ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Kärntner Almschwein

Jahresbericht des Schuljahres 2016/2017

Schule: Landwirtschaftliche Fachschule Litzlhof
KoordinatorIn: Ing. Pfister Renate
DirektorIn: DI Huber Josef
Handlungsbereiche:
  • Natur erleben im Schulumfeld
  • Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
Inhalt
Die Alm der LFS Litzlhof war diesen Sommer Ort eines ganz besonderen Projekts. In der Vergangenheit wurden auf diese Alm nur Kühe und Ziegen, gelegentlich auch ein paar Pferde, aufgetrieben. Diesen Sommer jedoch bereicherten drei Ferkel einer seltenen Rasse die Berghänge der Landesschulalm.
Ziel des Almprojekts war es zu zeigen, dass diese robuste Rasse in uneingeschränkter Freiheit auf Almen gut zu halten ist. Drei Ferkel, zwischen 7 und 8 kg schwer, wurden von einem Züchter im Mölltal gekauft und für die ersten vier Wochen gekoppelt. Dort lernten sie ihr 'Zuhause', einen großen Strohhaufen im Stall, Futterstelle und Toilettenecke kennen. Die Stalltür war von Beginn an offen, die Ferkel konnten sich 24 Stunden frei bewegen. Nach ca. 4 Wochen wurde der E-Zaun abgebaut, die Schweinchen konnten von nun an 'schwarteln' wohin sie wollten. Schweine haben einen strengen Biorhythmus und sind deshalb leicht zu 'hüten'. Spätestens zur Dämmerung kamen sie zum Stall zurück um dort zu übernachten, fast immer auch zum Mittagsschläfchen. Da Schweine sehr gesellig und intelligent sind lernten sie in kürzester Zeit mit den Kühen und Pferden umzugehen und waren unbeirrt inmitten Kuh- und Pferdeherden zu finden. Oft auch im Wald auf der Suche nach Futter, wo sie zur Waldverjüngung beitragen indem sie den Boden öffnen und so Platz für neue Keimlinge schaffen.
Die eingesetzte Futtermenge ist bei dieser Art Haltung sehr viel geringer wie normal, die 'Schäden' auf den Weiden durch umgewühlten Boden nicht erkennbar, da die Flächen riesig sind und die Schweine weit umherziehen. Selbst ein früher Wintereinbruch mit Kälte und Schnee konnte den Tieren, dank eines stabilen Immunsystems, nichts anhaben.
Für nächsten Sommer ist geplant, die Sauen dieses Sommers auf der Alm ferkeln zu lassen um eine sehr robuste, gesunde Almschweinezucht aufzubauen.
Waldschweine Waldschweine
Kontaktaufnahme mit den anderen Almbewohnern Kontaktaufnahme mit den anderen Almbewohnern
Kärntner Almschwein Kärntner Almschwein
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 1

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Almschweine

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Die Alm der LFS Litzlhof war diesen Sommer Ort eines ganz besonderen Projekts. In der Vergangenheit wurden auf diese Alm nur Kühe und Ziegen, gelegentlich auch ein paar Pferde, aufgetrieben. Diesen Sommer jedoch bereicherten drei Ferkel einer seltenen Rasse die Berghänge der Landesschulalm.
Ziel des Almprojekts war es zu zeigen, dass diese robuste Rasse in uneingeschränkter Freiheit auf Almen gut zu halten ist. Drei Ferkel, zwischen 7 und 8 kg schwer, wurden von einem Züchter im Mölltal gekauft und für die ersten vier Wochen gekoppelt. Dort lernten sie ihr 'Zuhause', einen großen Strohhaufen im Stall, Futterstelle und Toilettenecke kennen. Die Stalltür war von Beginn an offen, die Ferkel konnten sich 24 Stunden frei bewegen. Nach ca. 4 Wochen wurde der E-Zaun abgebaut, die Schweinchen konnten von nun an 'schwarteln' wohin sie wollten. Schweine haben einen strengen Biorhythmus und sind deshalb leicht zu 'hüten'. Spätestens zur Dämmerung kamen sie zum Stall zurück um dort zu übernachten, fast immer auch zum Mittagsschläfchen. Da Schweine sehr gesellig und intelligent sind lernten sie in kürzester Zeit mit den Kühen und Pferden umzugehen und waren unbeirrt inmitten Kuh- und Pferdeherden zu finden. Oft auch im Wald auf der Suche nach Futter, wo sie zur Waldverjüngung beitragen indem sie den Boden öffnen und so Platz für neue Keimlinge schaffen.
Die eingesetzte Futtermenge ist bei dieser Art Haltung sehr viel geringer wie normal, die 'Schäden' auf den Weiden durch umgewühlten Boden nicht erkennbar, da die Flächen riesig sind und die Schweine weit umherziehen. Selbst ein früher Wintereinbruch mit Kälte und Schnee konnte den Tieren, dank eines stabilen Immunsystems, nichts anhaben.
Für nächsten Sommer ist geplant, die Sauen dieses Sommers auf der Alm ferkeln zu lassen um eine sehr robuste, gesunde Almschweinezucht aufzubauen.

Handlungsbereiche
Natur erleben im Schulumfeld, Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung, Kultur des Lehrens und des Lernens

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
60

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Nein

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Litzlhof Alm, NMS Feldkirchen, LFS Drauhofen, LFS St. Andrä, LFS Stiegerhof, LFS Goldbrunnhof, LFS Ehrental

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Besichtigung der freilaufenden Almschweine auf der Litzlhof Alm. Öffentlichkeitsarbeit durch Absolventenzeitung und Homepage.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Aufsätze im Deutschunterricht und Besprechung im Unterrichtsgegenstand Tierhaltung.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Artger. Tierhaltung, Gesunde Ernährung

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Glückliche Schweine

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Bewusstseinsbildung für artgerechte Tierhaltung und gesunde Ernährung.

Wo liegen unsere Stärken?
Möglichkeit der Nutzung der eigenen Alm und der Möglichkeit des freien Experimentierens.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Klimabündnis-Schule
Erasmus+

Zusatzfrage für Klimabündnis-Schulen
Pflanzenbau, Waldwirtschaft, Religion, Produktveredelung und Direktvermarktung, Alm und Biolandwirtschaft

Weitere Netzwerke
IGO Oberkärnten, Tiergesundheitsdienst, Bio Austria, Kooperationsplattform Nockregion