinde teil. Um den Weg des Abfalls verfolgen zu können, besuchten wir die Müllsammelstelle in Pfaffenschlag und das Abfallstoffzentrum in Waidhofen/Thaya, wo es eine fachkundige Führung durch dass Gelände gab. Im REL-Unterricht gestalteten die SchülerInnen eine Müllplastik und Plakate mit Ideen zur Müllvermeidung . All diese Aktivitäten motivierten die Schülerinnen, ihre Schuljause ohne Müll zu verpacken. zu verpacken.

Handlungsbereiche
Einsparen von Ressourcen, Kultur des Lehrens und des Lernens, Natur erleben im Schulumfeld

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
31

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Nein

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
ÖKOLOG-Betreuerin Lisa Schawerda, Abfallberaterin Elke Allram, Abfallsammelzentrum Waidhofen/Thaya, Gemeinde Pfaffenschlag, Nahversorger des Ortes, Seminarbäuerin Gertraud Hübl, Business Data Consulting GesmbH ("Hefte helfen")

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Müllplastik im Eingangsbereich des Schulgebäudes, Plakate vor dem Eingang zum Nahversorger "Nah und Frisch", Berichte + Fotos in der Gemeindezeitung, Homepage der VS Pfaffenschlag

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
In Teamsitzungen mit Betreuerin Lisa Schawerda, in Feedback-Gesprächen mit den SchülerInnen

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Mülltrennung und -vermeidung macht Sinn

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Der Animationsfilm "Sei ein Held! Lass nichts liegen" schärfte das Bewusstsein, dass die Tierwelt unter der Umweltverschmutzung leidet und sogar qualvoll verenden kann. Die Kinder waren vom Inhalt sehr betroffen und machten den Vorschlag, auch am Schulweg Müll zu sammeln und richtig zu entsorgen. Öffentliche Plakate sollen zum Nachdenken anregen. Die Vorbildwirkung einiger SchülerInnen bezügl. Verpackung der Schuljause führte schrittweise für alle Schulkinder zur "müllfreien Jause". Jausenbox und Emil - die Flasche sind in unserer Schule mittlerweile Standart. Die Broschüre "Mini-Ratgeber für Schulsachen" motiviert Eltern umweltfreundliche Schulartikel zu kaufen. Wenn wir unsere Müllanalyse mit jener am Schulanfang vergleichen, können wir feststellen, dass durch entsprechende Maßnahmen und Aktionen eine positive Verhaltensänderung stattgefunden hat.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Im Laufe des Schuljahres haben sich Restmüll und Kunststoffverpackungen durch die Verwendung von Jausenbox und Glasflasche gewaltig reduziert. Großer Beliebtheit erfreut sich ein am Gang angebrachter Wasserspender. Jedes Kind besitzt einen eigenen Kunststoffbecher und hat in jeder Pause Gelegenheit, frisches Wasser zu trinken. Das Obst für den täglichen Obsttisch wird in Körben gebracht. Zum Transport zusätzlicher Schulsachen verwenden die Schülerinnen Stofftaschen. Beim heurigen Schulschlussfest, das der Elternverein organisierte, wurde für alle Speisen und Getränke Mehrweggeschirr verwendet. Stoff- und Wollreste, Papier, alte CD´s, Holzabfälle, etc. werden in der Schule gesammelt und finden in den kreativen Fächern Verwendung.

Wo liegen unsere Stärken?
Umwelt- und Naturschutz sind seit dem Klimabündnisbeitritt Eckpfeiler unserer Unterrichtsarbeit. In unserer kleinen Schule erfährt jedes einzelne Kind Zuwendung und Achtung und wird in allen Projekten aktiv mit eingebunden. Die somit übernommene Verantwortung wirkt sich positiv auf die Klassen- und Schulgemeinschaft aus. Durch die gute Zusammenarbeit mit Eltern, Gemeinde und ortsansässigen Betrieben können wir viele geplante Maßnahmen zu unserer Zufriedenheit umsetzen. Die Wertschätzung unserer Arbeit durch die Eltern trägt zu einem positiven Schulklima bei.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Zertifizierte Gesunde Schule
Klimabündnis-Schule

Zusatzfrage für Klimabündnis-Schulen
Im Rahmen der Mobilitätswoche vom 17. - 23. 10. 2017 Teilnahme am österreichweiten Straßenmalwettbewerb "Blühende Straße": Mit 16 großflächigen Naturbildern wurde der Parkplatz in Pfaffenschlag bunt gestaltet. Für die Erreichung des 2. Platzes bekamen wir einen Gutschein über € 200,- für Beerensträucher, die in unserem naturnahen Schulgarten bereits Früchte tragen. Teilnahme an der Klimameilen-Aktion 2017. Teilnahme am Gesundheitsprogramm der Sportunion: UGOTSCHI - Kinder gesund bewegen

Weitere Netzwerke
Netzwerk Mathematik, Pilotschule "Bewegte Klasse macht Schule"