ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Lernort NATUR - Schule im Wald

Jahresbericht des Schuljahres 2020/2021

Schule: VS Puch bei Weiz
KoordinatorIn: Dipl.-Päd. Wilhelm Elisabeth
DirektorIn: Dipl.-Päd. Streilhofer Eveline, BEd
Handlungsbereiche:
  • Natur erleben im Schulumfeld
Inhalt
In diesem "besonderen" Schuljahr nützen alle Klassen unserer Schule den nahen Wald als Lernort. Im Wald wird geforscht, gerechnet, gelesen, es werden Geschichten erfunden, es wird geturnt, gespielt und gesungen.
Mit unserem Projekt "Lernort NATUR" wollen wir die Freude an der Natur fördern, weil wir der Meinung sind, dass Kinder, die gerne in der Natur sind, auch bereit sind, den Lebensort "Natur" zu schützen.
Unsere Kinder sollen die Wechselbeziehung aller Lebewesen mit der Umwelt verstehen lernen und sich als Teil des großen Ganzen erkennen.

Außerdem erfüllen wir mit diesem Projekt in diesem Jahr die strengen Corona-Auflagen:
Wir bewegen uns im Freien und nicht in engen Klassenräumen. So wird die Verbreitung der gefürchteten Aerosole vermieden und gleichzeitig unser Immunsystem gestärkt.
Wir haben viel Platz und können so den nötigen Abstand einhalten. Statt des "Babyelefanten" begleitet uns stets unser "Abstandshirsch" in den Wald.
Wir sind relativ unabhängig von der Farbe der gefürchteten Corona-Ampel. Arbeitsaufträge im Wald können auch ohne Lehrpersonen erledigt werden und in unserem "Natur-Forscher-Heft" können die Beobachtungen dokumentiert werden.
Umfang eines Baumes Umfang eines Baumes
Erarbeitung "Quadratmeter" im Wald Erarbeitung "Quadratmeter" im Wald
1 m² Wald im Klassenzimmer 1 m² Wald im Klassenzimmer
Lehrausgang Baumschule Höfler Lehrausgang Baumschule Höfler
Was uns der Wald erzählt Was uns der Wald erzählt
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 7

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Unser großes Thema sollte im Schuljahr 2019/20 die "Gesunde Jause" sein. Schon bald war uns jedoch klar, dass wir dieses Thema in diesem "besonderen" Schuljahr nicht durchführen können.
So haben wir uns anderen Themen gewidmet:
1) Autofreie Schule
- möglichst viele SchülerInnen sollen zu Fuß oder mit dem Rad in die Schule kommen
- Eltern, die ihre Kinder in die Schule bringen, sollen nicht im Bereich der Schule halten/parken
- LehrerInnen sollen - wenn möglich - auch zu Fuß/mit dem Rad in die Schule kommen
2) Aktion "Täglicher Jausenapfel"
Die Gemeinde als Schulerhalter hat es uns ermöglicht, dass regionale Obstbaubetriebe
wöchentlich eine Obstkiste für die Kinder zur Verfügung stellen
3) "Tag des Wassers", 22. März
Der "Tag des Wassers" wurde in allen Klassen thematisiert und in der 3. und 4. Klasse wurde
mit den Kindern gemeinsam eine "Wasserbar" installiert, die bis zum Schulschluss gut
genommen wurde.
4) Teilnahme an der Müllsammelaktion "Saubere Steiermark" mit allen Klassen
5) Lernort "Wald"
Alle Klassen haben viele Unterrichtsaktivitäten in unseren nahegelegenen "Schulwald"
verlegt. So erfüllten wir die geforderten Corona-Maßnahmen ("Möglichst oft Aufenthalt im
Freien"), gleichzeitig vermittelten wir unseren Kindern Naturerlebnisse im Schulumfeld.

Maßnahme im Detail

Beschreibung der Maßnahme
In diesem "besonderen" Schuljahr nützen alle Klassen unserer Schule den nahen Wald als Lernort. Im Wald wird geforscht, gerechnet, gelesen, es werden Geschichten erfunden, es wird geturnt, gespielt und gesungen.
Mit unserem Projekt "Lernort NATUR" wollen wir die Freude an der Natur fördern, weil wir der Meinung sind, dass Kinder, die gerne in der Natur sind, auch bereit sind, den Lebensort "Natur" zu schützen.
Unsere Kinder sollen die Wechselbeziehung aller Lebewesen mit der Umwelt verstehen lernen und sich als Teil des großen Ganzen erkennen.

Außerdem erfüllen wir mit diesem Projekt in diesem Jahr die strengen Corona-Auflagen:
Wir bewegen uns im Freien und nicht in engen Klassenräumen. So wird die Verbreitung der gefürchteten Aerosole vermieden und gleichzeitig unser Immunsystem gestärkt.
Wir haben viel Platz und können so den nötigen Abstand einhalten. Statt des "Babyelefanten" begleitet uns stets unser "Abstandshirsch" in den Wald.
Wir sind relativ unabhängig von der Farbe der gefürchteten Corona-Ampel. Arbeitsaufträge im Wald können auch ohne Lehrpersonen erledigt werden und in unserem "Natur-Forscher-Heft" können die Beobachtungen dokumentiert werden.

