ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Upcycling (Instrumente aus Müll)

Jahresbericht des Schuljahres 2018/2019

Schule: BG/BRG Kirchengasse
KoordinatorIn: Mag Elisabeth Raggautz, Christian Hackl, Stefanie Langbauer, Beatrice Baglioni-Greilberger
DirektorIn: Mag. Kober Daniela
Handlungsbereiche:
  • Reduzieren von Emissionen
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
  • Einsparen von Ressourcen
Inhalt
In der schulischen Tagesbetreuung beschäftigten sich die Kinder der 1. Klasse drei Tage mit den Themen "Plastik und (Re-)Upcycling". Am ersten Tag bekamen die SuS einen Einblick in die bestehende Müllproblematik weltweit. Es wurde ihnen ein Lehrfilm gezeigt, um folgende Fragen zu beantworten: Was ist Plastik, wie wird es hergestellt und wo wird es überall verwendet? Anschließend wurde der Unterschied zwischen Re- und Upcycling erklärt, die Wichtigkeit der Mülltrennung angesprochen und über Müllvermeidungsstrategien diskutiert. Weiters wurden Ideen gesammelt, was man aus Abfallprodukten herstellen kann und Künstler/Projekte aus diesem Bereich vorgestellt. An Tag zwei durften die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ziel war es, aus unterschiedlichen Abfallprodukten (Pet-Flaschen, Joghurt-Becher, Plastiklöffel…) Instrumente zu basteln und diese am letzten Projekttag gemeinsam zu verwenden.
Kunststoffe - Woher sie kommen und wohin sie gehen Kunststoffe - Woher sie kommen und wohin sie gehen
Yoga Yoga
Yoga Yoga
Autofasten Autofasten
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 4

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
1. Yoga: Im Sommersemester kamen die Mädchen der 2a und 6a Klasse in den Genuss Yoga Schnupper-Einheiten mit MMag. Jasmin Perner, geprüfte AHS- und Kinderyoga- Lehrerin, zu erleben. Dabei haben sie die Erfahrung gemacht, dass Yoga nicht nur entspannend, sondern auch lustig und akrobatisch sein kann. Warum sollten Kinder und Jugendliche Yoga betreiben? Es macht den Körper beweglich und kräftig, schafft Ausgeglichenheit, fördert Aufmerksamkeit und Konzentration sowie ein gesundes Selbstwertgefühl. Zudem weckt es Freude an Bewegung, fördert soziales Verhalten und Gemeinschaftssinn und macht einfach Spaß, wie man auf den Fotos sehen kann.;

2. Aktion Herz: Viele Grazerinnen und Grazer sind armutsgefährdet. Mehr und mehr Menschen suchen Grazer Sozialeinrichtungen auf, da ihr Einkommen oft nicht einmal mehr dazu reicht, den täglichen Lebensbedarf zu decken. Das Sozialamt der Stadt Graz, die Caritas, das Handelsunternehmen Spar und der Pfarrverband der Pfarren St. Andrä, Karlau und Welsche Kirche initiierten daher das Projekt „Aktion HERZ“ – Dein Essen kaufen. 13 SchülerInnen der 3C Klasse engagierten sich in ihrer Freizeit an zwei Nachmittagen und sammelten vor dem Spar in der Langegasse haltbare Lebensmittel für bedürftige Menschen.;

3. Autofasten: Im Rahmen des Religionsunterrichts setzten wir uns mit den SchülerInnen von der 1. bis zur 8. Klasse mit der Aktion Autofasten auseinander. Dabei konfrontierten wir unsere SchülerInnen mit den Folgen und Belastungen des Autoverkehrs für Mensch und Umwelt und erarbeiteten mit ihnen anschließend Alternativen zum individuellen Autofahren. Wir unterstützten die Aktion Autofasten auch bei der Startveranstaltung am 7. März. Dabei begleiteten wir Promis bei der Sonderstraßenbahnfahrt durch Graz und verteilten selbstgemachte Flyer und machten am Hasnerplatz mit einer Plakataktion auf diese wichtige Aktion aufmerksam.;

