ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Gymi Goes Sustainable Development Goals

Jahresbericht des Schuljahres 2019/2020

Schule: BG/BRG Judenburg
KoordinatorIn: Prof. Mag. Brugger Andreas
DirektorIn: Dir.in Mag.a Schriefl Ursula
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Einsparen von Ressourcen
  • Natur erleben im Schulumfeld
Inhalt
Global Education Goes Local – Gymi Goes Sustainable Development Goals

Am 14.11. fand vor großem Publikum der „Global Education Goes Local“ Projektpräsentationsabend am BG/BRG Judenburg statt.

OStR Mag. Dr. Eva Gergely hatte dazu an unserer Schule GEGL-Workshops und -Projekttage organisiert, deren breites Spektrum nun der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Der Reigen der Projekte begann mit der Fortsetzung des Lebensspender Wald-Projekts, der nachhaltigen Arbeit im und für den klimafiten Wald, beschäftigte sich mit invasiven Tier- und Pflanzenarten, denen der Klimawandel nun auch bei uns einen Lebensraum bietet, führte weiter zu Möglichkeiten, abfallfrei zu leben, erläuterte aktuelle Themen des Umweltschutzes und ging auf die globale Erwärmung und ihre Kosten für die Volkswirtschaft ein. Wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte rund ums Handy wurden ebenso, wie das fachkundige Anlegen einer Bienenweide präsentiert. Entwürfe von Klimaschutzplakaten, T-Shirts, Papiersäcken und Logos für die Stadtgemeinde, der Waldbauerntag - heuer ebenfalls ganz unter dem Zeichen des Klimawandels, ein Upcycling Workshop, der Lieblingsstücken das Leben verlängerte und eine wertvolle Diskussion über die mögliche Umsetzung der SDGs in Städten wie Judenburg beendeten die Vielfalt der Präsentationen. Der facettenreiche und lebendige Vortrag der Schülerinnen und Schüler der 3A, 4B, 4D, 4F, 5A, 5B, 6A, 6B, 6C sowie aus BEE stieß bei 160 Zuhörern*innen auf reges Interesse.
GEGL-Festakt am BG/BRG Judenburg im November 2019 GEGL-Festakt am BG/BRG Judenburg im November 2019
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 6

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Das Schuljahr 2019/20 stand im Fokus von GEGL (= Global Education Goes Local)
Folgende Aktivitäten wurden im Rahmen dieses Großprojektes durchgeführt:

Aktuelle Umweltschutzthemen des Raumes Murtal:
Wie problematisch sind Fischotter, Reiher und Biber für die Teichbewirtschaftung?
Wie geht man mit dem Wolf in der Kulturlandschaft um?
Wie hoch ist der Anteil der zur Energiegewinnung genutzten Fließgewässer in der Steiermark? Wie hoch ist ihr Energiebeitrag zum Gesamtbedarf in Prozent und welche ökologischen Probleme ergeben sich durch ihre Nutzung? Wie können wir Energie einsparen?

Der Naturschutzbeauftragte des Landes Steiermark, Mag. Franz Walcher, brachte interessante und sehr markante Fallbeispiele aus seiner Praxis. Schülerinnen und Schüler der 4F und 4B – Klasse sowie aus BEE diskutierten diese und weitere Fragen mit Eifer noch weit in die Pause hinein und jeder erhielt abschließend Bücher über geschützte Pflanzen und Tiere der Steiermark.

Was sind invasive Arten? Welche ökologischen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Probleme bringen einige gebietsfremde Organismen, die nach 1492 durch die direkte oder indirekte Mitwirkung des Menschen nach Europa gelangten, mit sich? Welche invasiven Arten wurden in der Steiermark bisher nachgewiesen? Welche Arten sind im Bereich Murtal in den kommenden Jahren in ihrer Ausbreitung durch den Klimawandel besonders begünstigt?

Dr. Uwe Kozina und Dr. Otmar Winter vom Grazer Umweltbildungszentrum behandelten diese und weitere brisante Fragen in einem spannenden Workshop an unserer Schule. Schülerinnen und Schüler der 5A, 4F und der Unverbindlichen Übung der Oberstufe BEE (Biological and Environmental Experiences in English) beschäftigten sich mit der Möglichkeit von Ernteeinbußen, neuen Krankheitsbildern, neuen Allergien aber auch möglichen Bauwerkzerstörungen durch invasive Arten, deren Kostenschäden europaweit derzeit auf 14 Milliarden Euro jährlich geschätzt werden.

