ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Ackerbauepoche - Vom Korn zum Brot

Jahresbericht des Schuljahres 2018/2019

Schule: Freie Waldorfschule Graz
KoordinatorIn: Mag. Klöckl Andreas
DirektorIn: Mag. Klaffinger Irmgard
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Natur erleben im Schulumfeld
  • Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung
Inhalt
Unsere 3. Klasse begab sich gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin und Eltern auf eine abenteuerliche Reise, um anhand eines langfristig angelegten Projektes hautnah zu erleben, wie aus einem einfachen Getreidekorn ein wertvolles und schmackhaftes Brot werden kann. Dabei begannen die Schüler*innen wirklich ganz von vorne: mit dem Pflügen und Vorbereiten des Schulackers, wobei der Pflug tatsächlich von den Kindern selbst gezogen und gelenkt wurde.
War der Boden schließlich derart aufnahmefähig, konnte das Getreide gesät und begossen werden. Während der Wachstumsphase musste natürlich das Umfeld gepflegt und das Unkraut gejätet werden. Hier blieb nun auch Zeit, um in der Theorie auf das Thema einzugehen und beispielsweise zu beleuchten, wie schwer, aber wertvoll, die Arbeit der Produzent*innen ist – von der Bäuerin zur Bäckerin. Diese brachte ganz neue Ansichten und eine besondere Form der Wertschätzung zutage.
Viel später im Jahr ging es nun ans Ernten: das Getreide wurde geschnitten, das Korn fachmännisch gewonnen, zu Mehl vermahlen und ein Brotteig daraus bereitet. Hier wurde es nun doch etwas hektisch, denn am Backtag musste der große, gemauerte Holzofen im Garten schon ganz früh auf Temperatur gebracht werden, bevor die Brotlaibe darin knusprig braun gebacken werden konnten. Kinder und Erwachsene freuten sich gleichermaßen auf diesen Moment. Und aufs Verputzen der frisch duftenden Brotscheiben mit Butter und etwas Kräutersalz.
Damit konnte sich der Kreis schließen und aus einem einfachen Korn und etwas Erde war ein gesundes, wertvolles und duftendes Nahrungsmittel entstanden.

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Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 2

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Wie schon in den Jahren zuvor liefen auch im vergangenen Schuljahr viele diverse Projekte verschiedener Größenordnung parallel. Ihnen allen gemeinsam ist der Versuch, den ohnehin schon gelebten achtsamen Umgang mit Natur und Umwelt in der ganzen Schulgemeinschaft weiter zu intensivieren. Schüler*innen, Eltern und das gesamte Schulpersonal waren hierfür in wechselnden, vielfach sich überschneidenden Tätigkeitsfeldern aktiv, die sich von der ersten bis zur zwölften Schulstufe verteilten. Schwerpunkte bildeten die gesunde Ernährung in vielen Facetten sowie die Abfallproblematik, regional und global. Auch die Klimakrise und die „Fridays for future“-Bewegung gingen natürlich nicht spurlos an uns vorüber. Ein Müll-Kunst-Projekt sollte hier ebenso Erwähnung finden, wie das Bienenprojekt mit professionellen Imkern rund um unser schuleigenes Bienenhaus oder die biodynamische Bewirtschaftung des Schulgartens. Im Sommer 2019 hat sich darüber hinaus ein neuer Arbeitskreis gebildet, der das Thema „Müllvermeidung, -trennung, -entsorgung“ am Schulgelände und im weiteren Schulumfeld im Detail behandeln wird. Hervorheben möchten wir in weiterer Folge jedoch ein bestimmtes Projekt unserer 3. Klasse, die in einer „Ackerbau-Epoche“ den Weg vom Korn zum Brot bereitet und begleitet hat.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Unsere 3. Klasse begab sich gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin und Eltern auf eine abenteuerliche Reise, um anhand eines langfristig angelegten Projektes hautnah zu erleben, wie aus einem einfachen Getreidekorn ein wertvolles und schmackhaftes Brot werden kann. Dabei begannen die Schüler*innen wirklich ganz von vorne: mit dem Pflügen und Vorbereiten des Schulackers, wobei der Pflug tatsächlich von den Kindern selbst gezogen und gelenkt wurde.
War der Boden schließlich derart aufnahmefähig, konnte das Getreide gesät und begossen werden. Während der Wachstumsphase musste natürlich das Umfeld gepflegt und das Unkraut gejätet werden. Hier blieb nun auch Zeit, um in der Theorie auf das Thema einzugehen und beispielsweise zu beleuchten, wie schwer, aber wertvoll, die Arbeit der Produzent*innen ist – von der Bäuerin zur Bäckerin. Diese brachte ganz neue Ansichten und eine besondere Form der Wertschätzung zutage.
Viel später im Jahr ging es nun ans Ernten: das Getreide wurde geschnitten, das Korn fachmännisch gewonnen, zu Mehl vermahlen und ein Brotteig daraus bereitet. Hier wurde es nun doch etwas hektisch, denn am Backtag musste der große, gemauerte Holzofen im Garten schon ganz früh auf Temperatur gebracht werden, bevor die Brotlaibe darin knusprig braun gebacken werden konnten. Kinder und Erwachsene freuten sich gleichermaßen auf diesen Moment. Und aufs Verputzen der frisch duftenden Brotscheiben mit Butter und etwas Kräutersalz.
Damit konnte sich der Kreis schließen und aus einem einfachen Korn und etwas Erde war ein gesundes, wertvolles und duftendes Nahrungsmittel entstanden.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Natur erleben im Schulumfeld, Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
30

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Es erschien in diesem Setting und der Zielsetzung weder nötig noch sinnvoll und wurde daher nicht berücksichtigt.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Durch die Mitarbeit von Schuleltern und Kolleg*innen anderer Klassenzüge ergab sich eine für alle Beteiligten gewinnbringende Kooperation.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Einerseits wurde dieses Projekt im Rahmen des „Grazer Schulgesundheitspreises“ unter der Patronanz von Stadtrat Mag. Krotzer eingereicht, andererseits wurde es im Zuge eines Interviews, das Studenten der KF-Universität Graz im Rahmen der Umwelt- und Klimadebatte an unserer Schule durchführten, besonders hervorgehoben und erläutert. Zusätzlich fand es intern bei Schulkonferenzen und Versammlungen mehrfach Lob und Erwähnung.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Mit allen Beteiligten wurde begleitend und abschließend der praktische und pädagogische Nutzen dieses Projektes besprochen und diskutiert

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
In einem ganzheitlichen Zugang zu gesund

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Der Erfolg ließ sich bereits in der Ausführungsphase in vielen kleinen Schritten erkennen, indem sich bei allen Beteiligten ein besonderer Bezug und eine Wertschätzung für Lebensmittel im Allgemeinen, aber auch zur dahinter verborgenen, oft mühsamen Arbeitsleistung der Produzent*innen einstellte. Und den Teambuilding-Effekt gab´s quasi nebenbei dazu.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Der Umgang mit und der Zugang zu gesunder Jause und den Mahlzeiten in unserer Schulküche erhielten für diese Klasse eine neue Wertigkeit, was wiederum eine Vorbildwirkung für umliegende Klassen mit sich brachte.

Wo liegen unsere Stärken?
Wie schon in früheren Berichten erwähnt, ist der ganzheitliche Ansatz für die Problemstellungen dieser Zeit unser großes Plus.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Erasmus+