ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Frühblüher- und Wildblumenwiese

Jahresbericht des Schuljahres 2018/2019

Schule: BG/BRG/BORG Eisenstadt
KoordinatorIn: MMag. Reinold Cornelia
DirektorIn: Mag. Rojacz-Pichler Karin
Handlungsbereiche:
  • Natur erleben im Schulumfeld
  • Gestalten von Schul- und Freiräumen
Inhalt
Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse des Realgymnasiums wandelten eine Rasenfläche im Schulhof in eine Frühblüher- und Wildblumenwiese um. Dazu gruben sie Löcher in die vorhandene Fläche und setzten Mitte Oktober etwa 280 Blumenzwiebel unterschiedlicher Arten ein. Wie beispielsweise verschiedene Arten von Allium, Crocus, Galanthus oder Tulpen. Dadurch konnte im Frühling der Biologieunterricht mit Anschauungsmaterial zum Thema Frühblüher oder Blüten auch draußen stattfinden und die Insekten hatten eine zusätzliche Nahrungsquelle.
Im Frühsommer wurde die Rasenfläche teilweise umgegraben und Wildblumensamen wurden angebaut. In den Saatmischungen waren zum Beispiel Samen von Kornblume, Borretsch, Winde, Steinkraut, Skabiose, Malve, Kokardenblume und viele mehr. Zuvor wurden auch Disteln ausgegraben, da sich diese auf der Wiesenfläche stark ausgebreitet hatten und sonst kein neuer Anbau von Blumensamen möglich gewesen wäre. Das Umgraben erfolgte händisch und mit einer Maschine. Außerdem wurden Pflanzen, wie Kamille, Natternkopf oder Königskerze, an unerwünschten Standorten am Schulgelände ausgegraben und in die Blumenwiese eingesetzt. Eine automatische Bewässerung wurde programmiert und ein Beregner in der Wiese aufgestellt. Da die Fläche sehr exponiert für Sonnenstrahlen ist und die Gebäudemauern auch Hitze abstrahlen.
Nun haben die Schülerinnen und Schüler ein „Outdoor-Lab“, das mit der Zeit noch mehr Blütenpflanzen und Insekten als Bewohner und Gäste haben wird. Distelfalter haben bereits die Disteln regelmäßig aufgesucht. Die Wiese wird eine sukzessive Veränderung durchmachen und es werden dort unterschiedliche Blumenarten wachsen. Damit die restlichen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen und andere Personen, sehen, worum es sich bei der Wiese handelt, wurde auch noch ein Schild in der Wiese aufgestellt. Zum Thema Wiese als Ökosystem und Pflanzen einer Wiese wurde die Wildblumenwiese bereits in den Biologieunterricht einbezogen und Wiesenblumen wurden dort bestimmt.
Mit der Anlegung einer Blumenwiese soll den Insekten, allen voran den Nektarsammelnden wie Schmetterlingen und Bienen ein Lebensraum angeboten werden, da es in der Stadt immer seltener solche Fläche gibt und somit dem Insektensterben und dem Diversitätsverlust entgegenwirken. Den Schülerinnen und Schülern soll durch das Anlegen der Wiese gezeigt werden, wie einfach sie das auch zu Hause machen können. Weiters soll der Schulraum natürlicher gestaltet werden.