Das richtige Handling bzw. die richtige Vorbereitung - für Allergiker: hochallergene Ambrosiapollen bedürfen z.B. eines Spezialfilters im Auto, da sie sehr klein sind und vom herkömmlichen Filter durchgelassen werden - helfen hier, den Schaden zu minimieren.

Die gelsenähnliche gebänderte Asiatische Tigermücke fliegt und sticht beispielsweise am Tag und kann z.B. das Zika-Virus oder das Dengue-Virus übertragen (dagegen: Repellent oder fest gewebte Kleidung tragen). Die Tiere werden aber derzeit im Murtal nur vereinzelt gesichtet und die Bestände sind wegen der bisherigen Wintertemperaturen auch noch nicht stabil.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Global Education Goes Local – Gymi Goes Sustainable Development Goals

Am 14.11. fand vor großem Publikum der „Global Education Goes Local“ Projektpräsentationsabend am BG/BRG Judenburg statt.

OStR Mag. Dr. Eva Gergely hatte dazu an unserer Schule GEGL-Workshops und -Projekttage organisiert, deren breites Spektrum nun der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Der Reigen der Projekte begann mit der Fortsetzung des Lebensspender Wald-Projekts, der nachhaltigen Arbeit im und für den klimafiten Wald, beschäftigte sich mit invasiven Tier- und Pflanzenarten, denen der Klimawandel nun auch bei uns einen Lebensraum bietet, führte weiter zu Möglichkeiten, abfallfrei zu leben, erläuterte aktuelle Themen des Umweltschutzes und ging auf die globale Erwärmung und ihre Kosten für die Volkswirtschaft ein. Wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte rund ums Handy wurden ebenso, wie das fachkundige Anlegen einer Bienenweide präsentiert. Entwürfe von Klimaschutzplakaten, T-Shirts, Papiersäcken und Logos für die Stadtgemeinde, der Waldbauerntag - heuer ebenfalls ganz unter dem Zeichen des Klimawandels, ein Upcycling Workshop, der Lieblingsstücken das Leben verlängerte und eine wertvolle Diskussion über die mögliche Umsetzung der SDGs in Städten wie Judenburg beendeten die Vielfalt der Präsentationen. Der facettenreiche und lebendige Vortrag der Schülerinnen und Schüler der 3A, 4B, 4D, 4F, 5A, 5B, 6A, 6B, 6C sowie aus BEE stieß bei 160 Zuhörern*innen auf reges Interesse.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Einsparen von Ressourcen, Natur erleben im Schulumfeld

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
30

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Unsere Schule legt höchsten Wert auf gendersensiblen Umgang und orientiert sich am Endbericht zu "ÖKOLOG-Schulen - aus dem Blickpunkt Gender betrachtet".

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Verein Südwind Entwicklungspolitik Steiermark und das EU-Projekt GEGL sowie schulübergreifende Kooperationen, Naturschutzbund Steiermark;

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Öffentliche Präsentation mit rund 160 Gästen.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Rückmeldungen des Lehrerkollegiums / des anwesenden Publikums; weitere Kooperationspartnerschaften mit außerschulischen Betrieben laufen auf dieser Ebene zur Zeit.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Sparsamer Umgang mit Ressourcen.

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Schülerinnen und Schüler haben einzelne Outputs aus diesem Projekt für weitere Interventionen in der Schule genutzt.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Schülerinnen und Schüler nehmen die Umwelt bewusster wahr. Besonders das Kooperationsprojekt "Lebensspender Wald" zeigt die Integrativität zwischen den beiden Großprojekten des Schuljahres und haben die Einstellungen und Denkweise der Schulgemeinschaft verändert: Die Lenkung des Touristenstroms und die Möglichkeiten, den Wald mit nachhaltigem Tourismus schonend zu nutzen und respektvoll zu behandeln, waren ein heiß diskutiertes Thema, denn es gilt, das kostbare Juwel Ökosystem Wald als solches zu bewahren und für künftige Generationen zu erhalten.

Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen klar auf der naturwissenschaftlichen Ebene. Wir sind das Umweltkomptenzzentrum der Region.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Klimabündnis-Schule
Erasmus+

Zusatzfrage für Klimabündnis-Schulen
Klima- und Umweltthemen werden grundsätzlich in allen Fächern am BG/BRG Judenburg behandelt.

Weitere Netzwerke
MINT, UNSESCO