ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Abfallvermeidung im Schulalltag

Jahresbericht des Schuljahres 2019/2020

Schule: Tourismusschule Bad Hofgastein
KoordinatorIn: Mag. Brandstätter Sandra
DirektorIn: Mag. Dr. Wiesinger Maria
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Einsparen von Ressourcen
  • Reduzieren von Emissionen
Inhalt
Die SchülerInnen der 1. Jahrgänge wurden im Rahmen der Unterrichtsfächer Ernährung und Naturwissenschaften zunächst theoretische in das Thema Abfall/Abfallvermeidung eingeführt. Dabei war auch das bewusste Einkaufen von Lebensmitteln ein wesentlicher Aspekt, denn speziell dabei kann man seinen Fokus auf möglichst unverpackte Lebensmittel richten.
Zudem lernten die SchülerInnen auch, Angebote und Mengenrabatte kritisch zu betrachten, denn "mehr" ist nicht immer besser - vor allem dann, wenn die Lebensmittel aufgrund eines Überangebots weggeworfen werden. Plastik als Verpackungsmaterial wurde dabei sehr genau besprochen, vor allem die Verrottungszeiten bewirkten bei den SchülerInnen einen "Aha-Effekt", denn es wurde ihnen bewusst, warum Plastik zunehmend stärker in die Kritik rückt.

In Folge konnte der Kaffeeautomat in der Schule vollständig auf Kartonbecher umgestellt werden. Zusätzlich gibt es für die Becher eigene Sammelbehältnisse, um einen optimalen Recyclingkreislauf zu gewährleisten. Vertiefend konnte den SchülerInnen so auch ein erster Einblick in das Recycling von Karton und Papier geben werden, denn Papier funktioniert auch ganz ohne Strom. Es ist gut zu verarbeiten und besteht aus nachwachsenden Rohstoffen. Es kann sogar nach mehrfacher Wiederverwertung am Ende noch immer zu Energie umgewandelt werden.
Gerade deshalb liegt uns auch die richtige und vor allem konsequente Mülltrennung am Herzen, die wir auch unseren SchülerInnen immer wieder mit Nachdruck vermitteln.
Thema der Unterrichtsstunde (NWLT): Umweltschutz Thema der Unterrichtsstunde (NWLT): Umweltschutz
Projekt: "Trink dich schlau" - aber ohne Plastik Projekt: "Trink dich schlau" - aber ohne Plastik
Kräuterworkshop am Mühlhof im Gasteinertal Kräuterworkshop am Mühlhof im Gasteinertal
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 5

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Die Tourismusschule Bad Hofgastein hat im Schuljahr 2019/2020 folgende ÖKOLOG-Aktivitäten im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt:

Schwerpunkt Ernährung:

Errichtung eines Kräuterhochbeets am Schulgelände - Das Hochbeet wird von unseren SchülerInnen betreut. Sie können die Kräuter selbstständig ernten und anschließend zum Kochen verwenden, wodurch diese Lebensmittel mehr an Bedeutung gewinnen. Neben dem Kennenlernen verschiedener Kräuter, steht die bewusste Verwendung von Lebensmittel im Mittelpunkt.

Auch in unserer Betriebsküche wollen wir künftig verstärkt auf die Regionalität unserer Produkte bauen und noch mehr Lebensmittel aus der Region beziehen. Unsere aktuellen Partner:

BIO Produzent Veitbauer Bad Hofgastein: Milch Joghurt und Topfen, BIO Produzent Schmaranz Bad Hofgastein: Eier, Bäckerei und Konditorei Bauer Mühlbach/Hk.: Semmeln, Gebäck und Brot, Hutegger Bad Hofgastein: Fleisch, Wurst und Speck, Fleischerei Bayr Bad Gastein: Fleisch, Wurst sowie Speck und von der BIO Lerchenmühle Golling beziehen wir Mehlprodukte.

Als Ergänzung dazu laden wir in den 1. und 2. Jahrgängen jährlich Vortragende zum Thema "Waste-Food und Ökologischer Fußabdruck" in unsere Schule ein. Dadurch wird den SchülerInnen im Rahmen von Workshops die zentrale Bedeutung der Nachhaltigkeit näher gebracht.

Das Projekt: "Trink dich schlau" beinhaltet die Erstellung eines Trinkpasses und die Bedeutung des Wassers für die Stoffkreisläufe im Körper.

Unser Aktionstag "Bewusst durch den Alltag" vertieft Lehrinhalte aus dem Unterrichtsfach Ernährung: Bedeutung von Zucker, Fett, Alkohol (Testversuche mit versch. Rauschbrillen), Einsatz des Aktionskoffers zu den Themenbereichen Alkohol und Rauchen (Akzente Salzburg) - setzen präventiver Maßnahmen.

Als weitere Ergänzung dazu, werden unsere SchülerInnen praktisch in den bewussten Einkauf von Lebensmitteln, in die Vermeidung von Abfall (speziell die Reduktion des Plastikmülls) und die kritische Beachtung von Angeboten sowie Mengenrabatten eingeführt.


Schwerpunkt Bewegung:

Aktivitäten im Schulalltag - (Turnunterricht), Aktivitäten im Freien (Skitage, Eislaufen, Fußball, Leichtathletik...).

