ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Wildflower Project

Jahresbericht des Schuljahres 2020/2021

Schule: BG GIBS
KoordinatorIn: Mag. Rauch-Kovatschitsch Christa
DirektorIn: Mag. Berger-Cian Edda
Handlungsbereiche:
  • Natur erleben im Schulumfeld
  • Gestalten von Schul- und Freiräumen
Inhalt
Die Insekten-und Vogelvielfalt in Österreich geht kontinuierlich zurück. Gründe hierfür sind Pestizid- und Düngemitteleinsatz in der konventionellen Landwirtschaft, Versiegelung von Flächen und der Klimawandel mit seinen Folgen wie beispielsweise das gehäufte Auftreten von schweren Unwettern, höhere Temperaturen und Tropentage im Sommer, Dürreperioden oder Starkregenereignisse mit Überflutungen und Muren. Immer weniger Flächen liegen einfach „brach“ und unsere wertvollen Ökosysteme geraten ins Ungleichgewicht. Ziel unseres “Wildflower Projects“ war es, Insekten - und in weiterer Folge auch Insektenfressern wie Vögeln - ein breiteres Nahrungsangebot zu bieten, indem wir heimische Blumen wie z.B. die Königskerze, die Mohnblume, die Kornblume oder die Malve in Anzuchtschalen selbst zogen, dann pikierten, in selbstgemachte „paper pots“ pflanzten und an die Schulgemeinschaft verkauften. Zu jeder Pflanze gab es ein Informationsblatt mit wertvollen Tipps zur richtigen Pflege der Pflanzen. So blühten hunderte heimische Blumen in verschiedenen Grazer Gärten und auf Balkonen und boten Nahrung für Insekten im urbanen Raum. Einen Teil der Blumen pflanzten wir auch im Schulhof. Die Idee für dieses Projekt kam von einem unserer Schüler, der sich in seiner Freizeit intensiv mit Bienen beschäftigt und selbst Hobby-Imker ist. Unsere Schüler*innen waren mit Begeisterung dabei und haben beim Aufziehen, Pikieren und Verkaufen von über 1000 Wildblumen viel Motivation und Engagement gezeigt.
Schritt 2:Pikieren der selbst gezogenen Wildblumen Schritt 2:Pikieren der selbst gezogenen Wildblumen
Schritt 3: Blumensets für den Verkauf vorbereiten Schritt 3: Blumensets für den Verkauf vorbereiten
Schritt 1: Aussaat der Wildblumensamen Schritt 1: Aussaat der Wildblumensamen
Schritt 4: Wildblumenverkauf Schritt 4: Wildblumenverkauf
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 8

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Wildflower Project: Da das Nahrungsangebot für Insekten besonders im urbanen Raum durch Flächenversiegelung kontinuierlich schrumpft, haben wir verschiedene Arten von heimischen Wildblumen angesät, pikiert und die Pflänzchen an unsere Schulgemeinschaft verkauft. So blühten unsere Wildblumen in zahlreichen Grazer Gärten, in Beeten und auf Balkonen und warteten darauf, von emsigen Bienen und anderen Insekten gefunden zu werden.

Bau eines Hummelhotels: Im Frühling sind Hummelköniginnen auf der Suche nach einem passenden Nest für ihre Eier. Diese legen sie gerne in verlassene Mäusenester, oder auch in andere, trockene Höhlen in unseren Gärten. Hummeln sind fleißige Blütenbestäuberinnen, und da auch ihre Populationen sinken, haben wir es uns zum Ziel gemacht, ein Hummelhotel zu bauen. In diesem „Hotel“ ist die Brut vor Nässe und Kälte geschützt. Das Hummelhotel wird im kommenden Schuljahr im Schulhof an einem ruhigen Platz in die Erde eingegraben – nur die beiden Ein- und Ausgänge wird man sehen können. Wir hoffen, dass das Hotel bald bezogen wird!

“TWICE BUT NICE“ – Second Hand Fashion Store: Die Textilindustrie wächst, und das auf Kosten der Näher*innen und der Umwelt. Um dafür Bewusstsein zu schaffen und um unserer Schulgemeinschaft einen verantwortungsvolleren Zugang zu Konsum zu ermöglichen, sammelten wir Kleidungsstücke und errichteten mit selbst gebauten und renovierten Möbeln einen Fashion Store in unserer Schule. Der Erlös der verkauften Stücke wird im kommenden Schuljahr an eine NGO gespendet.