Rasenfläche vorher Rasenfläche vorher
Erster Frühblüher und Marienkäfer Erster Frühblüher und Marienkäfer
NAWI Outdoor-Lab NAWI Outdoor-Lab
Wildblumenwiese Wildblumenwiese
Wildblumenwiese_Sommer Wildblumenwiese_Sommer
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 5

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Lebendiger Biologieunterricht
Ob Teichmolch, Flusskrebs, Pflanzen oder Einzeller. Im Rahmen des Biologieunterrichts fand sich oft ein Stück mitgebrachte Natur zur praktischen Veranschaulichung im Klassenzimmer. Weiters befinden sich vier Terrarien mit Stabheuschrecken in den Biologiesälen, bei deren Betreuung die Schülerinnen und Schüler tatkräftig halfen. In diesem Schuljahr wurde auch das Aquarium im Biologiesaal neu eingerichtet. Nun können die Schülerinnen und Schüler Verhaltensbeobachtungen an Guppys und Antennenwelsen vornehmen und die Funktionsweise eines Ökosystems praktisch erleben. In einer ersten Klasse gab es auch einen besonderen Gasthörer im Biologieunterricht, nämlich den Border Collie Mira. Weiters wurden Regenwürmer in einem eigenen Regenwurmbeobachtungshaus gehalten und im Biologieunterricht zur Anschauung ihrer Tätigkeit und ökologischen Rolle eingesetzt.
Little Science Day
Einige Schülerinnen und Schüler der Klassen des Realgymnasiums hatten einen besonderen Besuch, nämlich eine 2. Klasse der Volksschule St. Georgen. Die Volksschulkinder experimentierten mit der Unterstützung der Schülerinnen und Schüler der Realgymnasiumklassen und staunten über die „magischen Naturwissenschaften“. Außerdem wurde ihnen mittels Peer-Teaching viel Wissenswertes rund um die Biene erklärt und sie führten gemeinsam kleine Versuche durch.
Bienen
Zum Thema Bienen gab es für die Schülerinnen und Schüler viel Wissenswertes von einer Imkerin zu erfahren. So wurde beispielsweise der Aufbau eines Bienenvolkes, die Aufgabe der Bienen, deren Bedeutung für den Menschen, die Ursachen und Folgen des Bienensterbens sowie Lösungen zur Eindämmung des Bienensterbens genauer besprochen.
Schmetterlinge
In einem Klassenzimmer wurden Raupen von Distelfaltern in einem geeigneten Behälter, einem Pop-up-Netz, gehalten und beobachtet. Nachdem ihre Metamorphose zum adulten Schmetterling abgeschlossen war, wurden die Tiere von den Schülerinnen und Schülern in die Freiheit entlassen.
Nistkästen
In den ersten Klassen wurden im Werkunterricht Höhlenbrüternistkästen für Vögel gebaut. Die Schülerinnen und Schüler sägten und schraubten ihre eigenen Nistkästen, die sie dann auch mit nach Hause nehmen durften, um sie im Garten aufzuhängen. Im Biologieunterricht wurde das Thema Vögel behandelt und dabei auch über die Hilfe von Nistkästen gesprochen.
Besuch bei landwirtschaftlichen Betrieben
Der Aufbau eines Hühnereies, die Eikennzeichnung und Kükenentwicklung sowie die Lebensweise der Hühner. Das alles wurde beim Workshop „Haushuhn“ am Brothof Milalkovic in Steinbrunn besprochen. Die Hühner wurden auch im Stall besucht und als Abschluss gab es selbstgebackene Germteigküken. So erlebten die Schülerinnen und Schüler viel rund um das Thema Huhn und erlernten einen respektvollen Umgang mit diesen Nutztieren. Noch mehr Nutztiere und einen größeren landwirtschaftlichen Betrieb erlebten zwei Klassen am Bio-Seehof in Donnerskirchen. Nachdem die Schülerinnen und Schüler nun wissen wie aufwendig die Landwirtschaft ist, gehen sie in Zukunft hoffentlich respektvoll mit den Produkten um.
Tiergarten und Naturhistorisches Museum
Bei einem Ausflug in den Tiergarten Schönbrunn lernten die Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen unterschiedliche Tierarten und deren Anpassungen an ihre Lebensweise kennen. Die älteren Schülerinnen und Schüler setzten sich intensiver mit Verhaltensbeobachtungen auseinander. Durch die Beobachtungen der Tiere sollte neben einem Wissenserwerb auch der Schutz der Lebewesen und ihrer natürlichen Umgebung nähergebracht werden. Im Naturhistorischen Museum in Wien erlebten die Schülerinnen und Schüler die Erdgeschichte im Schnelldurchlauf und auch hier gilt, was man kennt, schützt man eher.