4. Erste-Hilfe-Kurs: Die Projekttage am Schulende haben die Klassen 6c und 6d dazu genutzt, um in einem 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs ihr Wissen und vor allem ihr Handlungsrepertoire für den Ernstfall zu erweitern. Viele verschiedene Unglücks- und Notfälle wurden nachgestellt, Verbände unterschiedlicher Art angelegt und an Puppen Reanimation geübt. Den Referenten des ÖJRK war wichtig, dass die Jugendlichen sich zumuten, handlungsfähige Ersthelfer zu werden, Hand anzulegen und weniger darauf zu achten, ob alle Schritte korrekt ablaufen, sondern vielmehr die Wichtigkeit des Handelns per se erkennen.;

5. Workshop mit der AIDS-Hilfe Steiermark: Vorbeugen ist besser als heulen und heilen – vor allem bei diesem Thema, wo „heilen“ (noch) nicht möglich ist. Referentinnen der AIDS-Hilfe Steiermark haben in einem vierstündigen Workshop mit jeder Klasse der 10. Schulstufe die Infektionskrankheit AIDS erarbeitet. Dabei wurde die Schwere der nach wie vor unheilbaren Erkrankung thematisiert. Die Jugendlichen wurden für Infektionswege sensibilisiert, sie konnten anhand von Fallbeispielen erkennen, wie sich die Erkrankung oft unerkannt jahrelang ausbreiten kann und wie man sich am besten dagegen schützt. In diesem Zusammenhang wurden auch Problemfelder wie die hohe HIV Rate in manchen südafrikanischen Gebieten bzw. unter Drogenabhängigen thematisiert.

6. Klimawandel: Zum aktuellen Thema Klimawandel konnten wir im zweiten Halbjahr zwei Vortragende für unsere Schülerinnen und Schüler der 3d und 7d im Fach Science gewinnen. Unter der Koordination von Prof. Karl Steininger (Uni Graz und Wegener Center for Climate and Global Change University of Graz) vermitteln Studierende der Karl-Franzens-Universität neueste Daten, Fakten und Informationen in Vorträgen und Diskussionsrunden. Besonderes Augenmerk wurde auf Naturwissenschaftliche Aspekte der Klimakrise, die Auswirkungen und Folgen sowie Politische Ziele und Vereinbarungen gelegt. Ebenso wurden Bewegungen für Klimagerechtigkeit vorgestellt und positive Beispiele für Selbstengagement gegeben. In der 3. Klasse wurden von den Schülern Vorschläge zur CO2-Reduktions erarbeitet, in der 7. Klasse fand zusätzliche eine Diskussionsrunde zum Thema Klimawandel statt.

7. Healthy Food – Healthy Lifestyle: Erhebung der Ernährungsgewohnheiten und regelmäßigen sportlichen Betätigungen der SuS. Einschätzung: Wie viele Kalorien haben verschiedene Speisen und Getränke? Wie viel Zucker ist enthalten? Wodurch kann ich ungesunde Snacks ersetzen? Schulkantine: Was gibt es? Was wünsche ich mir?
Ernährung und Stress, Ess-Störungen, Mehlspeisenrezepte ohne Zucker und Weizen, Rauchen: Inhaltsstoffe und Gefahren, Nichtraucher – Raucher Debatte

8. Fair Trade – Fair Life – Quiz:
What do you know about fair trade? Which fair trade products do you know?
Do you buy fair trade? Why – why not? Why is fair trade important? 10 principles of fair trade, chocolate manufacture, Wollfadenspiel, um komplexe Verbindungen und das instabile Konstrukt der Produktionsstätten von Schokoladenherstellern darzustellen.
Kreationen eigener fiktiver Fair Trade Unternehmen, Präsentationen dieser innovativen „Geschäftsideen“. Produktpalette reichte von fair gehandelten Echthaarperücken bis zu nachhaltigen Bio-Produkten;

9. Mülltrennung, aber richtig: Workshops, Worksheets, Erfahrungsberichte und Diskussionen zum Thema Umweltschutz, Klimawandel, Ressourcenschonung und Mülltrennung;

10. FoCoDiSi: Focus, Concentrate, Discipline, Silence – Bewusstmachen von rücksichtsvollem und wertschätzendem Umgang mit Mitmenschen und der Welt im Allgemeinen in alltäglichen und schwierigeren Situationen, Erstellen von hilfreichen Tools und Merksätzen für zukünftigen Gebrauch;

