ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Bewusster Umgang mit Ressourcen

Jahresbericht des Schuljahres 2021/2022

Schule: BRG 9 Erich Fried-Realgymnasium
KoordinatorIn: Mag. Hawle-Kastner Karina, M.A.
DirektorIn: MMag. Dr. Obenaus Andreas
Handlungsbereiche:
  • Einsparen von Ressourcen
  • Gestalten von Schul- und Freiräumen
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
Inhalt
In unserem 1. Ökolog-Projekt haben wir den Bergen an Wegwerf-Verpackungen in unserem Schulhaus den Kampf angesagt.
Neben einer Inventur des hausinternen Müllsammlungssystems in allen Schulräumen und einer entsprechenden Einweisung aller Klassen haben wir uns einer zweiwöchigen Challenge gestellt, in der wir versucht haben, ohne Wegwerfverpackungen auszukommen. Zudem haben wir die alten Getränke- und Snackautomaten gekündigt und nachhaltigere Alternativen recherchiert und bestellt.
Unser Sammelbehälter Unser Sammelbehälter
Ab in die Tiefe durch die Kugelbahn Ab in die Tiefe durch die Kugelbahn
Beim Betreuen Beim Betreuen
Erfolgreich: mehr Grün für die Aula! Erfolgreich: mehr Grün für die Aula!
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 11

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Ziel 4: Hochwertige Bildung: Die Schüler*innen der 8. Klassen führten eine schulweite Umfrage zum Ernährungsverhalten in Schule und Freizeit durch und werteten diese aus.

Ziel 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion: Durch eine Informationskampagne zum Thema Müll und die anschließende Schul-Challenge “Low Waste – more Green!” reflektierten Schüler*innen und Lehrer*innen ihren Konsum von Verpackungsmaterialien und die dadurch anfallenden Müllmengen.

Ziel 13: Maßnahmen zum Klimaschutz: Bewusste Konsumation, Müllreduktion und richtiges Recycling helfen den CO2-Ausstoß zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. Das Einführen einer Wurmkiste, die Umstellung auf Umweltschutz-Papier, die Informationskampagne zur Müllentsorgung und die Teilnahme am Wettbewerb “Klasse: Klimaschutz” rücken die Bedeutung des achtsamen Ressourcenumgangs in den Vordergrund.

Ziel 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele: Für die Schul-Challenge “Low Waste – More Green”, die Ferienbetreuung der Wurmkiste sowie für das richtige Recycling braucht es eine möglichst breite Mitwirkung der Schulgemeinschaft.

Maßnahme im Detail

Beschreibung der Maßnahme
LOW WASTE – MORE GREEN (Weniger Mist – mehr Grün)
Unser 1. Projekt nahm das Müllaufkommen in der Schule in den Fokus. Die Dringlichkeit der Müllproblematik wurde unabhängig voneinander von Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern eingebracht. Die konkrete Gestaltung wurde unter Einbeziehung der Schüler*innen und Eltern von den Lehrer*innen entwickelt.
Während der Informationsphase, die durch einen Workshop der MA 48 für die 7. Klassen unterstützt wurde, rückte neben der Entstehung und der richtigen Entsorgung des Mülls auch immer mehr die Ressourcenschonung und Müllvermeidung in den Fokus.
Das Projekt in seinen Teilbereichen:
Ressourcenschonung und Müllvermeidung:
• Testphase mit anschließender Evaluation und dann flächendeckende Umstellung auf Umweltschutzpapier
• Anlegen einer Wurmkiste samt Finden von betreuenden Eltern während der Ferienzeiten
• Einführung eines veganen Snacks und Erweiterung des nachhaltigen Buffetbetriebs
• Kündigung der alten PET-Flaschen-Getränke- und Snackautomaten
- Suche nach und Entscheidung für einen Getränke-Auffüllautomaten für die eigene Trinkflasche ab Jahresbeginn 2023
- Neuer Snackautomat mit gesunden Snacks ab Jahresbeginn 2023
- Neuer Heißgetränkeautomat mit Bioprodukten ab Jahresbeginn 2023