Wald
Der Wald am Leithagebirge wurde von mehreren Schulklassen näher erkundet. Dort nahmen sie an einem Workshop mit einer Waldpädagogin teil und fanden dabei interessante Tiere und Pflanzen. Die Schülerinnen und Schüler lernten auch vieles über die Funktionen von Wäldern. Durch die gemeinsame Bearbeitung von Aufgaben wurde nebenbei noch die Klassengemeinschaft weiter gestärkt.
Vortrag „Der Wolf kehrt zurück“
Im Festsaal der Schule klärte der Referent Mag. Christian Pichler im Rahmen der Veranstaltung „The WWF BIG 5“ über den Wolf und seine Rückkehr in Österreichs Natur auf. Danach gab es eine rege Diskussion, zu dieser Thematik. Neben Schülerinnen und Schülern waren dazu auch Vertreterinnen und Vertreter der Politik, des Jagdverbandes und von Betrieben eingeladen.
NAWI Projektwoche im Nationalpark Kalkalpen
Die naturwissenschaftliche Projektwoche des Realgymnasiums der 6. Klasse fand im Nationalpark Kalkalpen statt. Themen dort waren beispielsweise intensive Forstwirtschaft und Schutz der Natur, Wiederansiedelung des Luchs, Fährtenlesen und Lebewesen im Wald sowie die Bedeutung und die Geschichte des Nationalparks. In einer Kanufahrt wurde am Beispiel der Enns und dessen Umgebung die Gewässerökologie thematisiert. Weiters gab es eine Höhlentour, bei der das Ökosystem Höhle und die einzigartige Tierwelt darin behandelt wurde. Die Anreisen erfolgten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um den Aspekt des Umweltschutzes auch hier zu thematisieren.
NAWI Projektwoche im Nationalpark Neusiedlersee
Die Projektwoche der 5. Klasse des Realgymnasiums fand im Nationalpark Neusiedlersee statt und die Anreisen erfolgten wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Von Kostproben diverser Salzgewässer, bis hin zu den speziellen Lebewesen, die an die besonderen Lebensräume der Salzböden und Salzgewässer angepasst sind, gab es ein volles Programm. Es wurde mikroskopiert, gefischt, beobachtet, gesammelt und bestimmt. Die Bedeutung des Menschen in diesem Gebiet und seine Rolle beim Erhalt der Kulturlandschaft wurde ebenfalls besprochen. So spielte auch die Beweidung im Nationalpark eine Rolle. Obwohl der Nationalpark nahe bei den Wohnorten der Schülerinnen und Schüler liegt, lernten viele diese Region erst dadurch kennen, wodurch sie hoffentlich auch schützenswerter wurde.
Wasser und Gewässerreinigung
Bei einem fächerübergreifenden Unterricht beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler näher mit der Ökologie von Gewässern. Intensiver behandelt wurden Gewässervegetation sowie Schichtungen und Nahrungsbeziehungen in einem See. Es wurden auch die unterschiedlichsten Tiere, die im und am See und im Gewässerbereich leben, thematisiert. Beispiele hierfür sind Fische und Fischregionen, Schnecken, Muscheln, Flusskrebse und diverse Vogelarten. Ein wichtiger Punkt des Projekts war die Gewässerreinigung, dazu wurde eine Exkursion in die Kläranlage Eisbachtal in Eisenstadt unternommen. Dort wurde im Laufe einer Führung auf folgende Punkte der Abwasserreinigung bzw. –aufbereitung eingegangen: Wichtigkeit der Abwasserreinigung, Stufen der Abwasserreinigung in der Kläranlage (mechanisch, chemisch), Klärschlammverwertung, Testung des Abwassers.
