ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Der Wurm Fress Club

Jahresbericht des Schuljahres 2017/2018

Schule: Lernwerkstatt im Wasserschloss
KoordinatorIn: Kienzl Johanna
DirektorIn: Feldner Theodor
Handlungsbereiche:
  • Einsparen von Ressourcen
  • Reduzieren von Emissionen
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
Inhalt
Ilayda die Austauschstudentin aus der Türkei hat in der Lernwerkstatt ein Müll – Kompostierungsprojekt initiiert, welches aus zwei Teilen bestand "Vermicomposting and Recycling" (Wurmkompostierung und Wiederverwertung).

Für diesen Part haben wir uns zunächst in Wurmklub-Teams organisiert und Wurmbehälter zusammengebaut. Dann haben wir angefangen, die Würmer alle zwei Tage mit Biomüll zu füttern. Während des Kompostierungsprozesses haben Kinder die Bodenbildung beobachten und die Wurmanatomie und ihre Auswirkungen auf die Umwelt kennenlernen können. Außerdem haben wir an ihnen experimentiert (natürlich haben wir keinen Wurm verletzt) und grundsätzlich ihr Verhalten beobachtet und eine experimentelle Umgebung geschaffen.

Der zweite Teil unseres Müll-Projektes war auch sehr lustig. Wiederverwendung von Müll ist eine super coole Idee, um den Energie- und Wasserverbrauch zu reduzieren.
Zunächst einmal sammelten wir in einem großen Container für einen Monat allen Papiermüll, der in der Schule anfiel. Dazu gab es ein Poster, welches genau erklärte, warum wir uns unserer Verwendung oder möglicher Verschwendung bewusst sein sollten und welche Auswirkungen dies auf die Umwelt hat. Es wurde genau dargestellt, welche Menge an Wasser und Energie gebraucht wird, um genau dieselbe Menge an Papier herzustellen und daneben ebenso die Menge an Wasser und Energie, die gebraucht wird, um die Menge an Papier zu recyclen.
Nachdem eine Menge Papier gesammelt wurde, blieb noch eine Frage übrig: Was könnten wir nun mit dem ganzen Papier machen? Oder wie könnten wir es recyclen?
Wir haben uns für eine sehr lustige und kreative Lösung entschieden: Ein guter Weg, altes Papier zu recyceln ist ... neues Papier zu machen! Anstatt alte Papierfetzen wegzuwerfen, wurden schmutzige oder markierte Seiten wiederverwendet, um neues Papier herzustellen. Das Papierschöpfen war gleichzeitig ein wundervolles, sinnliches Erlebnis für die Kinder aber auch Erwachsenen. Durch die Erfahrung haben die Kinder nicht nur neues Papier entworfen und erstellt, sondern auch die Vorteile und den Nutzen der Wiederverwertung verinnerlicht.

Andere kleinere Projekte beinhalteten das Erlernen von Origami und Erstellen von Origami-Figuren aus alten Zeitungen. Ebenso haben wir alte T-Shirts gesammelt, und aus diesen neue Textilien oder Utensilien kreiert. Durch ein Einfrau -Theaterstück haben wir auf witzige Weise erfahren wie wir zuhause und in der Schule Müll trennen.
Wurmclub Wurmclub
Vorbereitung der Kompostkisten Vorbereitung der Kompostkisten
Beobachtung der Kompostlebewesen Beobachtung der Kompostlebewesen
Ilayda Initiatorin des Müllprojektes Ilayda Initiatorin des Müllprojektes
Papierschöpfen Papierschöpfen
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 5

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Selbstversorgertage in Istrien mit Zelten, selber Kochen etc. für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren.
Teilnahme von 2 Schülern beim World Peace Game.
Theateraufführungen von drei Theatergruppen.
Mitarbeit von 2 European Voluntary Service – Teilnehmerinnen (Spanien; Türkei).
Radioprojekt für Jugendliche ab 12 Jahren.
Mädchengruppe.
Elternbildung: Seminar für Eltern neuer Kinder; Seminar für Eltern von (Vor-)Sekundarias.
Digitale Geschichten.
Workshop Love & Likes für Jugendliche ab 12 Jahren von der Landesstelle für Suchtprävention, inkl. Teamfortbildung und Elternabend.
Sexualpädagogischer Workshop für Kinder bis 12 Jahre vom Institut für Sexualpädagogik; inkl. Elternabend.
1-wöchiger Schulbesuch von einer russischen Montessori-Schule: 6 Kinder bis 10 Jahre, mit Lehrkräften und Eltern.
Schneewoche in Klaffer für Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren.
Schneewoche der Sekundaria auf einer Selbstversorgerhütte.
Stressresilienzworkshop für das pädagogische Team.
Malort von Arno Stern.
Elternangebote (Arbeiten mit Wachs, Ton, Textiles Gestalten, Filzen, …).
Mathematik-Seminar von einem Begleiter für Team, Eltern und Externe.
Teilnahme am Partnerinitiativen-Treffen (pädagogisch ähnlich arbeitende Schulen und Kindergärten) im Herbst.
Organisation eines Partnerinitiativen-Treffens in der Lernwerkstatt im April 2018
Ziel: pädagogischer Austausch.
Besuch der Mülldeponie St. Pölten.
Besuch des Films „The Green Lie“ und Gespräch mit dem Regisseur (für Jugendliche ab 12 Jahren).Ausgang in einen Recycling-Laden.
Besuch von Gerichtsverhandlungen in Krems.
Ausgänge in die Traisen-Au.
Zeltwoche für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren auf einem Bauernhof in der Steiermark.
Schlossnacht Übernachtung in der Schule für Kinder zwischen 6 und 9 Jahren.
Organisation eines Sport- und Spieletags unter Teilnahme mehrerer Partnerinitiativen im Juni. (Idee und Organisation teilweise von Kindern und Jugendlichen; Unterstützung durch Eltern)
Istrien-Klausur.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Ilayda die Austauschstudentin aus der Türkei hat in der Lernwerkstatt ein Müll – Kompostierungsprojekt initiiert, welches aus zwei Teilen bestand "Vermicomposting and Recycling" (Wurmkompostierung und Wiederverwertung).