Bewusstsein für Müllentstehung und die Bedeutung von Mülltrennung:
o Teilnahme der 7. Klassen an einem Informationsworkshop der MA 48, Vorbereitung und Durchführung einer Informationskampagne in allen Klassen
o Inventur des 3-teiligen Mülltrennsystems bestehend aus Papierkorb, Gelber Sack-Kübel und Restmüll-Tonne in allen Unterrichtsräumen und im Lehrerzimmer
o 5. Platz beim „Klasse: Klimaschutz“-Wettbewerb der Firma PILOT durch die Klasse 3b mit Vorschlägen für einen klimafitten Schulalltag u.a. zu Müllreduktion und Recycling
o Zweiwöchige Schul-Challenge „Low Waste – more Green”: Für jeden Tag, an dem eine Person keine Einweg-Plastikverpackung in der Schule verbraucht hat, durfte sie ein Blähtonkügelchen in eine selbstgebaute Kugelbahn im Stiegenhaus einwerfen. Mit den gesammelten Kugeln wurde ein neuer Pflanztrog bepflanzt, der für „mehr Grün“ in der Aula sorgt.

Wurde diese ÖKOLOG-Aktivität als Projekt vom Bildungsförderungsfonds für nachhaltige Entwicklung gefördert und hat die Schule eine Projektdokumentation abgegeben?
Diese ÖKOLOG-Aktivität wurde als Projekt vom Bildungsförderungsfonds für Umwelt und Gesundheit gefördert. Die Schule hat eine Projektdokumentation abgegeben.

Handlungsbereiche
Einsparen von Ressourcen, Gestalten von Schul- und Freiräumen, Kultur des Lehrens und des Lernens

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
300

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
o Beschreibung und Präsentation des Projekts auf der Homepage in Form von 6 Beiträgen im Sommersemester
o Erstellung und laufende Betreuung eines schulinternen Ökolog-Instagram-Accounts durch eine Schülerin des Ökolog-Teams
o Betreuung eines Informationsstandes am Elternsprechtag

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Im Zuge des Jahresabschlusstreffens des Ökolog-Teams wurden das Projekt reflektiert und an das Team herangetragene Kritikpunkte erörtert.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Bewusster Umgang mit Ressourcen

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Ressourcenschonung und Müllvermeidung:
• Bezüglich des Umweltschutzpapiers gab es stets direkte Rückmeldung durch die Kolleg*innen bezüglich der Handhabbarkeit beim Kopieren.
• Das Überleben der Würmer und das Angebot der Eltern, die Sommerpflege zu übernehmen, bestätigt den Erfolg der Wurmkiste zur Probe und ermöglicht einen weiteren Ausbau dieses Teilprojektes.
• Der vegane Snack wird täglich 2 bis 3 Mal gewählt, was unsere Buffetbetreiberin darin ermutigt, das vegane Sortiment auszubauen. Außerdem achtet sie beim Einkauf auf einen geringen Ressourcenverbrauch z.B weniger Aluminiumfolie; und sie hält die Schüler*innen dazu an, eigene Schüsseln und Besteck z.B für das Frühstücksjogurt mit Früchten, mitzubringen
• Die Rückfragen der Schüler*innen und Eltern sowie das Interesse an Verkostungen der neuen Getränkegeschmackssorten sind für uns ein positives Zeichen. Die tatsächliche Annahme des neuen Automaten ohne PET-Flaschen, des neuen Heißgetränkeautomaten und des neuen Snackautomaten kann erst nach der Aufstellung beurteilt werden.

Bewusstsein für Müllentstehung und die Bedeutung von Mülltrennung:
• Die Vervollständigung und Erweiterung des Mülltrennsystems war Voraussetzung für eine bessere Mülltrennung an der Schule. Da die Befürchtung besteht, dass eine einmalige Informationskampagne das gewünschte Mülltrennungsverhalten nicht dauerhaft festigt, ist eine jährliche Auffrischung am Schuljahresanfang von Seiten der Biologie-Lehrer*innen im Gespräch.
• Das Kugelbahn-Projekt diente der Bewusstseinsschaffung, wie viel – zum großen Teil unnötige – Einweg-Plastikverpackung jeder im Laufe eines Schultages verbraucht. Die interessierten bis schockierten Nachfragen der Schüler*innen und der Rückgang des PET-Flaschen-Verkaufs im Buffet gibt uns Rückschluss auf das Erreichen dieses Ziels. Zudem wurde die eingeworfene Kugelzahl händisch nachgezählt, um die Teilnahme am Projekt zu erheben.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Viel engere Zusammenarbeit mit unserer Buffetbetreiberin und gegenseitige Wertschätzung der Arbeit

Wo liegen unsere Stärken?
Im wertschätzenden Umgang untereinander, motiviertes Team.

Netzwerke
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