ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Das ALZ 4 Future

Jahresbericht des Schuljahres 2020/2021

Schule: Astrid Lindgren Schule für ganzheitliches Lernen 1. bis 9. Schulstufe
KoordinatorIn: Fössleitner Evelyne, MA BEd.
DirektorIn: DI, BEd Höbartner Jutta
Handlungsbereiche:
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
  • Schulklima und Partizipation
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
Inhalt
Was ist dein Ziel für eine bessere Welt? Mit dieser Frage wurde die Sekundaria (7.-9. Schulstufe) konfrontiert, nachdem zu Beginn des Schuljahres gemeinsam die SDG’s durchgesprochen wurden.
Wie sich herausstellte, waren manche Anliegen häufiger vertreten, wie beispielsweise der Tierschutz, andere waren von persönlichen Erfahrungen geprägt oder von anderen Projekten zu ähnlichen Themen inspiriert. Für alles war Raum. Das ist ein wesentlicher Punkt im Lernprozess: Dass zunächst alles Platz hat- man schaut sich das große Ganze, die SDG’s beispielsweise, an. 17 Ziele, die die ganze Welt verfolgt. Dann geht jede und jeder für sich ins Detail: Was will ich zum Besseren verändern? Eine Frage, die sich 13-Jährige sonst nicht so schnell stellen. Es hat sich gezeigt, dass es wichtig ist, dass sie sich diese Frage stellen und sich aktiv mit Themen, die sie berühren und beschäftigen, auseinandersetzen können. Das Planen und Organisieren lernen war der nächste Schritt: Wie, wodurch und mit wem komme ich an mein/unser Ziel? Manchmal funktionieren Pläne nicht wie geplant. Dann heißt es reflektieren und wieder nachdenken, Ideen kreieren, andere Möglichkeiten finden und dadurch Probleme lösen. Noch dazu zog sich das Projekt aufgrund der immer wieder verordneten Lockdowns sehr in die Länge, aber auch hier konnten alle Schülerinnen und Schüler zusätzlich zu den zuvor genannten Kompetenzen eine weitere erwerben und vertiefen: das Dranbleiben, das Verfolgen eines Ziels, Durchhaltevermögen.
Das Ergebnis dieses Projekts: Durch einen gut begründeten Brief wurde Kontakte zum ehemaligen Tierschutzvolksbegehren (jetzt Oekoreich) hergestellt, um den Tierschutz und damit auch den Schutz von Lebensräumen aktiv zu fördern, Präsentationen zu den Themen Rassismus, Gleichberechtigung und warum vegetarisches Essen wichtig und sinnvoll ist wurden gehalten, es entstand ein Plakat für ein Rauchverbot an Bushaltestellen, und last but not least sammelte das gesamte ALZ zum vierten Mal in Folge für die Caritas-Aktion „Kilo gegen Armut“ 250 kg Lebensmittel und Hygieneartikel für Menschen, die es nicht so leicht haben, weil ein Schüler die Armut beenden will.
Zuletzt wurden die eigenen Ziele nochmal in Bezug zu den SDG's gesetzt: Zu welchem großen Ziel hat mein Ziel, meine Aktion beigetragen? Diese Reflexion machte nochmal deutlich, wie verflochten die SDG's sind und dass eine Sache oft schon zu Verbesserungen auf mehreren Ebenen führen kann.

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Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 4

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Im vergangenen - von COVID-19 geprägten - Schuljahr konnte das im Vorausblick geplante Projekt nicht umgesetzt werden. Dafür wurden andere Projekte initiiert, wovon sich einige an den Entwicklungszielen ausrichteten unter dem Motto: Das ALZ 4 Future.