Maßnahme im Detail

Beschreibung der Maßnahme
Die Insekten-und Vogelvielfalt in Österreich geht kontinuierlich zurück. Gründe hierfür sind Pestizid- und Düngemitteleinsatz in der konventionellen Landwirtschaft, Versiegelung von Flächen und der Klimawandel mit seinen Folgen wie beispielsweise das gehäufte Auftreten von schweren Unwettern, höhere Temperaturen und Tropentage im Sommer, Dürreperioden oder Starkregenereignisse mit Überflutungen und Muren. Immer weniger Flächen liegen einfach „brach“ und unsere wertvollen Ökosysteme geraten ins Ungleichgewicht. Ziel unseres “Wildflower Projects“ war es, Insekten - und in weiterer Folge auch Insektenfressern wie Vögeln - ein breiteres Nahrungsangebot zu bieten, indem wir heimische Blumen wie z.B. die Königskerze, die Mohnblume, die Kornblume oder die Malve in Anzuchtschalen selbst zogen, dann pikierten, in selbstgemachte „paper pots“ pflanzten und an die Schulgemeinschaft verkauften. Zu jeder Pflanze gab es ein Informationsblatt mit wertvollen Tipps zur richtigen Pflege der Pflanzen. So blühten hunderte heimische Blumen in verschiedenen Grazer Gärten und auf Balkonen und boten Nahrung für Insekten im urbanen Raum. Einen Teil der Blumen pflanzten wir auch im Schulhof. Die Idee für dieses Projekt kam von einem unserer Schüler, der sich in seiner Freizeit intensiv mit Bienen beschäftigt und selbst Hobby-Imker ist. Unsere Schüler*innen waren mit Begeisterung dabei und haben beim Aufziehen, Pikieren und Verkaufen von über 1000 Wildblumen viel Motivation und Engagement gezeigt.

Handlungsbereiche
Natur erleben im Schulumfeld, Gestalten von Schul- und Freiräumen

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
35

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Es wurden alle Schüler*innen, ohne geschlechterspezifisch zu unterscheiden, in das Projekt miteinbezogen.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Da unsere Schule auch Teil eines Internationalen Klimaprojekts ist, waren (und sind) wir über E-Mails und Videokonferenzen in Kontakt mit einer amerikanischen Middle School in Louisville, Kentucky. Im Sommersemester 2021 fanden zwei Zoom-Meetings statt, in welchen sich unsere Schüler*innen und die Schüler*innen der Middle School Louisville über die laufenden Projekte austauschten. Es war für unsere Gruppe sehr interessant zu sehen und zu erfahren, welche Klimaschutzprojekte die Schule in Louisville umgesetzt hat und umgekehrt.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Durch ein Kurz-Video, in welchem sich unsere „Climate Action Group“ vorgestellt hat, durch E-Mails an alle Schüler*innen, Eltern und Lehrpersonen der Schule, durch Berichte und Ankündigungen auf unserer Homepage und durch Videos und Fotos auf unserem GIBS Instagram Account. Außerdem wurde in der Kleinen Zeitung über unsere Projekte berichtet; ein langer Bericht über unsere Arbeit befindet sich auch in unserem GIBS Yearbook.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Während der Lockdowns in Videokonferenzen mit der Gruppe, sonst in Gesprächen mit den Schüler*innen während der Projektdurchführung und danach im Rahmen eines gemeinsamen Essens am Ende des Schuljahres. Wir haben uns wieder in Erinnerung gerufen, warum wir dieses Projekt durchgeführt haben, haben darüber gesprochen, was gut und was nicht so gut gelaufen ist und ob bzw. wie wir dieses Projekt im nächsten Schuljahr weiterführen werden.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
„GIBS goes Green“. Das Ziel unserer Schule war bzw. ist es, ausgehend von der „Fridays for Future“ Generation das Schulumfeld in die Pflicht zu nehmen und aktiv Maßnahmen für den Umweltschutz und gegen den Klimawandel zu setzen.

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Unsere Schüler*innen waren bei all unseren Projekten mit großem Interesse und viel Motivation dabei. Sowohl das Wildflower Project wie auch der „Twice but Nice“ Fashion Store waren ein unglaublicher Erfolg: Die Schüler*innen verkauften über 1000 Stück Wildblumen und im Fashion Store herrschte stets reges Treiben. Von den Eltern und der gesamten Schulgemeinschaft kam sehr viel an positiver Rückmeldung.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Unsere Ziele, nachhaltiger zu leben und zu arbeiten, Energie zu sparen und aktiv etwas für den Klimaschutz zu tun, sind heuer durch dieses Projekt (und auch durch andere Projekte) wirklich in unserer Schule „angekommen“ bzw. umgesetzt worden. Unsere Schule wurde beispielsweise durch diverse Begrünungsprojekte wie die Gestaltung des Schulgartens, das Anlegen von Hochbeeten und das Säen bzw. Pflanzen unserer selbst gezogenen Wildblumen lebendiger und grüner. Unser Projekt bewirkte außerdem einen gewissen „Schneeballeffekt“: Dadurch, dass unsere Climate Action Group mit so viel Einsatz und Freude bei der Sache war, kamen immer mehr Schüler*innen dazu, deren Interesse durch unsere Projekte geweckt wurde und die nun auch aktiv werden möchten. Wir hoffen deshalb, dass sich in den nächsten Jahren die Zahl der Schüler*innen, die sich zum Wahlfach „Climate Action“ anmelden, weiter steigen wird.

Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen in der freundlichen, partnerschaftlichen Atmosphäre, die in unserer Schule herrscht, und in der „flachen Hierarchie“, die viel Handlungsspielraum schafft. Durch diesen Handlungsspielraum und durch das große Engagement von Lehrer*innen und Schüler*innen können gute Ideen entstehen und verschiedene Projekte umgesetzt werden. “Dream big“ ist unser Motto, denn gemeinsam schaffen wir Großes!

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken

Keine Mitgliedschaften bei anderen Netzwerken