ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Schaffung von Lernräumen für Begabungs- und Begabtenförderung

Jahresbericht des Schuljahres 2019/2020

Schule: Mary Ward Privatvolksschule St.Pölten
KoordinatorIn: Poisel Nora, BEd
DirektorIn: Dipl.Päd. Triml Sabine
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Gestalten von Schul- und Freiräumen
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
Inhalt
Umbau im Bereich der neuen Bibliothek, des Projektraumes und der Leseecke

In vielen Etappen wurde die Volksschule in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt umgebaut. Das ehemalige Klostergebäude wurde dabei nun vollständig für die Volks- und Hauptschule und den Hort adaptiert und saniert. Waren Schule und Hort einst räumlich weit voneinander getrennt (Schulgebäude und Horthaus im Garten), so befinden sich beide Institutionen nun übereinander in einem Gebäude gelegen – wetterfest und selbstständig für die Kinder erreichbar.
Auch wenn die ehemaligen Zimmer der Schwestern zu großen Klassenräumen vereinigt und Innenhöfe überdacht wurden, konnte man die winkeligen Gänge nicht abschaffen und so ist erstreckt sich die Volksschule mittlerweile über zwei Etagen mit zahlreichen Gängen und Halbstöcken.

Um einen Bereich für selbstorganisiertes Lernen und offene Lernformen zu schaffen, wurden nun Veränderungen in der Raumnutzung und der Raumaufteilung in einem Bereich der Schule durchgeführt.
Der PC-Raum, der auch von der NMS genutzt wird, der neu geschaffene Projektraum mit flexiblen Möbeln und einem direkten Zugang zur neu gestalteten Schulbibliothek bilden gemeinsam mit der auf einer zuvor ungenutzten Freifläche gestalteten Leseecke einen großen Bereich für selbstorganisiertes Lernen.

Pädagoginnen und Kinder wurden in die Umsetzung und Gestaltung der Bereiche miteinbezogen um eine angenehme Atmosphäre und ein hohes Verbundenheitsgefühl zu schaffen.

Hier wurden auf die gezielte Verwendung bestimmter Materialen und Farben, Anordnung und Nutzung der Bereiche aufgrund der Akustik und Lichsituation unter der Berücksichtung des sehr alten Bestandsgebäudes geachtet.
Die Bibliothek zum Schmökern und Stöbern Die Bibliothek zum Schmökern und Stöbern
Vielfältige Sitz- und Arbeitsmöglichkeiten Vielfältige Sitz- und Arbeitsmöglichkeiten
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 1

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Verbesserung der Lesekompetenz
Steigerung der Lesemotivation
Umgestaltung des Schulgebäudes in einen Lernort für Begabungsförderung

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Umbau im Bereich der neuen Bibliothek, des Projektraumes und der Leseecke

In vielen Etappen wurde die Volksschule in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt umgebaut. Das ehemalige Klostergebäude wurde dabei nun vollständig für die Volks- und Hauptschule und den Hort adaptiert und saniert. Waren Schule und Hort einst räumlich weit voneinander getrennt (Schulgebäude und Horthaus im Garten), so befinden sich beide Institutionen nun übereinander in einem Gebäude gelegen – wetterfest und selbstständig für die Kinder erreichbar.
Auch wenn die ehemaligen Zimmer der Schwestern zu großen Klassenräumen vereinigt und Innenhöfe überdacht wurden, konnte man die winkeligen Gänge nicht abschaffen und so ist erstreckt sich die Volksschule mittlerweile über zwei Etagen mit zahlreichen Gängen und Halbstöcken.

Um einen Bereich für selbstorganisiertes Lernen und offene Lernformen zu schaffen, wurden nun Veränderungen in der Raumnutzung und der Raumaufteilung in einem Bereich der Schule durchgeführt.
Der PC-Raum, der auch von der NMS genutzt wird, der neu geschaffene Projektraum mit flexiblen Möbeln und einem direkten Zugang zur neu gestalteten Schulbibliothek bilden gemeinsam mit der auf einer zuvor ungenutzten Freifläche gestalteten Leseecke einen großen Bereich für selbstorganisiertes Lernen.

Pädagoginnen und Kinder wurden in die Umsetzung und Gestaltung der Bereiche miteinbezogen um eine angenehme Atmosphäre und ein hohes Verbundenheitsgefühl zu schaffen.

