ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Keimen und Wachsen von Pflanzen und deren Nutzung durch Menschen ; Anlegen eines Herbariums

Jahresbericht des Schuljahres 2019/2020

Schule: Volksschule Wimpassing an der Leitha
KoordinatorIn: VL Landl Ingrid
DirektorIn: VD Leitgeb Sabine
Handlungsbereiche:
  • Natur erleben im Schulumfeld
  • Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
Inhalt
• Ausgangspunkt: Leitha-Lehrpfad im Stiegenhaus
• Projektidee: Wir wollen die Kinder zu Multiplikatoren ausbilden, damit sie ihr Wissen an andere Klassen weitergeben können. Man kann etwas nur lieben und schätzen, wenn man es auch kennt.
Zuerst haben wir Bohnensamen gesetzt und in einem Bohnentagebuch den Wachstumsverlauf dokumentiert. In Verbindung mit Mathematik wurde der Wachstumsfortschritt in einem Diagramm dargestellt.
Im Schulgarten wurden mithilfe einer Blumen-App verschiedene Blumen bestimmt und ein Steckbrief dazu angefertigt. Danach wurden Blumen gepflückt, gepresst und ein Herbarium angelegt.
In einem Kräutermärchen von Folke Tegethoff lernten die Kinder die Heilwirkung der Zitronenmelisse kennen. Sie fertigten daraufhin nach einem Rezept der Kräuterhexe des ORF_Burgenlandes Uschi Zezelitsch ein Desinfektionsmittel mit den Inhaltsstoffen Zitronenmelisse, Kokosnussöl, destilliertes Wasser, Äthanol, Glycerol und Wasserstoffperoxid her.
Desinfektionsmittel aus Zitronenmelisse Desinfektionsmittel aus Zitronenmelisse
Desinfektionsmittel herstellen Desinfektionsmittel herstellen
Bieneninsektenhotel Bieneninsektenhotel
Die Bohne findet ihren Weg zum Licht. Die Bohne findet ihren Weg zum Licht.
Herbarium Herbarium
Bohnentagebuch Bohnentagebuch
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 5

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
1 Kommunikation professionalisieren und das soziale Miteinander stärken
Umsetzung:
• individuelle Reflexionsgespräche bzw. Mitarbeiterinnen-Gespräche mit Schulleiterin
• Regelmäßige Teamgespräche mit den Freizeitpädagogen alle 2 Monate
• 9 EH mit Isabella Enz-Sodoma sind von der PH-Bgld genehmigt.
-Verbesserung des inneren Zustandes und Reflexion
-Grundsätze der Kommunikation
-Umsetzung in allen relevanten Kommunikationsbereichen: Eltern, KK, LL

• Reflexion der SchülerInnen über ihr Arbeits- und Sozialverhalten und Dokumentation
• Durchführen der KEL-Gespräche in allen Klassen
• 2 gemeinsame Projekttage der 2.Klasse und Klienten des Hauses Vitus (Behindertenheim der Caritas), um mit den Klienten zu kochen, zu spielen, zu plaudern und sich im Turnsaal zu bewegen.
• In Kooperation mit der Tagesbetreuung Kindern Verantwortungsbereiche in der Schulgemeinschaft anvertrauen und Helferteams für spezielle Aufgaben (Erste Hilfe in der Pause, Spielmaterialien für die Pause, Helfer – gesunde Jause, Mediation bei Konflikten, Pflanzen im Garten, Garderobe, Turngeräte/Bälle, Einhaltung der Schulordnung, Klassensprecher im Klassenrat, Patenkinder, Regal-Chefs) bilden, die von jeweils einem Pädagogen betreut werden.
• Don Bosco Projekt-Tag – Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.
• Weitergeführt wurden die Projekte „Wöchentliche gesunde Jause“, „Beete im Schulgarten“, „Tägliche bewegte Pause“, „Tägliche Bewegungseinheit“ des Landes Burgenland mit einer zusätzlichen Bewegungsstunde durch einen Bewegungscoach.