Stadt
Die Stadt als Ökosystem war ein Thema in den EVA-Klassen. Es wurden die unterschiedlichen Lebensbedingungen für Tiere am Land („natürliche Ökosysteme“) und in der Stadt (künstliches Ökosystem) verglichen. Weiters wurden die Gründe, warum Tiere in die Stadt ziehen und welche Vor- und Nachteile sich darin zeigen behandelt. Ebenfalls thematisiert wurde, welche Probleme sich in Bezug auf Tiere, die in der Stadt leben, ergeben bzw. wie sich das Zusammenleben von Menschen und Tieren in der Stadt gestaltet.
Neophyten – Beispiel Ragweed
Die 6. Realgymnasiumklasse erhielt die Möglichkeit einen Vortrag über Ragweed und dessen ökologische und gesundheitliche Folgen in Österreich zu hören. Dankenswerterweise kamen dafür zwei Experten auf diesem Gebiet in die Schule, Dipl.-Ing., M.A. Gerhard Schlögl und Mag. Hermann Frühstück. Sie informierten die Schülerinnen und Schüler darüber, wie man die Pflanze erkennt, wie rasant sie sich ausbreitet und welche hohen Kosten dadurch entstehen.
Recycling-Kunst
Die Schülerinnen und Schüler entwarfen und fertigten im Kunstunterricht Kunstobjekte aus „Verpackungsmüll“ an. Das Recycling dieser Materialien in schöne Kunstwerke, zeigt, dass man vieles noch kreativ weiterverwenden kann.
Mülltrennung
In allen Klassenräumen und Sondersälen gibt es separate und beschriftete Mistkübel, um eine effiziente Mülltrennung zu gewährleisten.
Lebensmittelverschwendung
Am Aktionstag Schöpfung nahmen die Schülerinnen und Schüler der 7. Ethikklasse aktiv teil und präsentierten dort Informationen rund um das Thema Lebensmittelverschwendung und wie man sie vermeiden kann. Dafür entwarfen sie Informationsplakate und einen Informationsflyer zum Mitnehmen. Außerdem erklärten sie den dort teilnehmenden Kindern spielerisch, wie man die Lebensmittel am besten im Kühlschrank lagern sollte, damit diese möglichst lange haltbar sind. Denn essbare Lebensmittel, die im Müll landen, sind nicht nur eine Geldverschwendung, sondern auch ein ethisches und ökologisches Problem. Darum wird in den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen auch eine Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030 gefordert. Dazu kann jede einzelne Person etwas beitragen.
Seifen selbst herstellen
Da Umweltschutz ein Kernthema des Wahlpflichtfachs Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung ist, wollte die Gruppe nicht nur theoretisch etwas über den Umweltschutz in Österreich lernen, sondern sich dem Thema auch praktisch widmen. Flüssigseifen haben viel Verpackungsmüll und in ihnen ist auch Mikroplastik enthalten. Eine Alternative wären Seifenstücke und diese stellte die Klasse selbst her, selbstverständlich ohne Palmöl.
Multivision ÜBER LEBEN – Du brauchst die Natur
Im Festsaal gab es für alle Schülerinnen und Schüler eine Multivision zum Thema Verlust der Biodiversität. In diesem Vortrag und Filmmodul ging es darum, den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der Vielfalt der Natur nahe zu bringen und sich mit den Gründen des Artensterbens auseinanderzusetzen. Weiters wurden Optionen aufgezeigt, wie jede einzelne Person im eigenen Umfeld für mehr Vielfalt sorgen kann.
Heilpflanzen
Im NAWI-Unterricht und auch im Wahlpflichtfach Biologie lernten die Schülerinnen und Schüler, dass Pflanzen, die manche Menschen als „Unkraut“ bezeichnen, Heilpflanzen mit einer gesundheitsfördernden Wirkung sind. So stellten sie im Unterricht mit Bienenwachs und bestimmtem Pflanzen Heilsalben her. In einem Workshop mit einer ausgebildeten Kräuterpädagogin wurden Salben und Tinkturen hergestellt sowie eine Exkursion, um Heilpflanzen in der Natur zu finden, unternommen.