11. Klassenzusammenhalt – Achtsamkeit:
Nachdem nach der Neuzusammenstellung der 5C Klasse grobe Probleme innerhalb der Klasse bezüglich des Umgangs miteinander aufgetaucht sind, wurden von den Schülern, dem KV und der Schulpsychologin nach und nach Schritte umgesetzt, die das Klassenklima wesentlich verbessert haben.
• Erhebung des IST-Zustandes: Fragebögen, Diskussionen, Kummerkasten
• mehrere Sitzungen mit unserer Schulpsychologin, im Klassenverband
• Wie fühlen ich mich – wie fühlen sich die anderen?
• Welche Regeln können wir selbst aufstellen und auch einhalten?
• Was soll sich ändern?
• Was wird mein persönlicher Beitrag sein?
Angebot der Schulpsychologin:
• persönliches Einzel-Coaching
• Lernstrategien
• Unterstützung des KV in der Umsetzung der Ziele
SuS geben auf dem gemeinsamen Weg immer wieder Rückmeldungen und machen Verbesserungsvorschläge. Verbesserung der Klassensituation wird langsam für alle Beteiligten sichtbar. Veränderungen werden nachhaltiger und wirken sich laut anderer Klassenlehrer positiv auf den Unterricht und den Lernerfolg aus -> Abschluss des Projektes: 3 Tage gemeinsam im JUFA in der Veitsch;

12. 72 Stunden ohne Kompromiss: Boden verlegen in einer Frauenberatungseinrichtung der Caritas Wohneinheit neugestalten (ausmalen, putzen etc.), in der Frauennotschlafstelle Haus Rosalie Gestaltung (ausmalen, dekorieren, etc.) eines Raumes für Deutschkurse in einem Flüchtlingsquartier;

13. Getting my voice heard. / Why we take to the streets. – Reden zum Thema Umwelt:
Ausgehend von den rhetorischen Stilmitteln der (politischen) Rede, setzten sich die Schülerinnen und Schüler insbesondere mit Reden zum Thema Umwelt auseinander.
Nach einer detaillierten Analyse von Greta Thunbergs Rede vor der UNO-Generalversammlung, hielten die Schülerinnen und Schüler in den auf das Projekt folgenden Monaten (März bis Juni) selbst politische Reden, die auch auf Video aufgezeichnet wurden. Ein Großteil der Reden beschäftigte sich, entsprechend den Interessen der Jugendlichen, mit Umwelt- und Gesundheitsthemen.
Reden wurden unter anderem zu folgenden Themen gehalten:
- Rauchverbot in Lokalen
- Verkehrssituation in Graz
- vegetarische Ernährungsweise
- Legalisierung von Cannabis
- Klimawandel
- sexualisierte Gewalt
- Plastik
- Tierrechte und Zoos;

14. Workshop Suizidprävention vom Verein GO ON:
Eine Expertin kam in die 7c und diskutierte mit ihnen das Thema Suizid. Besprochen wurden Bezeichnung sowie Häufigkeit von Suizid, Vorurteile, Ursachen, Warnsignale sowie vor allem Hilfemöglichkeiten (Vereine, Therapie, Freunde, Gespräche, …).;

15. Workshop von Psychisch krank und voll im Leben:
Der Workshop wurde von Prof. Kraack für alle 7. Klassen organisiert. Dabei kam eine psychisch kranke Person gemeinsam mit einem Psychologen in die Klasse. Der Workshop war sehr offen gestaltet und die SchülerInnen konnten Frage an die beiden stellen. Der Workshop hatte vor allem den Effekt, Vorurteile gegen psychisch Kranke abzubauen, was in der 7c sehr gut gelungen ist. Außerdem erhielten sie viele Einblicke in das Krankheitsfeld der Schizophrenie und wie diese von Betroffenen erlebt wird sowie die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten in Österreich.;

16. Freiarbeit zu Resilienz und persönlichen Ressourcen:
Am Ende des Schuljahres wurde noch einmal ausführlich das Thema Resilienz besprochen. Nach einem theoretischen Input bekamen die SchülerInnen eine Broschüre mit Informationen und einigen Übungen zum Ausprobieren aus der kognitiven Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche.;