2 Die Natur entlang der Leitha bewusst beobachten und Erfahrungen im Unterricht aufarbeiten und das Wissen zu Tieren und Pflanzen erweitern
Umsetzung:
Rettungshund Fipie kommt von der Wasserrettung zu Besuch. Wir lernen über die Aufgaben und die Ausbildung eines Rettungshundes.
Wir sammeln Steine im Leithabett und bestimmen sie mit Hilfe unserer Leithastation im Stiegenaufgang.
Der Igel , das Eichhörnchen und andere Waldtiere- Spuren von Waldtieren kennen lernen und eigene Spuren legen,
Fuchs – Fuchsbau, Hase- Hasenkot, Igel- Trampelpfade, Eichhörnchen – abgenagte Zapfen, Biber- abgenagte Äste .
Waldweihnacht: Wir bringen selbst hergestellte Vogelknödel in den Wald und bauen einen Futterplatz für die Tiere.
Tiere im Winter- mit Hilfe von Tierkarten im Wald Waldtiere benennen und zuordnen, ob es einen Winterschlaf, Winterruhe oder in Winterstarre oder ein winteraktives Tier ist. Mit einem Tierkarten- Memory im Wald die Namen der Waldtiere festigen. Spiel: Wer bin ich – Am Rücken der Kinder wurden Kärtchen befestigt. Sie mussten erfragen- Habe ich Stacheln? Fresse ich Insekten? Halte ich Winterschlaf?... Beim Ausgang in die Leithaau haben wir das erste Schneeglöckchen entdeckt. Wir legen ein Herbarium an und lernen einen Steckbrief auszufüllen und aufzusetzen. Es entstehen tolle Exemplare.
Aufgrund der Coronakrise haben wir uns weiter mit Pflanzen beschäftigt. Experiment mit der Kapillarwirkung von Blumenstängel. Versuch : Blumen färben (Bilddokumentation von Aimee).
Anhand von Kressesamen und Bohnensamen haben die Kinder den Keim- und Wachstumsvorgang beobachtet und in einem Tagebuch festgehalten. (Experimente von Kindern- Bohnenlabyrinth von Simon. – Bild). Die Kresse und andere Kräuter werden für die gesunde Jause verwendet.
Zurzeit beschäftigen wir uns mit der Heilkraft der Pflanzen. Löwenzahn und Zitronenmelisse haben wir im Schulgarten gefunden. Aus der Zitronenmelisse stellen wir zur Zeit ein Desinfektionsmittel her. Aus dem Löwenzahn haben einige Kinder einen Löwenzahnsirup zu Hause ausprobiert.
Damit alles wächst blüht und gedeiht ist ein gesundes Ökosystem wichtig. Anhand von einem „Lebensnetzspiel“ erkennen, dass unser Handeln Folgen für die Umwelt hat. Die Schüler sollen erfahren, dass sie ebenfalls für unsere Umwelt verantwortlich sind. – Naturschutzarbeit ist für uns wichtig. Wir erfahren Wissenswertes über die Biene und befüllen erneut unser Insektenhotel im Schulgarten mit Füllmaterial und stellen aus Dosen eigenen kleine Insektenhotels her.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
• Ausgangspunkt: Leitha-Lehrpfad im Stiegenhaus
• Projektidee: Wir wollen die Kinder zu Multiplikatoren ausbilden, damit sie ihr Wissen an andere Klassen weitergeben können. Man kann etwas nur lieben und schätzen, wenn man es auch kennt.
Zuerst haben wir Bohnensamen gesetzt und in einem Bohnentagebuch den Wachstumsverlauf dokumentiert. In Verbindung mit Mathematik wurde der Wachstumsfortschritt in einem Diagramm dargestellt.
Im Schulgarten wurden mithilfe einer Blumen-App verschiedene Blumen bestimmt und ein Steckbrief dazu angefertigt. Danach wurden Blumen gepflückt, gepresst und ein Herbarium angelegt.
In einem Kräutermärchen von Folke Tegethoff lernten die Kinder die Heilwirkung der Zitronenmelisse kennen. Sie fertigten daraufhin nach einem Rezept der Kräuterhexe des ORF_Burgenlandes Uschi Zezelitsch ein Desinfektionsmittel mit den Inhaltsstoffen Zitronenmelisse, Kokosnussöl, destilliertes Wasser, Äthanol, Glycerol und Wasserstoffperoxid her.

Handlungsbereiche
Natur erleben im Schulumfeld, Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung, Kultur des Lehrens und des Lernens

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
24

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Der Forscherdrang wurde bei Buben und Mädchen geweckt. Sie motivierten sich gegenseitig zur intensiven täglichen Beobachtung und zum Aneignen und Weitergabe von Wissen.
Burschen interessieren sich eher für die Tierwelt, die Mädchen für die Pflanzen.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Online-Zoom-Fortbildung über die PH-Burgenland – Gartenlust statt Alltagsfrust
Austausch mit Kolleginnen aus Steiermark, Wien und Burgenland

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Ausstellung in der Schule

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Kinder haben das Projekt in einem Heft dokumentiert und zu Hause mit ihren Eltern ebenso Dinge nachgemacht und erweitert. Eltern schickten Fotos und gaben positive Rückmeldungen.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Die Natur entlang der Leitha bewusst beobachten und Erfahrungen im Unterricht aufarbeiten und das Wissen zu Tieren und Pflanzen erweitern

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Die Kinder haben eigenständig ihre Arbeiten fortgesetzt und erweitert.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Die Begeisterung für die Auseinandersetzung mit Naturthemen bleibt hoch.
Die Kinder achten auf die Pflanzen im Schulgarten. Ihr Beobachtungsvermögen entwickelt sich stetig weiter.

Wo liegen unsere Stärken?
Begeisterung für unsere Natur, Kreativität, Ausdauer, Fleiß, Zusammenarbeit, Bereitschaft zur Weiterbildung

Netzwerke
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