Reanimation
Bei einem Workshop konnten Schülerinnen und Schüler der 1. Klassen unter der Leitung von notfallmedizinischem Fachpersonal, mithilfe von Reanimationspuppen, die Reanimation von Menschen erlernen. So konnten sie die wichtigsten Schritte für den Ernstfall bereits einüben.
Erste Hilfe Kurs
Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wurden zu Ersthelferinnen und Ersthelfern ausgebildet und lernten die wichtigsten Prinzipien der Ersten Hilfe kennen.
Sexuelle Gesundheit
Ein Team der AIDS-Hilfe Steiermark führte einen Workshop zum Thema „Sexuelle Gesundheit – Schwerpunkt HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Krankheiten“ mit den Schülerinnen und Schülern aller 6. Klassen durch. Es gab in kleineren Gruppen Informationen zu den Themen Sexualität und Verhütung und die Schülerinnen und Schüler konnten Fragen dazu stellen.
Tabakprävention
Der Fonds Gesundes Österreich veranstaltet Klassenwettbewerbe zur Tabakprävention, bei dem man mit einem Foto für diese Anti-Rauch-Kampagne werben soll. Die Klasse 1A nahm bei diesem Wettbewerb teil und erzielte den 3. Platz.
Apfeltag
Die Schülerinnen und Schüler bekamen auch heuer, durch die Unterstützung des Elternvereins, wieder die Möglichkeit einmal in der Woche kostenlos einen gesunden Apfel zu bekommen.
Gesunde Jause
Das Schulbuffet bietet eine immer größere Auswahl an Snacks aus Obst und Gemüse sowie mehr vegetarische Alternativen an. Außerdem gibt es dort keine stark zuckerhaltigen Getränke zu kaufen.
Bewegte Pause
In der großen Pause konnten unterschiedliche Unterstufenklassen ihren Bewegungsdrang, unter Aufsicht, im Turnsaal ausleben.
ERASMUS+-Projekt: „From Digital Na(t)ive to Digital Navigator“
Bei dieser zweijährigen, internationalen Zusammenarbeit von Schulen aus fünf Ländern bereisten Schülerinnen und Schüler mit Lehrpersonen in diesem Schuljahr Frankreich und Deutschland. Im Rahmen der Projektwochen beschäftigten sich die SchülerInnen vor allem mit den Themen „identity theft“, „cyberbullying“ und „fake News“. Das neu erworbene Wissen rund um Soziale Medien und Sicherheit im Internet verbreiteten die SchülerInnen dann mittels Vorträgen in den 3. und 4. Klassen der Schule.
Workshops von Safer-Internet
In Workshops setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen Internetsicherheit, Falschmeldungen und Handysucht näher auseinander.
Cenacolo
Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen hörten einen authentischen und persönlichen Vortrag von drei ehemaligen Drogenabhängigen aus dem „Cenacolo“. In dieser Wohngemeinschaft für Männer in Kleinfrauenhaid, lernen die jungen Bewohner durch ein einfaches Leben in Gemeinschaft, Gebet und Arbeit ihre Sucht erfolgreich zu überwinden und ihr Leben neu auszurichten.
Shades Tour
Bei einer Shades Tour in Wien führten ehemalige obdachlose Menschen die Schülerinnen und Schüler zu Notschlafstellen und helfenden Unterkünften. Durch diese persönliche Führung wurden die Themen Obdachlosigkeit und soziale Hilfestellung den Schülerinnen und Schülern nähergebracht und Vorurteile abgebaut.
