ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Der Kreislauf schließt sich - Wurmkistendünger für Hochbeet und Kräuertspirale

Jahresbericht des Schuljahres 2018/2019

Schule: Bundesgymnasium Vöcklabruck
KoordinatorIn: Mag. Konrad Philine
DirektorIn: MMag Yaldez Gabriela
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Natur erleben im Schulumfeld
  • Gestalten von Schul- und Freiräumen
Inhalt
Im Frühjahr des Schuljahres 18/19 wurde das Mülltrennsystem in fünf Unterstufenklassen durch die Wurmkiste erweitert. Die Wurmkiste wurde vom bekannten österreichischen Unternehmen Wormsystems GmbH geliefert und in unserer Schule im Werkunterricht mit einer 1. Klasse aufgebaut.
Eine 2. Klasse hat die Befüllung der Wurmkiste mit Kompostwürmern vorgenommen. Zwei Schüler/innen aus der 2. Klasse haben die Schüler/innen der anderen Klassen bei der Biomüllentsorgung unterstützt und darauf geachtet, dass die Entsorgung des Biomülls richtig erfolgt. Die Entsorgung hat zweimal in der Woche stattgefunden.

Im Unterricht wurde das "Ökosystem Wurmkiste" für alle am Projekt teilnehmende Klassen näher erläutert. Dabei wurde neben den Merkmalen und Unterschieden des Kompostwurms zum normalen Regenwurm, auch über die Funktionsweise und Bedienungen der Wurmkiste gesprochen. Die Schüler/innen waren dabei sehr interessiert und neugierig auf das Projekt Wurmkiste. Manche waren aber auch skeptisch, denn es stellten sich Fragen wie "Brechen die Würmer nicht aus?" oder "Wird das nicht stinken?".
Neben all diesen Fragen, trat aber auch die folgende Frage immer wieder in den Klassen auf: "Wieso führen wir für ein paar Apfel- und Bananenschalen eine Wurmkiste um 200 Euro ein?". Die Antwort von uns Biologielehrpersonen war sehr einfach: "Um den Kreislauf zu schließen, denn die Würmer produzieren einen wertvollen Wurmhumus und Dünger, den wir für unsere Beete im Schulgarten nutzen können." Die Wurmkiste dient im Unterricht vor allem zur Verdeutlichung des Begriffs Ökosystem. Die verschiedenen Faktoren eines Ökosystems können anhand der Kiste erörtert werden. Zudem ist es möglich zu zeigen, wie die Einflussfaktoren Wärme und Feuchtigkeit auf das Ökosystem wirken. Des Weiteren werden die Kompostwürmer von uns für Versuche zum Thema "Kann der Regenwurm riechen, hören und schmecken" eingesetzt.
Auf die Frage weshalb die Wurmkiste denn so viel kosten musste, wurde von uns nur geschmunzelt, denn das Projekt Wurmkiste hat uns Biologielehrpersonen auch einfach nur gefallen.

Grundsätzlich hat die Einführung in das Projekt "Wurmkiste" sehr gut funktioniert. Zu Beginn gab es viele Fragen, die sich mit der Zeit geklärt haben. Die Schüler/innen haben gemerkt, dass im Ökosystem Wurmkiste viele Faktoren zusammenspielen. Denn wie in jedem Ökosystem, gab es auch bei der Wurmkiste "Krisenzeiten", welche aber bewältigt wurden.
Wurmkiste Wurmkiste
Hochbeet Bepflanzung Hochbeet Bepflanzung
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 4