Schwerpunkt Wohlfühlcharakter und Gemeinschaftsbewusstsein:

Gemeinsamer Faschingsnachmittag an der Tourismusschule Bad Hofgastein - Präsentation der Gruppen, Bewertung, Prämierung der Kostüme und eine gemeinsame Jause runden diesen Tag ab.
Thementage in Kooperation mit Praxis- und TheoriekollegInnen - Verwendung regionaler Lebensmittel unter Beachtung saisonaler Aspekte.
Die Kennenlerntage der jeweils 1. Jahrgänge und das Buddy-Projekt unterstützen unsere 1. Jahrgänge, um gut an der Schule und in der neuen Gemeinschaft anzukommen. Weiters helfen ihnen diese Aktivitäten, sich im neuen Schulalltag einzufinden.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Die SchülerInnen der 1. Jahrgänge wurden im Rahmen der Unterrichtsfächer Ernährung und Naturwissenschaften zunächst theoretische in das Thema Abfall/Abfallvermeidung eingeführt. Dabei war auch das bewusste Einkaufen von Lebensmitteln ein wesentlicher Aspekt, denn speziell dabei kann man seinen Fokus auf möglichst unverpackte Lebensmittel richten.
Zudem lernten die SchülerInnen auch, Angebote und Mengenrabatte kritisch zu betrachten, denn "mehr" ist nicht immer besser - vor allem dann, wenn die Lebensmittel aufgrund eines Überangebots weggeworfen werden. Plastik als Verpackungsmaterial wurde dabei sehr genau besprochen, vor allem die Verrottungszeiten bewirkten bei den SchülerInnen einen "Aha-Effekt", denn es wurde ihnen bewusst, warum Plastik zunehmend stärker in die Kritik rückt.

In Folge konnte der Kaffeeautomat in der Schule vollständig auf Kartonbecher umgestellt werden. Zusätzlich gibt es für die Becher eigene Sammelbehältnisse, um einen optimalen Recyclingkreislauf zu gewährleisten. Vertiefend konnte den SchülerInnen so auch ein erster Einblick in das Recycling von Karton und Papier geben werden, denn Papier funktioniert auch ganz ohne Strom. Es ist gut zu verarbeiten und besteht aus nachwachsenden Rohstoffen. Es kann sogar nach mehrfacher Wiederverwertung am Ende noch immer zu Energie umgewandelt werden.
Gerade deshalb liegt uns auch die richtige und vor allem konsequente Mülltrennung am Herzen, die wir auch unseren SchülerInnen immer wieder mit Nachdruck vermitteln.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Einsparen von Ressourcen, Reduzieren von Emissionen

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
60

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
-

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Es wurde bei der Umsetzung dieser Maßnahme mit der Firma Dallmayr zusammengearbeitet.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
-

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Wir sind seit Jänner 2020 eine Ökolog-Schule und arbeiten noch an unseren Maßnahmen. Wir werden diese im kommenden Schuljahr beginnen zu reflektieren und auch evaluieren.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Reduzierung von Abfall im Schulalltag

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Da unsere SchülerInnen nun die Unterschiede zwischen verschiedenen Verpackungsmaterialien kennen, werden diese nun richtig getrennt und entsorgt. Ihnen konnte die Relevanz der sorgfältigen Mülltrennung bewusst gemacht werden.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Die SchülerInnen wertschätzen unser sehr sauberes Schulumfeld und die uns umgebende Natur nun noch mehr. Aber die Lehrinhalte haben vor allem "außerhalb" der Schule etwas verändert. Sie erzählen von Müll auf den Bergen und ärgern sich oft richtig darüber, dass es Menschen gibt, die diesen einfach zurücklassen. Sie sammeln diesen, wo es möglich ist, sogar selbst auf und nehmen ihn wieder mit ins Tal und entsorgen ihn dort. Motto unserer SchülerInnen: "Was man mit auf den Berg nimmt, nimmt man auch wieder mit herunter!" Sie wurden also für das Thema "Abfall" sensibilisiert und erkennen selbst, wenn etwas nicht ordnungsgemäß entsorgt wurde.

Wo liegen unsere Stärken?
Die Tourismusschule Bad Hofgastein liegt Mitten im schönen Gasteinertal. Wir sind von einer eindrucksvollen Bergkulisse umgeben. Darin sehen wir das große Potential, unsere SchülerInnen dafür zu begeistern und ihnen so das Verständnis für die Sensibilität unserer Natur zu vermitteln. Gerade die stetig wachsende Tourismusbranche verlangt nach alternativen Formen des Reisens:

- so wenig wie möglich auf die bereiste Natur einzuwirken bzw. ihr zu schaden,
- die Natur möglichst nah, intensiv und ursprünglich zu erleben,
- sich der Kultur des bereisten Landes möglichst anzupassen.

Sanfter Tourismus gehört zum Konzept einer starken Nachhaltigkeit, verbunden mit der Forderung, die verbleibenden Bestände an Naturkapital zu erhalten und darüber hinaus in diese zu investieren. Für diese Synergie sehen wir in unserem Schulstandort den idealen Ausgangspunkt.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Erasmus+