Buddy-Klassen
Oberstufenklassen werden am Jahresbeginn mit einer ersten Klasse zusammengebracht. Beide Klassen sind dann Buddy-Klassen und die älteren Schülerinnen und Schüler zeigen denen der ersten Klasse das Schulgebäude, erklären ihnen Abläufe und unternehmen gemeinsam Ausflüge.
Caritas Laufwunder
Beim Caritas-Lauf 2019 nahmen über 350 Schülerinnen und Schüler des BG/BRG/BORG Eisenstadt teil und erliefen dadurch eine großzügige Spende für das „Lerncafe“ der Caritas.
Weihnachts-Euro
Für die Pannonische Tafel, einem gemeinnützigen Sozialverein, wurden in der Vorweihnachtszeit im BG/BRG/BORG Eisenstadt insgesamt 1200 € gesammelt.
Wanderndes Mahnmal
Schülerinnen und Schüler setzten mit dem Wandernden Mahnmal ein Zeichen gegen das Vergessen und für die Verantwortung gegenüber dem Schicksal der Opfer des Nationalsozialismus in Eisenstadt. Die Idee dazu stammt von Schülerinnen der 7. Klasse des Kunstzweiges. 13 Buchobjekte, die für 13 jüdische Schülerinnen und Schüler stehen, die Opfer des Zweiten Weltkrieges wurden, wurde damit ein Denkmal gesetzt. Sie werden in „ihren“ Klassen mitgeführt, sind bis zur Matura Teil der Klasse und können die Schule beenden. Mittels QR Code auf der Rückseite der Bücher, kann man Informationen über die jeweiligen Schülerinnen und Schüler bekommen.
Rucksackprojekt
Es fand eine Sammelaktion in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Mary’s Meals statt. Schülerinnen und Schüler packten fleißig Rucksäcke mit Kleidung, Hygieneartikeln und Schreibutensilien. Diese wurden abgeholt und werden nach Afrika transportiert. Durch diese vollgepackten Schulrucksäcke wird afrikanischen Kindern der Schulbesuch ermöglicht. Insgesamt konnte das BG/BRG/BORG Eisenstadt 140 vollgepackte Rucksäcke spenden. Damit wurde das Sustainable Development Goals „Hochwertige Bildung“ unterstützt.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse des Realgymnasiums wandelten eine Rasenfläche im Schulhof in eine Frühblüher- und Wildblumenwiese um. Dazu gruben sie Löcher in die vorhandene Fläche und setzten Mitte Oktober etwa 280 Blumenzwiebel unterschiedlicher Arten ein. Wie beispielsweise verschiedene Arten von Allium, Crocus, Galanthus oder Tulpen. Dadurch konnte im Frühling der Biologieunterricht mit Anschauungsmaterial zum Thema Frühblüher oder Blüten auch draußen stattfinden und die Insekten hatten eine zusätzliche Nahrungsquelle.
Im Frühsommer wurde die Rasenfläche teilweise umgegraben und Wildblumensamen wurden angebaut. In den Saatmischungen waren zum Beispiel Samen von Kornblume, Borretsch, Winde, Steinkraut, Skabiose, Malve, Kokardenblume und viele mehr. Zuvor wurden auch Disteln ausgegraben, da sich diese auf der Wiesenfläche stark ausgebreitet hatten und sonst kein neuer Anbau von Blumensamen möglich gewesen wäre. Das Umgraben erfolgte händisch und mit einer Maschine. Außerdem wurden Pflanzen, wie Kamille, Natternkopf oder Königskerze, an unerwünschten Standorten am Schulgelände ausgegraben und in die Blumenwiese eingesetzt. Eine automatische Bewässerung wurde programmiert und ein Beregner in der Wiese aufgestellt. Da die Fläche sehr exponiert für Sonnenstrahlen ist und die Gebäudemauern auch Hitze abstrahlen.
