ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Ein Brunnen für Uganda - Flohmarkt für den guten Zweck

Jahresbericht des Schuljahres 2017/2018

Schule: Landwirtschaftliche Fachschule Zwettl
KoordinatorIn: Dipl.Päd. Ing. Riedl Christine
DirektorIn: Dir. Dipl. Päd. Ing. Edlinger Maria
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Einsparen von Ressourcen
  • Schulklima und Partizipation
Inhalt
Initiiert durch Frau Christa Böhm (Mitarbeiterin der Schule), organisierte die Schule einen Flohmarkt im Rahmen des Tag der offenen Tür am Bildungszentrum Edelhof. Der Erlös wurde für die Aktion "Wasser für Uganda" gespendet.
Fleißig plante und organisierte Frau Böhm zusammen mit Lehrkräften und einem SchülerInnenteam den Flohmarkt. Haushaltswaren, Spielzeug, DIY-Artikel, Dekomaterialien, usw. wurden gesammelt, Lebkuchenherzen gebacken und verziert, Säfte und Marmeladen eingekocht und Pflanzen vermehrt um beim Flohmarkt zum Verkauf angeboten zu werden. Ebenso wurde am Tag der offenen Tür der längste Mohnstrudel auf dem längsten Brett Österreichs mit 40 Metern Länge, gebacken von Anna Kastner und Schülerinnen, präsentiert. Auch der Reinerlös des Mohnstrudelverkaufs kommt „Wasser für Uganda“ zu Gute.
Die beteiligten SchülerInnen waren voller Elan in der Vorbereitung und Umsetzung des Flohmarktes dabei und konnten erkennen, welche Wirkung ihr Tun für einen karitativen Zweck haben kann. Die Schule ist stolz auf dieses partizipative Projekt.
Aufbau Aufbau
"I verzier dir dein Herzerl" "I verzier dir dein Herzerl"
Wir backen den längsten Mohnstrudel... Wir backen den längsten Mohnstrudel...
Flohmarkt voll im Gange Flohmarkt voll im Gange
Die fleißigen Flohmarkthelferinnen Die fleißigen Flohmarkthelferinnen
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 3