Für diesen Part haben wir uns zunächst in Wurmklub-Teams organisiert und Wurmbehälter zusammengebaut. Dann haben wir angefangen, die Würmer alle zwei Tage mit Biomüll zu füttern. Während des Kompostierungsprozesses haben Kinder die Bodenbildung beobachten und die Wurmanatomie und ihre Auswirkungen auf die Umwelt kennenlernen können. Außerdem haben wir an ihnen experimentiert (natürlich haben wir keinen Wurm verletzt) und grundsätzlich ihr Verhalten beobachtet und eine experimentelle Umgebung geschaffen.

Der zweite Teil unseres Müll-Projektes war auch sehr lustig. Wiederverwendung von Müll ist eine super coole Idee, um den Energie- und Wasserverbrauch zu reduzieren.
Zunächst einmal sammelten wir in einem großen Container für einen Monat allen Papiermüll, der in der Schule anfiel. Dazu gab es ein Poster, welches genau erklärte, warum wir uns unserer Verwendung oder möglicher Verschwendung bewusst sein sollten und welche Auswirkungen dies auf die Umwelt hat. Es wurde genau dargestellt, welche Menge an Wasser und Energie gebraucht wird, um genau dieselbe Menge an Papier herzustellen und daneben ebenso die Menge an Wasser und Energie, die gebraucht wird, um die Menge an Papier zu recyclen.
Nachdem eine Menge Papier gesammelt wurde, blieb noch eine Frage übrig: Was könnten wir nun mit dem ganzen Papier machen? Oder wie könnten wir es recyclen?
Wir haben uns für eine sehr lustige und kreative Lösung entschieden: Ein guter Weg, altes Papier zu recyceln ist ... neues Papier zu machen! Anstatt alte Papierfetzen wegzuwerfen, wurden schmutzige oder markierte Seiten wiederverwendet, um neues Papier herzustellen. Das Papierschöpfen war gleichzeitig ein wundervolles, sinnliches Erlebnis für die Kinder aber auch Erwachsenen. Durch die Erfahrung haben die Kinder nicht nur neues Papier entworfen und erstellt, sondern auch die Vorteile und den Nutzen der Wiederverwertung verinnerlicht.

Andere kleinere Projekte beinhalteten das Erlernen von Origami und Erstellen von Origami-Figuren aus alten Zeitungen. Ebenso haben wir alte T-Shirts gesammelt, und aus diesen neue Textilien oder Utensilien kreiert. Durch ein Einfrau -Theaterstück haben wir auf witzige Weise erfahren wie wir zuhause und in der Schule Müll trennen.

Handlungsbereiche
Einsparen von Ressourcen, Reduzieren von Emissionen, Kultur des Lehrens und des Lernens

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
98

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Im Prozess wurden alle Aktivitäten im gleichen Ausmaß Mädchen und Burschen zugänglich gemacht.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Austauschstudentin Ilayda (Studium der Nachhaltigkeit in Ankara, Abfallwirtschaftsverband)

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Schulhomepage, Freigeist (einiges Magazin in Österreich für innovative Pädagogik) - Schulzeitung

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Reflexion im Begleiterkontext. Schriftliche Reflexion im Schülertagebuch. Operative Einbindung von Reflexionsphasen im aktiven Tätigkeitsprozess.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Jahresziel der Schule - Nachhaltigkeit

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
An der Sensibilisierung der Kinder für Kleinstlebewesen, an den entstanden Recyclingwerken usw.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Es war eine großartige Möglichkeit, den Kindern zu zeigen, dass kleine Kreaturen etwas so Wertvolles produzieren können, dass Mutter Natur dazu helfen kann zu wachsen. Es wird sie dabei unterstützen alle Lebewesen in dieser Welt zu schätzen. Sie haben auch gelernt, vorsichtig mit den Lebewesen umzugehen, und hoffentlich werden sie das Wissen auch an ihre anderen Freunde und Spielkameraden weitergeben. Dieses Bewusstsein wirkt sich konstruktiv auf das Schulklima, den Schulalltag aus.

Wo liegen unsere Stärken?
In der co - kreation von Prozessen im Projektverlauf.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Erasmus+

Zusatzfrage für Klimabündnis-Schulen
Umwelt.Wissen.Schule, Pilotschule - Schulen der Zukunft / Gerald Hüther, Freie Schulen Österreich