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
-Gewaltprävention: Kooperation mit der Stadtpolizei zum Thema Jugendschutz in der 4. Klasse
-Suchtprävention: Kooperation mit IKARUS zum Thema Rauchen und Drogen
-Move your Heart: Spendenlauf von unseren Schüler/innen für bedürftige Kinder
-AIDS Peers: Schüler/innen der 7. Klasse gestalten in Kooperation mit unserer Schulärztin einen "Aufklärungsunterricht" für alle 4. Klassen
-Workshop 2. Klasse zum Thema Wie recycle ich mein Handy richtig, Umgang mit seltenen Erden, Problematik des Smartphones
-Fortsetzung "Buddy-Projekt" in der 1.Klasse in den SOKO-Stunden
-Workshop 6. Klasse zur Suchtprävention (Thema Alkohol und Rauchen)
-Trinktagebuch: In einer 1. Klasse wurden die Materialien von Sipcan zum Trinktagebuch verwendet. Warum trinken so wichtig ist, wurde thematisiert.
-Wurmkiste: In fünf Unterstufenklassen wurde das Projekt Mülltrennung optimiert. Neben dem Trennsystem Plastik, Papier und Restmüll wurde eine Wurmkiste gebaut, welche den Biomüll unserer Schule verwertet. Eine 2. Klasse betreute die Wurmkiste und koordinierte das Entleeren des Biomülls anderer Klassen.
-Gestaltung des Schulgeländes: Es wurde neben der Kräuterspirale ein Hochbeet gebaut, welches mit Tomaten, Kürbis, Erbsen und Gurken bepflanzt wurde. Des Weiteren wurden in einem klassenübergreifenden Projekt von einer 1. und 5. Klasse Sitzgelegenheiten aus Paletten erstellt.
-Gesundheit: In den Fächern Biologie und Zeichnen wurden Plakate zum Thema gesundes Essen mit Slogans erstellt. Diese wurden in Buffetnähe angebracht.
-Workshops in den 1. Klassen zum Thema Safer Internet - Wie bewege ich mich sicher im Internet.
-Workshops in den 4. Klassen zum Thema Sexualkunde
-Erste Hilfe Kurs in der 4. Klasse und 6.Klasse
-BabyFitKurs für die 4. Klassen
-Klimaprojekt: In den Fächern Biologie und Englisch wurde fächerübergreifend zum Thema Klimawandel und Klimaschutz in der 6. Klasse gearbeitet. Dabei wurden folgende Themen behandelt: Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Tier, "Fake or Facts" zum Thema Klimawandel, Plastik in den Meeren, Wasseraufbereitung, Recycling und Upcycling. Außerdem wurden Ideen gesammelt, um unsere Schule "klimasicherer" zu gestalten.
Infolge des Projekts wurde von den folgende Punkte auserwählt, welche im Schuljahr 19/20 umgesetzt werden sollen: Mülltrennungssysteme in allen Klassen erneuern, Plastikflaschen verbannen und Aufklärungsunterricht für jüngerer Schüler/innen zum Thema Umweltschutz.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Im Frühjahr des Schuljahres 18/19 wurde das Mülltrennsystem in fünf Unterstufenklassen durch die Wurmkiste erweitert. Die Wurmkiste wurde vom bekannten österreichischen Unternehmen Wormsystems GmbH geliefert und in unserer Schule im Werkunterricht mit einer 1. Klasse aufgebaut.
Eine 2. Klasse hat die Befüllung der Wurmkiste mit Kompostwürmern vorgenommen. Zwei Schüler/innen aus der 2. Klasse haben die Schüler/innen der anderen Klassen bei der Biomüllentsorgung unterstützt und darauf geachtet, dass die Entsorgung des Biomülls richtig erfolgt. Die Entsorgung hat zweimal in der Woche stattgefunden.

Im Unterricht wurde das "Ökosystem Wurmkiste" für alle am Projekt teilnehmende Klassen näher erläutert. Dabei wurde neben den Merkmalen und Unterschieden des Kompostwurms zum normalen Regenwurm, auch über die Funktionsweise und Bedienungen der Wurmkiste gesprochen. Die Schüler/innen waren dabei sehr interessiert und neugierig auf das Projekt Wurmkiste. Manche waren aber auch skeptisch, denn es stellten sich Fragen wie "Brechen die Würmer nicht aus?" oder "Wird das nicht stinken?".
Neben all diesen Fragen, trat aber auch die folgende Frage immer wieder in den Klassen auf: "Wieso führen wir für ein paar Apfel- und Bananenschalen eine Wurmkiste um 200 Euro ein?". Die Antwort von uns Biologielehrpersonen war sehr einfach: "Um den Kreislauf zu schließen, denn die Würmer produzieren einen wertvollen Wurmhumus und Dünger, den wir für unsere Beete im Schulgarten nutzen können." Die Wurmkiste dient im Unterricht vor allem zur Verdeutlichung des Begriffs Ökosystem. Die verschiedenen Faktoren eines Ökosystems können anhand der Kiste erörtert werden. Zudem ist es möglich zu zeigen, wie die Einflussfaktoren Wärme und Feuchtigkeit auf das Ökosystem wirken. Des Weiteren werden die Kompostwürmer von uns für Versuche zum Thema "Kann der Regenwurm riechen, hören und schmecken" eingesetzt.
Auf die Frage weshalb die Wurmkiste denn so viel kosten musste, wurde von uns nur geschmunzelt, denn das Projekt Wurmkiste hat uns Biologielehrpersonen auch einfach nur gefallen.

Grundsätzlich hat die Einführung in das Projekt "Wurmkiste" sehr gut funktioniert. Zu Beginn gab es viele Fragen, die sich mit der Zeit geklärt haben. Die Schüler/innen haben gemerkt, dass im Ökosystem Wurmkiste viele Faktoren zusammenspielen. Denn wie in jedem Ökosystem, gab es auch bei der Wurmkiste "Krisenzeiten", welche aber bewältigt wurden.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Natur erleben im Schulumfeld, Gestalten von Schul- und Freiräumen

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
60

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Burschen und Mädchen wurden gleichermaßen in das Projekt einbezogen.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
keine

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Homepage Schule

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Mit den Schüler/innen wurde überlegt, inwieweit das Projekt erfolgreich war bzw. was am System Mülltrennung verändert werden kann.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Mülltrennung - Biomüll nutzen

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Die Betreuung der Wurmkiste hat funktioniert. Es wurde bereits viel Dünger von den Würmern produziert.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Es hat sich vor allem das Bewusstsein zur Mülltrennung verändert. Die Schüler/innen sehen, dass Biomüll wertvoll ist und genutzt werden kann.

Wo liegen unsere Stärken?
Die Betreuung und Aufklärung im Bereich Mülltrennung funktionieren seitens der Lehrpersonen sehr gut. Die Schüler/innen arbeiten mit und sind sehr engagiert und willig ihren Müll zu trennen.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Zertifizierte Gesunde Schule
Erasmus+