Das Projekt der Sekundaria startete mit einer Frage an die Jugendlichen, nachdem wir die SDG´s durchbesprochen hatten: Was ist dein Ziel für eine bessere Welt?
Wie sich herausstellte, waren manche Anliegen häufiger vertreten, wie beispielsweise der Tierschutz, andere waren von persönlichen Erfahrungen geprägt oder von anderen Projekten zu ähnlichen Themen inspiriert. Für alles war Raum. Das ist ein wesentlicher Punkt im Lernprozess: Dass zunächst alles Platz hat- man schaut sich das große Ganze, die SDG’s beispielsweise, an. 17 Ziele, die die ganze Welt verfolgt. Dann geht jede und jeder für sich ins Detail: Was ist mir persönlich wirklich wichtig? Wie kann ich dieses Ziel erreichen? Wen und was brauche ich dafür? Fragen, die sich 13-Jährige sonst nicht so schnell stellen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Durch einen gut begründeten Brief wurde Kontakt zum ehemaligen Tierschutzvolksbegehren (jetzt Oekoreich) hergestellt, um den Tierschutz und damit auch den Schutz von Lebensräumen aktiv zu fördern, Präsentationen zu den Themen Rassismus, Gleichberechtigung und warum vegetarisches Essen wichtig und sinnvoll ist wurden gehalten, es entstand ein Plakat für ein Rauchverbot an Bushaltestellen, und last but not least sammelte das gesamte ALZ zum mittlerweile vierten Mal in Folge für die Caritas-Aktion „Kilo gegen Armut“ im Schuljahr 2020/21 250 kg Lebensmittel und Hygieneartikel für Menschen, die es nicht so leicht haben - ebenfalls initiiert von einem Schüler.

Ein weiteres Projekt wurde vor allem von den Schülerinnen und Schülern der Primaria II, aber auch anderen Altersstufen durchgeführt, das mit einer spontanen Müllsammelaktion entlang der Liesing startete.
Mit Müllsäcken, Handschuhen und Greifzangen bewaffnet starteten sie ihre Mission, das Gebiet rund um den Liesingbach vom Müll zu befreien. Es ist den Kindern und Jugendlichen ein persönliches Anliegen, weil sie hier oft unterwegs sind- bei den monatlichen Wandertagen oder der täglichen Pause gehen sie hier oft entlang. Diese Aktion wurde im Unterricht aufgegriffen, das Thema Nachhaltigkeit und damit einhergehende Probleme im Bezirk aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und anschließend von den Schülerinnen und Schülern in Briefen an den Bezirksvorsteher geschildert. Daraufhin wurden wir vom Bezirksvorsteher zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, um über die Anliegen und Erfahrungen zum Thema Umweltschutz der jungen Menschen persönlich zu diskutieren und Möglichkeiten zur Verbesserung der Müllproblematik auf Spielplätzen und sicheren Schulwegen auszuloten.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Was ist dein Ziel für eine bessere Welt? Mit dieser Frage wurde die Sekundaria (7.-9. Schulstufe) konfrontiert, nachdem zu Beginn des Schuljahres gemeinsam die SDG’s durchgesprochen wurden.
Wie sich herausstellte, waren manche Anliegen häufiger vertreten, wie beispielsweise der Tierschutz, andere waren von persönlichen Erfahrungen geprägt oder von anderen Projekten zu ähnlichen Themen inspiriert. Für alles war Raum. Das ist ein wesentlicher Punkt im Lernprozess: Dass zunächst alles Platz hat- man schaut sich das große Ganze, die SDG’s beispielsweise, an. 17 Ziele, die die ganze Welt verfolgt. Dann geht jede und jeder für sich ins Detail: Was will ich zum Besseren verändern? Eine Frage, die sich 13-Jährige sonst nicht so schnell stellen. Es hat sich gezeigt, dass es wichtig ist, dass sie sich diese Frage stellen und sich aktiv mit Themen, die sie berühren und beschäftigen, auseinandersetzen können. Das Planen und Organisieren lernen war der nächste Schritt: Wie, wodurch und mit wem komme ich an mein/unser Ziel? Manchmal funktionieren Pläne nicht wie geplant. Dann heißt es reflektieren und wieder nachdenken, Ideen kreieren, andere Möglichkeiten finden und dadurch Probleme lösen. Noch dazu zog sich das Projekt aufgrund der immer wieder verordneten Lockdowns sehr in die Länge, aber auch hier konnten alle Schülerinnen und Schüler zusätzlich zu den zuvor genannten Kompetenzen eine weitere erwerben und vertiefen: das Dranbleiben, das Verfolgen eines Ziels, Durchhaltevermögen.
Das Ergebnis dieses Projekts: Durch einen gut begründeten Brief wurde Kontakte zum ehemaligen Tierschutzvolksbegehren (jetzt Oekoreich) hergestellt, um den Tierschutz und damit auch den Schutz von Lebensräumen aktiv zu fördern, Präsentationen zu den Themen Rassismus, Gleichberechtigung und warum vegetarisches Essen wichtig und sinnvoll ist wurden gehalten, es entstand ein Plakat für ein Rauchverbot an Bushaltestellen, und last but not least sammelte das gesamte ALZ zum vierten Mal in Folge für die Caritas-Aktion „Kilo gegen Armut“ 250 kg Lebensmittel und Hygieneartikel für Menschen, die es nicht so leicht haben, weil ein Schüler die Armut beenden will.
Zuletzt wurden die eigenen Ziele nochmal in Bezug zu den SDG's gesetzt: Zu welchem großen Ziel hat mein Ziel, meine Aktion beigetragen? Diese Reflexion machte nochmal deutlich, wie verflochten die SDG's sind und dass eine Sache oft schon zu Verbesserungen auf mehreren Ebenen führen kann.