Handlungsbereiche
Natur erleben im Schulumfeld

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
88

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Bei unserem Projekt waren keine geschlechterspezifischen Lernzugänge zu berücksichtigen, da die Vermittlung von Freude und Achtsamkeit in der Natur geschlechterneutral zu vermitteln ist.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Projekttag "Wasser", UBZ
Projekttag "Boden", UBZ in der Hosentasche
"Klima-Tag" des UBZ mit Toni Nothegger in der 3. und 4. Klasse
Lehrausgänge mit Waldpädagogen (Förster/Jäger)
Lehrausgang Baumschule Höfler
Naturparkschule im "Weidendom" (Johnsbach) - Ökologischer Fußabdruck - Labyrinth
im Rahmen einer Exkursion ins Gesäuse (4. Klasse)
Teilnahme an der Müllsammelaktion "Saubere Steiermark" im Umfeld der Schule
Besuch beim Imker (GS I)

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Projektmappen des UBZ zum Thema "Wasser" und "Boden" wurden von den SchülerInnen bearbeitet und ausgefüllt.
Führung eines "Natur-Forscher-Heftes" in der GS II.
Referate zu verschiedenen Themen und klassenübergreifende Präsentationen.
Berichte zu verschiedenen Aktivitäten in der örtlichen Gemeindezeitung.
Bericht über die Aktivitäten der "ÖKOLOG-Schule" Puch bei Weiz in der "Kleinen Kinderzeitung".
Gestaltung eines "ÖKOLOG-Schaukastens" in der Aula unserer Schule.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Abschluss der einzelnen Aktivitäten in Gesprächsrunden in den Klassen.
Einträge zu den diversen Themen im "Natur-Forscher-Heft".
Regelmäßige Reflexionen im LehrerInnen-Team und Austausch von "Best-practise-Beispielen".
Einholung von Rückmeldung von Eltern ("Was erzählen die Kinder zuhause?")

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
"Auf dem Weg zur ÖKOLOG-Schule" - Natur als Lernort

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Die Kinder haben große Freude an den Aktivitäten im Schulumfeld.
Sie sind mit großer Achtsamkeit und großen Interesse in der Natur unterwegs. Auch die Müllproblematik wird den Kindern immer mehr bewusst. Sie sammeln - auch außerhalb der Schule - immer wieder Müll in der Natur. Das Müllaufkommen in der Schule hat sich reduziert (besonder Verpackungsmüll in Jausendosen!)
Die SchülerInnen fordern von sich aus die Lernstunden im Wald ein, weil sie erkennen, dass sie dabei sehr viel lernen.
Eine Gruppe von Kindern hat in diesem Jahr sogar auf Schulbus und "Eltern-Taxi" verzichtet und sich täglich mit einer Lehrerin unserer Schule zu Fuß auf den Schulweg durch den Wald gemacht.
Die Leistungen in SU haben sich in allen Klassen verbessert, da sich die Kinder in vielen Bereichen ein großes Wissen aneignen konnten (Baumarten, Wiesenblumen, Bodenlebewesen,...)
Das Interesse an ökologischen Themen ist bei unseren Kindern deutlich gestiegen. Ökologische Zusammenhänge sind ihnen bewusster als noch vor diesem Jahresprojekt.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Das große Interesse an Natur und Umwelt über die Klassenverbände hinweg, hat unsere Schule
(- sowohl die Kinder, als auch die LehrerInnen) noch mehr zu einem TEAM zusammengeschweißt, das sich für die Erhaltung der Umwelt einsetzt. Wir ziehen alle am gleichen Strang und jeder kann seinen Beitrag leisten. Das ist für das Klima an unserer Schule sehr förderlich und hat das Schulklima und die Zusammenarbeit noch weiter verbessert.
Außerdem konnte eine deutliche Müllreduktion in und rund um unsere Schule festgestellt werden!
(In der Hofpause werden immer wieder Abfälle aufgehoben und fachgerecht entsorgt. Plastikverpackungen bei der Jause werden immer weniger!)

Wo liegen unsere Stärken?
Als kleine Landschule haben wir sicher den Vorteil, dass sich ganz in der Nähe unsere Schule Wälder, Wiesen und kleine Bäche befinden. Wir können uns also ohne großen Aufwand in den "Lernort NATUR" begeben. Außerdem sind wir auch ein sehr gutes LehrerInnen-Team, das Projekte miteinander trägt und begleitet. Wir sind es seit vielen Jahren gewohnt, gemeinsam zu arbeiten.
Eine große Stärke unserer Schule ist es auch, dass wir einen besonders guten Kontakt zur Gemeinde als Schulerhalter haben und dort immer ein offenes Ohr für unsere Wünsche und Anliegen haben. Auch finanziell haben wir dadurch die Möglichkeit, viele Materialien für unsere Projekte kaufen zu können (z. B. Becherlupen, Spiegel für Waldspiele, Mikroskope,...)

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Zertifizierte Gesunde Schule

Weitere Netzwerke
"Glück macht Schule" und "Meistersinger-Schule"