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
EINSPAREN V. RESSOURCEN: Fehlkopien sammeln, Schüler dazu angehalten, Kopierkosten zu reduzieren indem Kopiergerät und seine Funktionen genau erklärt wurden. Vertiefung zum Arbeiten mit der Plattform LMS: Arbeitsunterlagen hochladen und nicht mehr drucken, Anschaffung eines professionellen und energiesparenden Dörrgerätes, verstärkte Sammelaktion im Zuge des ÖK-Unterrichtes für Ö3-Wundertüte. Durchführung des „Shuuz-Projektes“, Kerzen gießen mit Kerzenresten, Exkursion in die Sonnenwelt Groß Schönau, Nähen von eigenen Kleidungstücken (Dirndl, Sommerkleider, Abendkleider, Wäschesäcke, Rucksäcke, Upcycle-Penale,…), kreatives Basteln mit Recyclingmaterialien für Kinder; REDUZIEREN V. EMISSIONEN: Kompostierung biogener Abfälle, eigenen ökologischen Fußabdruck berechnet, Schüler unter den Jahrgängen vernetzen, damit sie Fahrgemeinschaften zur An- und Abreise ins Internat bilden; Lehrausgänge mithilfe des regionalen Angebotes der öffentlichen Verkehrsmittel abwickeln, Fahrgemeinschaften bei LehrerInnenfortbildungen bilden; Lehrausgang zur Kläranlage, ins Freibad, usw. zu Fuß
MOBILITÄT & VERKEHR: Geänderte Unterrichtszeiten wegen Projektstunden, usw. an die Fahrzeiten des öffentlichen Verkehrs anpassen, damit diese auch genutzt werden. Schüler zu Freizeitbeschäftigungen wie Radeln, Marsch zum naheliegenden Erdbeerfeld, Spaziergängen und Morgenläufen am Edelhof motivieren anstatt des Besuches im EKZ Zwettl. NATUR ERLEBEN IM SCHULUMFELD: Langlaufen, Smoveymarsch und Wakingtouren und dabei Natur und Landschaft genießen, Exkursion in den NP Thayatal, Alpakawanderung, Obst, Gemüse, Kräuter für Vorratswirtschaft ernten/sammeln, Entspannungsübungen in der Natur, Kinderbetreuung auf der Garten Tulln, Angebot des "Hausgartl-Kurses" für Interessierte, Verarbeitung der Schätze aus dem Garten im Koch- und LWG-Unterrichts, Unterricht in der Freiluftklasse, Landarts mit Schätzen aus der Natur gestalten, Gartendekoration aus Naturmaterialien bauen. Pflanzenbestimmung am Edelhof im Zuge des LWG- und ÖK- Unterrichtes. (Herbarien anlegen, Bäume bestimmen, …). Herstellung von selbstgemachtem Vogelfutter, Fertigung von Weidenkugeln und Holzchristbäumen, Lehrausgang in Erlebnisgärten in Schiltern, Beobachtung der Natur im 4-Jahreszeiten-Verlauf anhand einer Fotodokumentation und Analyse, Ökologie-Portfolio (Analyse von Zeitungsartikeln, Dokumentation und der Praxisbetriebe in Hinblick auf Umwelt & Natur) GESUNDE ERNÄHRUNG: Bioanteil bei der Verpflegung erhöht, Angebot eines reichhaltigen Salatbuffets beim Mittagessen für die SchülerInnen, fachkundige KäsekennerInnen ausbilden, regionale und saisonale Produkte, Milchprodukte vom Schulmilchbauern, Apfelsaft & Äpfel vom regionalen Obstbauern, Frühstückscerealien aus Rudmanns, Brot selbst backen, Vorratswirtschaft für die Gemeinschaftsverpflegung und die Junior-Firma, Zugriff zu Obst, Gemüse, Milch und Joghurt rund um die Uhr, frei und zu jeder Zeit zugängliche Trinkstation, vermehrt Obst als Nachspeise, Essenwünsche der Schülerinnen bei Speiseplanerstellung berücksichtigen, Workshop „Klima & Ernährung“ SCHUL(FREI)RÄUME GESTALTEN UND NUTZEN: Sitzgruppe aus Palettenmöbel mit dem Tischler der benachbarten Schule herstellen, Gewächshaus errichten, Anlage neuer Beete im Schulgarten, Vermietung von nicht genutzten Räumlichkeiten an weitere Bildungsinstitutionen bzw. Vereine. (Seminare, Internatsvermietung während der Sommervermietung)
ZUSAMMENARBEIT MIT DEM SCHULUMFELD: Workshops mit der Klima- und Energiemodellregion Zwettl, Exkursion zur Fa. Waldland zum Thema "Regionale Vermarktung", Teilnahme an der Gemeinderatssitzung in Zwettl, Besichtigung der Kindergärten in der Waldrandsiedlung und in Zwettl, Sozialarbeit und Jugendcoaching durch das Hilfswerk Zwettl und die Caritas St. Pölten, 1:1 Betreuung im Seniorenheim, Gestaltung der Erntedank- und Weihnachtsfeier im Seniorenheim, Teilnahme an der Stop-Littering-Aktion der Gemeinden, Vorträge und Aktivitäten im Zuge des Landjugendsprengels (Selbstverteitigung, Styling- und Flechtfrisurenworkshop, Wettbewerbe, Turniere, …), Workshops zur Suchtprävention mit der Fachstellen NÖ, Zusammenarbeit mit der GKPS Zwettl, Gläser- und Weinworkshop mit Fa. Riedel; Planung und Umsetzung eines Flohmarktes im Zuge des Tag der offenen Tür für „Wasser für Uganda“, Besuch aller Klassen des Theaters in Arbesbach, KULTUR DES LEHRENS UND LERNENS: Eröffnungs- und Schulschlussgottesdienst, Maiandacht, Roratemesse, Organisation und Durchführung des Erntedankfestes am Edelhof, Tanzkurs, Traktorführerschein, lernen durch praktischen Unterricht, Skitag am Ötscher, Faschingsdienstag am Eislaufplatz + Schwimmbad + auf der Piste, Spieleabende mit Brettspielen im Internat, Bewegung im Unterricht (fit4 Brain), GastreferentInnen und ExpertInnen, Gesundheitstag, interkultureller Kochunterricht. Lernen anhand von Lernfeldern --> folgende Lernfelder wurden erfolgreich umgesetzt: Erntedank, Sicherheit im Alltag, Klimatanz auf großem Fuß, Eventmanagement, Juniorfirma. Die Anbauversuche und deren Verläufe der Saatzucht Edelhof zusammen mit den SchülerInnen im Freiland beobachten. Erweiterung des Neigungsgruppenangebotes: Bewegung & Spiel; Natur, Gesundheit & Genuss; Brauchtum im Jahreskreis; English in Action; Schulübergreifender Schüleraustausch (mit LFS Edelhof) mit SchülerInnen des Carmel Colleges Saarland, Schulhausroman schulübergreifend mit LFS Edelhof, Vortrag zu „65 Jahre Europa“ mit anschließender Diskussionsmöglichkeit
SCHULKLIMA & PARTIZIPATION: Peerlearning durch die Bildung von Buddy-Gruppen, gemütliche Sitzgruppen in den Klassenräumen, Sozialprojekt Concordia Rumänien inkl. Schüleraustausch, Gesundheitstag mit diversen Workshops zu Gesundheit, Sport, Bewegung und Ernährung, Suchtprävention durch Workshop-Reihe „Check your limits“; Start ins 2. Semester mit einem gemeinsamen Klimabrunch für SchülerInnen und LehrerInnen, Benefiz-Punschstand initiiert und durchgeführt durch SchülerInnen, FlashMob inkl. Holy-Festival für Teilnahme an einem Kreativwettbewerb, Zusammenarbeit von LehrerInnen und SchülerInnen in der Organiosation und Durchführung des Tag der offenen Tür SCHULENTWICKLUNG: Umsetzung von Lernfelder --> Themener- und bearbeitung in allen Unterrichtsgegenständen möglichst zeitgleich: Klimatanz auf großem Fuß, Eventmanagement, Juniorfirma, Erntedank, ....Arbeitsgruppen zur Erarbeitung des Schulzusammenlegungsprozessen zum Bildungszentrum Edelhof (LFS Edelhof, BS Edelhof, LFS Ottenschlag, LFS Zwettl) Forcierung neuer Schwerpunktsetzung Produktvermarktung und –veredelung, Fortbildungsreihe für LehrerInnen zu „Pädagogisches Potential des digitalen Wandels nutzen

