ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Direktvermarktung als Chance und nachhaltige Alternative

Jahresbericht des Schuljahres 2019/2020

Schule: Private Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung des Schulvereins der Grazer Schulschwestern
KoordinatorIn: Mack Jürgen
DirektorIn: Professor Dipl.-Ing Winter Josef
Handlungsbereiche:
  • Einsparen von Ressourcen
  • Reduzieren von Emissionen
  • Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung
Inhalt
Lehrausgang zum Direktvermarktungsbetrieb Schrottner (Winkelhof)

Am 17. Juni wurde im Rahmen des LESG Unterrichts im 4. Jahrgang (Landwirtschaft und Ernährung – Spezialgebiete) ein Lehrausgang zum Direktvermarktungsbetrieb der Familie Schrottner in Dobl bei Graz durchgeführt. Durch die weitläufigen Hofflächen und das gute Wetter konnte der gesamte Lehrausgang entsprechend der Covid-Vorgaben im Freien durchgeführt werden. Zu Beginn stellten die Betriebsleiter Franz und Gabriele Schrottner den Hof mit seiner Geschichte vor. Der erste Programmpunkt beim Hofrundgang war der neu gebaute Außenklima-Rinderstall. Durch den weitgehenden Verzicht auf Außenwände konnten Kosten und Ressourcen gespart und gleichzeitig das Tierwohl massiv gesteigert werden. Herr Schrottner betonte auch, dass durch das Haltungssystem Festmist produziert wird, mit welchem die Humusgehalte der Ackerflächen gesteigert werden konnten. Die hofeigene Molkerei wurde von außen besichtigt und dabei erklärte Frau Schrottner, dass rund ein Viertel der am Hof produzierten Milch zu Käse, Topfen und anderen Milchprodukten verarbeitet und regional über Bauernläden verkauft wird. Der Strom für die energieaufwändige Produktion und Kühlung liefert die hofeigene Photovoltaikanlage. Bei der Verpackung der Milchprodukte setzt die Familie auf wiederverwendbare Kunststoffverpackungen, eine weitgehende Umstellung auf Glas-Verpackungen ist für nächstes Jahr geplant. Bei der abschließenden Verkostung der Produkte wurden noch die betrieblichen Pläne für die nächsten Jahre angekündigt: ein weiterer Ausbau der Energie-Autarkie des Betriebes, Verbesserung der Humusgehalte (und somit CO2-Speichers) der Böden und eine verstärkte Kooperation mit der Gastronomie der Region. Die Exkursion zum Winkelhof zeigte den SchülerInnen eindrucksvoll, wie nachhaltige und regionale Landwirtschaft erfolgreich umgesetzt werden kann.

Das Themengebiet Direktvermarktung als Chance und nachhaltige Alternative wurde nicht nur im Zuge der Exkursion behandelt sondern hat die Schülerinnen und Schüler das ganze Schuljahr in den unterschiedlichsten Unterrichtsgegenständen begleitet.

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Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 1

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Teilnahme an den Green Days in Klagenfurt, Projektwoche zum Klimaschutz im Unterrichtsfach Angewandte Biologie, Exkursion zu einem Direktvermarkter (biologische Landwirtschaft)

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Lehrausgang zum Direktvermarktungsbetrieb Schrottner (Winkelhof)

Am 17. Juni wurde im Rahmen des LESG Unterrichts im 4. Jahrgang (Landwirtschaft und Ernährung – Spezialgebiete) ein Lehrausgang zum Direktvermarktungsbetrieb der Familie Schrottner in Dobl bei Graz durchgeführt. Durch die weitläufigen Hofflächen und das gute Wetter konnte der gesamte Lehrausgang entsprechend der Covid-Vorgaben im Freien durchgeführt werden. Zu Beginn stellten die Betriebsleiter Franz und Gabriele Schrottner den Hof mit seiner Geschichte vor. Der erste Programmpunkt beim Hofrundgang war der neu gebaute Außenklima-Rinderstall. Durch den weitgehenden Verzicht auf Außenwände konnten Kosten und Ressourcen gespart und gleichzeitig das Tierwohl massiv gesteigert werden. Herr Schrottner betonte auch, dass durch das Haltungssystem Festmist produziert wird, mit welchem die Humusgehalte der Ackerflächen gesteigert werden konnten. Die hofeigene Molkerei wurde von außen besichtigt und dabei erklärte Frau Schrottner, dass rund ein Viertel der am Hof produzierten Milch zu Käse, Topfen und anderen Milchprodukten verarbeitet und regional über Bauernläden verkauft wird. Der Strom für die energieaufwändige Produktion und Kühlung liefert die hofeigene Photovoltaikanlage. Bei der Verpackung der Milchprodukte setzt die Familie auf wiederverwendbare Kunststoffverpackungen, eine weitgehende Umstellung auf Glas-Verpackungen ist für nächstes Jahr geplant. Bei der abschließenden Verkostung der Produkte wurden noch die betrieblichen Pläne für die nächsten Jahre angekündigt: ein weiterer Ausbau der Energie-Autarkie des Betriebes, Verbesserung der Humusgehalte (und somit CO2-Speichers) der Böden und eine verstärkte Kooperation mit der Gastronomie der Region. Die Exkursion zum Winkelhof zeigte den SchülerInnen eindrucksvoll, wie nachhaltige und regionale Landwirtschaft erfolgreich umgesetzt werden kann.

Das Themengebiet Direktvermarktung als Chance und nachhaltige Alternative wurde nicht nur im Zuge der Exkursion behandelt sondern hat die Schülerinnen und Schüler das ganze Schuljahr in den unterschiedlichsten Unterrichtsgegenständen begleitet.

Handlungsbereiche
Einsparen von Ressourcen, Reduzieren von Emissionen, Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
26

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Direktvermarktungsbetrieb Schrottner (Winkelhof)

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Bericht auf der Schulhomepage und Facebook

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die schulinterne Evaluation konnte aufgrund von COVID-19 nicht durchgeführt werden.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Diskursfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zum Thema Kilmaschutz steigern. -> Kilmaschutz durch regionale Lebensmittel

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Beobachtung der Essens- und Konsumgewohnheiten der Schülerinnen und Schüler sowie in der Wahl der Themen für die Diplomarbeit. Sehr viele der Eingereichten Themen beschäftigen sich mit dem Themengebiet der Direktvermarktung als Chance für die kleinstrukturierten österreichische Landwirtschaft sowie als nachhaltige und ökologische Alternative zur konventionellen Landwirtschaft.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Bei den teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wurde das Bewusstsein gestärkt, dass nachhaltige Landwirtschaft einen Teil zum Klimaschutz beitragen kann

Wo liegen unsere Stärken?
Junge Menschen stehen bei uns mit ihren Stärken und Schwächen im Vordergrund – ein wesentlicher Schritt zur Persönlichkeitsentwicklung, eine grundlegende Basis für Sicherheit, ein Schlüssel für die berufliche Zukunft. Um dies zu erreichen, haben wir uns nicht nur um ein Team von fachlich und persönlich hochqualifizierten Pädagog(inn)en, um einen zukunftsträchtigen Ausbildungsschwerpunkt sowie innovative Lernformen, sondern auch um Partner (Firmen, Institutionen, Organisationen, Betriebe im In- und Ausland), die eine anerkannte Kompetenz auf ihrem jeweiligen Gebiet nachweisen können und deren Wertevermittlung mit unserer identisch ist, bemüht

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Das Österreichische Umweltzeichen

Weitere Netzwerke
MINT, COOL