Nun haben die Schülerinnen und Schüler ein „Outdoor-Lab“, das mit der Zeit noch mehr Blütenpflanzen und Insekten als Bewohner und Gäste haben wird. Distelfalter haben bereits die Disteln regelmäßig aufgesucht. Die Wiese wird eine sukzessive Veränderung durchmachen und es werden dort unterschiedliche Blumenarten wachsen. Damit die restlichen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen und andere Personen, sehen, worum es sich bei der Wiese handelt, wurde auch noch ein Schild in der Wiese aufgestellt. Zum Thema Wiese als Ökosystem und Pflanzen einer Wiese wurde die Wildblumenwiese bereits in den Biologieunterricht einbezogen und Wiesenblumen wurden dort bestimmt.
Mit der Anlegung einer Blumenwiese soll den Insekten, allen voran den Nektarsammelnden wie Schmetterlingen und Bienen ein Lebensraum angeboten werden, da es in der Stadt immer seltener solche Fläche gibt und somit dem Insektensterben und dem Diversitätsverlust entgegenwirken. Den Schülerinnen und Schülern soll durch das Anlegen der Wiese gezeigt werden, wie einfach sie das auch zu Hause machen können. Weiters soll der Schulraum natürlicher gestaltet werden.

Handlungsbereiche
Natur erleben im Schulumfeld, Gestalten von Schul- und Freiräumen

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
30

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Es wurden bei der Gartenarbeit keine geschlechtsspezifischen Unterschiede gemacht. Alle Schülerinnen und Schüler haben, je nach ihren körperlichen Möglichkeiten, mitgearbeitet und unterschiedliche Tätigkeiten übernommen. Somit gab es dadurch eher individuelle Berücksichtigungen als eine geschlechtsspezifische.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Von der Stadt Eisenstadt bekam die Schule noch zusätzlich eine Landblumen-Sommer Samenmischung zur Aktion Eisenstädter Stadtbienen.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
In der Schule wurde in Gesprächen darüber informiert und es gibt ein Schild, dass die Wiese als „NAWI-Outdoor-Lab“ kennzeichnet.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
In der Biologie- und NAWI-ARGE sowie mit anderen Lehrpersonen und der Direktorin wurde das Projekt Wildblumenwiese reflektiert und besprochen. Das Feedback wird in kleinen Änderungen bzw. Ideen für Maßnahmen im nächsten Schuljahr umgesetzt.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Natur- und Klimaschutz

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Die Schülerinnen und Schüler beobachteten „ihre“ Wiese und waren stolz, wenn ein Frühblüher oder eine Blume blühten. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler waren motoviert bei der Arbeit. Im Biologieunterricht konnte die Wildblumenwiese bereits zur Demonstration des theoretisch besprochenen Inhalts eingesetzt werden. Das primäre Ziel des Naturschutzes war auch erfolgreich, da Wildkräuter gewachsen sind und Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer diese Wiese nutzen.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Die Wildblumenwiese war im Lehrerzimmer öfter Gesprächsthema. Manchen gefiel die Wiese sehr gut, besser als die kurz gemähten Rasenflächen und andere fanden es sieht ungepflegt aus. Sowohl bei Schülerinnen und Schülern als auch bei Lehrpersonen gab es zu der Wiese unterschiedliche Meinungen, besonders wegen den Disteln. Es wurde versucht die ökologische Bedeutung einer solchen Wildblumenwiese in Gesprächen zu vermitteln. Distelfalter, die die Wiese und speziell die Disteln aufsuchten, zeigten aber, dass auch dieses „Unkraut“ wichtig ist. Die Schulumgebung wurde dadurch etwas „natürlicher“. Da die Schule auch eine Vorbildwirkung einnimmt, werden vielleicht auch bei einigen Schülerinnen und Schülern oder Lehrpersonen im eigenen Garten kleine Flächen „wild“ gelassen.

Wo liegen unsere Stärken?
Eine gute Zusammenarbeit und Engagement der beteiligten Personen.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Erasmus+

Weitere Netzwerke
e-Education, MINT