Handlungsbereiche
Kultur des Lehrens und des Lernens, Schulklima und Partizipation, Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
11

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Durch die individuelle Erarbeitung eines persönlich relevanten Themas war es den Schülerinnen und Schülern möglich, geschlechterspezifische Lernzugänge zu wählen.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Es wurde Kontakt zur BügerInneninitiative Oekoreich hergestellt.
Die Initiative der Caritas "Kilo gegen Armut" war ebenfalls inoffizieller Kooperationspartner.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Auf der Facebookseite des Astrid Lindgren Zentrums und von Oekolog wurde über die Erfolge berichtet, ebenso im Jahresbericht HEJ! des Astrid Lindgren Zentrums und Mundpropaganda und Aushang an der Wandzeitung in der Schule, sodass die Ergebnisse des Projekts der Sekundaria für alle zugänglich und sichtbar waren.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Im Rahmen des Unterrichts wurde gemeinsam mit den Jugendlichen über folgende Fragen reflektiert:

Was war interessant?
Was ist gelungen?
Was war herausfordernd?
Wo gab es Schwierigkeiten?
Worauf bist du stolz?
Was könnte besser gemacht werden?

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Das ALZ 4 Future - gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
An den Ergebnissen, die in Form eines individuellen Ergebnis-Portfolios dargestellt wurden. Zudem wurde ein Ausschnitt des Briefes der Schülerinnen an Oekoreich auf der Oekolog-Facebook-Seite veröffentlicht, worauf sie sehr stolz waren.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Die Sekundaria ist überaus motiviert, neue Herausforderungen anzunehmen und zu meistern.
Des Weiteren haben sie erkannt, was Verantwortung übernehmen bedeutet und warum es wichtig ist, das zu tun. Dadurch ist unseren Jugendlichen bewusst geworden, dass sie eine Rolle spielen. Ihre Partizipation am Schulalltag ist deutlich gestiegen (Übernahme von Diensten wie Vorbereitung und Leitung des Schulparlaments).

Wo liegen unsere Stärken?
Die wertschätzende Lern- und Lehrkultur: Unterstützen, Herausfordern und Spaß bilden die Basis für den Unterricht, gefördert durch das Voneinander und Miteinander lernen.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Das Österreichische Umweltzeichen
Zertifizierte Gesunde Schule
Klimabündnis-Schule

Zusatzfrage für Klimabündnis-Schulen
Da wir eine Statutenschule mit öffentlich-rechtlich genehmigten Schulstatut sind und hauptsächlich in Projekten fächerübergreifend und vernetzend unterrichten, werden Klima- und Umweltthemen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, erörtert und erschlossen.

Weitere Netzwerke
Verband der europäischen Astrid Lindgren Schulen, Schule der Zukunft, Netzwerk freier Schulen