ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Eine schöne Saft-Wirtschaft - von der Herstellung bis zur Vermarktung

Jahresbericht des Schuljahres 2019/2020

Schule: Freie Waldorfschule Graz
KoordinatorIn: Mag. Klöckl Andreas
DirektorIn: Mag. Klaffinger Irmgard
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Natur erleben im Schulumfeld
  • Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung
Inhalt
Das fächerübergreifende Projekt "Saft-Wirtschaft" will den Schüler*innen der 6. Klasse durch eigenes Erleben vermitteln, wie so ein Projekt von der Idee, über die Ernte und Verarbeitung bis hin zur Werbung und dem Vertrieb geplant und durchgeführt werden kann. Hier werden vor dem menschenkundlichen Hintergrund in altersspezifischer Hinsicht didaktische und fachliche Aspekte verwirklicht. Durch die Teilnahme am Projekt sollen die Schüler*innen nicht nur zahlreiche Fertigkeiten und Kenntnisse erwerben, die weit über das „normale“ schulische Lernen hinausgehen, sondern auch durch die Erfahrung mit sachgerechten Notwendigkeiten des Prozesses zu einer angemessenen Arbeitshaltung finden. Gemeinsam mit ihren Gartenbau-Lehrerinnen und ihrem Klassenlehrer begannen die Schüler*innen mit der Obsternte im Schulgarten und gingen anschließend in vielen kleinen Schritten an die weitere Verarbeitung – waschen, zerkleinern, pressen, Saft sterilisieren, Flaschen vorbereiten, abfüllen und etikettieren. Parallel dazu wurde in den Fächern Deutsch und Mathematik daran gearbeitet, wie man diesen Saft nun zu Markte bringen könne, wobei man in die Themengebiete Preiskalkulation, Vermarktung und Werbung, Verfassung von Geschäftsbriefen, Verkaufsorganisation und Abschlussbilanz eintauchen durfte. Der Entwurf eigener Etiketten ließ natürlich auch Freiraum für künstlerische Entfaltung.

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Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 1

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Wir haben uns auf das Ziel 2 konzentriert und die biologisch-dynamische Bewirtschaftung unseres großen Schulgartens in den Mittelpunkt gestellt. Mit den tollen Ernte-Erträgen wurde das "Saft-Projekt" ins Leben gerufen und in verschiedene Unterrichtsfächer integriert, wodurch Kopf, Herz und Hand gleichermaßen angesprochen werden konnten.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Das fächerübergreifende Projekt "Saft-Wirtschaft" will den Schüler*innen der 6. Klasse durch eigenes Erleben vermitteln, wie so ein Projekt von der Idee, über die Ernte und Verarbeitung bis hin zur Werbung und dem Vertrieb geplant und durchgeführt werden kann. Hier werden vor dem menschenkundlichen Hintergrund in altersspezifischer Hinsicht didaktische und fachliche Aspekte verwirklicht. Durch die Teilnahme am Projekt sollen die Schüler*innen nicht nur zahlreiche Fertigkeiten und Kenntnisse erwerben, die weit über das „normale“ schulische Lernen hinausgehen, sondern auch durch die Erfahrung mit sachgerechten Notwendigkeiten des Prozesses zu einer angemessenen Arbeitshaltung finden. Gemeinsam mit ihren Gartenbau-Lehrerinnen und ihrem Klassenlehrer begannen die Schüler*innen mit der Obsternte im Schulgarten und gingen anschließend in vielen kleinen Schritten an die weitere Verarbeitung – waschen, zerkleinern, pressen, Saft sterilisieren, Flaschen vorbereiten, abfüllen und etikettieren. Parallel dazu wurde in den Fächern Deutsch und Mathematik daran gearbeitet, wie man diesen Saft nun zu Markte bringen könne, wobei man in die Themengebiete Preiskalkulation, Vermarktung und Werbung, Verfassung von Geschäftsbriefen, Verkaufsorganisation und Abschlussbilanz eintauchen durfte. Der Entwurf eigener Etiketten ließ natürlich auch Freiraum für künstlerische Entfaltung.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Natur erleben im Schulumfeld, Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
31

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Wie schon im vergangenen Jahr erschien uns dieser Zugang im vorliegenden Setting und der Zielsetzung weder nötig noch sinnvoll und wurde daher nicht berücksichtigt.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Das Saft-Projekt wurde hauptsächlich schulintern betrieben und es wurde versucht, Kooperationen mit anderen Klassen, Eltern und dem Kollegium anzuregen und zu fördern. Gerade hinsichtlich der Adressierung der Werbemaßnahmen und des möglichen Kundenstamms wurde der Fokus auf das engste Schulumfeld gelegt.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Bisher fand die Präsentation des Saft-Projektes nur schulintern Berücksichtigung und erreichte benachbarte Klassen, das Kollegium und die Elternschaft der 6. Klasse. Eine Bewerbung und Präsentation bei Schulveranstaltungen – wie beispielsweise beim Waldorf-Bazar – war geplant, ist heuer aber aufgrund der COVID-Bestimmungen nicht möglich.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
In allen vernetzten Unterrichtsfächern konnten und können sich die Schüler*innen über die vielen verschiedenen Aspekte ihres Projektes austauschen, wodurch ein Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis geschaffen wird – mit einem hohen Mehrwert für alle Beteiligten. Unter anderem wurde über Fertigkeiten wie Eigentätigkeit, Eigenverantwortung, Teamarbeit und Einsatzfreude gesprochen. Eine abschließende Evaluierung ist in Planung, hat aber bis dato noch nicht stattgefunden.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
"Biologisch-dynamische Bewirtschaftung unseres Schulgartens" mit einer sinnvollen Verarbeitung und Vermarktung der Ernteerträge

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Mit Fortdauer des Projektes zeigten sich bei den Schüler*innen immer öfter Kompetenzen wie Rechenfreude, Rechenfertigkeit, Durchhaltevermögen, Motivation für die momentane Tätigkeit, Zuverlässigkeit und Genauigkeit im praktischen Arbeiten sowie eine gute Kommunikationsfähigkeit innerhalb der Klasse und darüber hinaus.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Bei den Schüler*innen konnte man relativ bald eine besondere Wertschätzung für die Früchte, die selbst geerntet und verarbeitet wurden, und das daraus geschaffene Produkt erkennen. Auch das Selbstbewusstsein jedes/r Einzelnen sowie des Klassenverbandes insgesamt schien im Laufe der Tätigkeiten sukzessive zu wachsen. Jede und jeder konnte einen speziellen Platz in diesem Projekt finden und ausfüllen und dadurch einen großen Teil zum Gelingen beitragen. Dass es allen auch Spaß gemacht hat kann durchaus angenommen werden.

Wo liegen unsere Stärken?
Gerade bei diesem Projekt zeigt sich wieder, wie wichtig es uns ist, Kopf, Herz und Hand anzusprechen. Der praktischen und körperlich durchaus anspruchsvollen Tätigkeit der Ernte und Verarbeitung gesellen sich durch die sinnvolle Vernetzung der Disziplinen seelische und kognitive Herausforderungen hinzu, die es zu meistern gilt. So greift ein Zahnrad ins andere und es eröffnen sich viele neue Zugänge für alle Beteiligten.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Erasmus+

Weitere Netzwerke
Waldorfbund Österreich; Plattform Freie Schulen Steiermark