Hier wurden auf die gezielte Verwendung bestimmter Materialen und Farben, Anordnung und Nutzung der Bereiche aufgrund der Akustik und Lichsituation unter der Berücksichtung des sehr alten Bestandsgebäudes geachtet.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Gestalten von Schul- und Freiräumen, Kultur des Lehrens und des Lernens

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
100

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Um möglichst vielen Kindern einen Anreiz für die Nutzung dieses Bereiches zu bieten, orientierten wir uns an den Lerntypen nach Gardner, diese werden nicht nach Geschlecht unterschieden, sondern umfassen einen viel weiteren und detaillierten Bereich des Lernens.
Ausgehend von einem Projekt zum eigenständigen Arbeiten der dritten und vierten Klassen zeigten unsere Beobachtungen, dass alle Kinder in zumindest einer Domäne besonders intelligentes Verhalten und außerordentliche Leistungsbereitschaft zeigen. Das deckt sich mit den Forschungsergebnissen und Theorien von Gardner.
Ziel für den Umbau dieses Bereiches war es, Angebote im Bereich der unterschiedlichen Intelligenzen durch räumliche Anpassung unterstützen zu können.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Es war immer wieder eine Absprache und Rücksprache mit der Ordensvereinigung und den Leitungen der andern Bereiche (Hort und NMS) notwenig. Begleitet wurde das Projekt auch von Koll. Ziegler, die sich im Rahmen ihres Studiums mit der Gestaltung von Lernräumen für den begabungsfördernden Unterricht beschäftigte.
Nach Fertigstellung der Räume gestalteten Kinder der unterschiedlichsten Klassen Dekoration im Werkunterricht für die neuen Räume, kleinen Ecken und Nischen.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Pädagoginnen und Pädagogen wurden nach der Fertigstellung durch den neu geschaffenen Bereich geführt. Schülerinnen und Schüler konnten nach und nach im Rahmen der verschiedensten Projekte und klassenübergreifenden Aktionen die neuen Räume nutzen.

Erstmalig wurde der Raum auch bei den KEL-Gesprächen verwendet, somit konnte auch die Elternschaft einen Einblick erhalten.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Nach einigen Monaten der Nutzung wurden die Pädagoginnen im Rahmen einer Konferenz zu den bisherigen Erfahrungen in diesem neuen Lernbereich befragt. Die Neuordnung mancher Materialen wird überdacht und ein Ankauf eines Smartboards für diesen Bereich wird angedacht.
Kinder konnten sich im Rahmen des Besuches der Schulbibliothek zu der neuen Gestaltung äußern, diese Reaktionen vielen sehr positiv aus.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Begabungs- und Begabtenförderung

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Wir merken nun, dass klassenübergreifende Projekte mit einem geringerem Aufwand an Organisation (Welchen Raum kann ich nutzen? Kann ich Materialien dort vorbereiten und liegen lassen? Wo kann ich besondere Materialen lagern? ) durchgeführt werden können.
Bei Vorträgen und Workshops externer Organisationen ist nun ein Raum da, der dafür die nötigen Voraussetzungen hat und in der Anordnung der Sitz- und Arbeitsplätze flexibel ist.
Die Schülerinnen und Schüler haben gelernt, dass die Nutzung dieses Bereiches häufig mit einer "Besonderheit" - einer neuen Lernform, einer "anderen" Art des Lernens in Verbindung gebracht wird und verbringen gern Zeit dort.
Dies merkt man auch bei der nun intensiveren Nutzung der Schulbibliothek, da es nun endlich möglich ist, in einem ruhigen Bereich in den Bücher zu stöbern.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Wie bereits bei den Ergebnissen angesprochen, hat sich in der Unterrichtsarbeit einiges positiv verändert. Dies zeigt sich vor allem in der steigenden Anzahl der klassenübergreifenden oder schulstufenübergreifenden Projekte und leichter durchführbaren Kooperationen mit den anderen Schulen (NMS und Gymnasium) und externen Vortragenden ohne den großen organisatorischen Aufwand.
Auch der Besuch der Schulbibliothek mit einer ganzen Schulklasse ist nun möglich.

Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen in der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Lehrkräfte. Durch die Neugierde ebendieser und das Interesse und den Mut Neues auszuprobieren, schaffen wir so immer wieder für die Kinder neue Erfahrungen und Möglichkeiten.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
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