ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Ein Trainingscenter für den Wandel am Victoriasee

Jahresbericht des Schuljahres 2017/2018

Schule: HBLFA für Gartenbau Schönbrunn
KoordinatorIn: DI Wagenknecht Bernhard
DirektorIn: Mag.a Völk Katrin
Handlungsbereiche:
  • Einsparen von Ressourcen
  • Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
Inhalt
Nachdem im Schuljahr 2016/17 mit großartiger finanzieller Unterstützung durch "Heini Staudinger für Afrika" eine Wasserversorgungs- und -behandlungsanlage im Badilisha Ecovillage auf Rusinga Island im Victoriasee errichtet werden konnte, haben wir auf diesem Grundstein weiter aufgebaut.
Wir beabsichtigen, die gesamte Insel - immerhin ca. 42 km² groß und mit ca. 25.000 Bewohnern relativ dicht besiedelt -, in ein Vorzeigeprojekt für die Wiederherstellung degradierter Flächen und eine angepasste, nachhaltige Landwirtschaft zu machen. Das Badilisha Ecovillage und dessen Team sollen der Ausgangspunkt für dieses Vorhaben werden. Dazu war es notwendig, die nötige Infrastruktur für ein Trainingscenter zu schaffen. Mit Wellblech überdachte, auf allen Seiten offene Versammlungsräumlichkeiten und andere Gebäude waren schon vorhanden, die notwendige Wasserversorgung wurde im Schuljahr 2016/17 verwirklicht, heuer galt es, die "Küche" so auszustatten, dass etwa 80 Personen im Rahmen von Kursen bewirtet werden können. Auch die bürotechnische Abwicklung von Kursen dieser Größe war zu bewerkstelligen.
Im Jänner 2018 konnten dann schon drei Kurse abgehalten werden: einer zu Pflanzenmedizin, gehalten von Dr. Feleshi, dem Präsidenten von Anamed Tanzania, ein Workshop zur Erosionsbekämpfung, gehalten von Dr. Stephen Mureithi von der Universität Nairobi und Bernhard Gruber, Gründer des Österreichischen Waldgarteninstitutes und ein Workshop zu Hauswirtschaft und Gartenbau, gehalten von Alice Mwangi, der Frau von Dr. Mureithi sowie Mag. Elisabeth Falkinger.
Ausgehend vom Workshop zur Erosionsbekämpfung errichteten Gruppen von Bewohnerinnen und Bewohnern von Rusinga Island hunderte von Erosionssperren rund um die Hügel der Insel, um Regenwasser und Boden zurückzuhalten. Die starken Regenfälle im Mai und Juni haben die Wirksamkeit dieser Bauwerke eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Frauen im Kampf gegen die Bodenerosin Frauen im Kampf gegen die Bodenerosin
Die "Küche" des Badilisha Centers vor dem Umbau Die "Küche" des Badilisha Centers vor dem Umbau
Die Küche des Badilisha Centers nach dem Umbau Die Küche des Badilisha Centers nach dem Umbau
Die Erosionssperren wirken! Die Erosionssperren wirken!
Eine Schulklasse zu Besuch im Badilisha Center Eine Schulklasse zu Besuch im Badilisha Center
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 2

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Erweiterung der Initiative Books for Trees,
Teilnahme am Projekt "Schulen gegen Luftverschmutzung und Klimawandel"

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Nachdem im Schuljahr 2016/17 mit großartiger finanzieller Unterstützung durch "Heini Staudinger für Afrika" eine Wasserversorgungs- und -behandlungsanlage im Badilisha Ecovillage auf Rusinga Island im Victoriasee errichtet werden konnte, haben wir auf diesem Grundstein weiter aufgebaut.
Wir beabsichtigen, die gesamte Insel - immerhin ca. 42 km² groß und mit ca. 25.000 Bewohnern relativ dicht besiedelt -, in ein Vorzeigeprojekt für die Wiederherstellung degradierter Flächen und eine angepasste, nachhaltige Landwirtschaft zu machen. Das Badilisha Ecovillage und dessen Team sollen der Ausgangspunkt für dieses Vorhaben werden. Dazu war es notwendig, die nötige Infrastruktur für ein Trainingscenter zu schaffen. Mit Wellblech überdachte, auf allen Seiten offene Versammlungsräumlichkeiten und andere Gebäude waren schon vorhanden, die notwendige Wasserversorgung wurde im Schuljahr 2016/17 verwirklicht, heuer galt es, die "Küche" so auszustatten, dass etwa 80 Personen im Rahmen von Kursen bewirtet werden können. Auch die bürotechnische Abwicklung von Kursen dieser Größe war zu bewerkstelligen.
Im Jänner 2018 konnten dann schon drei Kurse abgehalten werden: einer zu Pflanzenmedizin, gehalten von Dr. Feleshi, dem Präsidenten von Anamed Tanzania, ein Workshop zur Erosionsbekämpfung, gehalten von Dr. Stephen Mureithi von der Universität Nairobi und Bernhard Gruber, Gründer des Österreichischen Waldgarteninstitutes und ein Workshop zu Hauswirtschaft und Gartenbau, gehalten von Alice Mwangi, der Frau von Dr. Mureithi sowie Mag. Elisabeth Falkinger.
Ausgehend vom Workshop zur Erosionsbekämpfung errichteten Gruppen von Bewohnerinnen und Bewohnern von Rusinga Island hunderte von Erosionssperren rund um die Hügel der Insel, um Regenwasser und Boden zurückzuhalten. Die starken Regenfälle im Mai und Juni haben die Wirksamkeit dieser Bauwerke eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Handlungsbereiche
Einsparen von Ressourcen, Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung, Kultur des Lehrens und des Lernens

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
62

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Die Rolle der Frauen für die Restaurierung von Ödland auf Rusinga Island wurde speziell thematisiert. Da viele Männer in die Städte gezogen sind, um Geld für die Familien zu verdienen und die auf der Insel verbliebenen Männer jede erfolgversprechende Nacht fischend auf dem See unterwegs sind, ist die Sorge um das Land Frauensache.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Kooperationen mit der Universität Nairobi, dem KEFRI in Nairobi und mit der BOKU in Wien

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Einige wenige Vorträge an Schulen in Österreich

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Feedback-Runden mit den direkt Betroffenen im Badilisha Centre, laufende Berichterstattung an unsere Schule. Eine Masterarbeit zum Monitoring des Aufforstungserfolges mittels Fernerkundung (= Satellitenfotos) ist an der BOKU in Arbeit, an der Universität Nairobi haben zwei Masterstudenten und ein Masterstudent begonnen, jeweils eine Arbeit über die verschieden Aspekte unseres Engagements und seiner Auswirkungen zu verfassen.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Klimawandel und SDGs ernst nehmen!

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
An der Wirksamkeit der Erosionssperren, am Feedback der Bevölkerung, an den Reaktionen der Kursteilnehmer im Badilisha Center

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Noch zu wenig!

Wo liegen unsere Stärken?
Wir haben viele begabte Schülerinnen und Schüler und einige wenige Lehrerinnen und Lehrer, die sich auf derartige Abenteuer einlassen.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Erasmus+