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Initiiert durch Frau Christa Böhm (Mitarbeiterin der Schule), organisierte die Schule einen Flohmarkt im Rahmen des Tag der offenen Tür am Bildungszentrum Edelhof. Der Erlös wurde für die Aktion "Wasser für Uganda" gespendet.
Fleißig plante und organisierte Frau Böhm zusammen mit Lehrkräften und einem SchülerInnenteam den Flohmarkt. Haushaltswaren, Spielzeug, DIY-Artikel, Dekomaterialien, usw. wurden gesammelt, Lebkuchenherzen gebacken und verziert, Säfte und Marmeladen eingekocht und Pflanzen vermehrt um beim Flohmarkt zum Verkauf angeboten zu werden. Ebenso wurde am Tag der offenen Tür der längste Mohnstrudel auf dem längsten Brett Österreichs mit 40 Metern Länge, gebacken von Anna Kastner und Schülerinnen, präsentiert. Auch der Reinerlös des Mohnstrudelverkaufs kommt „Wasser für Uganda“ zu Gute.
Die beteiligten SchülerInnen waren voller Elan in der Vorbereitung und Umsetzung des Flohmarktes dabei und konnten erkennen, welche Wirkung ihr Tun für einen karitativen Zweck haben kann. Die Schule ist stolz auf dieses partizipative Projekt.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Einsparen von Ressourcen, Schulklima und Partizipation

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
0

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
wurden nicht konkret berücksichtigt

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Spenden durch Verwandte und Bekannte der MitarbeiterInnen und SchülerInnen der Schule.
Laufende Absprache mit den Marienschwestern von Karmel, die die Missionsstation in Mizigo (Uganda) aufgebaut haben und sich nun um die Umsetzung der Bohrung des Brunnens kümmern. Sie haben für die SchülerInnen auch einen Vortrag über die Gegebenheiten der Wasserversorgung in Uganda gehalten.
Unterstützung durch Spenden des Absolventenverbandes.
Die Pfarre St. Martin bei Weitra hat einen Pfarrflohmarkt veranstaltet, auf dem die Restbestände des Flohmarktes zum nochmaligen Verkauf für das Projekt angeboten wurden.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Das Projekt wurde im Rahmen des Tag der offenen Tür am Bildungszentrum Edelhof präsentiert und umgesetzt und durch den Pfarrflohmarkt der Pfarre St. Martin bei Weitra unterstützt.
Öffentlichkeitsarbeit wurde durch Mundpropaganda der MitarbeiterInnen und der SchülerInnen betrieben. Im Zuge des Tag der offenen Tür, durch die Eltern, der Absolventenzeitschrift, auf Facebook, in der NÖN, den Waldviertler Nachrichten und in der Kirche bunt.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Schule steht im fortwährenden Kontakt mit den Marienschwestern zur Information über den Baufortschritt der Brunnenerrichtung in Uganda.
Informationen dazu werden im kommenden Schuljahr auch laufend an die SchülerInnen und AbsolventInnen weitergegeben.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
war kein Jahresziel

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Der Erfolg wurde an der Höhe der finanziellen Einnahmen, dem regen Interesse der BesucherInnen im Rahmen des Tag der offenen Tür, der Sammelmotivation aller MitarbeiterInnen der LFS Zwettl und allen voran der SchülerInnen erkannt.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Zusammenarbeit der einzelnen Schulakteure und eine partizipative Gesprächskultur hat sich verbessert bzw. war gefragt. Als Schulteam haben wir wieder Erkenntnis darüber gewonnen, dass Großes bewirkt werden kann.

Wo liegen unsere Stärken?
In der partizipativen Teamarbeit und im gegenseitigen Interesse füreinander und die umzusetzenden Aktivitäten.

Netzwerke
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