17. Kunststoffe - woher sie kommen und wohin sie gehen:
Vom 25.1. bis zum 1.3. hat sich die Klasse 7b im Chemieunterricht ganz dem Thema „Kunststoffe“ gewidmet. Dabei wurden beispielsweise folgende Fragen behandelt: „Wie kann ich Plastikmüll im Alltag vermeiden?“, „Wie werden Kunststoffe industriell hergestellt?“, „Welche gesundheitlichen Risiken gehen von Zusatzstoffen in Kunststoffen aus?“. Zeitgleich verfassten die SchülerInnen ein Portfolio, in dem sie sich Aufgaben nach ihren Interessen aussuchen konnten. So wurde Müll gesammelt, Plastikfasten betrieben oder über Bioplastik und 3D-Drucken recherchiert. Außerdem unternahmen wir am 29.1. eine Exkursion in das „Dekagramm“ – einen Unverpacktladen am Joanneumring 16. Dort erlebten die SchülerInnen, wie dieses besondere Supermarktkonzept funktioniert, welche Produkte es bereits verpackungsfrei zu kaufen gibt und was mit den nicht verkauften Lebensmitteln geschieht. Den Abschluss des Projekts bildete die Gestaltung von Plakaten zur richtigen Mülltrennung, die über den Mülleimern der Schule aufgehängt wurden.;

18. Wirbelsäulenprojekt:
Laut einer Studie des Institutes für Sportwissenschaften Graz haben bereits 28% der 10 bis 14-jährigen beginnende Haltungsschäden und nur 8% haben keine Haltungsauffälligkeiten.
Um einen aktiven Beitrag zur Verbesserung dieser Situation zu leisten, bieten wir in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sportwissenschaften Graz ein Vorsorgeprojekt für die ersten Klassen an.
AUFNAHME/ SCREENING/ UNTERSUCHUNG
• Funktionsanalyse der Wirbelsäule mittels Video
• orthopädische Untersuchung
• Muskelfunktionsprüfungen
BESPRECHUNG DER ERGEBNISSE MIT DEN SCHÜLERN/INNEN UND DEREN ELTERN:
• jeder Schüler erhält ein individuelles Übungsprogramm
• Dokumentation der gefundenen Ergebnisse mittels Bildausdruck
• Einschulung in die Übungen
• Gemeinsame Analyse der Videoaufzeichnung und somit optimales Feedback für den Schüler.;

19. Upcycling

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
In der schulischen Tagesbetreuung beschäftigten sich die Kinder der 1. Klasse drei Tage mit den Themen "Plastik und (Re-)Upcycling". Am ersten Tag bekamen die SuS einen Einblick in die bestehende Müllproblematik weltweit. Es wurde ihnen ein Lehrfilm gezeigt, um folgende Fragen zu beantworten: Was ist Plastik, wie wird es hergestellt und wo wird es überall verwendet? Anschließend wurde der Unterschied zwischen Re- und Upcycling erklärt, die Wichtigkeit der Mülltrennung angesprochen und über Müllvermeidungsstrategien diskutiert. Weiters wurden Ideen gesammelt, was man aus Abfallprodukten herstellen kann und Künstler/Projekte aus diesem Bereich vorgestellt. An Tag zwei durften die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ziel war es, aus unterschiedlichen Abfallprodukten (Pet-Flaschen, Joghurt-Becher, Plastiklöffel…) Instrumente zu basteln und diese am letzten Projekttag gemeinsam zu verwenden.

Handlungsbereiche
Reduzieren von Emissionen, Kultur des Lehrens und des Lernens, Einsparen von Ressourcen

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
15

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Nein

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
PH (Praktikant)

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Abschlussarbeit des Praktikanten, Ergebnisse

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Besprechung mit den SuS, dem Praktikanten

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
konkretes Ökolog-Projekt

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Die SuS hatten Freude an diesem Projekt und zeigten Interesse.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Bewusstsein Problematik Mülltrennung, eigenes Konsumverhalten reflektieren

Wo liegen unsere Stärken?
Miteinander, Projektunterricht

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken

Keine Mitgliedschaften bei anderen Netzwerken

Weitere Netzwerke
Kooperationspartner: FH Joanneum, UNI Graz